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armenhauses zur Verpflegung hülfsbedürftiger Männer und Frauen und zur Aufnahme obdachloser Personen bezw , Familiein Dasselbe gewährt , nachdem die bisher abgesondert verwalteten Institute der Armenanstalt , das freiwillige Arbeitshaus und die Speiseanüalt mit ihm vereinigt , arbeitsfähigen Armen Gelegenheit zur Arbeit gegen einen verhältnißmäßigen Lohn und verabreicht an die Pfleglinge der offenen pflege im Sommer viermal , und ini Winter sechsmal wöchentlich , theils unentgeltlich gegen von den Armenpflegern ausgegebenen Zeichen , theils gegen billige Bezahlung hafte Speisen , auch besorgt dasselbe im Winter die Speisung armer Kranker , Ferner Han daS Armenarbeitshaus die Ausführung der Speisungen , für welche die Mittel in den Legated von Bereut , - Schröder , Anna Magdalena Schröoer , Heinrich Eckhoff , Wittwe Reuter mm Andreas Schultz ausgesetzt sind , nach Maßgabe der Fundationsbestimmungen zu beschaffet , und währenddersechSWintermonate in jederWoche des Sonnabends für die vor , »als in dem sogt Gasthause vorgenommeue Speisung von je zehn durchreisenden Handwerksgesellen zu sorgen . Mit dem Armen - Arbeitshause ist eine öffentliche mit einem Apparate nach dem System Henneberg ausgestattete Desinfections - Anstalt verbunden . Die Leitung des Armen - Rrbeitshauses steht unter einem Jnspector . Die specielle Aufsicht im Hanse führ ein Hausmeister , 
Das Siechen haus , in dem ehemalige» Cranen - und Crusen - Convent , kleine Burgstraße 22 , im Jahre 1850 gegründet , dient zur Verpflegung armer und fähiger Männer und Frauen , Verwalter des Hauses ist ein Siechenmeister , 
Die Kinderpflege An stalt sorgt für die Unterbringung und Erziehung von Kindern solcher Eltern , welche dieser Pflicht nachzukommen außer Stande sind . Sie wurde bei der Reiorm des gesainmten Armenwesens im Jahre 1845 als selbstständiges Institut gegründet und mit den Ländereien nebst dem Kapitalbesitz des St . Annen - Arnien und Werkhauses , so weit nicht specielle Leistungen daran geknüpft sind , fundirt In Folge eines Rath - und Bürgerschlusses vom 31 , Mai 1860 ist sie als selbstständig» Wohlthätigkeitsanstalt aufgehoben und an die Armenanstalt übergegangen , welche sie durch eine besondere Sectio» verwaltet . 
Das Bureau der Armenanstalt , sowie der Sitzungssaal des Armencollegiums , befindet sich Sankt Annenstraße 3 , Der Jnspector der Armen anstatt ist Vorstand des Bureaus . Dasselbe ist an allen Werktagen von 8—1 Uhr und von 3—7 Uhr geöffnet , Mpntags und Donnerstags Morgens 10 Uhr ist der Präses des Armencollegiums daselbst regelmäßig zu sprechen . 
■ Mit dem Armenbureau ist ein Auskunftsbureau über die Verhältnisse aller hiesigen Personen , welche um Unterstützungen nachsuchen , verbunden . Anfragen mündlich oder schriftlich werden sofort oder in kürzester Zeit unentgeltlich beantwortest 
Das St , Iohanttis - Jungsraucnkloster , unterhalb der Johanniästraße , gegründet im Jahre 1177 , anfänglich zur Hälfte mit Mönchen , zur Hälfte mit Nonnen des 
Benedictiner Ordens , später mit Ersteren allein besetzt , wurde im Jahre 1245 von den 
Mönchen geräumt , an deren Stelle wiederum Nonnen , und zwar des Cistercienser - Ordens , 
traten . Nachdem im Jahre 1569 die evangelische Lehre eingeführt war , wurden die 
Klosterregeln aufgehoben und im Jahre 1574 vom Senate eine neue Klosterordnung erlassen . Gegenwärtig dient das Kloster zur anständigen Versorgung von 36 Jungfrauen . Aufnahmefähig als solche sind unbescholtene , mindestens 85 Jahr alte , bedürftige , vaterlose Töchter von Bürgern , welche um das Lübeckische Gemeinwesen sich wohlverdient gemacht , so wie auch . tungfrauen , welche durch eigene Thätigkeit im Erziehungs - und Lehrfache oder durch Krankenpflege und andere Beweise aufopfernder Lie e ihren Mitmenschen sich nützlich zu machen gesucht haben . Nach dem Organisations - dekret vom 21 . Oktober 1 > 18 , sind die Conventualinnen in drei Classen getheilt ; >>> der ersten Classe , ivelche aus der Seniorin und den 15 ältesten Conventualinnen besteht , genießt die Seniorin 960 JC , 16 Kbni , Holz , Wohnung im Kloster und die Benutzung eines besondereii Gartens , jede der llbri , en Conventualinnen dagegen 720 12 Kbm . 
Holz , Wohnung im Kloster und , gemeinschaftlich mit der Seniorin und den anderen Conventualinnen , die Benutzung des Klostergartens . Die nach dem Altersrange ihrer Aufnahme folgenden 10 Conventualinnen bilden die zweite Klasse und erhalten je 600 * die 10 jüngsten , die dritte Klasse bildenden Conventualinnen erhalten je 460 - A um1 zwar diese beiden Klaffen ohne weitere Bezüge an Wohnung und Holz , Die jährlichen Einkünfte des Klosters , welche theils aus den . Ertrage des Landbesitzes , der Forsten und 
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