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IV . Gemeinde - Verlvaltitltg in der Ltndt Lübeck . 
Die Verwaltungsbehörde für städtische Gemeinde - Anstalten , gebildet aus zwei Mitgliedern des Senates und acht bürgerlichen Deputirten , hat auf Grundlage einer großen Zahl von Gesetzen und Verordnungen , und im besonderen eines Rath - und Bürgerschlusses vom 18 . März 1867 , folgende geschäftlichen Wahrnehmungen : I . , die Hebung der Pflaster - und Leuchtensteuer , der Abgaben für die Feuerlöschanstaltcn und für die Polizeiwache , imgleichen der Beiträge zur Stadtwasserkunst , von den Bewohnern der Stadt Lübeck ; 2 . , die Hebung der Beleuchtungssteuer , der Wegeabgaben , sowie der Beiträge für die Polizeiwache , für die Feuerlöschanstalten und für die Stadtwasserkunst , von den Vorstadtbcwohnern ; endlich 3 , , die Hebung der Versicherungsprämien , von den Mitgliedern sowohl der städtischen , als auch der vorstädtischen Brandassekuranz - Kassen . Sie ist zugleich die obere Aufsichts - und Verwaltungsbehörde für die städtische Gasanstalt und die Stadt - Wasserkunst , auch hat sie als Vorstand der beiden genannten , unter öffentlicher Autorität gebildeten Feuerversicherungs - Vereine , die obere Leitung derselben wahrzunehmen . 
Die durch solche Hebungen veranlaßten Arbeiten , mit Einschluß sämurtlicher Bureau - Arbeiten , werden von den Beamten »nd Angestellten des Steuer - Bureaus innerhalb der fiir dasselbe festgesetzten Bureaustunden erledigt . Die Anordnung und Beaufsichtigung der Arbeiten obliegt dem Steuer - Jnspector , welchem auch in vielen vorkommenden fällen die erste Entscheidung zugewiesen ist . 
Die Gasanstalt , im Jahre 1854 gegründet , befindet sich in der Vorstadt St . Lorenz neben dem Stadtgraben an der Moislinger Allee unter No . 9 . Die Anlage umfaßte im Jahre 1880 10 Oefen mit 70 Retorten , die Kühl - und Rcinigungsapparate nebst maschine und Exhaustoren , sowie vier Gasbehälter von zusammen 3600 Cubikmeter Inhalt . Die Anstalt versorgt 1200 Straßenlaternen und 17300 Privatflammen in den Häusern , für welche 1150 Stück , zusammeu 11800 Normalflammen repräsentirende Gasmesser gestellt waren und 12 Stück Gaskraftmaschinen . — Anlagen von Hausleitungen , sowie Reparaturen werden durch die Arbeiter der Anstalt nach vorgängiger Anzeige am Bureau ausgeführt . Das Bureau ist auf der Anstalt »nd an den Werktagen von 9—1 Uhr und von 3—7 Uhr geöffnet . Meldungen können auch an der Latcrnenwärter - Wache Königstr . JohQ . 888 a abgegeben werden . Um die Erledigung thunlichst zu sichern und zu schleunigen , ist es rathsam , die Anzeigen schriftlich zu inachen , und zwar ans offene» Zetteln von nicht zu geringer Größe . 
Die Stadtwasserkunst , deren Bau im Frühjahr 1866 begann , wurde im August 1867 der öffentlichen Benutzung übergeben . Dieselbe liegt in der Vorstadt St . Jürgen zwischen deni Irrenhause und der St . Jürgen - Capelle , am hohen Ufer der Waknitz , welche das Wasser des Ratzcburger Sees in tneTrave führt . Für den Betrieb der werke sind vier Dampfmaschinen von zusammen 150 Pferdekräften vorhanden , welche das Wasser zunächst aus der Waknitz in die 5 Filterbassins von zusammen 2100 meter Oberfläche , und dann aus dem etwa 750 Kubikinetcr fassenden Reinwasserbassin m das Vertheilungsrohrnetz , das Hochreservoir und das Steigerrohr des Wasserthurms event , bis auf 43 , 5 Meter Höhe über dem Wasserspiegel der Waknitz befördern . Ein gußeisernes Reservoir von 1050 Kubikmeter Inhalt , welches in 20 , 5 bis 23 , 5 Meter Höhe über dem Wasserstande der Waknitz liegt , versorgt beständig die ganze Stadt und einen Theil der Vorstädte mit Wasser . Da das Straßenpslaster in den am höchsten gelegenen Stadtthem» sich nur bis zu 14 , 5 Meter über dem Niveau der Waknitz erhebt , so kann in allen Wohnhäusern auch in den ersten Etagen während des ganzen Tages mittelst Pnvat - lcitungen das Wasser direct aus dem Vertheilungsrohrnetz entnommen werden ; in den oberen Stadttheilen jedoch sind für Wasserleitungen in den zweiten und höheren Etagen Hausreservoirs erforderlich , welche in den frühen'Morgenstunden durch Hochdruck für den Tagesbedarf gefüllt werden . Das Vertheilungsrohrnetz , welches soweit thunlich ein ständiges Circulationssystem bildet , beginnt mit 450 Millimeter weite» Röhren »nd breitet sich gleichmäßig in 250 , 200 , 160 , 100 und 75 Millimeter weiten Röhren über die ganze Stadt und einen Theil der Vorstädte . Das gesammte Rohrnetz hat eine Länge vo> 
36 Kilometer , an demselben sind ca . 2400 Privatleitungen mit 1100 Waterclosets , ! > Springbrunnen und 130 Gartenbesprcngungen ; ferner 174 öffentliche Zapfstellen , Feuerhähne und 2 öffentliche Springbrunnen angeschlossen . Der gesannnte Verbrauch » Reinwasser beträgt jährlich etwa 2 , 140 , 000 Kubikmeter . 
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