Full text: Lübeckische Blätter. 1905 ; Verhandlungen der Bürgerschaft. 1905 (47)

die Art derselben. Es entsteht plötlich eine große Agitation innerhalb des hiesigen Maschinistenvereins. Von wem dieselbe ausgegangen ist, kann ich nich weiter untersuchen. Es sind aber Vorwürfe gegen die Art des Prüfungsmodus, um die es sich handelt. s wird gesagt, daß die Prüfung an der hiesigen Anstalt nur durch Fremde abgenommen werde, nicht durch die eigentlichen Lehrer. Damit wird nun di Notwendigkeit der Verstaatlichung zu begründen ver sucht. Es ist zunächst irrtümlich, wenn man annimmt daß an Staatsanstalten die Prüfung immer durch die eigenen Lehrer erfolgt. Gerade in der praktische Prüfung und im theoretischen Maschinenbau finde die Prüfung auch an Staatsanstalten nur durch fremde Examinatoren statt. So ist es z. B. ein| Oberingenieur Flügge, der aus Schwartau na Flensburg zur Prüfung fährt, und zwei Herren tammel und Lass von der Veritas. und von de Levante.Linie prüfen an der Hamburger Staatsschule n diesen Fächern. Die Prüfung durch eigene Lehrer findet im wesentlichen nur in Mathemati und Physik statt. Es ist ein wunderbarer Zufall, daß es in einem Bericht von Herrn Direktor Dr. Schulze vom März 1904 heißt, die tadelnden Außerungen richteten sich gegen Herrn Kreymann mathematischen Unterrich. Daß von seiten der <üler und von Herrn Kreymann der Wunsch gehegt wird, daß er die Prüfung selbst ausführt, is verständlich. Jedenfalls ist eine gewisse Agitation gegen den Prüfungsmodus vorhanden. Auffällig ist aber die Tatsache, daß diese Agitation erst jetzt einseßt. Der jetzige Prüfungsmodus hat mehr als zehn Jahre anstandslos bestanden, und erst jetzt gibt der Ausfall der Prüfung vom Herbst 1903 Herr Kreymann Veranlassung, die Verstaatlichung z beantragen. Herr Kreymann hat wohl den Eindru gehabt, daß seine eigenen Ausführnngen der Kom- mission gegenüber nicht genügten und hat zu den Akten verschiedene von auswärts kommende Anfrage Live ' Uuÿsällitenveise sind ches alle diese Uafcci von einem Datum, welches nach dem 1. Novembe datiert. Keine einzige von diesen Anfragen ist vor der Einsezung der Kommission gestellt worden. Aus derselben Zeit stammt auch das Gerücht, daß die Kieler eine Seemaschinistenschule einrichten wollten. Daß aber Unzufriedenheit mit dem Ergebnis und “s Verhältnissen der hiesigen Prüfung bei Herrn reymann das leitende Motiv gewesen ist, geh amentlich aus einer Erwiderung hervor, die e egen den Artikel der „Lübeckischen Blätter" vom 0. Oktober verfaßt und der Kommission eingeschick at. Die Erwiderung enthält schwere Vorwürfe gegen 32( w den Vorsitzenden der Kommission, namentlich h sichtlich der Behandlung eines Prüflings namens rieger. Es sind Vorwürfe, die das Gepräge der nwahrscheinlichkeit offen an der Stirn iran he! reymann ist vom Vorsizenden der Kommission dar auf aufmerksam gemacht worden, er hat aber troy dem die Weiterbeförderung an die Kommission ver langt und trägt also seinerseits die Verantwortung ür den Inhalt. Von der Kommission wurde nun eine Prüfung über den Sachverhalt schon voi onaten beantragt. Bislang ist das Ergebnis der rüfung nicht bekannt geworden, was ich sehr be aure. Ich habe die Vermutung, daß die Unzu- riedenheit in den Maschinistenkreisen mit der Arl er Prüfung gerade durch solche unrichtige Be auptungen, wie sie sich in den Ausführungen von errn Kreymann finden, veranlaßt worden ist. Jh in bereit, die Eingabe eventuell vorzulesen, sie liegt bei den Akten, einstweilen will ich aber nicht darauf eingehen, auch nicht auf sonstige persönliche Dinge, die ich mir notiert haite. Es ist vielleicht besser, ich gehe zunächst nicht darauf ein. Daß Her reymann persönlich wünscht, festangestellt zu werden, ist durchaus verständlich, auch daß er und leine reunde alle Hebel in Bewegung setzen, das zu er eichen. Das ist durchaus erklärlich. Es gibt immer noch sehr viele Mitglieder der Bürgerschaft, die de leichen persönlichen Wünschen sehr zugänglich sind. Widerspruch.) Wenn jemand mit solchem Wunsche ommt, sagt man, dem Mann kann geholfen werdet. s sind einige Herren hier, die ganz besondets äufig besucht werden, andere weniger. u ut ommt eigentlich verhältnismäßig selten jemand, Ji iesesmal bin auch ich nicht verschont geblieben. J! ann es, wie gesagt, niemand übelnehmen, went diesen Weg geht, da er durch Erfahrung weth, at gut davon. Deswegen sind alle Versuche, nk in dieser Beziehung gemacht werden, natürlich. Abet bei der ganzen Sache ist eigentlich nicht das Jnlk! sse eines einzelnen maßgebend, sondern das anzen, und wir müssen uns daher fragen: Ift die Verstaatlichung der Kreymannschen Schule erwünlthh oder ist sie notwendig ? Die erste Frage kann 1" jedenfalls bejahen. Es ist im Kommissionsbet!!) ingewiesen worden auf den Wupsch der h . Reedereien und des Maschinistenvereins. Gewiß "" as Fortbestehen der Schule immerhin H wert. Um das einzusehen, braucht man nicht Mt" glied des Maschinistenvereins zu sein. S!! Handelskammer wird in dem Kommissionsberiht Ü wähnt. Mir ist gesagt worden, die Handelskam" hätte eigentlich gar nicht erwähnt werden durfen weil von ihr kein Gutachten eingefordert sei. LM ih m früher: falls a wenig vorlieg diesen | wendig Reede einen j sie we shinist das A! wird f Lübecke Listen alle hi wesentl auf Li tin kle des He bom 2 ß Ma die ja ommet ist das uuffälli wärter Schul. haben hrauche die gri M pektore eema itüssen têweg Oder e teuer Manus nanzie abe y ie Sac huß vo at in . sser schusses heraus, az gen treten. wir dan ins die die ge M
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.