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desselben liegt am Eingänge die Kirche ; der übrige Raum umfaßt zwei lange Reihe» einzeln abgetheilter Schlafzellen für ca . 130 Personen beiderlei Geschlechts , welche in de» , Hospital versorgt werden , sowie mehrere Zimmer und Kammern , gleichfalls für Hospitalüc» - Es hat bei ebenfalls bedeutendem Landbesitze , der eine Jahreseinnahme von ca . 28 , 000^ erbringt , und einem Kapiralverinögen von einer Million Reichsmark , eine jährliche ( Sin - nahmevon ca . 70 , 000 JC Auch diese Stiftung hat ihre ansehnlichen , für die sundationsmäßige» Zwecke nicht zur Verwendung kommenden Jahresüberschüsse auf ein besonderes Conto zi> buchen , um daraus an andere Wohlthätigkeitsanstalten Zuschüsse zu leisten ; durch und Bürgerschluß vom 16 . Mürz 1857 ist dieser Zuschuß für jetzt auf eine an die Arine , , - anstalt mit jährlich 7200^4 zu Leistende Zahlung festgesetzt . Zwei Senatsmitglieder und sechs auf je zwölf Jahre erwählte bürgerlicheDeputirte bilden die Vorsteherschaft ; die specielle Verwaltung führt ein Oeconomie Jnspector . 
Das Waisenhaus , am Domkirchhof belegen . Das ältere im Jahre 1547 während einer Pestilenz in dem Gasthaus der Pilgrimme , Mühlenstr . Joh . Quart . 817 , gegründete Waisenhaus wurde später im Jahre 1550 nach dem bisherige» St . Michaelis - oder Se - gebcrg - Convent an der Weberstraßen - Ecke , der Aegidien Kirche gegenüber , verlegt . D» dieses Haus seinem Zwecke nicht mehr entsprach , wurde die jetzige Anüalt im Jahre 1806 in der früheren Dechaney am Domkirchhof eingerichtet , konnte jedoch erst im Iah " 1810 bezogen werden . weil die Franzosen dieselbe bis August 1809 zum Hospital in Beschlag nahmen . Die Anstalt besitzt geräumige Schul - und Schlafzimmer , Wohnungen für den Waisenvater , die Lehrer und sonstigen Beamten ; einen Gemüsegarten , Turn - und Spielplatz . Rur eheliche vaterlose Kinder beiderlei Geschlechs , an der Zahl ungefähr 130 , werden hier vom zurückgelegten achten Lebensjahre an aufgenommen und bis zu ihrer Confirmation gekleidet , ernährt , erzogen und unterrichtet . Di« Vorsteherschaft , in welcher sieh keine Senatsmitglieder befinden , wird aus s e ch s auf L e b e n s z e i t gewählten Bürgerngebildet ; an der Anstalt sind zwei Lehrer , eine Lehrerin für die Handarbeit der Mädchen und ei» Waisenvater angestellt , welcher ebenfalls Lehrer ist und zugleich der ökoiw »ilscheii Leitung des Hauses vorsteht . Das Kapitalvermögen des Waisenhauses beträgt . 'a . 600 , 000 - J / , Die aus den Zinsen dieses Kapitales , sowie aus angestellten Ha»^ sammlungen resultirende Jahreseinnahme erreicht eine durchschnittliche Höhe von 30 , 000t * 
Das Ll . Marien - Magdalcne» - oder Burgklostcr , in der großen Burgstraße , eheinals von Dominikaner Mönchen bewohnt , nach der Reformatio» zu einem Kranke» 
. und Armenhause eingerichtet , wird gegenwärtig in seine» einzelne» Theilen an unbemittelte 
Leute für eine billige Miethe überlassen Auf dem Platze , auf welchem die in , Anfang dieses Jahrhunderts abgebrochene Kirche des Burgklosters band , sind im Jahre zwei Volksschulhäuser erbaut . Als bei der Reform des hiesigen Armenwesens im Iah " 1845 die Fortdauer jener Verwendung des Burgklosters bis zu anderweitiger durch Rabl und Bürgerschluß zu treffender Verwendung des Gebäudes beschlossen wurde , ro01‘ gleichzeitig das damalige Kapitalvermögen desselben im Belaufe von ca . 18 , 000 , / i he» - Irrenhause überwiese» und für die Admininration des Burgklosters nur ein mäßige - Betriebskapital belassen . Von den deuiungeachtet sich ergebenden jährlichen Administration , Überschüsse» sind 1857 und 1869 wiederum Zuschüsse an das Irrenhaus abgegeben , du Rath - und Bürgerschluß von , 15 . December 1873 ist dann der Bau - und Rcservefond o Burgklosters auf »000 festgesetzt und verfügt worden , daß etwaige Administraüo , - Überschüsse nicht zu capitalisiren , sondern sofort an die Armenanstalt abzuliefern st»o - 
Das - Lt . Jürgen - Licchenliaus vor Travemünde , gegründet noch vor w» Jahre 1389 , ist bestimmt zur Aufnahme vo» acht alten erwerbsunfähigen Personen äeiw lücsclilechts aus dem Amtsbezirke ; die Vorsteherschaft desselben wird gebildet aus jedesmaligen Vorsitzenden des Genieindevorstandes zu Travemünde als bleibendem sitzenden , und vier auf je acht Jahre gewählten Vorstehern , deren Zwei Bewog des Städtchens Travemünde und zwei Eingesessene der zum Amtsbezirke gehörenden " schäften sind . Das Kapitalvermögen dieser Stiftung beträgt ca . 20 , 000 < * , die B bilden da» Jahreseinkominen . 
Die communale Armenpflege im Städtchen Travemünde steht unter Leituns ! eines Arniencollegs , welches aus einem Mitglied« des Genieindevorstandes als Borst» und^ vier Arnienpflegern gebildet wird . Die Verwaltung ersol . st nach Maßgabe oe 
5 . September 1866 vom Senate erlassenen Regulativs . 
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