Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1899. (1899)

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Tie Behörde für das Feuerlöschwesen, bestehend aus dem Dirigenten de; 
Polizeiamtcs, einem zweiten Mitgliede des Senates und vier bürgerlichen Deputat«, 
hat die sachliche Verwaltung des städtischen Feuerlöschwesens wahrzunehmen. Die 
städtische Feuerwehr besteht aus der Bcrnfsfcuerwehr und der Hülssseuerwehr. 8« 
der Bcrufsseuerwehr gehören außer den auf Seite IX genannten Branddirektor. 
Brandinspektor und Gcschirrmcister sechs Obcrfeuerinänner (einschl. 2 Maschinisten! 
und 21 Feucrmänner, welche sämmtlich mit Pcnsiousbcrechtignng angestellt sind. T« 
Hülssseuerwehr wird aus den 65 Mann der Straßenreinigungskolonne gebildet. M 
Wache im Hauptspritzcnhause ist ständig mit 19 Mitgliedern der Berufssemrwep 
besetzt. Als Bespannung stehen sechs Pferde mit den erforderliche» Kutschern in de" 
Stall des Spritzenhauses zur Verfügung. Tiefe Gespanne iverdcn von dem Fuhrwerk«' 
besitzer H. C. W. Louguet gestellt, welcher auch vertragsmäßig erforderlich werden«' 
weitere Gespanne zu stellen hat. — Die Feuerwehr verfugt über folgende Lösch-""" 
Rettungsgcräthe: l Gasspritze, 1 Mannschaftswagen. 3 Tampsspritzen, 7 große van«- 
druckspritzen, 6 Wasscrwagen, J mechanische Leiter, 2 Schlauchkarrcn, 4 kleinere HE 
druckspritzen, 1 Sprungtuch, 1 Rutschtuch, 1 Rcttungsschlanch, 3 Rauchapparate, 
und Strickleitern und verschiedene andere kleinere Lösch- und Rcttnngsgcrälhe. Im?"" 
befinden sich noch 2 Schiffsdampfspritzen und eine Prahmspritze, in Travemünde e . 
Schisssdampfspritze. — Für die Feuermeldungen sind 3 Tclegraphenlinien ant rta I 
lcitnng in der Stadt und Luftleitung in den Vorstädten vorhanden. An dw ^ 
Telegraphenlinien liegen im Ganzen 33 Fcucrm ldestellen, davon 6 öffentliche »» 
private in der Stadt und 22 öffentliche und I private in den Vorstädten. Aud» 
ist von dem Spritzcnhause elektrische Alarmcinrichtung nach dem an Feuerlcutt 
mietheten Hause Fischergr. 32, sowie nach dem Grundstück des Fiihrwerkrvei k 
Longuet geführt. Ferner besteht telephonische und Alarnicinrichtnng zwischen 
Spritzcnhause, der Wohnung und dem Bureau des Branddirektors und dem 
Platz der Feuerwehr. Endlich ist das Spritzenhaus an den öffentlichen 
angeschlossen und bleibt auch während der Nachtstunden für diejenigen Fermr 
theilnehmer, welche eine solche Verbindung beantragen, mit diesen verbunden. 
Tie Borstehcrschnft der Strafanstalt zu St. Annen, gebildet S® 
Senatoren und sechs bürgerlichen Teputirtcn. verwaltet in Gemäßheit des Keg 
vom 20. Juni 1863 das Werk- und Zuchthaus, welches sich in den G 
des vormaligen St. Annen klosters befindet. (Dient zur Unterbringung de , 
hausgesangencn und Korrigenden.) Beamte der Anstalt: 1 Verwalter, 1 -n 
1 Oberausseher, 1 Werkmeister und 6 Ausseher. ..«Jl 
Die Leihhaus-Behörde, gebildet aus zwei Senatoren und vier bürgen^ 
Deputirten, hat die Oberaufsicht und Leitung des öffentlichen Leihhauses, wc w ^ ^ 
Maßgabe der rcvidirte» Ordnung vom 7. Juli 1856 und deren 
September 1874 und 14. Dezeniber 1874 gegen Unteipsand und für billige -v » 
baarc Geldvorschüsse gewährt. Beamte des Leihhauses sind "N Berwa 
Schreiber und ein Taxator. — Die Geschäftsziinmer des öffentlichen 
Schildstraße Nr. 10 sind zur Entgegennahme und Beleihung, flf tägltä 
und Auslieferung von Psändcrn, mit Ausnahme der Sonn- uno, ''„„t, tjow 
geöffnet und zlvar von: 1. April bis zum 30. September von 8 bis - jgganfc 
1. Octobcr bis zum 31. März von 0 bis 2 Uhr; außerdem vom S.Januu ^ 
jeden Sonnabend Abends von 6 bis 8 Uhr. In den Abendstunde J 
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eine Einlösung und Auslieferung von Pfändern statt, wenn dll Est. D" 
Einlösung bis Nachmittags 2 Uhr im Geschäftszimmer vorgängig angcm 
Mindestbetraa eines Dorlebnä >0 nn« a m »..f > “ *.-.-6— 
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Mindestbetrag eines Tarlehns ist von 3 .K. auf 1 AI. herabgesetzt. 
unter 3 A4. beträgt das Schreibgeld für den Versatzschein 5 -'S 
Die Militärverwaltung des Lübeckischen Freistaates ist in Gemäß >e> ^ ^ 
abgeschlossenen Conventionen von, 3. Mai und 27. Juni 1867 seit und|jii 
vollständig in die Hände der Künigl. Preußischen Regiciung "'arg g t trete"!. v 
mit 1 pEt. der Bevölkerung nn>. ... . 
deshalb j ‘ Suffs,], 
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»vuiiunoTg t» me- Hände der (König!. Preußischen Regierung übergeg g t[( 
mit 1 pEt. der Bevölkerung von Lübeck zu stellenden Kriegsdienstpfnch ». cn IM* z,. T 
Trnppentheile der Königs. Preuß Armee. — Nach 8 2 der Convention ,rcrnfif&' 9™ 
zum Jnfanteriedienst tauglichen Lübeckischen Militärpflichttg - Regi®^ 
Lübeckischc Staatsangehörigkeit besitzen, rn dem in Lübeck garnlsoniren et, p
	        
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