22 
wogegen der gemeinschaftliche Reinertrag der Staats - und der klösterlichen Forsten ns Moore nach dem Verhältniß von 89 : II zwischen dem Staate und dem Kloster getheilt wird . 
Die Brigitten - Stiftung , in der Wahinstraße , 1534 zur Aufnahme von Brigitte» Nonnen gegründet , ist späterhin zu einer Versorgungsanstalt >ür 12 Jungfrauen umgestaltet , welche gegen ein Einkaufsgeld freie Wohnung und Geldunlerftutzung erhalten . T« Vorsteherschaft besteht aus zwei Senatsmitgliedern und zwei auf je sechs Jahre erwählte» bürgerlichen Deputirten . Das Kapitalvermögen der Stiftung beträgt 190 , 200 vÄ , »ii jährlichen Einkünfte ca . 7000 JC 
Das Hospital zum heil . Geist , der Sage nach von Bertram Mornewej im 13 . Jahrhundert gestiftet , liegt an der Ostseite des Kuhbergs . In dem Haupttheil ! desselben liegt am Eingänge die Kirche ; der übrige Raum , welcher im Jahre 1880 mit einer Warmwasser - Heizungs - Anlage versehen ist , umfaßt zwei lange Reihen einzeln theilter Schlafstellen für 119 Personen beiderlei Geschlechts , welche in dem Hospi» versorgt werden , sowie 12 Zimmer und Kammern , gleichfalls für Hofpitaliten . Es hatba ebenfalls bedeutendem Landbesitze und einem Kapitalvermögen von einer Million Reichsmall , eine jährliche Einnahme von ca . 70 , 000 Ji Auch diese Stiftung hat ihre anlehnlichen , siird« fundationsmäßigen Zwecke nicht zur Verwendung kommenden Jahresüberschüsse aus besonderes Conto zu buchen , uin daraus an andere Wohlthätigkeitsanstalten ZufchV zu leiste» ; durch Rath - und Bürgerschluß vom 16 . März 1857 ist dieser Zuschuß für W auf eine an die Armenanstalt mit jährlich 7200 Ji zu leistende Zahlung festgejest Zwei Senatsmitglieder und sechs auf je zwölf Jahre erwählte bürgerliche Depuürü bilden die Vorsteherschaft ; die specielle Verwaltung führt ein Oeconomic - Jnspector . 
Das Waisenhaus , am Donikirchhof belegen . Das ältere im Jahre 1547 während einer Pestilenz in dem Gasthaus der Pilgrimme , Mühlenstr . Joh . Quart . 817 , gegründet ! Waisenhaus wurde später im Jahre 1556 nach dem bisherigen St . Michaelis - ober geberg Convent an der Weberstraßen - Ecke , der Aegidien - Kirche gegenüber , verlegt . M dieses Haus seinem Zwecke nicht mehr entsprach , wurde die jetzige Anstalt im Iah " 1806 in der früheren Dechaney ani Donikirchhof eingerichtet , konnte jedoch erst im Jahh 1810 bezogen werden , weil die Franzosen dieselbe bis August 1809 zum Hospital >» Beschlag nahmen . Die Anstalt besitzt geräumige Schul - und Schlafzimmer , Wohnung ! » für den Waisenvater , die Lehrer und sonstigen Beamten ; einen Gemüsegarten , Turn - »» " Spielplatz . Nur eheliche vaterlose Kinder beiderlei Geschlechts , an der Zahl ungefähr IW werden hier vom zurückgelegten achten Lebensjahre an aufgenommen und bis zu ilstü Confirmation gekleidet , ernährt , erzogen und unterrichtet . Die Vorsteherschaft , in welcher sq keine Senatsmitglieder befinden , wird aus sechs auf Le b en szei t gewählten Bürgern gebildet an der Anstalt sind zwei Lehrer , eine Lehrerin für die Handarbeit ser Mädch ! » und ein Waisenvater angestellt , welcher ebenfalls Lehrer ist und zugleich der öko»» mischen Leitung des Hauses vorsteht . Das Kapitalvermögen des Waisenhauses betrog ca . 600 , 000 Ji Die aus den Zinsen dieses Kapitales , sowie aus angestellten Ha»^ sammlungen resultirende Jahreseinnahme erreicht eine durchschnittliche Höhe von 30 , 000 - » 
Das St . Marien - Magdalenen - oder Burgklvster , in der großen Bürgst^ ehemals von Dominikaner - Mönchen bewohnt , nach der Reforinatioii zu einem KraE und Armenhause eingerichtet , wird gegenwärtig in seine» einzelnen Theilen als AA , nungen vermiethet . Auf dem Platze , auf welchem die im Anfang dieses Jahrhunde abgebrochene Kirche des Burgklosters stand , sind im Jahre 1879 zwei Volksschulha» erbaut . AIS bei der Reform des hiesigen Armenwesens im Jahre 1845 die Fortdm jener Verwendung des Burgklosters bis zu anderweitiger durch Rath - und Bürgers» ! zu treffender Verwendung der Gebäude beschlossen wurde , ward gleichzeitig das dam«» Kapitalvermögen im Belaufe von ca . 18 , 000 dem Jrrenhausc überwiese» und die Administration des Burgklosters nur ein mäßiges Betriebskapital belassen . Von■ g demungeachtet sich ergebenden jährlichen Administrationsüberschüssen sind 1857 und J wiederum Zuschüsse an das Irrenhaus abgegeben , durch Rath und Bürgerschluß * 15 . December 1873 ist dann der Bau - und Reservefond des Burgklosters auf 6000 • ■ festgesetzt und verfügt morden , daß etwaige Administrationsüberschüsse nicht zn cap " » siren , sondern sofort an die Armenanstalt abzuliefern sind .
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.