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allen Werktagen im Sommer (April bis September incl.) von 8 Uhr. im Winter (October 
bis März incl.) von 9 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags geöffnet; an dein einer 
Auction vorausgehenden Tage bleibt das Bureau bis 4 Uhr Nachmittags geöffnet. 
Die Militairverwaltung des Lübeckischen Freistaates ist in Gemäßheit der deshalb 
abgeschlossenen Conventionen vom 3. Mai und 27. .umt 1867 seit dem 1. Oktober 186! 
vollständig in die Hände der Königlich Preußischen Regierung übergegangen und die mit 
1 pCt. der Bevölkerung von Lübeck zu stellenden Kriegsdienstpflichtige» treten insofern 
dieselben nicht zur seemännischen Bevölkerung gehören und zum Jnfanteriedienst tauglich 
sind, in Truppentheile der Königl. Preuß. Armee. — Für das neu errichtete Königlich 
Preuß. „Landwehrbataillon Lübeck" bildet der Lübeckische Freistaat den Bezirk 
der ersten und zweiten Compagnie. — Den amtlichen Verkehr der Militairbehörden mit 
dem hiesigen Senate vermittelt die aus zwei Senatsmitgliedern gebildete Militair- 
Commission des Senates. Das Bureau der Ersatz-Commission, wo auch die Anmel¬ 
dungen zur Militair-Stammrolle stattfinden, befindet sich im Hause Nr. 94 in der mittleren 
Fleischhauerstraße und ist an allen Werktagen, Vormittags von 9—1 Uhr und Nachmittags 
von 3—6 Uhr geöffnet. 
Die Zollverwaltung ist mit dem am 10. August 1868 erfolgten Eintritt des 
hiesigen Freistaates in den Zollverein an Letzteren übergegangen und wird nach Maßgabe 
der betreffenden Gesetze und Verfügungen durch das hiesige Kaiserliche Haupt-Zollamt 
wahrgenommen. 
IV. Gemeinde-Verwaltung in der Stadt Lübeck 
Die Nerwaltungsbelivrdc für städtische Gemeiiide-Anstalten, gebildet au» 
zwei Mitgliedern des Senates und acht bürgerlichen Deputirten (je zwei Hauseigem 
thümern aus den 4 städtischen Quartieren), verwaltet die städtische/und nunmehr auch 
vorstädtische Brand-Assecuranzcasse und zwar erstere unter Zuziehung eines durch 
die Interessenten dieser Kaffe erwählten Ausschusses von 32 Mitgliedern); sie ist du 
Oberbehörde für die Verwaltung der städtischen Gasanstalt und der Stadt-Wasser¬ 
kunst, erhebt die Communalsteuern (die Abgaben für die Feuerlöschanstaltcn und du 
Nachtwache, sowie das Leuchten- uird Pflastergeld die Beiträge für die Stadt-Wasserkunst 
und die vorstädtischen Wegeabaaben) und ist mit der Aufsicht über das Löschwesen betraut. 
In Gemäßheit eines Rath- und Bürgerschlusses vonr 18. März 1867 ist das Rechnungs- 
und Kassenwesen sämmtlicher von dieser Behörde verwalteten Gemeindeanstalten seit dem 
1. Januar 1867 nach Maßgabe der in diesem Rath- und Bürgerschlusse getroffenen W 
stimmungen vereinigt. 
Die Gasanstalt, im Jahre 1854 gegründet, befindet sich in der Vorstadt St. Lorenz 
neben dem Stadtgraben an der Moislinger Allee unter No. 9. Die Anlage umfaßte am 
Schluffe des Jahres 1877 10 Oefen mit zusammen 70 Retorten, die Kühl- und Reinigungs- 
apparate nebst Dampfmaschine und Exhaustor, sowie vier Gasbehälter von zusammen 
3600 Cubikmeter Inhalt, und versorgte zusammen 1040 Straßenlaterne», sowie 16, 
Privatflammen nebst 11 Gaskraftmaschinen in den Häusern. — Anlagen von 
leitungen, sowie Reparaturen werden durch die Arbeiter der Anstalt nach vorgänglger 
Anzeige am Bureau ausgeführt. Das Bureau ist auf der Anstalt und von 9-7 IM 
geöffnet. Meldungen können auch an der Laternenwärter-Wache Königstr. JohQ. 88° a ; 
abgegeben werden. Um möglichst schnelle Erledigung zu erzielen, ist es rathiani. die An¬ 
zeigen schriftlich, und zwar auf offenen Zettel» von nicht zu geringer Größe abzugeben- 
Die Stadt Wasserkunst, deren Bau im Frühjahr 1866 begann, wurde im Aug»? 
1867 der öffentlichen Benutzung übergeben. Dieselbe liegt in der Vorstadt St. Juche 
zwischen dem Irrenhause und ver St. Jürgen-Capelle, am hohen Ufer der WakeM 
welche das Wasser des Ratzeburger Sees in die Trave führt. Für den Betrieb (V 
Pumpwerke sind zwei Dampfmaschinen von je ca. 36 Pferdekräften vorhanden, welche oa 
Wasser in dein Steigcrohr des Wafferthurmes bis auf 43,5 Meter Höhe über dem Walle^ 
fpieitel der Wakenitz heben können. Ein gußeisernes Reservoir von 1050 
Inhalt, welches in 20,5 bis 23,5 Meter Höhe über dem Wafferstande der Wakenitz lieg> 
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