Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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ochenitlich 18mal (Wochentags morgens umdl 
WDendos, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
reis für das Vierteljabr 3,80 Marl einschließlich 
Gringgeld in Lübeck. DOurch die Post bezogen ohne 
Bestellgeld 3,30 Mart. Einzelnummern 10 Pfg. 
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Anzeigenpreis (Ausgabe 4 und B) für die 
Jeile 20 Pfg. KAleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
Pfg., für Auswãrtige 30 Pfg., s. Geschaͤftl. Mit⸗ 
eilnugen 1 M. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Anuforderungen entsprechend hoöher. o o 
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Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübecdt 163. Jahrgang Nachrichten sur das herze cum Tarendurg, di 
A Furstentümer Ratzeburg, Lübec und das angren⸗ 
ER —— L —e — —— zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Hrucd und Verlag: Gebrüder Borcbers G. m. b. 8. in Lübed. — Geschäftsstelle Adresvuuus (Königstr. 460). Fernspre cher 9000 u. 8001. 
Mittwoch, den 10. Dezember 1913. 
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Erstes Blatt. hierzu 2. Blaft. 
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Umfano der heutigen Nummer 10 Seiten. 
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lichtamtlicher Teil. 
Deutsches Reich. 
Staatsfelretär Zorn v. Bulach über Zabern. Der Staats- 
ekretär von Elsaß-Lothringen, Zorn v. Bulach, sagte in einem 
Hespräch mit einem Berichterstatter der Berliner Morgenpost 
Wer die Zaberner Vorfälle: „Aus ungezogenen und belei— 
digenden Worten eines Leutnants, die sofort hätten eine Sühne 
inden müssen, wuchs die Affäre sich aus. Anfangs war die 
Zache wohl nur eine militärische Angelegenheit. Aber als 
in regelrechtes Ueberschreiten der militärischen 
Befugnisse vorkam (und das geschah am 28. November). 
da fsind wir eingeschritten. Der Oberst hat seine 
Machtbefugnisse überschritten und wird sich jetzt 
por dem Kriegsgericht verantworten müssen. Das Militär 
hat sich jedenfalls in Zabern ungesetzliche Eingriffe 
n die Befugnisse der Zivilbehörden zuschulden 
ommen lassen. Es ist ein Märchen. wenn man sagt, die 
ffässische Regierung stehe unter dem Einfluß des General—⸗ 
ommandos. Die Regierung ist sofort auf das energischste 
ꝛingeschritten, als sie von den militärischen Uebergriffen am 
28. November Kenntnis erhielt. „Jedes Unglück bringt ein 
Flück mit sich“, fuhr der Staatssekretär fort. „Diese sehr 
»edauerlichen Ereignisse hatten das glückliche Resultat, 
»aß sie die große Majorität der Einheimischen und Einge— 
nanderten nicht etwa auseinander brachten, sondern sich eins 
ühlen ließen. Der Zaberner Fall hat die Parteien zusammen— 
zeschweißt. Denn es war keine Parteifrage, der 
Zaberner Fall; er brachte das Gefühl von wesens— 
zerschiedenen Leuten, die in einem Lande zusammen leben, 
einheitlich zum Ausdruck Das Resultat des Zaberner 
Falls wird sein: Größere Ruhe wird im Lande 
verrschen. Der Fall war eine Brüde über die 
bestehenden Gegensätze. Er hat dieses Gute gebracht. 
In Zukunft werden die Behörden Hand in 
dand arbeiten und wird das Märchen einer Unterwerfung 
der Regierung unter die Militärdiktatur ein für allemal ver— 
schwinden. .“ Wir wollen sehen, was aus dieser angeb— 
ichen Versicherung der Gegensätze herauskommt und wie lange 
ie vorhält. 
Der Reichsstag. Die Stärke der Fraktionen des Reichs— 
ages nach dem Stand vom 4. Dezember ist folgende: Sozial— 
demotratie 110. Zentrum 88, Nationalliberale 46, Konser⸗ 
zative 48. Volkspartei 43, Polen 18, Reichspartei 12, Elsaß⸗ 
dothringer 9, Wirtschaftliche Vereinigung 7, Welfen 5, Reform—⸗ 
»artei 3. Wilde 8. Erledigt sind zurzeit fünf Mandate 
Leobschütz. Rosenberg, Offenberg, Jerichow und Köln⸗-Land). 
Seit dem Zusammentritt des Reichstages haben bis jetzt 24 
Ersatzwahlen stattgefunden, und zwar 15 infolge des Todes 
des bisherigen Inhabers (Traeger, Bachmeier, Dr. Will—⸗ 
Schiettstadt, v. Normann, Förster, Will-Stolp, Dr. Schaedler, 
. Kaphengst, Frhr. v. Thünefeld, Frhr. v. Malsen, Kaden,— 
Hraf v. Kanitz. Kohl. Dr. Lender und Bebel), fünf infolge 
Mandatsniederlegung (Frhr. v. Hertling. Dr. Bedcer-⸗Köln, 
Noeren, Dr. Kaempf und v. Halem) vier infolge Ungültigkeits— 
rklärung (Pauli-Hagenow. v. Oertzen. Vietmeyer und von 
tröcher). 
Morgen⸗Blatt Ur. 624. 
roßbritannischen Botschafters in Paris zu übernehmen, der 
ann frei werden sollte. Mit der Tatsache, daß Lord Kitchener 
n. etwa zwei Jahren seinen Wirkungskreis in Aegypten ver⸗ 
assen würde, hatte man sich als uümvermeidlich abgefunden, 
eil bis dahin die meisten Pläne und Reformen, mit deren 
urchführung er gegenwärtig beschäftigt ist, zum Abschluß ge⸗ 
iunt sein würden. Gegenwärtig aber, zn man Lord 
itchener durchaus noch nicht r abkömmlich, weil nicht ab⸗ 
usehen ist, wo ein Nachfolger herlommen soll, der auf Grund 
olcher, Erfahrungen und, mit einer Syere und einem 
erwaltungstalent, wie sie eben nur Lord Kitchener zu be— 
zen scheint, die grotzen Reformen durchzuführen, imstande wäre. 
alls sich die britische Regierung unter diesen Umständen schon 
tzt entschließt, Lord Kitchener den Posten des Vizekönigs von 
dien zu übertragen, wäre dies ein offenes Zugeständnis da⸗ 
c, daß die Zustaͤnde in Indien weit ernster sind, als man 
allgemeinen bisher zugegeben hat. Daß die Lage dort es 
Inschenswert erscheinen laͤßt, eine machtvolle Persönlichtkeit, 
ie Kitchener es ist, die Leitung der Regiexung zu übertragen, 
ag wohl, zutreffen. Im Jahre 1902 wurde Kitchener bekannt⸗ 
h zum Oberbefehlshaber der britischen Truppen in Indien 
aannt, und diese Stellung hat er dazu henutzt, um das 
erteidigungssysten in der Provinz den Bedürfnissen ent— 
rechend auszubauen. Es stehen VWm mithin für das Amt 
es Vizekönigs außerordentlich wichtige Erfahrungen zu Ge— 
ate. wie sie keiner seiner Vorgänger je besaß. 
leben werde. Ministerpräsident Doumergue wünsche eine An⸗ 
näherung an Deutschland und weigere sich, die Kastanien si 
Broßbritannien aus dem Feuer zu holen. 
Die mexilanischen Wirren. 
M. Newyotk, 9. Dez. Nach einer Depesche aus Juare? 
on General Villa gestern in vorgerückter Stunde ien 
Lhihuah ua ein, von den Einwohnern, die lange Mangel 
in Lebensmitteln gelitten haben, freudig begrüßt. Man nimmt 
in, daß Villa jetzt in der Lage ist, den Frieden im Norden 
Mexikos wiederherzustellen. F 
W. Berlin, 9. Dez. Die beiden Häufer des preußischen 
dandtages werden auf den 8. Jamuar einberufen. 
W. Straßburg, 9. Dez. Die Verhandlung degen 
»ie Zaberner Rekruten findet am 11. Dezember vor⸗ 
nittags vor dem hiefigen Militärdivisionsgericht statt. 
Schiffsunglüd. 
M. HSamburg, 9. Dez. Der der Reederei H. Feindt gehörige 
dampfer „Prinz Wilhelm“, der am 2. Dez. von Grange— 
nouth nach Hamburg abgegangen ist, ist bisher an seinem 
BßBestimmungsort nicht eingetroffen, so daß be— 
sürchtet wird, daß der Dampfer mit seiner Besatzung 
»on 17 Mann im letzten Sturme in der Nord— 
ee untergegangen ist. 
Schneestürme in Amerika. 
W. Newyort, 9. Dez. Ueber Westamerika ist eine 
charfe Kältewelle hereingebrochen. An vielen Orten herrscht 
urchtbarer Schneestuurm. Aus allen Städten laufen Mel—⸗ 
ungen über angerichtete Schäden ein. Auf den großen 
zeen herrscht gleichfalls heftiger Sturm und man befürchtet 
eue Schiffsunfälle. In Chikago ist die Temperatur 
som Sonntag zum Montag um 32 Grad Fahrenheit gesunken. 
dach einer zweiten Depesche sollen die Seen das Land über⸗ 
chwemmt haben. Dabei sei eine große Anzahl von 
bersonen ertrunken. 
Die gefährlichen Hutfedern. 
PC. Newuork, 9. Dez. Hier ist ebenfo wie in Chikago und 
3Ihiladelphia eine Bewegung im Gange, die ein Gesetz erstrebt, 
»as Tragen feitswärts stehender Federn an Damenhüten zu 
»erbieten. Das Publikum beklagt sich, daß der Aufenthalt 
n den Zügen und Untergrundbahnen durch die hervorstehenden 
Federn stark gefährdet sei 
Durch Funkentelegraphie aus Feuersnot gerettet. 
V. Newnork, 9. Dez. Der drahtlosen Telegraphie ist es 
u oanken, daß 195 Pasfsagiere ves amerikanischen Küsten— 
ampfers „Kingrade“ aus höchster Gefahr gereitet werden 
onnten. Den britischen Dampfer Quernmore“ erreichten in der 
Lähe der, Küste von Virginia fundentelegraphischa 
zilferufe, des Küstenfahrers. Auf dem „Ringrade“ (nach 
inderen Meldungen heißt das Schiff, Renio Grande“) war am 
zonntag früh an der Küste von Hatteras Feuer ausge 
rochen. Der Quernmore“ fand das anierikanische Schiff 
ind nahm die 195 Passagiere desselben an Bord. Es gelang 
odann das Feuer zu löschen und die Passagiere wurden 
dieder auf den, „Ringrade“ zurückgebracht. der die Fahrt untern 
eigenem Dampf 
Das Schichsal einer Alaska⸗Expedition. 
Ottawa (Kanada), 9. Dez. Steffansson, der Leiter der 
aissenschaftlichen Expedition durch den äuhersten Nordwesten von 
lmeritka, hat von Point Barrow (Alaska) eine Nachricht ge⸗ 
efandt. Er sagt darin, sein Schiff „Karluk“ sei am 12. August 
5 Meilen vom Strande entfernt eingefroren. Da er 
eglaubt habe, es werde dort den Winter über fest liegen, 
i er mit sechs Begleitern an Land gegangen, um dort zu 
igen. Am 20. September sei plötzlich ein Sturm losgebrochen. 
Ils er und seine Gefährten wieder an die betreffende Stelle 
ekommen seien, sei das Eis und mit ihm das Schiff weg⸗ 
retrieben gewesen. Das Schicksal des Schiffes 
e»ndfeiner 25 Mannstarken Besatzung sei unbekannt. 
Neueke Nachrichten und Telegramme 
der „ A. nud „l Z.. 
Der Streit um die Nilitärmission. 
Konstantinopel, 9. Dez. Der deutsche Botschafter Frei— 
err v. Wangenheim hat der Pforte mitgeteilt, daß die 
eutsche Militärmission nächsten Montag hier ein— 
effen wird. Ueber diie Drohungen gegen die Türkei, die in 
er russischen Presse in Verbindung mit der Militärmission 
rtgesetzt ausgesprochen werden, bewahrten die amtlichen türki⸗ 
jen Kreise kluges Stillschweigen; sie wissen, daß diese Zorm 
usbrüche an der vollzogenen Tatsache nichts ändern können. 
luch die hiesigen Zeitungen beobachten diese Taktik; sie wenden 
ch in Erwartung der deutschen Offiziere anderen Dingen zu. 
PO. Paris, 9. Dez. Nach einer Londoner Meldung des 
satin werden die Verhandlungen zwischen Rußland und Deutsch⸗ 
ind bezüglich der Meutschen Militärmission für die 
ürkei voraussichtlich eine freundschaftliche Lösung finden. Nach 
er Information des Blattes soll der Chef der deutschen Militär— 
rission. Generalleutnant Liman von Sanders, ein anderes Kom— 
iands erhalten, wahrscheinlich das Kommando über das in 
drianopel stehende Armeekorps oder über die türkischen Militär— 
hulen. Die Verhandlungen sollen von beiden Seiten mit großem 
entgegenkommen geführt werden und dürften bald zum Ab— 
bluß führen. 
Vetersburg, 9. Dez. Die russische Diplomatie schlägt in 
er Frage der deutschen Militärmission überaus gereizte Töne 
n, wozu die Ueberraschung über das Irade, das eine vollendete 
atsache schafft, beiträgt. Die russische Diplomatie erklärt sogar, 
chritte, die das Gleichgewicht der Mächte störten, gefährdeten 
nmittelbar den Bestand des ottomanischert Staatswesens. — 
die Börsenzeitung schreibt: Deutschland habe die russische Di— 
lomatie chloroformiert, aber in den nächsten Tagen werde 
ie Tripleentente gegen das Vorgehen Deutschlands Einspruch 
rheben. Selbst die Person des deutschen Kaisers wird dabei 
n die Debatte gezogen. 
Das Programm des neuen französischen Ministeriums.— 
C. Paris, 9. Dez. Die Oppositionsparteien setzten heute 
rargen ihr Kesseltreiben gegen das Ministerium Doumerque 
sit groher Heftigkeit fort. Das Vorgehen der Nationalisten 
ind Klerikalen wird verständlich, wenn man in Erwägung zieht, 
aß das neue Ministerium wahrscheinlich alle Resultate, die 
igunsten des Militarismus erzielt worden sind, umstoßen wizd. 
as neue Kabinett hielt gestern spät abends seinen ersten Mi— 
isteriat ab, in dem die Haltung des Kabinetts in allen 
webenden politischen Fragen in großen Umrissen festgelegt 
urde. Aus den bekannt gewordenen Entschlüssen geht her— 
yr, daß die Regierung bezüglich der brennendsten Frage, 
amlich der dreijährigen Dienstzeit, vorläufig in der Anwendung 
es Gesetzes fortfahren wird. Die Regierungist jedoch der 
nsicht, daß dieses Gesetz sehr „besserungsbedürftig“ ist und daß. 
bald die Umstände es gestatten, einige Aenderungen daran 
orgenommen werden müssen. Ferner ist es bereits jetzt höchst 
»ahrscheinlich, daß die Regierung der Kammer vorschlagen wird, 
as ganze Anleiheprojekt zu vertagen. da das neue Kabinett 
ijnen anderen Vorschlag einzubringen gedenkt. Ebensowenig 
t wahrscheinlich, daßz der neue Finanzminister Caillaux die 
dachlaßstener bestehen lassen wird. Voraussichtlich wird er ein 
nderes System. das der erweiterten Besteuerung des Kapitals, 
Irsichlogen. Was die Frage der Wahlreform anlangt, so ist 
as neue Kabinett geneigt, mit der Senatskommission zusamnmen 
u arbeiten, um eine Versöhnung zwischen Kammer und Senat 
u die Wege zu leiten. Das Kabinett weist darauf hin, daß 
s sich in Anbetracht der in Kürze stattfindenden Wahlen nicht 
och zu Aenderungen entschließen könne. 
London, 9. Dez. Die englische Presse ist unzufrieden 
nit dem Gang der Ereignisse in Frankreich, die von einigen 
zlättern als Erfolg Deutschlands bezeichnet werden. Sie 
rophezeien. daß das neue Kabinett nicht bis zum Frühjahr 
ausland. 
Sesterreich⸗ Ungat 
. ht. Eine nene Schwächung des Den tg htumo Man 
chreiht uns: EStreitigfelten zwischen der Wiener Burschen— 
Haft „Vandalia“ und acht aͤnderen Wienc Burschenschaften 
aben letztere zum, Austritt aus deme Betbanden vert ee 
eichischen Burschenschaft beranlahßt dem dig 43 Burschenschaften 
iller, deutschrösterreichischen Hochschulen angehören. Der Grund 
nes Austritts besteht in dem Unistande, daß ein anßerordent— 
icher Verbandstag der Burschenschaften aicht für den bon 
den acht Wiener Burschenschaflen geforderten Ausschluß der 
Bandalen, aus dem Verbande sich entschied. Bei der Be— 
deuturg. die die Vurschenschaften für das Deutschtun in Oester⸗ 
teich haben, läuft jene Absplitternug guf din Schwäshung des 
snerreichischen Deutschtums hinaus.“ Man hofft von dem Ein— 
zreifen des Verbandes der alten Burschenschaften Oesterreichs 
die Wiederherstellung der Einigkeit— rechnet aber hbereits da— 
nit. den Streit durch ein aus reichsdeutschen Burschenschaften 
ebildetes Schiedsgericht entscheiden zu lasfen. NAu wolcher 
Stelle immer die Sache ausgetragen ‚werden mag:, es ist 
rinaend zu wünschen, daß der deuischösterreichische Zusammen— 
ralt schließlich keine Einbußze erleidef 
W. Hamburg, 9. Dez. Der Hamburger Verein 
ür Motorluftfahrt hat in seiner gestrigen dritten Ge— 
eralversammlung seine Auflösung beschlossen, da es ihm 
nmöglich ist. das Heimatsrecht für sportliche Betätigung in 
zamburg zu erlangen und eine Fufionierung mit einem bereits 
estehenden Verein nicht angängig ist. Der Rechenschaftsbericht 
rgab 802 Mitglieder und ein Barvermögen non 6500 Mark. 
letzteres wird dem Hamburger Senat zur Unterstützung ver⸗ 
nglücter Hamburger Motorluftfahrer zur Verfügung geitellt 
verden. 
W. Kiel, 9. Dez. In der vergangenen Nacht kolli4— 
»ierte auf der Reede von HFoltenau das Linienschiff 
„Lothringen“ und der Dampfer,Hilda“ aus Glas⸗ 
zow und letzterer erlitt ein Lech und mußte in Reparatur gehen. 
WV. Kaiserliche Marine. Eingetroffen: „Breslau“ 
m 8. Dez. in Alexandrette, „Viktotia Luise“ am 8. Dez. in 
zmyrna, „Tiger“ am 8. Dez. in Hongkong. „Otter“ am 
. Dez. in Kiufiang. — In Seegegangen; .König Albert“ 
me6. Dez. von Kiel. — Briefregelung für die detachierte 
division, bestehend aus „Kaiser“, „König Albert“ und „Straß⸗—⸗ 
urg“ bis auf weiteres durch das Marinepostbureau Berlin. 
Aegnpten. 
guk. Lord Kitchener Bizekönig von Iudien? Mian 
chreiht uns aus Kgiro:e Dier irut mit gluler Bejtimmiheit 
as Gerücht auf, daß Lord Kitchener schon im nächsten Frühe 
ahr Aegypten verlassen wird, um das Amt des Vizekönigs 
on Indien, zu übernehmen, Es galt schon bisher allgemein 
ls sichet, daß er für fpäter für“ dieses hohe Amt in' Rus- 
icht genonmen war. Man nahm jedoch an dan der gegen 
värtige Vizekönig Lord Hardinge früheftens im Jahre“ 1915 
on seinem Posten zurüctreten würde, um den Vosten des
	        
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