Full text: Lübeckisches Adress-Buch nebst Local-Notizen. 1852 (1852)

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in der Jo- 
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Gebäude für wohlthätige Zwecke. 
Das Irren- oder Unsinnigen-Haus, vor dem Mühlen- 
thore im f. g. Vogelfang gelegen, ist 1787 neu erbaut. 
Außer den Zimmern des Aufsehers enthält es 28 Kam¬ 
mern zur Wohnung der Pfleglinge und 2 Säle zum 
gemeinschaftlichen Aufenthalte derselben; außerdem eine 
Badeanstalt, einen eingefriedigten Hof für die unruhigen 
Kranken und einen Gemüse- und zwei Blumengärten zur 
Beschäftigung der Irren. 
Das Waisenhaus, am Dom-Kirchhofe 853 belegen, ist 
1806, nachdem das ältere im Jahr 1556 bei der Aegi- 
dicnkirche gegründete Waisenhaus seinem Zwecke nicht 
mehr entsprach, erbaut und mit geräumigen Zimmern 
und Spielplätzen, Wohnungen der Lehrer und des Wai¬ 
senvaters und einem Garten versehen. Nur eheliche va¬ 
terlose Kinder, an der Zahl ungefähr 150, werden hier 
aufgenommen. 
Die Kinderpflege-Anstalt, errichtet i. I. 1835, für arme 
Kinder, deren Aeltern oder Angehörige außer Stande 
sind, für deren Unterhalt und Erziehung zu sorgen. So¬ 
weit die Kinder nicht in der Stadt oder auf dem Lande 
gegen Kostgeld untergebracht sind, werden sie in einem 
der Anstalt zugehörigen Hause vor dem Mühlenthore 
an der Chaussee nach Ratzeburg gelegen (dem ehemali¬ 
gen Klosterhofe) verpflegt. Dieser Anstalt ist das Capi¬ 
tal-Vermögen des St. Annen Armen- und Werkhauses, 
soweit an dasselbe nicht specielle Leistungen geknüpft sind, 
beigelegt worden. Jährlich nach Johannis werden die 
Kinder zu einer Festlichkeit in dem Lokale der Anstalt 
vereinigt. 
Das freiwillige Arbeitshaus, in der St. Annenstraße 
613-617, i. I. 1836 mit Benutzung der Gebäude des 
alten Waisenhauses und des Aegidien-Convents errichtet. 
Es gewährt arbeitsfähigen Armen Gelegenheit zur Ar¬ 
beit gegen einen verhältnißmäßigen Lohn. Ein Theil 
der Arbeiten wird, verbunden mit den Arbeiten armer 
Spinnerinnen, durch eine Lotterie abgesetzt. Es steht 
unter Verwaltung der Armen-Anstalt. 
Die Speise-Anstalt, in dem Lokal des freiwilligen Armen¬ 
hauses, verabreicht im Sommer viermal und im Winter 
sechsmal wöchentlich, theils gegen von der Armenanstalt 
ausgegebene Zeichen, theils gegen billige Bezahlung nähr-
	        

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