Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
preis für das Viertelijahr 3,30 Wark einschließlich 
Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Besteligeld 330 Mart. Einzelnummern 10 Pfg. 
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Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die 
Zeile 20 Pig. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
— —— Geschäftl. Mit⸗ 
eiluugen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Saß bden Anforderungen entsprechend höher. o 0 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 163. Jahrgan 
beiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt cv — — — 
SSSESESGSSOSSÆSSCSSC.OS SSSöS——— Aau des 33 —AJe 
Drud und Verlag: Gebrüder Borchers G. m. b. ß. im Labed. — Geschäftsltelle Adrekhaus 
Ausqgabe DGroße Ausaabe) Dienstag, den 4. Februar 1913. 
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Erstes Blatt. Fiorzu 
Amfana — 
Blatt. 
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Nichtamtlicher Teil. 
Der Krieg hat wieder begonnen. 
Konstantinopel, 3. Febr. 8 Uhr 30 Min. über Konstantza. 
Adrianopel wurde bereits angegrifsfen, vor— 
Aufig jedoch erfolalos. Die Festung besitzt noch Lebens⸗ 
wittel für einen Monat, nur Salz und Petroleum 
fehlen. Die Schlachtung der Dienstpferde wurde gestattet. 
Zwei Flugzeuge sind von der Tschataldscha⸗Linie nach 
Adrianopel zur Erkundung der dortigen Verhältnisse einge⸗ 
troffen. Die Bulgaren haben bei Tschataldischa 
die Vorposten angearikfen. Der Kampf da u⸗— 
ert an. 
Damit hat der Krieg nach einer Pause von einundeinem⸗ 
halben Monat wieder begonnen. Welche Folgen er weiter 
haben wird, kann mit Bestimmtheit nicht gesagt werden und 
mußß den nächsten Tagen zur Entscheidung überlassen sein. 
Manche Anzeichen sprechen dafür, daß der neue Krieg nicht 
von allzu langer Dauer sein wird. Es besteht also noch die 
Hoffnung, daß die Großmächte den geeigneten Zeitpunkt be— 
nutzen werden, um die Bemühungen zur Herbeiführung des 
Friedens wieder aufzunehmen. Wir verzeichnen noch folgende 
z. T. durch die vorstehende überholte Meldungen: 
Sofia, 3. Febr. Aus Mustafa Pascha, 9 Uhr abends, wird 
gemeldet: Man hört hier gewaltigen Kanonendonner 
on Wödriawopel her. Man ist der Meinung, daß 
Adrlanopel in höchstens 14 Tagen fallen wird. 
Konstantinopel, 3. Febr. Nach offiziellen Angaben hat 
vor Adrianopel eine heftige Schlacht begonnen. 
Vor der TIschataldscha-Linie fand nur ein bedeutungsloser 
Zusammenstoß statt. Die Agence Ottomane meldet, daß vor 
Beginn des Kampfes ein serbischer Offizier dem türkischen 
Kommandanten von Adrianopel, um ihn irrezuführen, mel⸗ 
dete, daß der Waffenltillstand auf vier Tage verlängert wor⸗ 
den sei. Die Konsuln in Adrianopel wandten sich 
an ihre Botschafter, um die türkische Regierung zu veranlassen, 
ihnen in Adrianopel eine bestimmte Stelle anzuweisen, wo sie 
von dem Bombardement der Bulgaren verschont bleiben kön⸗ 
nen. oder ilmen die Erlaubnis zum freien Abzug zu gewähren. 
Verhãngaisvoller Irrtum. 
Rom, 3. Febr. Der Kapitän Pirandello vom Dampfer 
„Derna“,. der gestern abend von Piräus in Brindisi eintraf, er⸗ 
zählt: Das achte und neunte griechische Infanterieregiment, die 
um Janina operieren, haben sich gegenseitig beschossen. Eins 
der beiden Regimenter hatte ein Fort besetzt, welches das 
andere auf einem Umgehunasmanöver horrumpeln solste ohn⸗ 
— 
zu ahnen, daß es bereits von den eigenen Truppen genommen 
war. Bei dem heftigen Feuergefecht, das sich entspann, hatten 
die beiden Regimenter zahlreiche Tote und Verwundete, ehe 
sie ihren Irrtum erkannten. 
Ein letzter Vermittelumgs versuch. 
D.T. London, 3. Febr. Die Gesandten der Großmãschte 
m Sofia haben von ihren Regierungen den Auftrag er⸗ 
halten, dem Ministerpräsidenten Geschow die Frage vorzulegen, 
b die bulgarische Regierung geneigt sei, einem sogenannten 
sKah'd als Stellvertreter des Kalifen die religiösen Ho heits⸗ 
echte in dem Stadtteile Adrianopels einzuräumen, der die 
uselmanischen Heiligtümer (Moscheen, Kalifengräber usw.) um⸗ 
aßt, falls die Pforte das Schichsal Adrianopels in die Sande 
»er Großmächte legen will. Geschow wurde aufgefordert, diele 
zrage in einem bindenden Dokument zu beantworten. Wie be— 
timmt verlautet, hat die bulgarische Regierung die Frage der 
Broßmächte bejaht. Die Großmächte hoffen, dahß es auf 
Resem Wege möglich sein wird, eine längere Dauer der Feind⸗ 
eligkeiten zu verhindern. 
Die Dardanellendurchfahrt. — Kein Seekrieg. 
DP. Sofia, 3. Febr. Der russische Gesandte Graf Man— 
»olstamm erhielt vom Minister des Aeußern die Mitteilung, 
dahz seine Regierung, falls die schriftliche Erlaubnis der Pforte 
ur Durchfahrt neuer Stationsschiffe durch die Dardanellen 
richt noch heute vorliegen sollte, die Erlaubnis als stillschwei— 
zend gegeben angesehen werde. Auch die Durchfahrt der 
m November nach der Türkei entsandten Kriegsschiffe ist mit 
tillschweigender Genehmigung der türkischen Regierung er— 
olgt. Heute werden, wie verlautet, 20 zum Schutze der 
Fremden bestimmte Kriegsschiffe der Großmächte die 
Dardanellen ohne besondere Erlaubnis der türkischen Regie— 
rung passieren. — Es verlautet. daß die Großmächte bei 
Wiederaufnahme der Feindfeligkeiten den Krieg auf das Fest— 
and einschränken wollen, da der Seekrieg eine zu schwere 
Schädigung der Handelsinteressen bedeute. Rußland will an— 
geblich aus demselben Grunde eine Blockade der bhulgarischen 
Häfen nicht dulden. 
Das Handschreiben Kaiser Franz Josefst. 
DT. Bexlin, 3. Febr. Die auslandspolitische Lage wird 
ür den, der in diesen Tagen den Inhalt des Handschreibens 
des Kaisers Franz Josef an den russischen Zaren kennen lernen 
konnte, in ihrem ganzen Ernst angedeutet. Schon die Tat— 
ache, daß Kaiser Franz Josef seinerseits die Initiative er— 
zreift, um sich mit dem russischen Zaren persönlich in Ver— 
bindung zu setzen, beleuchtet blitzartig die gegenwärtigen Ge— 
iahren. In der Tat ijst, wie der Deutsche Telegravh von be— 
onderer Seite erfährt, der direkte Anlaß und der einzige 
Inhalt dieses Handschreibens der österreichisch-russische Gegen— 
atz auf dem Balkan. Man rechnet in Berlin damit, daß schon 
»ie nächsten Tage zeigen, ob dieser österreichische Schritt eine 
uatsnannung herheizuführen vermoq Fe. est nicht unmßo 
Die Spitzenkönigin. 
Roman von Hans Hyan. eęx 
(35. Fortsekung.) Machdrud verboten) 
Trotzdem erwiderte der junge Offizier: 
„Haben Sie einen Verhaftungsbefehl?“ 
Die Beamten schwiegen zuerst, dann sagte wieder Voigt: 
„Eines solchen bedarf es in diesem Falle nicht. Uebrigens 
sind wir unserer Verantwortlichkeit im vollen Maße bewußt. 
Vielleicht sagen Sie uns erst einmal, wer Sie eigentlich sind.“ 
Aber im nächsten Augenblick wurde dem Kriminalbeamten 
flar, daß er sich in dem wenig achtungsvollen Tone, den 
er dem Oberleutnant gegenüber anschlug, arg vergriffen hatte. 
Dieser stand auf einmal in der Haltung des Offiziers, mit 
trengem Auge auf den Kriminalschutzmann blickend, da. 
„Mein Name ist Hans Stark von Materstein. Ich bin 
aktiver Offizier.“ 
Unwillkürlich nahmen die beiden Beamten eine dienstliche 
Haltung an und Riesendahl. als der ältere und bedachsame, 
erklärte: 
„Es tut uns sehr leid, Herr Oberleutnant, aber wir haben 
uns überzeugt, daß diese Dame wirklich die unter dem Namen 
„Spitzenkönigin“ bekannte Ladendiebin ist, die schon seit Jahren 
die großen Modewarengeschäfte plündert und für viele Tausende 
von Mark Spitzen gestohlen hat.“ 
Hans von Stark überlegte einen Augenblick: wie immer 
ich die Sache verhielt, so durfte er es doch unter keinen Um— 
ftänden hier auf der Straße zu einem öffentlichen Skandal 
lommen lassen. Er nahm seine Karte aus der Tasche und 
gab sie dem Beamten mit den Worten: 
„In einem solchen Falle ist nach jeder Seite hin Vorsicht 
und Bedachtsamkeit geboten, darin werden Sie mir, wie ich 
denkle, beipflichten, meine Herren. Und nachdem ich Ihnen jetzt 
ven Beweis geliefert habe, daß Sie es mit einem Ehrenmanne 
und Offizier zu tun haben, der unter keiner Bedingung daran 
denken würde, etwas Ungeseßliches zu mun möchte ich Sie um 
Jolgendes bitten: 
Der eine von den Herren steigt in mein Automobil, .., 
da hält es! Ich selbst und die beiden Damen werden alsdann 
Aleihfalls einsteigen. Wir fahren gemeinsam nach dem Vräsidium 
I 
am Alexanderplatz; da wird sich, wie ich sicher hoffe, die Grund— 
losigkeit Ihres Verdachtes bald herausstellen!“ 
Die Kriminalbeamten waren nach kurzem Ueberlegen da— 
nit einverstanden und Riesendahl setzte sich in den Wagen, 
vährend Voigt sich zurüczog. 
Der Oberleutnant ging in das Geschäft zurück, das Herz 
yoll banger Sorge, äußerlich aber ganz zuversichtlich. Kaum 
jatte er wieder den Laden betreten, um sich zu seinen Damen 
u begeben, bat An der junge Mann, der vorhin bedient hatte, 
der Herr möge sich doch auf einen Augenblick zu seinem Chef 
ns Privatkontor bemühen. 
Jetzt wirklich erschtocken und von der Angst vor neuen 
zchwierigkeiten fast verwirrt, folate der Oberleutnant dieser 
ufforderung. 
Der Inhaber des Geschäftshauses bat um Verzeihung für 
die Störung, die er dem Herrn Baron leider bereiten müsse, so 
deinlich ihm das auch sei, habe er dem Herrn Oberleutnant 
ine Mitteilung zu machen, die diesen voraussichtlich etwas be— 
inruhigen würde. „Doch bitte ich Sie, Herr Baron“, fuhr der 
ßeschäftsinhaber fort, als er sah, wie sehr seine Vermutung zutraf, 
„vollkommen versichert zu sein, daß meinerseits alles geschehen 
vird, diese fatale Sache auszugleichen. Freilich, tausendmal 
ieber wäre es mir ia. wenn überhaupt nichts derartiges vor—⸗ 
äge.“ 
„Es hängt wohl auch mit dem bösen Rekonter zusammen, 
das ich eben vor der Tüt Ihres Geschäftshauses hatte, Herr 
Rotstein?“ 
Der Kaufmann nickte und im Bemühen, dieser ganzen 
Auseinandersetzung einen möglichst verbindlichen Anstrich zu 
geben, sagte er: 
„Ja soweit ich durch mein Personal darüber informiert 
hin, allerdings! ... Sie, Herr Baron, werden sich erinnern, 
zaß Ihnen und Ihren beiden Damen zuletzt von meinem Ver— 
iäufer auch echte und zum Teil sehr wertvolle Spitzen ge— 
zeigt worden sind?“ 
„Ganz recht,“ erwiderte der Leutnant gedrückt, „ich habe 
iogar etwas davon gekauft.“ 
„Ja, in der Tat und ich wünschte nur, wir hätten viele 
so gute und so geschnacvolle Kunden.. Leider“ .., er machte 
Nachrichten für das Herzogtum Lauenburg, die 
gürstentümer Katzeburg, Lũbed und das angren⸗ 
jende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Röniastr. 46). Fern swrecher 9000 u. 9001. 
Abend⸗Blatt Ar. 63. 
4 
lich, daß er eine Neuorientierung der österreichischen und des 
russischen Balkanpolitik einleitet. 
D. Berun. 3. Febr. Der heutige kritische Tag hat sich 
auch im Auswärtigen Amt besonders bemerkbar gemacht. 
Schon in den Vormittagsstunden fuhr Unterstaatssekretär 
Zimmermann beim russischen Botschafter vor. Im Laufe des 
NRachmittags erschienen im Auswärtigen Amt der russische, der 
französische und der englische Botschafter und der Reihe nach 
die Vertreter sämtlicher Balkanstaaten, zum Schluß in den 
Abendstunden auch der türkische Geschäftsträger. 
Die indischen Mohammedaner. 
London, 3. Febr. Eine mohammedanische Massenversamm⸗ 
lung in Kalkutta beschloß eine Sammlung für die türkischen 
Berwundeten. Gottesdienste sollen für den Erfolg der türki⸗ 
schen Waffen in ganz Indien abgehalten werden. Auher dem 
wurde ein Bonkott europäischer Waren beschlossen. 
—XL 
Für die Politik der Vattionalüberalen in diesen und kom⸗ 
nenden Tagen war die schon erwähnte und zitierte Magde— 
wurger Rede des Abg. Bassermann doch von zu großer 
rogrammatischer Bedeutung, als daß man nicht aus den jetzt 
vorliegenden ausführlicheren Berichten einiges darüber nach- 
ragen wollte. Zur Polenfrage sagte Herr Bassermann: 
Im Osten eine durchaus unerfreuliche Entwicklung und eine 
inbefriedigende Regierungspolitik, non der behauptet wird, daß 
ie der klaren Ziele entbehrt. Jedenfalls ist das unbestreitbar, 
datß das Polentum im Vormarsch ist und daß fußerst un⸗ 
ngenehme Bonykottbestrebungen allüberall die deutschen Kreise 
deunruhigen. Als ich in diesen Tagen in Bromberg war, da hatte 
ich Gelegenheit, mit vielen unserer politüchen Freunde zu Pprechen 
und viel Unzufriedenheit in diesen Kreilen über die Unklarheit 
der Regierungspolitik feststellen zu müssen. Das Ostntarkenwerl 
jat ja energisch begonnen, und als wir auf den Ostmarkenfahrten 
urch diese Ansiedlungsgebiete fuhren, da haben wir große Ein⸗— 
rücke erfahren, und wir haben von manchem unserer deutschen 
dandsleute gehört, wie gut er vorwärts gekommen ist. 
Es wäre ein Janimer, wenn in diesem großen Kulturwerk 
ves preußischen Staates durch die unschlüssige Politik eine 
rückläufige Bewegung einsetzte. 
Das Wesentlichste der Bassermannschen Ausführungen über 
die kommende Militärvorlage haben wir bereits wieder⸗ 
gegeben. Wir wiederholen es dennoch wegen der Wichtigkeit 
der Sache, indem wir eine Reihe von Ergänzungen enfügen: 
Ich habe bei der Besprechung der auswärtigen Politik in 
den hinter uns liegenden Jahren bei der ersten Beratung des Etats 
m Plenum des Reichstages ausgesprochen, daß andere Staaten 
dänder erwerben und das Fadsit der politischen Entwicklung 
anseret Tage das ist, daß Deutschland in jedem Jahre eine neue 
Militärnorsage und wachsende Lasten bekonnnt. Und ich glaube, 
— ———— — 
eine achselzuckende Bewegung, „leider sind bei dieser Gelegenheil 
Spitzen und zwar gerade die kostbarsten verschwunden ... 9 
Hans von Stark zoq, ohne den Blick au erheben, sein Scheck⸗ 
huch heraus. 
„Darf ich fragen, wie hoch sich die Wertsumme dieser Spitzen, 
die .... also wie hoch sich deren Wert beziffert?“ 
Der Kaufmann nannte die Zahl, die viertausend Mark nicht 
ganz erreichte, und der Oberleutnant bat um Feder und Tinte, 
um den Schedk auszustellen. 
Als dies geschehen war, glaubte der Geschäftsinhaber den 
allerdings schwer bedrückten iungen Offizier ein wenig trösten 
zu sollen. 
„Es ist nicht das erstemal, Herr Leutnant. daß so etwas 
passiert, und es wird auch nicht das letztemal sein. Die Dame ist 
offenbar krank, wozu hätte sie sonst notwendig, solche Sachen“ .. 
er suchte nach dem passenden Ausdruck ... und sagte dann 
ziemlich ungeschidt: „solche Sachen überhaupt zu tun ...“ 
Er sprach noch weiter, aber Hans von Stark, der ihm nur 
zerstreut zuhörte und plötzlich wieder an seine Braut dachte, 
die diese gräßliche Stunde mit durchleben mußte, ging, die 
dand an die Hutkrempe legend, grade als wenn er in Uniform 
märe, mit einem flüchtigen Gruß hinaus. 
Dann stieg er, Käte den Arm gebend, und Frau Ellinor 
den Vortritt lassend, ins Automobils, wo sich der Kriminalbe— 
amte ruhig und zurückhaltend verbeugte, um während der ganzen 
Fahrt sich schweiasam zu verhalten. 
21. 
Auch die anderen sprachen nicht. Die Situation war pein— 
poll, aber bei dem raschen Tempo des Automobils dauerte 
die Fahrt wenigstens nur kurze Zeit. 
Tann hielt der Wagen vor dem Westportal des Polizei— 
präsidiums. Der Kriminalschutzmann forderte die Jusassen höf- 
lich auf, ihm zu folgen, aber Hans von Stark half nur seiner 
zu künftigen Schwiegermutter beim Aussteigen. Als Käte ihr 
folgen wollte, hielt er fie mit den geflüsterten Worten zurück: 
„Ich bitte dich, liebe Käte, fahre unverzüglich nach Hanse. 
elbit— das schwöre ich dir, komme mit deiner Mutter bald 
nach!“ 
Tausend Fragen drängten sich aus Kätes anaen dem
	        
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