Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1858. (1858)

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Gewerbsschule. 
Gymnasium. 
bestätigten Plane von der commerciellcn Sectio» des Gewerbs- 
Ausschusses (s. d. A.) verwalte,. Sie hat den doppelten Zweck, 
sowohl den hiesigen Handwerkern und Fabrikanten vermehrte 
Gelegenheit zum Absatz zu verschaffen, sowie durch Vorschuß 
auf eingelieferte Arbeiten an die Hand zu gehen, als auch dem 
kaufenden Publikum eine größere und bequemere Auswahl unter 
den Erzeugnissen des einheimischen Fleißes zu gewähren. Das 
Local der Gewerbs-Niederlage ist: Breitestraße 786, woselbst 
der Aufseher den Verkauf zu festen Preisen und gegen baare 
Bezahlung besorgt. 
Gewerbschnle, von der Gesellschaft z. Bef. gem. Th. 1841 ge¬ 
stiftet, zur Aus- und Fortbildung der Handwerkslehrlinge und 
Gesellen in den zu einem verständigen Betriebe ihres Gewerbes 
erforderlichen allgemeinen Kenntnissen und Fähigkeiten. Der 
Schuleursus, welcher dreijährig ist, wird in drei Classen der 
Schule abgehandelt; außerdem bestehen noch eine Oberklasse 
(Selecta) für die Weiterbildung älterer Schüler und eine Vor- 
bereitungsklasse für jüngere Schüler: Lehrgegenstände sind: 
deutsche Sprache, Buchführung, Mathematik, Physik, Mechanik, 
Chemie, Technologie, freies Handzeichnen, geometrisches und 
technisches Zeichnen. Es unterrichten gegenwärtig 4 Lehrer in 
dieser Anstalt. Die Lehrzimmer befinden sich im Hause der 
obern Fischergrube 348. 
Gewerk-Verein, eine Gesellschaft hiesiger Handwerksmeister, 
1843 gestiftet und 1853 obrigkeitlich anerkannt, bezweckt, seinen 
Mitgliedern zu Besprechungen über gewerbliche Interessen Ge¬ 
legenheit zu geben, sowie durch technische Journale und Schriften 
denselben die Mittel zu bieten, mit den neuesten Fortschritten 
in allen Zweigen der Technik sich bekannt zu machen. 
Gewerkvorstand, im Jabre 1848 von hiesigen Gewerbs-Cor- 
porationcn aus ihrer Mitte zur Wahrnehmung gemeinsamer 
Angelegenheiten der hiesigen Aemter und Zünfte erwählt. 
Gewicht, s. Maaß. 
Graveure: 4. A. C. Dettmann, Königstr., Ecke der Wahmstr. 
477; 6. A. H. Grüning, Mühlcnstr. 023; J. H. A. Schmidt, 
Hundestr. III; J. A. Haase, Fleischhauerstraßc 125. 
Gustav-Adolph-Berei», zur Unterstützung armer evangelischer 
Gemeinden, welche in ihrem Vaterlande die Mittel für ihre 
kirchliche» Bedürfnisse nicht finden können, ist 1844 gestiftet und 
und hat sich dem großen evangelischen Verein der Gustav-Adolph- 
Stiftung, dessen' Vorstand seinen Sitz zu Leipzig hat, als 
Hauptverein angeschlossen. 
Gymnasium, s. Schulen
	        

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