Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1858. (1858)

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Travemünde. 
bürg, theils liegt es zerstreut in Lauenburg und in Holstein. Die 
Landwehr (Landgraben) begrenzt das frühere Weichbild der Stadt; 
über die Landwehr führen 9 Paffe auswärts, nämlich: 3 nach 
Mecklenburg, zu Schlutup, Schwarzmühlen und Brandcnbaum; 
2 ins Lauenburgjsche, bei dem Gronauer- und Crummefferbaum; 
3 nach Holstein, bei Krempelsdorf, Steinraderbaum und Hohen- 
stiege, und I ins Entmische, bei Trems. Das Land wird einge¬ 
theilt in die Bezirke innerhalb der Landwehr (das eigentliche Weich¬ 
bild der Stadt) und in die Bezirke außerhalb der Landwehr. Erstere, 
nebst Travemünde, sind dem städtischen Zunftzwange unterworfen. — 
Für die Bewaffnung zerfällt das Land in 5 Bezirke, nämlich: den 
Ritzerauer-, den Mühlenthor-, den Holstentyor-, den Burgthor- und 
den Travemünder-Bezirk. — Nach der Zählung vom I. September 
1851 belief sich die Zahl der Einwohner des ganzen Lübeckischen 
Staates, mit Ausschluß des Amtes Bergcdorf auf 42,685, von 
denen 26,098 die Stadt, 3754 die Vorstädte und 12,833 das 
Land bewohnten. 
Das Städtchen Travemünde, seit dem Jahre 1329 im Be¬ 
sitze der Stadt Lübeck, liegt 2 Meilen von derselben entfernt an 
dem nordwestlichen Strande der Trave und zählt 4 Hauptstraßen 
Die eine Straße, die Vorderreihe, zieht sich längs des Hafens hin, 
zwei andere, die Thorstraße und die Hinterreihe, theilen den Ort 
der Länge nach in zwei gleiche Hälften, die vierte, gegen den Gar¬ 
ten der Badeanstalt, ist eine Anlage der neuesten Zeit. Die Kirche, 
welche gegenwärtig ihren Begräbnißplatz außerhalb des Städtchens 
hat, ist dem heiligen Laurentius geweiht. Travemünde gegenüber 
liegt eine durch Allusion entstandene Halbinsel, der an das Meck¬ 
lenburgische gränzende und durch eine Fähre für Fußgänger und 
Wagen mit dem Städtchen verbundene Priwall, worauf sich außer 
einem WirthShausc ein Steinkohlen-Magazin für die Dampfschiffe 
befindet. Der auf dem Leuchtcnfelde im Jahre 1539 zuerst erbaute 
und im Jahre 1827 bis zu der Höhe von 110 Fuß aufgeführte 
Leuchtthurm dient zur Unterhaltung eines stehenden Lampenfeuers 
und als Loolsenwache. Die seit dem Jahre 1814 errichtete Signal¬ 
stange am Norder-Bollwerke dient dazu, durch ihre Bewegungen 
und Senkungen den ankommenden Schiffern Merkmale zu geben, 
nach welcher Richtung sie steuern müssen, in dem Falle, daß cs 
bei allzuhcftigem Sturme den Lootscn unmöglich ist, mit ihren 
Böten auszukaufen. Vor der Mündung der Trave, welche durch 
das Norder- und Süder-Bollwcrk rectificirt wird, befindet sich eine 
Sandbank, die sogenannte Plate, welche durch den vom Traven- 
strome herbeigeführten und durch die See beim Brodtner Ufer ab¬ 
gespülten Sand, der hier sich lagert, gebildet wird; durch Aus¬ 
baggerung ist die Normaltiefe derselben bereits auf >8 Fuß gebracht. 
Um den Schiffern und Lootsen, welche sich auf der Rhede befinden, 
den jedesmaligen Waffcrstand auf der Plate, auch das Ein- und 
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