Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1858. (1858)

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Oeffentlichc Gebäude. Kirchen 
Die Jaeobikirche, in der Nähe des Kuhberges, vor dem Jahre 
1227 gegründet, 212 Fuß lang, 132 Fuß breit, im mittlere»" „A? 
Gewölbe 68 Fuß hoch, ausgezeichnet durch ihre schlanke zierliche 11 
Thurmspitze, 336 Fuß hoch. Merkwürdig in ihr sind: einige 
Gemälde und eine Altartafcl von Sandstein in der Brömsen- 
^"pblle. ¡n per kleinen 
Die Petrikirche, vor dem Jahre 1163 gegründet, südwestlich vom 
Markte bei der Holstenstraße gelegen, 193 Fuß lang, 127 Fuß 5) 
breit, im mittleren Gewölbe 57£ Fuß hoch, mit einem durch 
vier Nebenspitzen gezierten Thurme, 302 Fuß hoch. Sie halDie Lorenzki 
mehrere gute Gemälde und Denkmäler. 1661—165 
Die Acgidicnkirche, im südöstlichen Theile der Stadt, mit einem 
332 Fuß hohen Thurme. Ihre Länge beträgt 199z Fuß, die 's* ‘ * ' 
größte Breite 113 Fuß, die Höhe im mittleren Gewölbe 56z Fuß. e ^ mit ui 
Einige marmorne Särge und eine vorzügliche Orgel zieren sie. 111 
Die Domkirche, am südlichen Ende der Stadt, 333 Fuß lang, 
125 Fuß breit, im mittleren Gewölbe 77,i Fuß hoch, von u|' 
Heinrich dem Löwen und Bischof Heinrich im Jahre 1170 ge- 
gründet und vom Bischof Bockholt im vierzehnten Jahrhundert , *5-a A 
um die Hälfte vergrößert, mit 2 Thürmen von 316 Fuß Höhe. . , j 
Sie besitzt nächst der Marienkirche die meisten Kunstschätzc, 77 . ~ 
darunter ein sehr wcrthvollcs Gemälde von Mcniling. Mehrere 0 
Lübeckische Bischöfe sind in ihr begraben. 
Sämmtliche Hauptkirchen haben einen gemeinschaftlichen, im 
Jahre 1832 angelegten Gottesacker vor dem Burgthore, der mit 
Garten-Anlagen und vielen Momumenten geziert ist. a? 5em 
" bände mit zwe 
2) Nebenkirchcn in der Stadt, in architectonisi 
Die Catharinenkirche, worin jedoch kein Gottesdienst mehr ge- . 3nnerl>atb 
halten wird, liegt in der Königstraße an der Ecke der Glocken- in welchem die 
gießerstraße. Als Theil eines ehemaligen Franziskanerklosterö monatlichen Au> 
ist sie 1335 vom Bischof Lockholt gegründet und nach dem -Cpur 
Muster der Marienkirche erbaut, deren iFilial sie ist. Ihre ,nlt . Vcma ' 
Länge beträgt 226 Fuß, die Breite 99 Fuß, die Höhe im mitt- w wie etc slin 
lern Gewölbe 88£ Fuß. Sie enthält werthvolle Gemälde, Epi- gellten, über 7 
taphien und Altärsckränke. Das Chor ist gegenwärtig zur " 
Aufbewahrung Lübcckischer Kunstschätzc bestimmt; unter demselben der Kurfürsten, 
befindet sich ein architectonisch ausgezeichnetes Gewölbe. In Oben sin! 
dem ehemaligen Klostergebäude sind die Zimmer der Catharincn- Verwaltungen: 
schule, die Wohnungen einiger Lehrer und die öffentliche Bibliothek, der Stelle des 
Die Kirche zum heil. Geist, am Knhberge, gehört zu dem Hospi- andere^u Verse 
tal gleichen Namens. Sie enthält sehenöwcrthe Altarsckränke sugenanntc 
Die St. Anneukirche, ein Theil des 1502 begründeten St. Linnen- mit Schniywei 
klosters, ist am 19. September 1833 abgebrannt. (I8l
	        
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