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Die Verwaltung der Forsten und Moore des Klosters , welche vordem unter der tung eines Oberförsters von der Vorsteherschaft des Klosters selbst wahrgenommen wurde , ist in Gemäßheit des Rath - und Bürgerschluffes vom 26 . Mai 1873 auf den Staat übergegangen und mit der Verwaltung der Staatsforsten vereinigt worden , wogegen der gemeinschaftliche Reinertrag der Staatsforsten und der klösterlichen Forsten nach dem Verhältniß von 11 : 89 zwischen dem Kloster und dem Staate zertheilt wird . 
Die Brigitten - Stiftung» in der Wahmstraße , 1534 zur Aufnahme von Brigitten - Nonnen gegründet , ist späterhin zu einer Versorgungsanstalt für 12 Jungfrauen umgestaltet , welche gegen ein Einkaufsgeld freie Wohnung und Geldunterstützung erhalten . Die Vorsteherschaft besteht aus zwei Senatsmitgliedern und zwei auf je sechs Jahre erwählten bürgerlichen Deputirten . Das Kapitalvermögen der Stiftung beträgt 186 , 300 - ^ die jährlichen Einkünfte ca . 6800 JL 
Das Hospital zum heil . Geist , der Sage nach von Bertram Morneweg im 13 . Jahrhundert gestiftet , liegt an der Ostseite des Kuhbergs . In dem Haupttheile deffelben liegt am Eingänge die Kirche ; der übrige Raum umfaßt zwei lange Reihen einzeln abgetheilter Schlafzellen für ca . 120 Personen beiderlei Geschlechts , welche in dem Hospital versorgt werden , sowie mehrere Zimmer und Kammern , gleichfalls für Hospitalitern Es hat bei ebenfalls bedeutendem Landbesitze , der eine Jahreseinnahme von ca . 28 , 000 JC . erbringt , und einem Kapitalvermögen von einer Million Reichsmark , eine jährliche Ein - nahmevon ca . 70 , 000 Auch diese Stiftung hat ihre ansehnlichen , für die fundationsmäßigen Zwecke nicht zur Verwendung kommenden Jahresüberschüsse auf ein besonderes Conto zu buchen , um daraus an andere Wohlthätigkeitsanstalten Zuschüsse zu leisten ; durch und Bürgerschluß vom 16 . März 1857 ist dieser Zuschuß für jetzt auf eine an die anstalt mit jährlich 7200^ zu leistende Zahlung festgesetzt . Zwei Senatsmitglieder und sechs auf je zwölf Jahre erwählte bürgerliche Deputirte bilden die Vorsteherschaft ; die specielle Verwaltung führt ein Oeconomie - Jnspector . 
Das Waisenhaus , am Domkirchhof belegen . Das ältere im Jahre 1547 während einer Pestilenz in dem Gasthaus der Pilgrimme , Mühlenstr . Joh . Quart . 817 , gegründete Waisenhaus wurde später im Jahre 1556 nach dem bisherigen St . Michaelis - oder Se - geberg - Convent an der Weberstraßen - Ecke , der Aegidien - Kirche gegenüber , verlegt . Da dieses Haus seinem Zwecke nicht mehr entsprach , wurde die jetzige Anstalt im Jahre 1806 in der früheren Dechaney am Domkirchhos eingerichtet , konnte jedoch erst im Jahre 1810 bezogen werden , weil die Franzosen dieselbe bis August 1809 zum Hospital in Beschlag nahmen . Die Anstalt besitzt geräumige Schul - und Schlafzimmer , Wohnungen fite den Waisenvater , die Lehrer und sonstigen Beamten ; einen Gemüsegarten , Turn - und Spielplatz . Nur eheliche vaterlose Kinder beiderlei Geschlechs , an der Zahl ungefähr 130 , werden hier vom zurückgelegten achten Lebensjahre an aufgenommen und bis zu ihrer Konfirmation gekleidet , ernährt , erzogen und unterrichtet . Die Vorsteherschaft , in welcher sich keine Senatsmitgliederbefinden , wird aus sechs auf Lebenszeit gewählten Bürgerngebildet ; an der Anstalt sind zweiLehrer und ein W aisenv ater angestellt , welcher ebenfalls Lehrer ist und zugleich der ökonomischen Leitung des Hauses vorsteht . Das Kapitalvermögen des Waisenhauses beträgt ca . 580 , 000^ Die aus den Zinsen dieses Kapitales so wie aus angestellten Haussammlungen resultirende Jahreseinnahme erreicht eine durchschnittliche Höhe von 28 , 000 tk 
Das St . Marien - Magdalenen - oder Burgkloster , in der großen ehemals von Dominikaner - Mönchen bewohnt , nach der Reformation zu einem Kranken , und Armenhause eingerichtet , wird gegenwärtig in seinen einzelnen Theilen an unbemittelte Leute für eine billige Miethe überlassen . Auf dem Platze , auf welchem die im Anfang dieses Jahrhunderts abgebrochene Kirche des Burgklosters stand , sind im vorigen Jahre zwei Volksschulhäuser erbaut . Als bei der Reform des hiesigen Armenwesens im Jahre 1845 die Fortdauer jener Verwendung des Burgklosters bis zu anderweitiger durch und Bürgerschluß zu treffender Verwendung des Gebäudes beschlossen wurde , ward gleichzeitig das damalige Kapitalvermögen desselben im Belaufe von ca . 18 , 000 dem Irrenhause überwiesen und für die Administration des Burgklosters nur ein mäßiges Betriebscapital belassen . Von den demungeachtet sich ergebenden jährlichen Administrations - Überschüssen sind 1857 und 1869 wiederum Zuschüsse an das Irrenhaus abgegeben , durch Rath - und Bürgerschluß voni 15 . December 1873 ist dann der Bau - und Reservefond des Bu^klosters auf 6000 Jt , festgesetzt und verfügt worden , daß etwaige Administrations - Überschüsse nicht zu capitalisiren , sondern sofort an die Armenanstalt abzuliefern sind .
	        

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