Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1856 (1856)

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Oeffentliche Gebäude. Kirchen. 
Die Domkirche, ai» südlichen Ende der Stadt, 433 Fuß lang, 
125 Fuß breit, im mittlern Gewölbe 77£ Fuß hoch, von Hein¬ 
rich dem Löwen und Bischof Heinrich im Jahre >170 gegründet 
und vom Bischof Bockholt im vierzehnten Jahrhundert um die 
Hälfte vergrößert, mit 2 Thürmen von 416 Fuß Höhe. Sie 
besitzt nächst der Marienkirche die meisten Kunstschätze, darunter 
ein sehr werthvolles Gemälde von Memling. Mehrere Lübeckische 
Bischöfe sind in ihr begraben. 
Sämmtliche Hauptkirchen haben einen gemeinschaftlichen, im 
Jahr 1832 angelegten Gottesacker vor dem Burgthore, der mit 
Garten-Anlagen und vielen Monumenten geziert ist. 
2) Nebenkirchen i» der Stadt. 
Die Catharinenkirche, worin jedoch kein Gottesdienst mehr ge¬ 
halten wird, liegt in der Königstraße an der Ecke der Glocken¬ 
gießerstraße. Als Theil eines ehemaligen Franziskanerklosters ist 
sie 1335 vom Bischof Bockholt gegründet und nach dem Muster 
der Marienkirche erbaut, deren Filial sie ist. Ihre Länge beträgt 
226 Fuß, die Breite 99 Fuß, die Höhe im mittlern Gewölbe 
88z Fuß. Sie enthält werthvolle Gemälde, Epitaphien und 
Altarschränke. Das Chor ist gegenwärtig zur Aufbewahrung 
Lübeckischer Kunstschätze bestimmt; unter demselben befindet sich 
- ein architektonisch ausgezeichnetes Gewölbe. — In dem ehemaligen 
Klostergebäude sind die Zimmer der Catharinenschule, die Wohnun¬ 
gen einiger Lehrer und die öffentliche Bibliothek. 
Die Kirche zum heil. Geist, am Kuhberge, gehört zu dem Hospi¬ 
tal gleichen Namens. Sie enthält sehenswerthe Altarschränke. 
Die St. Annenkirche, ein Theil des 1502 begründeten St. Annen- 
klosters, ist am 19. September 1843 abgebrannt. 
3) Die reformirte Kirche, 
in der Königstraße, nicht weit von der Catharinenkirche, im Jahre 
1826 erbaut. 
4) Die Kapelle der Katholiken, 
in der kleinen Pfaffenstraße Nr. 916. 
5) Kirchen in den Vorstädten: 
Die Lorenzkirche, vor dem Holstenthore; sie ist in den Jahren 
1661 — 1669 erbaut, hat einen besondern Sprengel, zu welchem 
die nahegelegenen Häuser vor diesem Thore, so wie Buntekuh, 
Nebenhof, Neuhof und die Struckmühle gehören, und einen 
eigenen Prediger. Sie liegt auf einem mit Linden bepflanzten 
und mit vielen Monumenten gezierten Kirchhofe. 
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