Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1858. (1858)

Gebäude für wohlthätige Zwecke 
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Wasserräder getrieben werden, wird das Wasser in das oben 
in den Thürmen befindliche Bassin gebracht, von wo es mittelst 
Röhren in einen großen Theil der Stadt geleitet wird. Eigends 
angestellte Kunstmeister führen die Aufsicht. Andere Wasser¬ 
leitungen von der Wakenitz aus ohne Druckwerke, bloß mit 
Röhren liegen am Burgthore, so wie unterhalb des weiten 
Lohberges und der Glockengießerstraße. 
14) Gebäude für wohlthätige Zwecke. 
Das St. Johannis - Jungfraucnkloster, unterhalb der Jo- 
hannisstraßc Joh. Q. 42, ist zur Zeit der Reformation aus 
einem anfangs mit Bencdictiner-Mönchen, später mit Cister- 
rienser-Nonnen besetzten Kloster des 12ten Jahrhunderts ent¬ 
standen. Gegenwärtig dient dasselbe zur anständigen Ver¬ 
sorgung von 36 Jungfrauen, von denen die 16 ältesten in dem 
Stifte selbst in einzelnen Häusern, die übrigen, bis zu erlangter 
Anciennität, in der Stadt wohnen. Die jährlichen Einkünfte 
dieses Stiftes, welche theils aus den Zinsen belegter Capitalien, 
theils aus dem Ertrage des Landbesitzes fließen, betragen jährlich 
ungefähr 40,060 Mark; die Ueberschüsse werden zu Kirchen - 
und Schulzwecken verwandt. 
Die Brigitten-Stiftung, in der Wahmstraße 304, 1334 zur Auf¬ 
nahme von Brigitten-Nonnen gegründet, späterhin zu einer Ver¬ 
sorgungsanstalt für 12Frauenziminer umgestaltet, welche gegen ein 
Einkaufsgcld freie Wohnung, Gelbuntcrstutzung und Holz erhalten. 
Das Hospital zum heil. Geist, der Sage nach von Be rtv-am 
Mornewech im 13. Jahrhundert gestiftet, liegt an derOstscite 
des Kuhberges. In dem Haupttheile liegt am Eingänge die Kirche; 
der übrige Raum umfaßt zwei lange Reihen einzeln abgetheilter 
Schlafstellen für 150 alte Personen beiderlei Geschlechts, welche 
in dem Hospitale versorgt werden, so wie mehrere Zimmer und 
Kammern. Es hat bei ebenfalls bedeutendem Landbesitze eine 
jährliche Einnahme von ungefähr 50,000 Mark. Aus seinen 
Ueberschüssen steuert es zur Unterhaltung anderer Wohlihätig- 
keitö-Anstalten bei. 
Das St. Annen Armen- und WcrkhauS, auch St. Annen- 
Kloster genannt nach dem Zwecke, zu welchem eö ursprünglich 
bei seiner Gründung (1502) bestimmt wurde, ist in der St. Anncn- 
straße 794 gelegen. — Eö dient als Straf- und Besscrungshaus, 
und umfaßt demnach außer den Gefängnissen (Zucht- und Spinn- 
hauo) ein Zwangs-Arbeitshaus. Einstweilen dient es auch noch 
als Versorgungsanstalt für Arme und zum selbstständigen Erwerbe 
unfähiger Personen, auch für mit unheilbaren Schäden Behaftete. 
Zu dieser Anstalt gehört, außer den daranstoßendcn Wohnungen 
und einem Pedigcrhause, ein Begräbnißplatz vor dem Mühlcn- 
thore, woselbst auch Arme aus der Stadt beerdigt werden. 
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