Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1899. (1899)

träge», welche von Mitgliedern der Gesellschaft gehalten werden, und zur Besprechung 
gemeinnütziger Angelegenheiten. Die Einführung von Fremde», sowie der nächsten erivach- 
lenen Angehörigen i,t den ordentlichen Mitgliedern gestattet. Während des Sommers 
finden sich die Mitglieder an den Dienstagabenden in freier Vereinigung zusammen. Im 
Hause Komgstr. 5 befindet sich auch die Bibliothek der Gesellschaft, für deren Vergrößerung 
durch regelmäßige Beiträge aus der Gesellschaftskasse gesorgt wird und ein wissenschaftliches 
Lesezimmer, in welchem auch die Bibliothek des technischen Vereins Aufstellung ge unden hat, 
welches den Mitgliedern an den Wochentagen von Vorm. 1« Uhr, an den Sonn- und Fest¬ 
tagen Mittags von II — I Uhr zugänglich ist. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek 
erfolgt Mittags von 12—1 Uhr, sowie im Winter vor Beginn der Vorlesungen. Die reich- 
haltigen Sammlungen der Gesellschaft sind in dem neuerbauten Museum beim Dom 1893 
vereungt worden. Dieselben zerfallen in folgende Abtheilungen: I. Das Naturhistorische 
Museum. 2. Das Museum Lübeckischer Kunst und Kulturgeschichte. 3. Das Gewerbe- 
inuscum. 4. Das Handelsmuseum. 5. Das Museum für Völkerkunde. 6. Die Samm- 
ung von Geinälden. Kupferstichen und Gypsabgüssen. 
Von der Gesellschaft unterhalten und durch besondere aus Mitgliedern derselben be¬ 
stehende Vorstände geleitet werden folgende von ihr gegründete Institute und Ausschüsse: 
Das Schullehrer-Seminar, gegründet 1807. 
Die Spar- und Anleihe-Kasse. (Siehe Seite 788.) 
Der Verein für Lübeckische Geschichte und Alterthumskunde, im Jahre 
1821 gegründet, beschäftigt sich mit dem Sammeln und Erhalten der Quellen und Denk¬ 
mäler der Lübeckischen Geschichte, sowie mit historischen und antiquarischen Arbeiten 
Derselbe halt im Winter monatlich regelmäßige Versammlungen. 
Fünf Kleinkinderschulen, gegründet 1834, 1839, 1882, 1885 und 1891 (siehe 
Art. Schulwesen). 
Die Frauen Gewerbeschnle 1882 gegründet, wurde mit dem I. Januar 1891 
von der Gesellschaft i.bcrnoinmen. Zweck dieser Schule ist, Schülerinnen die ihre allgemein 
Schulpflicht gelöst, für das Wirken in der Familie, wie für einen selbstständigen Erwerb 
mit den erforderlichen Kenntnissen und Fertigkeiten auszurüsten. 
Gegenstände des Unterrichts sind vorläufig folgende: Handarbeit, Maschinennäheii, 
Kleidermachen, Confection und praktisches 'Zuschneiden, Putz,nache», Kunststickerei, 
Kunstgewerbliches, Gewcrbliches-Zeichnen, Malen auf Holz und Porzellan, Buchführung. 
Die Unterrichtszeit ist im Sommerhalbjahr von 8-12 Uhr Vorm. >md von 2-° 
Uhr Nachm., im Winterhalbjahr von 9 -1 Uhr Vorm, und von 2 — 5 Uhr Nachm, »n 
den, Schulhanse, Königstr. 17. 
Mit der Frauen Gewerbeschule ist eine Kochschule verbunden. 
Die Seemannskasse, im Jahre 1840 gegründet, hat den Zweck, hülssbedürftige 
Seeleute, sowie Wittwen von Seeleuten zu unterstützen, Fürsorge hinsichtlich des Be¬ 
suches einer Navigationsschule durch junge Seeleute zu treffen und Unbemittelten 
solchen Besuch, sowie die Ablegung von Steuerinannsprüfungen und die Ableistung des 
einjährigen Frciwilligendienstes in der Marine durch Geldbeiträge zu erleichtern. 
Der Verein zur Fürs orge fü r e n tla s sen e Ge fa ng ene u nd sittlich 
Verwahrloste im Jahre 1895 begründet. 
Die Gesangklasse beschäftigt sich mit dem unentgeltlichen Unterrichte der hiesige» 
Schulamts-Präparande» im Gesänge »nd Oxgclspiel. 
Die Volksbibliothek, gegründet 1879, will den minder bemittelte» ckiassen 
der Bevölkerung (Gewerbetreibenden, Gewerbegehülfen, Dienstboten, Arbeitern 
deren Angehörigen) eine gesunde unterhaltende und belehrende Lektüre bieten. 
in dem Hause Mengstrabe Nr. 4 aufgestellt und an jedem Werktage im Winterhai I I 
von 7—8 Uhr. im Sommerhalbjahr von 8—9 Uhr Abends geöffnet. Mit der B 
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Zeitschriften und Nachschlagewerken^ verbunden, in der eine größere Anzahl 
"E'/gt. Die Lesehalle ist Werktag ^ unentgeltliche» Benutzung des Publikums 
vstnet. «eit November 1897 ist ^«5. u? 7~10'.Sonntag von 4-10 Ubr Abends ge 
kamnier und Gewerbeqesellsckmft in ^ die gewerbliche Bibliothek (Eigenthum der Äewerbe- 
bcfindet sich gleichfalls im Zause Mengstrlße°tzu"'4Volksbibliothek übergegangen. Sie 
>e ^b-ckischen Blätter, Organ der Gesellschaft. 
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