Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
hreis für das Vierteljahr 3,30 Marlk einschließlich 
Bringgeld in Lübeck. DOurch die Post bezogen ohne 
Besteligeld 8,30 Mart. Einzelnummern 10 Pfs. 
Anzeigenpreis (Ausgabe 4 und B) für die 
zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
3 Pig., jũr Auswaärtige 30 Pfg., f. Geschäftl. Mit⸗ 
ilungen 1WMl. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Zatz den Anforderungen entsprechend höher. o 0 
—— 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
63. Jahr Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
htaan gürstentũmer Ratzeburg, Lübeck und das angren⸗ 
α, ende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
5. m. b. S. m Lubed. — Geschaͤftsstelle —D — (Konigitr. 46). Fernspre cher —8 u. 9001. 
donnerstag, der Dezember 1913. Morgen-Blatt Ur. 613. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 
heiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt t 
SSSσσο 
drud und Verlag: Gebrüder Borchers 
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Hierzu 2. Biatt. 
—„— A—————————O »— 
— *28 Seiten. IJ 
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ι - Ceil. 
Leutsches Reich. 
s. Ueber die Beziehungen zwischen Deutschland und England 
sat in diesen Tagen der mehrjährige Leiter der Lübecker 
Ferienkurse für Engländer, T. M. Dawes, in einer 
Bersammlung der Historischen Gesellschaft in Leeds interessante 
Tusführungen gemacht, die sowohl um des Redenden wie um 
er Sache will auch hier Teilnahme finden werden. — Die 
rragestellung war, ob der Gang der Geschichte zur Freundschaft 
wischen England und Deutschland führe. Nachdem Herr Hudleston 
nemer einleitenden Erörterung dargestellt hatte, daß Bande 
es Blutes wie gemeinsamer geschichtlicher Erlebnisse die zwei 
dationen verbänden, die von Natur nicht Feinde wären, son⸗ 
ern zwer konkurrierenden Firmen glichen, die gut nebenein— 
inder Raum für ihre Arbeit hätten, wies Herr Dawes darauf 
inn, daß es ein törichter Gedanke sei, daß Bismarck sich plan⸗ 
nähßig vorgenommen habe, erst Dänemark, dann Oesterreich, 
‚»ann Frankreich und schließlich England niederzuwerfen. Seine 
krfahrungen in Deutschland hätten ihm nichts von einem Haß 
jegen England gezeigt, sondern nur, daß beide Nationen sich 
ur um so besser verstehen würden, je besser sie sich kennen 
ernten. Hieran schlossen sich noch längere Ausführungen des 
uch in Deutschland wohlbekannten Vizekanzlers der Universität 
deeds. M. E. Sadler, der davor warnte, die Welt unter einem 
alschen Winkel von der kleinen Ecke England aus zu betrachten. 
Wo sich zwei Weltmächte von unerhörter Größe und Geschlossen⸗ 
zeit bildeten, Kußland und die Vereinigten Staaten, müßten 
ie westlichen Kulturvölker England, Deutschland, Frankreich sich 
äher aneinander schließen, sich gegenseitig zu verstehen und 
lufeinander zu wirken lernen; das würde einen Zusammen— 
chluß geben, wie ihn die Welt noch nicht gesehen habe. Was 
vaber England und Deutschland angehe, so solle man mehr 
deutsch lernen, mehr in Deutschland reisen und sich noch enger 
einen deutschen Bekannten und Freunden anschlietßen. Es ist 
ein Zweifel, daß diese Gedanken ein starkes Echo auch bei 
ins in Lübeck erwecken werden. Wir haben mit großer Freude 
ie Zunahme der Besucher unserer Stadt aus England in den 
etzten Jahren gesehen; vor allem aber haben die von Herrn 
Dawes jedes Jahr im August herübergeführten Mitglieder der 
Jerienkurse der Teachers' Guild die Gelegenheit zu jenem Aus— 
ausch von Erfahrungen, Anschauungen und Empfindungen ge— 
jeben wie gefunden. von denen Herr Sadler spricht. 
Wahre oder falsche Volksfürsorge?! — Das ist die Frage, 
nit der sich der bekannte Reichstagsabgeordnete Franz Behrens 
nseinem soeben im Verlage der Vaterländischen Verlags- und 
dunstanstalt, Berlin 8W. 61, erschienenen Buche „Die deutsche 
Kolksversicherung“ beschäftigt. Als Vorsitzender des Ausschusses 
»es „Deutschen Arbeiterkongresses“ mit den einschlägigen Ver— 
älinissen vertraut, beleuchtet der Verfasser die verschiedenen 
ztrömungen auf dem Gebiete der Volksversicherung und gibt 
ine aktenmäßige Darstellung der Vorgänge, die zur Grün— 
ung der „Deutschen Volksversicherung“ geführt haben. Er kenn⸗ 
o»ichnet die sozialdemafratische Volfsfürsorgae“ schildert die Nor— 
— 
arbeiten für eine nationale Wolksversicherung, die vergeb⸗ 
ichen Einigungsverhandlungen zwischen den verschiedenen Ver⸗ 
änden und Interessengemeinschaften und zeigt, wie durch Ein⸗ 
reifen der nationalen Arbeiterschaft eine deutsche Volksver⸗ 
scherung zustande kommen konnte. Auf Grund der ihm zur Ver— 
ügung stehenden Akten muß sich der bekannte nationale Ar· 
eiterfübrer scharf gegen die Taktik des ostpreußischen General⸗ 
andschaftsdirektors Dr. Kapp wenden. Die Schrift greift mitten 
inein in den Tageskampf um die Volksversicherung und wird 
hne Frage auch in den parlamentarischen Verhandlungen dieses 
Winters viel beachtet werden. Sie übermittelt der Oeffentlich⸗ 
eit eine Fülle bisher unbekannten Materials und bildet so eine 
rundgrube für jeden Politiker und Volksfreund. 
heer und Flotte. 
Die Dienstalters⸗Liste. Einen zuverlässigen Ueberblid ühben 
ie gegenwärtigen Dienstalters- und Beförderungsverhältnisse 
n Sffizierkorps gewährt die am 5. Nov. abgeschlossene und 
eben bei E. S. Mittler K Sohn in Berlin 8W. erschienene 
Dienstalters⸗Liste der Offiziere der g Preußischen Armee 
ud des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps“. Die 
lusgabe 1913/14 gewinnt durch die infolge der Heeresver— 
iehrungen kürzlich in Kraft getretenen umfangreichen Personal⸗ 
eränderungen außerordentlich an Bedeutung, zumal sie auch 
och über die mit dem Stande vom 6. Okt. abschließende amt⸗. 
iche Herbst-Rangliste hinaus sämtliche Beförderungen, usw. bis 
Nov. enthältf. Im Anschluß und als unentbehrliche Er— 
änzung der amtlichen Rangliste herausgegeben, ist sie nach den 
dieustgraden und Waffengattungen geordnet und enthält auch 
ie in etatsmäßigen Stellen befindlichen Offiziere z. D. In— 
oalge sorgfältigster Durcharbeitung von sachkundiger Hand zeich— 
et sie sich durch größte Zuverlässigkeit aus und gibt ein voll— 
ommenes Bild der Dienstaltersverhältnisse im Offizierkorps. 
der billige Preis von nur 2,50 Mefür das geheftete und 3M 
ür das gebundene Exemplar erleichtert die Beschaffung des allge⸗ 
nein geschäßten Nuskunfts- und Nachschlagebuches. — 
Neuefte Nachrichten und Telegramme 
der „ A. uud Z. 
Der Kaiser bei der Großzherzogin Luise 
Vaden⸗Baden, 3. Dez. Die Großherzogin Luise von Baden 
ie einzige Tochter Kaiser Wilhelms J. und letzte Enkelin der 
dönigin Luise, begeht heute, wie bereits kurz erwähnt wurde, 
uf dem Schloß in Baden-Baden ihren 75. Geburtstag. Die 
ztadt trägt großen Festschmuck. Gestern abend überbrachte 
me Abordnung mit Oberbürgermeister Fieser an der Spitze 
ie Glüdwünsche der Stadt und überreichte einen prächtigen 
z3huͤmenitrauß. Das Großherzogspaar hat sich schon gestern nack 
zaden-Baden begeben, wo auch die Königin von Schweden, 
ie Tochter der Jubilarin, weilt. Prinz und Prinzessin Max 
on Baden trafen im Automobil auf Schloß Baden ein. Der 
daiser der zurzeit in Donaueschingen weilt, begab sich min 
em Hofsonderzuge nach Baden, wo die Ankunft gegen Mittag 
rfolate. Am Bahnhof empfingen der Großherzog und Prinz 
Max mit den Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden 
en Kaiser. Auch der preußische Gesandte von Eisendecher war 
us Karlsruhe erschienen. Als Geschenk überreicht der Kaiser 
er Großherzogin eine in der königlichen Porzellanmanufaktur 
ergestellte Statue Friedrichs des Großen. Ferner überbringt 
rwie alljährlich sechs große in Kadinen verfertigte Garten— 
übel. Die Rückreise des Kaisers nach Donaueschingen erfolgt 
seufe abend gegen G us 
A A——— 
„IchtunglVnserenten 
νννννν—ννyνιXανννν* 
Eine besonders * 
wirksame vVerbreitung 
arhalten die für die „Lübeckischen Anzeigen“ 
4 zur versffentlichuns aufgegebenen 2* 
⸗ 
Veihn o HGts⸗Anz eiger 
— nes —mmeaafaut 
auch in diesem Jahre 
während des Monats Dezember, 
da die 
2 * * 4 
„Lübeckischen Anzeigen 
neben ihrer starken vVerbreitung 
pom 1. Dezember ab in erhöhter Auflage in Stadt 
und Land erscheinen und täglich an die nach Lübeck 
reisenden Personen, die ihre Weihnachtseinkäufe 
in Lübeck besorgen, vor oͤen Bahnhöfen in Reinfeld, 
Mölln, Schönberg i. M., Pansdorf, Schlutup und 
Travemünde verteilt werden. 
Es bietet sich somit für jeden Geschästsinhaber im 
Monat Dezember eine besonders günstige Gelegenheit, 
die „Lübeckischen Anzeigen“ zur Ankündigung von 
44 Weihnachts⸗Anzeigen aller Art zu benuhen. 2*0 
der Zetlenpreis beträgt für Platz⸗ 
rür beide Ausgaben nur 20 Pfg. Inserate. 
kutwürfe und Kostenanschläge werden bereitwilligst 
zeliefert. Wir bitten um baldige UÜberweisung der 
hetreffenden Anzeigen⸗Aufträge, um ole Zusammen⸗ 
32 stellung recht sorgfältig treffen zu können. *2* 
jerner machen wir darauf aufmerksam, daß die 
Lübeckischen Anzeigen“ täglich an zahlreichen eigenen 
iffentlichen Anschlagtafeln angebracht werden und des 
Norgens in hiesigen hotels an dort weilende 
»*Sremoͤe kostenfrei zur Ausgabe gelangen. 22 
Die seit 163 Jahren erscheinenden 
9 * 
„Lübeckischen Anzeigen 
in Stadt und Umgebung in den kaufkräftigsten, 
desonders in Handel und Schiffahrt treibenden 
Freisen weit verbreitet, sind stets ein beliebter 
dermittler zwischen verkäufer und Käufer gewesen 
. und bis auf den heutigen Tag geblieben. * 
Die Expedition der 
LCübeckischen Anzeigen“. 
Berliner Cheater. 3*1 
Man sschreibt uns aus Berlin: 
Im Kleinen Theater wurde Ludwig Thomas 
dreiaktige Komödie „Die Sippe“ mit geringem Beifall und 
einigem Widerspruch aufgenommen. Es handelt sich eigentlich, 
vie schon telegraphisch gemeldet, um zwei Sippen: die Familie 
des jungen Gatten wird durch seinen Schwager, einen immer sal⸗ 
hadernden Rektor, und dessen ewig in rührseligen Familien— 
zrinnerungen schwelgende Gemahlin vertreten. Von der Familie 
der Hausfrau, die erst vor kurzem in das behäbige Patrizierheim 
»ingezogen ist, blieb nur der alte, arme Vater zurüch, der einst 
ruf Grund des Sozialistengesetzes seine Stelle als Archivar ver— 
oren hat und jetzt nach vielen Wander- und Hungerjahren aus 
Amerika heimgekehrt ist, um seine glücklich verheiratete Tochter 
u besuchen. Die offenbar auf beiden Seiten mit goßer Leicht- 
ertigkeit und Kurzsichtigkeit geschlossene Ehe zerbricht daran, 
»aßß der ganz von gesellschaftlichen Vorurteilen besangene Ehe— 
nanun sich weigert, seine Zustimmung dazu zu geben, dahn der 
ilte und so oft schiffbrüchig gewordene Mann sich in der 
deimat durch die Annahme einer ihm angebotenen Redakteur— 
telle an einem sozialistischen Blatte eine Existenz aründet. Als 
er zwischen seinet Frau und seinem Reserveoffiziersrock wählen 
oll, entscheidet er sich unter dem Einflußz seiner Verwandten 
icht für die Frau. Diese erkennt jetzt — ziemlich spät — dah 
ije, die Künstlerin, zu diesem Manne, dem sie, wenn man nach 
hren Gesprächen schlieken darf, an Hausbadenheit allerdings 
venig nachgibt, durchaus nicht passe.“ Der Schwager und die 
Schwester stellen sich voll Kämpferstolz zum Reserveoffizier, und 
die Frau zieht mit ihrem armen Vater in die Welt hinaus. 
das sehr unglüdlich angelegte Stück gibt sich halb als Philister— 
atire, wobei Thoma, wie so oit, selbst ein spottender Philister 
bleibt, und halb als eine larmoyante Ehetragödie von der unver— 
tandenen Frau. Verhängnisvoll wurde ihm, dah der lar⸗ 
monante Zug stärker ist als der pseudo-tirisse NRuch die — kR- 
gesehen von der Darstellerin der süß'auren Heldin — ausge— 
eichnete Aufführung des Kleinen Theaters konnte die vom 
rsten Augenblick an durchsichtige und gedankenöde Handlung 
icht roften 
— ——— — — ——— — — 
Publikum. Helles Entzücken erweckten die Modebilder, die 
inem Berliner Konfektionshaus Gelegenheit zu einer geradezu 
hantastischen Entfaltung von Farben und Linien boten. Ar 
rie Vorstellung schloß sich ein Ball mit frohester Bewegtheit. 
Modenschau um Mitternacht. Während man in 
en friedlicheren Gefilden anderer Städte der Lebensregel folgt, 
aß der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste sei, gibt es 
Berlin viele Leute — es handelt sich bei weitem nicht etwa 
m eine Gewohnheit des gesamten Berlin —, die erst den 
'agesanbruch als den gegebenen Zeitpunkt zum Schlafengehen 
etrachten. Darunter befinden sich freilich manche braven Leute, 
eren Tagewerk durchaus nicht mit der sinkenden Sonne zur 
züste geht, sondern das erst dann beginnt, wenn in den prunk— 
oll ausgestatteten Theatern und Theaterchen die Beleuchtungs— 
zrper intensivster Lebenskunst aufflammen. Will man sich mit 
esen Leuten zusammenfinden, so ist die mitternächtliche Stunde 
ist noch ein viel zu früh bestimmtes Rendezvous. So erleben 
ir hier immer mehr Veranstaltungen „um Mitternacht“. Erst 
aren es mehr soziale Anlässe: beredte Klagen über die Not 
es Schauspielerstandes, die Rechtlosigkeit der Schriftsteller 
iegen in den mitternächtlichen Himmel empor. Bald fand man 
ber Spaß an den mitternächtlichen Zusammenkünften. Es 
eht so etwas Gespenstiges von dem Wort „Mitternacht“ aus, 
ud dabei — ins Berliner Milieu übertragen — etwas, das 
je Glorie vollkommenster Lebenstüchtigkeit verleiht. Die 
Modenschau um Mitternacht“, die in der Nacht vom Sonn⸗ 
bend zum Sonntag die Räume des Theaters am Nollendorf— 
latz und des Mozartsaales mit einem bunten Treiben erfüllte, 
nar von den Zeitschriften „Das Theater“ und „Eleganz“ ver—⸗ 
instaltet. Eine Vorstellung mit einem geschmackvollen Varietv— 
rogramm leitete die Festlichkeit, die dem „Künstlerheim“ und 
em Journalisten- und Schriftsteller-Verein „Urheberschutz“ die— 
en soll, ein. Mimik, Gesang, Tanz, von berufensten Mit— 
virkenden vermittelt. brachten rasch Stimmung in das elegant⸗ 
DT. Ein neuer Intendant sür das Schaufpielhaus in Frauf⸗ 
urt a. M. Die Verhandlungen der Neuen Theater-Aktien— 
zesellschaft mit dem Direktor des Mainzer Stadttheaters, Hof. 
at Behrend haben zu einem Abschluß geführt. Direktor 
zehrend wird vom 1. April 1914 ab das Frankfurter Schau— 
pielhaus als Intendant übernehmen. Sein Jahresgdebalt ir 
zer neuen Stellung beträgt 20 000 M. 
Künstlernachrichten. Karl Jörn, einer der besten deut— 
hen Tendre, absolvierte in diesem Jahre während der großen 
idamerikanischen Theaterspielzeit eine fünfzig Abende um— 
assende Gastspieltournee durch ganz Südamerika. Die süud— 
merikanischen Zeitungen bezeichnen Karl Jörn als den edelsten, 
ollendetsten und größten Gesangskünstler, der jemals in 
züdamerika gehört worden ist. — Dem Kapellmeister Paul! 
)ttenheimer in Darmstadt ist der Titel Hofkapellmeister 
erliehen worden. Der Hofopernsänger Alfred Stephani er⸗ 
sielt den Titel Kammersänger. — Frl. Ida Bauller, die 
ärzlich in Dresden als Aida gastierte, ist für fünf Jahre ar 
je Dresdener Kgl. Hofoper verpflichtet worden. — Das Wienern 
berlandesgericht hob das Urteil des Zivillandesgerichts auf, 
urch das die Klage Elsa Galafres auf Unguültigkeitserklä⸗ 
ing ihrer Ehe mit dem Violinvirtuosen Bronislaw Huber— 
jan abgewiesen worden war, und wies das Landesgericht zur 
euerlichen Verhandlung an. — Der Oberregisseur und Theater⸗ 
irektor Adam Hoffmann, der viele Jahre hindurch an der 
erschiedensten Theatern und zuletzt in Köthen wirkte, hat sich 
m Grunewald erschossen, nachdem er seine Famili« 
hitterster Not zurückgelassen hat
	        
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