Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1899. (1899)

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Außer einer dreistufigen Vorschule enthält die Realschule sechs Klaffe» mit je ein¬ 
jähriger Lehrdauer. Das Lehrerkollegium besteht auS de», Direktor, fünf Oberlehrern, 
fünf Lehrern und einem HülfSlehrer. 
Die Gewerbeschule, durch Rath- und Bürgerschluß vom I. Juni 1874 an Stelle 
eines gleichnamigen Instituts der Gesellschaft zur Bef. gem Thät. gegründet, ist eine Fort¬ 
bildungsschule, welche den Zweck bat, vornehmlich den Lehrlingen, Gesellen und Gehülfen 
des Groß- und Kleingewerbes Gelegenheit zur Vervollständigung der für ihren Beruf unent¬ 
behrlichen Kenntnisse zu bieten. Der Besuch steht auch Angehörigen anderer Bernfsstände sowie 
Schüler» hiesiger Schulen frei. Die Verwaltung der Gewerbeschule führt eine Abtheilung der 
Oberschulbchörde, bestehend aus einem Senatsmitgliede, zwei bürgerlichen Dcputirtm und 
zwei von der Gewerbekammer aus ihrer Mitte zu wählenden Mitgliedern. Der Schulratl, 
und der Direktor der Schule sind dieser Abtheilung mit berathender Stimme beigeordnet. 
Den Unterricht ertheilen der Director, drei fest angestellte Lehrer und z. Z. 68 Hülfslehrer. 
Schülerzahl 1000 im Winter und etwa 70« im Sommer. Der Unterricht wird meistens 
in geschlossenen Fachkursen ertheilt. Im Winter ist der Gewerbeschule eine landwirth- 
schaftliche Fortbildungsschule angegliedert mit zwei aufsteigenden Halbjahrskursen. 
Die Bangewerksclntle, durch Ratb- und Bürgerschluß von, 21. Sept. 1896 
gegründet, soll jungen Baubandwerkern Gelegenheit zur theoretischen Ausbildung in ihrem 
Gewerbe bieten. Die neue Schule ist als Tagesabtbeilung der Gewerbeschule angegliedert; 
sie besteht aus vier aufsteigenden Klassen mit halbjährigen Lehrgängen und untersteht 
der Leitung des Direktors der Gewerbeschule. Es gelangen für die Baugewcrkschule 
8 Oberlehrer zur Anstellung; anßer dem Direktor und' diesen ertheilen auch Hilfslehrer 
den Unterricht. Der Lehrgang der ersten Klasse schließt mit einer Reifeprüfung aus 
Grund einer staatlich genehmigten Prüfungsordnung ab, die unter dem Vorsitz eines 
Senatskommissares stattfindet. 
Als öffentliche Mittelschulen in der Stadt bestehen zur Zeit zwei Knaben- und 
Mädchenschulen. An einer Mittelschule unterrichten der Hauptlehrer, acht ständige 
Lehrer, sowie Hülfslehrer und Hülfslehrcrinnen in erforderlicher Zahl. Besteht eine 
Schule aus mehr als neun Klassen, so ist sür je zwei iveitere Klassen ein ständiger Lehrer 
anzustellen. Von den ständigcn Lehrern gehöre» zwei der ersten, die übrigen der zweiten 
und dritten Gehaltsklasse an. 
Die Zahl der an sämmtlichen Mittelschulen angestellten Lehrer zweiter Gehaltsklasse 
darf die Hälfte der Zahl der ständigcn Lehrer dritter Gehaltsklaffe nicht übersteigen. 
An den Mädchenschulen unterrichten an Stelle von Lehrern dritter Gehaltsklaste 
ständige Lehrerinnen. 
Als öffentliche Volksschule» in der Stadt und den Vorstädten bestehen 
zur Zeit neun Knabenschulen, neun Mädchenschulen, von diesen sind acht Zahlschule» 
und zehn Freischulen. . 
An einer Volksschule unterrichten der Hauptlehrer, fünf ständige Lehrer, sowie HUise- 
lehrer und Hülfslehrerinnen in erforderlicher Zahl. Besteht eine Schule aus mehr «w 
acht Klassen, so ist für je zwei weitere Klassen ein ständiger Lehrer mehr anzustellen. 
Von den ständigen Lehrern gehören einer der ersten, die übrige» der zweiten und drillt 
(YehaltSklasse an. .. 
Die Zahl der an sämmtlichen Volksschulen angestellten Lehrer zivciter Gehaltskiap 
ständige Lehrerinnen.^'tCn '"Uemcfjie" sln Stelle von' Lehrern dritter Geyaiis«»,,' 
befähigten Kindern während''der gv,,? 's," ^bestimm-, taubstummen, sowie schwach¬ 
gewahren. An ihr angestellt sind L.b f, Schulpflicht den erforderlichen Unterricht zu 
forderliche,, Hülsslehrkräfte" ' * Hauptlehrer, drei Lehrer, eine Lehrerin und die er- 
sonderen Vorsteherschaften"^ U"b Stiftungs-Schulen bestehen fünf Schulen unter be¬ 
gründet und erhalten'fün?'r?/I;Ju Beförderung gemeinnütziger Thätigkeit be° 
lunf Kleinkinderschulen, welche den Zweck haben, noch nicht 
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