Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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AQusgahe * 
vor hundert Jahren. 
1813. 
22. Dezember. 
Das bayrische Korps Wrede überschreitet bei Basel den 
Rhein und schließt sofort die Festung Hüningen ein. 
— — — — — — —— — — 
Aus den Nachbargebieten. 
Bansestãdte. 
Bremen, 22. Dez. Das Tivolitheater mit dem 
Kestaurant ist vom 1. Jan. 1914 ab an den bebdannten Kompo— 
nisten des „Autoliebchen“, der „Tango-Prinzessin“, „Puppchen“ 
isw. Jean Gilbert, von seiten der Stadt verpachtet worden. 
Der Vertrag ist von Senator Dr. Kirchhoff, dem Vorsitzenden 
der Deputation für die Verwaltung der öffentlichen Grundstücke 
ind dem Rechtsvertreter von Gilbert unterzeichnet worden. Gil— 
hert, der die Wirtschaft im Tivoli verpachten wird, will das 
Tivoli in der bisherigen Weise abwechselnd als Varieté- und als 
Dperetten⸗Theater weiterführen. Er kennt als früherer Regisseur 
ines Varieté⸗Theaters und als Kapellmeister die Verhältnisse 
gsenau. Finanzielk ist er so gestellt, dah er allen Ansprüchen 
nehrfach genügen könnte. Uebrigens hat er quch schon im Tivoli 
gewirkt, denn er war vor etwa 12 Jahren Kapellmeister des 
duna-Ensembles von Lincke. Sein ständiges Domizil ist Wann⸗ 
ee bei Berlin, wo er eine schöue Villa bewohnt. Die Sicherung 
zer Tipoli-Verhältnisse ist zu begrühßen. Unter den gegebenen 
Umständen ist die jetige Lösung als der beste Ausweg zu be— 
eichnen. 
Schleswia⸗Holstein. 
Segeberg, 22. Dez. Verkehrsverbesserungen. 
Der Verkehrsverein hat sich an die Kal. Eisenbahndireltion 
Altona gewandt mit dem Ersuchen, den vom 1. Mai 1914 
ib rerkehrenden D-Zug Berlin — Hagenow— Neumünster —Kiel 
ruch in Segeberg halten zu lassen. In derselben Sache ist, 
vie verlautet, auch der Magistrat bei der Kal. Eisenbahn⸗ 
irektion vorstellig geworden. Weiter hat der Verkehrsverein 
in die Firma Lenz & Co. die Bitte gerichtet, an den 
Theaterabenden den letzten Zug der Kleinbahn nach Born— 
höped 4Stunden später von hier abfahren zu lassen, um 
den Anwohnern der Strecke Segeberg —üBornhöved den 
Besuch der Vorstellungen des Lübecer Stadttheaters 
in Segeberg zu ermöglichen. 
Großherzogtum Odenburg und Fürstentum Lübed. 
Eutin, 22. Dez. Besitzwechsel. Frau Sanitätsrat 
kdermann verkaufte ihr Grundstüch, Lübecker Chaussee, an 
G. Freiherr hierselbst 
Siblin, 22. Dez. Verkauft hat Hofbesitzer Davids 
einen Hof Siblin, etwa 390 To. groß, an v. Düuffel, Gegelow 
Medlenburg). 66 n 
9— —Lauenbara. 
Ratze burg, 22. Dez. Vor 50 Jahren. Aus dem 
Hesetz« und Ministerialblatt für die Herzogtümer Holstein und 
dauenburg, Nr. 144, 41. Stück, entnehmen die Itzehoer Nachr. 
rolgende königliche Verordnung: 
Kopenhagen, den 18ten December 1863. 
Zweite Abtheilung. 
An die beurlaubten Soldaten in Holstein! 
Die Verhältnisse haben Uns veranlaßt, einen größeren Theil 
Anseres Heeres unter die Waffen zu rusen. Wir haben Euch 
bisher nicht dem heimatlichen Heerde entziehen, das Land nicht 
Eurer Kräfte berauben wollen. Jetzt aber, da man Euch von 
berichiedenen Seiten über Unsere Rechte irrezuleiten und Euch 
zum Treubruch zu verführen sucht, jetzt halten Wir es für 
Unsere Herrscherpflicht, Euch unter die Fahne zu rufen. Wir 
bertrauen fest darauf, daß mit der Krone auch die Treue zum 
Landes- und Kriegsherrn auf Uns vererbt ist, dafür bürgt Uns 
die ehrenhafte Haltung, welche Eure bereits unter den Fahnen 
odersammelten Kameraden rühmlich bewährt haben. Wir werden 
Euch Führer geben. die Ihr kennt und achtet. von denen Ihr 
Kürschners Jahrbuch 18314. Berlin WS8, 
zeriann Hillger.) GEeh. 1,20 M, geb. 1,80 M. — Auch 
ieler Jahrgang ist, wiederum, ein Nachschlagewerk allerersten 
ßanges, das zugleich eine Fülle kostbaren Materials für die 
ßelehrung und Fortbildung der Jugend sowie überhaupt jedes 
zebildeten Menschen enthält. Prächtige, mittels Tiefdruckver— 
ahrens hergestellte Bisder vornolte*xnadigen den Inhalt des 
Werkes. 
Trowitzschs Reichskalenderx, 1914. Geh. 1 M. 
Trowitzsch K. Sohn, Berlin 8W. 48.). — Auf, den 
ieuen Jahrgang 1914 möchten wir besonders warm empfehlend 
inweisen und namentlich das gebildete Lesepublikum auf ihn 
aufmerksam machen. Aus dem reichen Inhalt sei zunächst ein 
zaterländischer Rückblich erwähnt, den MeB Klaußmann den 
Befreiungstaten von 1814 und 1815 weiht. Darauf ein 
urzes Lebensbild des berühmten Verlagsbuchhändlers und echten 
deutschen Mannes Friedr, Perthes und seiner Frau, die befon— 
ders schwer, unter der Franzosenherrschaft, zu leiden hatten. 
In die moderne Zeit führt, uns höchst interessant Ernst Nie— 
nanns „Deutsche Axbeit“. Dr. Val. Scherer gibt einen will—⸗ 
ommenen Ueberblick über die Entwickelung der, Balkanstaaten, 
uind wie immer findet sich eine geschichtliche Ueherschau des 
ergangenen Jahres in einem reich illustrierten Artikel verzeich— 
net.. Der unterhaltende Teil bringt, neben dem Ernst den 
östlichsten Humor zur Geltung. Reiche Illustrationen, Anek— 
»oten, Rätsel, Gedichte und dal, sorgen, für Kurzweil. wäh— 
end der mit besonderer Sorgfalt ausgeführte praktische Teil 
nit, allem Wissenswerten in Astronomie, Meeres- und, Erd⸗ 
unde, in Handel und Wandel, Hqus und Landwirtschaft, 
Samariterpflege und Postwesen den Kolender zu binemwerf— 
nolles Machschlagehuch mocht 
Kalender 1914. 
Der Lahrer Hinkende Bote“ (Lahr Baden: 
Mori Sißau's neb ut ghe nimmt Aunter, den deutschen Ka— 
endern wohl noch immer die volfstümlichste Stellung ein, Noch 
st die alte kernhafte Art des Betrachtens und Erzählens ihm zu 
igen geblieben, doch wandelt er — wie seine Aufrollung der 
Weltbegebenheiten“ beweist — mit offenen Augen durch die 
Zeit. Ven gut vaterländischem Geist, aber auch von Frei— 
nut der, Rede zeugen eine Standrede über „unsere deutschen 
Brüder im Ausland“ und die reizend illustrierlen Jahrhundert⸗ 
krinnerungen. Eine Reihe von, Erzählern haben guch für den 
ieuesten Jahrgang so recht qus dem Volksleben geschöpft. Hei— 
eres und Ernstes wird so dem Leser vertraut, der sicher von 
zewohnter und doch allijährlich neuer Weise sich lebhaft ange— 
prochen fühlt. Nach der Risdschmud trebht mit Glück volfs, 
tümliche GFfinfachh — 
Montag, den 22. Dezember 1913. 
viet, daß Euer Wohl ihnen am Herzen liegt, daß sie Euch 
eis auf der Bahn der Ehre und der Pflicht führen werden. 
zilt herbei, Soldaten, zu Euren Fahnen, bereit zum mög— 
icher Weise bevorstehenden Kampfe für die Ehre und Freiheit 
er Monarchie. Ihr habet Euch bei der Commandantschaft 
luserer Stadt Flensburg zu melden, wohin die Beförderung 
urch ue Eisenbahn unentgeltlich geschieht, und wo die Reise⸗ 
osten Euch vergütet werden. 
Gegeben auf Unserem Schlosse Christiansborg, den 15ten 
December 1868. Christian R. 
C. C. Lundbye.“ 
Der König rief — aber „keine, keine“ kamen. Das in 
datzeburg garnisonierende Infanterie-Bataillon versagte auf dem 
efohlenen Marsche nach Norden in Plön die weitere Gefolgfchaft. 
Hie Mannschaften. legten die Waffen ab und gingen nach Hause. 
Zum Glück rüdtten in den Weihnachtstagen die Bundes-Exekutions— 
ruppen in Holstein ein, sonst hätte dieses Beginnen wohl sehr 
‚ose Folacn gehabt. 
L. Pötrau-Büchen, 22. Dez. Neuer bpreußischer 
rehrerverein für Büchen-Schwarzenbek. Zum 
gorsizenden wurde Lehrer Engelhardt, zum Schriftführer Lehrer 
Franke⸗Pötrau gewählt. 
Großherzogtümer Medlenbura. 
Schwerin, 22. Dez. Des Großherzogs Dank. Der 
zroßherzog hat für die ihm wegen des Schloßbrandes aus 
Nen Teilen der Bevölkerung zum Ausdruck gebrachten Ge— 
ühle der Teilnahme folgende Danksagung erlassen: „Schwerin, 
8. Dez. Anläßlich des schweren Brandunglücks, das mich in 
neiner Residenz zu Schwerin in der Nacht vom 14. auf den 
5. d. M. betroffen hat und dem nicht nur ein erheblicher 
eil des stolzen, den weitesten Kreisen in seiner Schönheit ver⸗ 
auten Schloßbaues, sondern auch bedeutende Kunstschätze und 
ihlreiche. durch ihre familiengeschichtliche Bedeutung mir und 
jeinem Hause besonders lieb und werte, nicht wieder zu er— 
hende Gegenstände der inneren Einrichtung zum Opfer gefallen 
nd, ist mir und der Frau Großherzogin aus der Bevölkerung 
»wohl meiner Residenzstadt Schwerin als auch des ganzen 
brigen Landes eine so allgemeine, von vielen Seiten brieflich 
ind telegraphisch kundgegebene Teilnahme entgegengebracht wor— 
»en, daß wir uns gedrängt fühlen, dafür sowie auch für 
ie bei der Brandkatastrophe uns vielfach erwiesene tätige 
zilfsbereitschaft auf diesem Wege unseren von Herzen kommen⸗ 
en Dank zum öffentlichen Ausdruck zu bringen. Die so oft 
rfahrene, uns auch bei diesem Anlasse wiederum entgegen⸗ 
cetende treue, anhängliche Gesinnung der lieben Mecklenburger, 
ie, wie stets, Freude und Leid mit ihrem Fürstenhause teilen 
äht, hat uns in den schmerzlichsten Empfindungen dieser Tage 
xufrichtig wohlgetan. Friedrich Franz.“ 
Schwerin, 22. Dez. Kanddrost a. D. v. Basse—⸗ 
pitz F. Sierselbst starb der Landdrost a. D. Karl v. Basse⸗ 
ditz. Als Sohn des Geh. Regierungsrats v. Bassewitz wurde 
darl v. B. 1843 in Schwerin geboren. Nach seinen Studien 
rat v. Bassewitz als Auditor beim Amte. Grabow 1869 ein 
ind bestand 1873 das Richterexamen. Als Amtsmitarbeiter 
purde v. B. beurlaubt und im Reichsdienst beschäftiot. zunächst 
875 in Konstantinopel. 1877 wurde dem zum Vizekonsul 
eim General-Konsu'ate zu Newyork Ernannsen die Entlassung 
uus dem Großherzoglichen Dienste erteilt. Später war er 
donsul in Bangkok (Siam); 1882 trat er in den Kameraldienst 
urück und wurde zum Amtsverwalter beim Amte Wittenburg 
rnannt. 1885 wurde er zum Amtmann befördert, im folgenden 
jahre an das Amt Bützow und 1888 als dirigiera'der Beamter 
ach Dargun versetzt. 1890 war er dort erster Beamter und 
Imtshauptmann. 1895 folgte seine Versetzung als Amtshaupt-— 
nann an das Großherzogliche Amt in Schwerin, wo er 1896 
cuch Präses der Domanial-Brandversicherungsanstalt wurde. 
der Charakter als Drost wurde ihm 1901 verliehen. Nach 
2jähriger verdienter und erfolareicher Wirksamkeit trat er 
wegen Kränklichkeit 1007 unter Verseibung des Charattfers ase 
Trowitßschs Verbesserter Kalender für 1914 
214. Jahrgang, Preis broschiert 40 Pfg., kartoniert mit 
zIchreibpapier durchschossen 50 Pfg. auch in Quartformat zu 
aben). TrowitzschK Sohn, Berlin 8W. 48. — Der 
talender bietet wieder eine reiche Fülle belehrenden und unter— 
altenden Stoffs sowie vpraktische Ratschläge für alle mög— 
ichen Fälle, Samariterhilfe. hauswirtschaftliche und geschäft— 
iche Fragen. Selbstverständlich ist das Kalendarium mit allen 
inschlägigen Belehrungen und Mitteilungen reich ausgestattet. 
A. Haads Damenkalender 1914. 40. Jahrgang. 
M. GBerlin W. A. Haack. — In bekanntem elegänten 
ßewande, ein zierliches Goldschnitthändchen. hat sich als alter 
zelannter Aß Hgacks Damenkalender auch wieder für 1914 
ingestellt. Die literarische Beigahe besteht in einer Nöovelle: 
zin Hochzeitstag von M. von Eschen (M. von Ecrchstruth). 
zährend als Titelbild in Lichtdruck ein Gemälde von F. M. 
zredt, „Mutter und Töchterlein“ dient. Die praktische Ein— 
ichtung als Notizbuch, Tagebuch. Haushaltungsbuch usw., ver⸗ 
unden mit der vornehmen Ausstattung, lassen den Kalender 
ls eine Zierde jeden Damenschreibtisches erscheinen und kann 
erselbe als ein schönes und billiges Geschenk für Damen zum 
Veihnachts- und Neuzahrsfeste aufs wärmste empfohlen werden. 
Trowitzschs Damenkglender für 1914 6T,ro⸗ 
ißsch K Sohn, Berlhlin 8W. 48, Preis hübsch geb. 1,50 
Nark) erscheint soeben, Der Damenwelt soll er hiermit aufs 
este empfohlen sein. Ein Notizbuch für fägliche Eintragungen, 
saach außen und nach innen gleich zierlich und geschmackooll. 
ignet er sich um so mehr zum Taschenbuch einer Dame. als 
renur geringen Platz beansprucht und leicht an Gewicht ist. 
zr enthält alles wissenswerte. Der beigegebene lleine 
elletristische Teil weist wiederum eine sehr alüdliche. feinsinnige 
zusammensetzung auf. 
Kalender für deutsche Jungen 1914. Taichen⸗ 
ind Schülerkalender für Pfadfinder, Wandervögel. Wehrkraft- 
ereinler. Jungdeutschlandbündler. Ferienwanderer und soustige 
vanderlustige Jungen zum Gebrauch in Schule, Wald und Feld. 
Nit vielen Orientierungsbildern im Text, einer Kunstdrudtafel 
ind einem farbigen Umschlagbild von W. Planck. Hübsch geb, 
‚25 M. Gerhard Stallinag, „Verlagsbuchhandlung, 
AAdenburgei. Gr.) — Ein richtiges Weihnachtsbuch, das bei 
einen jungen Belitzern eitel Freude und, Behagen auslösen 
vird! Es lehrt Brücken- und Zeltebau. Signalwesen, Karten— 
esen, und —zeichnen, Eutfernungsabschäßen, geheimnisvolle 
Spähergänge richtig ausführen und vieles andere. Es sagt, wie 
semasdert werden sollte, wie man sich zwechmäßigerweise aus— 
üstet und — was die Mutter nicht ungern hören wird — wie 
er junge Sportsmann seine Wanderkleidung und seine Aus— 
«stung selhit jn Ornunog uhöolten Bot Nuch mit den Gelund 
— 
9 
Abend-Blatt Ur. 647. 
— — 
Landdrost in den Ruhestand. Seine Tätigkeit sowohl im 
dandes⸗- und im Reichsdienst wurde durch Verleihung verischie— 
zener hoher Orden des In- und Auslandes ausgezeichnet, auch 
var er Inhaber des Eisernen Kreuzes. 
Kleinen, 22. Dez. Durch die Anlage eines 
weiten Gleises der Strecke Lübed—Stettin ver⸗ 
otwendigt sich hier eine Berlegung der Ueberführung 
»er Bahn. Die alte hölzerne Bahnbrücke am Nordende des 
Irtes soll in eine Brücke für Fußgänger umgeändert werden, 
dährend eine neue Fahrbrücke in der Gegend des sogenannten 
dohlenweges beabsichtigt wird, wodurch gleichzeitig das Ge- 
ände südöstlich der Bahn am See für den Anbau von Land- 
„äusern und Villen erschlossen werden soll. Um die dies— 
—DD— 
ingrenzenden Besitzern und dem Finanzministerium zum Ab— 
hlußz zu bringen, weilten hier Donnerstag mehrere Herren vom 
rinanzministerium, die endlich ein befriedigendes Resultat 
rzielten. 
zielten -grevesmühlen, 22. Dez. Der evangelische 
Trbeiterverein hatte Sonntag im „Deutschen Hause“ 
ine Weihnachtsfeier veranstaltet, zu der alle Freunde 
zes Vereins sowie die Nachbarvereine in Gostorf, Wüstenmark, 
Bössow und Jeese eingeladen waren. — Die Ortskranken⸗ 
ajpse hielt eine außerordentliche Generalversammlung ab, in 
vercher die rom Vorstand vorgelegte Krankenordnung besprochen 
ind angenommen wurde. Der Vorsitzende. Kommerzienrat 
rönnies, berichtete über den Stand der Aerztefrage und teitte 
nit. daß der Vertrag mit den Aerzten nicht zustande ge— 
ommen und daß sich der Vorstand an das Oberversicherungs⸗ 
imt gewandt habe. um den 8 370 der Reichsversicherungs- 
»rdnung für die Kasse in Anspruch zu nehmen, was auch ge—⸗ 
iehmigt worden sei. — Patenstelle übernahm die Groß⸗ 
derzogin bei der siebenten Tochter des Steilmachers Frahm, 
Stoffersdorf. — Die Viehzählung am 1. d. M. ergab 
orgendes Resultat: Pferde 300 (302, 288). Rindvieh 398 
375, 432), Schafe 142 (210, 235), Schweine 1245 (946. 
038) und Ziegen 148 (148, 174). Die eingeklammerten 
Zahlen bezeichnen die Ergebnisse von 1912 bezw. 1907. 
Runte Chronik. 
DT. Einäscherung der Opfer der Eisenbahn— 
atastrophe bei Braunsberg. Sonnabend mittag fand 
die Einäscherung der bei der Eisenbahnkatastrophe ums Leben 
zelommenen Opfer, des Photographen Peßler und der Frau 
Zzaupt in Chemnitz statt; der Werkmeister Hilbig wurde um 
Uhr auf dem Friedhof beerdigt. — Zu dem Unglück wird 
wch weiter gemeldet, daß es Freitag nachmittag gelungen 
jt, die zweite Lokomotive unter den Trümmern hervorzuholen. 
Finanzminister v. Seydlitz traf in Braunsberg ein und statkete 
ach Besichtigung der Unfallstelle den Verunglückten im Franken— 
erger Krankenhaus einen Besuch ab.“ Dann begab er sich 
iach Chemnitz, wo er sich in dem dortigen Krankenhaus eben⸗ 
alls von dem Befinden der Verunglückten persönlich überzeugte. 
sachmittags um 3 Uhr traf er wieder in Dresden ein. 
Der Prozeß gegen den ehemaligen Kaplan 
—chmidt in Newyork vertagt. Die Hoffnung. den 
Nordprozeß gegen den Kaplan Schmidt noch vor Weih— 
iachten zu Ende führen zu können, dürfte' zuschanden werden. 
»a die Verhandlung wegen Todesfällen in den Familien zweier 
heschworenen, wie aus Newyork gemeldet wird, vertagt 
verden mußte. Nach der Aussage des Hauptzeugen Lichtenstein 
oll Schmidt aus dem abgeschnittenen Kopf seiner Geliebten 
Blut getrunken haben. 
PCO. Schwindeleien eines französischen Anti— 
punitätenhäundlers. Sonnabend wurde der bekannte Anti— 
uitätenhändler de Moris aus Newnork in Paris verhaftet. 
Er wird beschuldigt, eine großke Anzahl ron wertvollen Gemälden, 
ie man ihm zum Verkauf anvertraut hatte, zu seinen eigenen 
zweden verwendet zu haben. De Moris unterhielt auch viel⸗ 
tach Geschäftsverbindungen mit Rarliner Antiounitätenbändlern. 
heitsregeln, die da draußen berücksichtigt sein wollen, und den 
ersten Handgriffen bei Unglücsfällen wird der junge Leser 
»ertraut gemacht, aber deshalb keineswegs zu erzählen ver— 
zessen, wie man es sich am glimmenden Lagerfeuer und im 
Zelte am gemütlichsten und sichersten einrichtet, auch wie dem 
Viagen am besten zu seinem Recht verholfen wird. Kurz, Eltern 
und gute, Onkel können nichts besiseres tun, als diesen wirklich 
famosen Kalender den Buben auf den Weihnachtstisch zu legen. 
Deutscher Knaben-Kalender ,Der gute 
Kamerad“. Ein praktischer Ahreißkalender für das Jahr 
914. Mit 27, ein- und mehrfarbigen Ansichtspostkarten, ge— 
iegenen Erzählungen, Anleitungen zu Beschäftigung und Sniel, 
Bildern und Daten aus Geschichte, Litera'ur. Kunst und Wissen— 
chaft, Natur und Leben, zaähireichen Sprüchen, Notizen über 
Sport, Sammelwesen und vielem anderen. — Deutscher 
Mädchen-Kalender „Das Kränzchen“. Ein prak— 
ischer Abreißkalender für das Jahr 1914. Mit 27 ein⸗ und 
nehrfarbigen Ansichtspostkarten, gediegenen Erzählungen, An—⸗ 
eitungen nüßlicher Betätigung in Haus, Küche und Garten. zu 
Zpiel. Sport und hübschen Unterhaltungen. sowie Notizen über 
Heschichte, Literatur, Kunst und Wissenschaft. Natur, Leben., 
ahlreichen Sprüchen, Rezepten und vielem anderen. Je 1.525 
Nark. (Stuttgart: Union, Deutsche Verlaasgesellschaft.) 
— Zwei praktische und sehr hübich ausgestattete Abreißkalender, 
delche unseren Knaben und Mädchen das ganze Jahr hindurch 
ine Fülle von Anregungen zur Weiterbildung und zu zweck— 
näßiger Ausfüllung der Mußestunden bieten. 
Eisenschmidts Offizier-Kalender-Schreib— 
nappe. 28. Jahrgana. Offizielle Ausgabe für das Jahr 
914. (Verlag: R. Eisenschmidt in Berlhin NW. 7. 
Im Deutschen Offizierverein. Preis 3J M. — Die elegante, in 
jeprägter Leinendecke gebundene Manpe in Großfolioformat 
ereint in ihrem reichen Inhalt alles. was dem deutschen 
Iffizier wissenswert sein muß. Es aibt schlechterdings nichts, 
vorüber sie nicht Auskunft gäbe. Sie verbindet die Vorzüge 
iner eleganten Schreibmappe mit denen eknes Hilis⸗ und 
Nachschlagewerkes. 
Küächenkalendere und Wirtschaftsbuch fürr 1914. 
Leipzig: W. Vobach & Co.) 50 Pfg. Dies praktische und 
dabei billige Haushaltungsbuch ist für jede Hausfrau ein un— 
untbehrliches Hilfsmittel, das ohne Mühe eine geordnete Ein— 
eilung und eine sichere Kontrolle des Wirtschaftsgeldes ermög⸗ 
icht und in allen Fragen des Haushalts ein zuverlässiger Be— 
ater ist, der täglich wertvolle Dienste leistet Erprobte Koch— 
rezepte und praktische hauswirtschaftliche Ratschläge ergämen 
das Kalendarium und die übersichtlich eingerichteten Tabellen 
zur Eintraqung der tkäalichen Mirtschaftsausgaben
	        
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