Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1852 (1852)

Münzen. Musikhandlungen. 
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Münzen. Lübeck rechnet nach Mark Courant zu 16 
Schillingen ä 12 Pfennige. Ein Thaler hat 3 Mark 
oder 48 Schillinge. 
Der alte Münzfuß ist durch Verordnungen vom 
17. Novbr. 1727 und 1. Novbr. 1728 dem Hamburger 
gleich gestellt. Es sind nämlich vom groben Lübecki¬ 
schen Gelde 34 $ Courant aus der Cölln, feinen 
Mark geprägt; als Scheidemünzen sind Schillinge 
si 36 # und Sechslinge und Dreilinge á 38 # aus 
der feinen Mark gemünzt. 
Die wirklich geprägten Münzen sind: 
In Silber: Gehalt: Die rohe Mark: Die feine Mark: 
3 Mark-Stücke 
... 12 Loth ... 
. 8* St... 
... uz St. 
2 - 
12 
12} 
s 
17 - 
I - 
12 
- 
25 k 
34 - 
8 Schill. - 
10 
- 
42* 
- 
68 - 
4 - 
9 
t 
76* 
136 - 
2 - 
7 
119 
- 
272 - 
I - - 
6 
- 
216 
576 - 
£ - - 
4 
e 
304 
1216 - 
* In Gold : 
3 
s 
456 
2432 - 
Dukaten 
23Karat 6 Grän 
67 
- 
68}$ - 
Seit 1797 ist kein Sibergeld und seit 1801 kein Gold mehr 
gemünzt. 
Das schwere Lübeckische Geld konnte die Concurrenz des 
leichtern dänischen Courants nicht bestehen und ist daher zum 
großen Theil eingeschmolzen; daS jetzt noch vorräthige genügt 
mithin nicht für die Cirkulation uno ist außerdem sehr abge¬ 
nutzt. Das bisher in Lübeck gangbar gewesene dänische Cou¬ 
rant bat sich ebenfalls sehr vermindert und steht jetzt in der 
Regel schlechter im Cours als preußische Thaler. Daher sind 
die Münzen des 14-ThalerfußeS (gemeiniglich preußische Thaler 
genannt) — mit Ausschluß der kleineren Sorten — jetzt zu 
dem festen Course von 40 Schill, allgemein als Courantgeld 
eingeführt. Auch die öffentlichen Caffen nehmen dieselben laut 
Verordnung vom 16. Decbr. 1850 zum gleichen Course in 
allen Zahlungen an. 
Der Hamburger Geld- und Wechsel-Cours wird wöchentlich 
zweimal (Mittwochs und Sonnabends) in der RathSbuch- 
druckerei, Mengstraße II, gedruckt und ausgegeben. 
Musikhandlnngen. Außer in den Buchhandlungen 
erhält man Musikalien bei F. W. Kaibel, Breitenstr. 
787; W. Müller, Schüsselbuden 202 und P. Stahl 
Comp., Klingenberg 934. — Blas« und Saiten-
	        
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