Full text: Lübeckisches Adreßbuch für 1898. (1898)

Die Lübeck-Traveuiunder Eisenbahn, «öffnet ani I. August 1882, führt von Lübeck 
über Dänischburg, Waldhusen und Pöppendorf »ach Travemünde; dieselbe ist von der 
Abzweigung aus der Eutin Lübecker Bahn bis Travemünde 15 kin. laug. 
Die bezeichneten Bahnen gehöre» der Lübeck-Vüchener Eiseubahngesellschast, d e ihre» 
Sitz in Lübeck hat und stehen unter einer Direktion von fünf Mitglieder. 
Die Lübeck-Kleinen Eisenbahn, eröffnet im Sommer 1870, und zur Mecklenburger 
Friedrich Franz-Bahn gehörig, führt über Schönberg, Grevesmühlen ». '."obiti nach Kleinen. 
Die Eutin-Lubecker Eisenbahn, ein Acticnunternehmcn, eröffnet im Frühjahr 1873, 
vom nördlichen Ende des Bahnhofes aus über die 'Außcntrave (vormals Stadtgraben) 
geführt, hat in Eutin Anschluß an die nach Kiel, Neumünstcr und Neustadt führende 
Ostholsteinischc Bahnen. 
Der Bahnhof i» Lübeck ist ein Central-Lahnhof für sämmtliche Lübeck berührende 
Bahnen und liegt am Holstenthore zwischen der Trave und dem für Seeschiffe schiffbaren 
Stadtgraben. 
Am 10. Mai 1886 wurde die Zweigbahn Glcschcndorf-Ahrensboeck eröffnet, 
welche einen integrirenden Bestandthetl de:, Eutin-Lübecker Eisenbahnunternehmens bildet. 
Dampsschifffahrts > Verbindung ivird mit Rußland, Schweden und Dänemark 
unterhalten, so lange das Wasser offen ist; nach St. Petersburg, Stockholm und Kopen¬ 
hagen werden.Dampfschiffe wöchentlich mehrmals expedirt. Der Beginn der regelmäßigen 
Fahrten, sowie die Abgangstage der einzelnen Dampfschiffe werden durch die öffentlichen 
Blätter bekannt gemacht. 
Droschken. zur Personen-Beförderung in der Ltadt und deren nächsten Nähe, haben 
ihre Stationsplätze am Klingenberg, am Marienkirchhof und auch am Bahnhöfe. Das 
Polizeiamt hat die Oberaufsicht nach Maßgabe des Reglements für die Droschken vom 
24. Juni 1805, die Fahrpreise sind durch obrigkeitliche, in jeder Droschke an einem 
sichtbaren Platze anzubringende Taxe bestimmt. 
Omnibus - Verbindungen in die Landgcbiete. Omnibus nach Schlutup, 
Selmstorf, Daffow Mittwochs und Sonntags 4 Uhr Nachm., im Sommer 4 Uhr 30, 
Abfahrt von Wilh. Steinhagen, gr. Burgstr. 9. Montags und Freitags 4 Uhr, im 
Sommer 4 Uhr 30, Abfahrt von I. H. Moll, gr. Burgstr. 13. 
Omnibus nach Crunnnesse, Klempau, Kählsdorf, Güldenitz, Kl. u. Gr.-Berkentien, 
Düchelsdorf, Sicrksrade, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag, Abfahrt 3 Uhr 
Nachm, von H. M. Haack, Mühlenstr. 37. 
Post-Omnibus nach Crummeffer Baum, Er, ns'orde, Bliestorf, Kastors, Klinkrade, 
Labcntz, Sandesneben, Abfahrt täglich 4 Uhr 30 Nachm, von P. Roggeukamp, Mühlen- 
straßc 60. Ankunft von den Ortschaften in Lübeck Morgens 9 Uhr. 
XI. Telegraphenwesen. 
Der vormalige Lübeckische Staats Telegraph ist am 1. Januar 1868 an die Reichs- 
telegraphen-Verwaltung übergegangen; neben dem Hauptamt in dem ncuerbauten Post 
Gebäude am Markt besteht in der Stadt Lübeck »och ein mit dem Postamte auf dem 
Bahnhöfe vereinigte Telegraphen-Betriebsstelle. 
XII. Tageblätter. 
(Nach eigene» Angaben der Herren Verleger.) 
Die Lübeckischen Anzeigen, gegründet 1751, sind seit dem 1. April 1854 Amts¬ 
blatt der freien und Hansestadt Lübeck und als solches das Publikation Organ für alle 
Bekanntmachungen des Senates, der Bürgerscha't und des Bürgerausschusses; für alle 
Publicationen der Senats-Kanzlei, sowie sämmtlicher hiesigen Gerichte, Verwaltungs¬ 
behörden und der denselben untergeordneten Stellen und Beamten, für alle das hiesige 
öffentliche Kirchen- und Schulwesen angehenden Bekanntmachungen; für alle Anzeige!,, 
welche den Gottesdienst hiesiger vom Staut anerkannter Gemeinden betrcffen und zahl¬ 
reicher Behörden aus der Umgebung Lübecks. Die Lübeckischen Anzeigen große 
Ausgabe sind seit dem 20. September 890 mit der bisher im gleichen Verlage seit 
1872 herausgegebenen „Lübecker Zeitung" zu einer 2mal täglich, 13mal wöchentlich 
erscheinenden Blatte in Groß-Folio-Format, täglich 2—3 Bogen stark vereinigt. Die 
Kleine Ausgabe erscheint 6mal wöchentlich Morgens im Groß-Folioformat eineinhalb
	        
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