Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1852 (1852)

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Flüsse. Brücken. 
die Scheide macht. Bon Oldesloe bis zu dieser Brück 
ist sie nur für flache Fahrzeuge schiffbar. Der bei dci 
Stadt vorbeifließende Theil der Trave wird des Nachts 
durch s. 9- Bäume (schwimmende Barrieren oder Ket¬ 
ten) geschlossen. Es giebt deren zwei, nämlich der Uti 
ter-Wasscrbaum bei der Struckfähre und der Ober-Wai- 
serbanm beim Eisenbahnthore. 
Die Wakenitz, ein Abfluß des Ratzeburger Sees, begrenz! 
die Ostseite der Stadt vom Burgthore bis zum Hüpter- 
thore, treibt beim Hürlerthore die Wasserkünste und eint 
Mühle, ergießt sich dann in den Krähenteich, fließt mit 
diesem in den Mühlenteich und dann durch die Schleu¬ 
sen der Stadtmühlen auf dem Damm bei der Wipper- 
brücke in die Trave. Ihre Länge beträgt 2| Meile» 
Der Hafen der Wakenitz wird bei der Schafferei tmri 
einen s. g. Baum geschlossen. 
Die Steckenitz, ein schiffbar gemachter Fluß, ist ein Aus¬ 
fluß des Möllner Sees, flicht von Süden nach Norde« 
und ergießt sich bei Genin in die Trave. Durch eint 
Verbindung der Delvcnau, welche bei Lauenburg in du 
Elbe flicht, mit dem Möllner Sec vermittelst eines vo« 
diesem bis Grambeck geführten Kanals ist eine Wasser¬ 
verbindung zwischen der Trave und der Elbe unter der 
allgemeinen Bezeichnung „ Steckenitz - Kanal« beschafft 
Dieser Kanal, dessen ganze Länge über 9 z Meilen be¬ 
trägt und in dem 13 Schleusen befindlich sind, ist einer 
der ältesten in Europa, 1391 angefangen und 1398 vol¬ 
lendet. Die Steckcnitz mit dem Kanal steigt von Lübctl 
bis in den Möllner See 37z Fuß, von dem Möllner 
See bis znm Scheitelpunkte 17z Fuß und fällt von hier 
bis zu der Einmündung in die'Elbe 40J Fuß. 
7. Brücken. 
Ueber die Trave führen in die Stadt: 
die Wipperbrücke, beim Mühlendamm zwischen beide« 
Wällen; 
die Visenbahnbrücke, unterhalb der DankwärtSgrnbe; 
die DankwärtSbrücke, eben daselbst; 
die innere Holstenbrücke, unterhalb der Holstcnstraßc. 
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