Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1856 (1856)

Travcnüindo. 
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andere, die Thorstraße und die Hinterreihe, theilen den Ort der >"»< Logi 
Länge nach in zwei gleiche Halsten, die vierte, gegen den Garten der man 
der Badeanstalt, ist eine Anlage der neuesten Zeit. Die Kirche, liegt daS 
welche gegenwärtig ihren Begräbnißplatz außerhalb des Städtchens beiden H, 
hat, ist dem heiligen Laurentius geweiht. Travemünde gegenüber ciner gcrä 
liegt eine durch Alluvion entstandene Halbinsel, der an das Mecklen- zunnier. 
burgische gränzende und durch eine Fähre für Wagen mit dem »»d liinst 
Städtchen verbundene Priwall, woraus sich außer einem Wirthshause welche» <s 
ein Steinkohlen-Magazin für die Dampfschiffe befindet. Der auf Haus ist 
dem Lenchtenfelde im Jahre 1539 zuerst erbaute und im Jahre 1827 den kalte, 
bis zu der Höhe von 110 Fuß ausgeführte Leuchtthnrm dient zur Hauses, t 
Unterhaltung eines stehenden Lampenfeuers und als Lootsenwachc. àrichtm 
Die seit dem Jahre 1814 errichtete Signalstange am Norder-Boll- Damen > 
werke dient dazu, durch ihre Bewegungen und Senkungen den an- jn dem T 
kommden Schiffern Merkmale zu geben, nach welcher Richtung "n Ostsee 
sie steuern müssen, in dem Falle, daß es bei allzuhestigcm Sturme der Trav 
den Lootsen unmöglich ist, mit ihren Böten auszulaufen. Der Ein- Meilen r 
gang zur Trave ist durch eine im Jahre 1848 angelegte Strand- Die 
batterie geschützt. Vor der Mündung der Trave, welche durch das Ueberblill 
Norder- und Süder- Bollwerk rectifiât wird, befindet sich eine Gliederst 
Sandbank, die sogenannte Plate, welche durch den vom Travcnstrome Höbe; u 
herbeigeführten und durch die See beim Brodtner Ufer abgespülten befindlich, 
Sand, der hier sich lagert, gebildet wird; durch Ausbaggerung ist die Pavillon. 
Normaltiefe derselben bereits auf 17 Fuß gebracht. Um den Schiffern werden t 
und Lootsen, welche sich ans der Rbedc befinden, den jedesmaligen befinden | 
Wasserstand auf der Plate auch das Ein- und Ausgehen des Stromes Die 
anzuzeigen, sind bestimmte Signale*) angeordnet, welche von dem Hôtel d< 
Leuchtthnrm in Travemünde gegeben werden. Die Zahl der Ein- Stadt H 
wohncr Travemünde's betrug am 1. September 1851: 1705; die Stadt Li 
Zahl der Häuser 305. Obrigkeitliche Behörde ist der Aintsverwalter, Hôtel S 
dem ein Kanzlist beigeordnet ist. Das Lootsenwesen wird von einem Stadt E 
Lootscn-Commandcur und 12 Lootsen wahrgenommen. Der gros 
Die Badeanstalt, welche im Jahre 1802 auf Betrieb eines Privat- Der weis 
Vereins von Lübeckern entstand, und deren Eigenthümer gegenwärtig Dic ; 
H. Behrens ist, liegt neben dem Städtchen auf dem geräumigen Leuch- kchkàx, 
tcnfelde und umfaßt mehrere mit geschmackvollen Gartenanlagen 1C -i “ctül 
umgebene Gebäude. An einen Hügel gelehnt steht das Hauptgebäude, Schriften^ 
das s. g. Speisehaus. Es enthalt im Erdgeschosse außer andere» su'imtmii 
Zimmern einen geräumigen Speisesaal und im ersten Stock 46 Zimmer Trave»,ü» 
_ Br. med. 
*) Die Zeichen werden zusammengesetzt and fttifleln. Wimpeln und ftlaßgcn. 
Die Wassertiesc von 8 8uft und darunter bleibt ohne Signal! mit 8V« BW Vierland 
fange» die Signale an; jeder 7, Fuß wird durch eine Kugel bezeichnet 
9 Fuß wird durch eine» blanc» Wimpel, 10 Fuß durch eine blaue Flaggt gamme ! 
I I Fuß durch eine blaue Flagge und einen Wimpel, 12 Fuß durch zwo besteht, i 
blaue Flagge», 13 Fuß durch zwei blaue Flagge» und einen Wimpel äugt und Ha, 
deutet, — Eine Kugel auf der Rordseite zeigt an, daß der Strom eingeht 
eine Kugel auf der Südseite, daß der Strom ausgebt.
	        
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