Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

Frankreich. 
Das Wamlreformgefetz angenommen. Die Deputierten⸗ 
lammer hat mit 338 gegen 28, Slimmen das gesamte Wahn 
reformgeseß in seiner neuen Gestalt angenommen. An Stelle 
des vpon der Kommission vorgeschlagenen Systems der Exsatz⸗ 
Zepulerten für durch Todesfall oder Rügtritt erlebigte Man⸗— 
date setzte die Kammer ein System iellweiser Wohlen;, die 
jedesmal vorgenommen, werden sollen, Wenn ein Wahlkreis 
uf Zweidtillel seinet Vertreler vermindert ist, 
Sleherfragenenene istimmiger Ablzbnung der Gb- 
schaftssteuer nahm die Steuerkommission im Vrinzip, eine iahr⸗ 
uhe dersonliche Kapitaifteuer an, welche sie baldigst im Ein⸗ 
veredie der Regierung einer Vrüfung zu unterziehen 
ereit ist— 
30Prinz Seimrich in Paris. Wie der Korrespon 
Preb⸗gentrale von autoritativer Seite erfährt, ist ude ihagt 
ich am Montag in Varis eingetroffen; der Besuch des Prinzen 
Heinrich hat nicht den mindesten politischen Beigeschmack Prim 
Heinrich, der unter dem Namen eines Barons Armand de 
Kogan, im Hotel Louvre abgestiegen ist, empfing keinerlei 
offizielle Persönlichkeiten und lebt völlig, zurückgezogen. Er 
stteht nicht einmal in Beziehungen zur deutschen vonsafi. ES 
bewohnt ein Appartement von 3 Zimmern im ersten Stog 
und ijt nur von seinem, Aidjulanten. einem Kapitanlentnant und 
5— Kammerdiener begleitet. Der Prinz beabsichtigt noch 
8. bis 10 Tage zu bleiben. Auf ausdrücklichen Wunsch des 
Prinzen Heinrich den französischen, Behörden gegenüber nimmt 
ud die Sicherheitspolizei keinerlei Notiz von seiner Anwesen⸗ 
et Der Prinz verläßt, das Hotel stets morgens frühzeitig und 
q. jeweils gusgedehnte Spaziergünge im Bois de Boulogne 
Auch in der Vationalbibliothek die seinem Zimmer gegenuber 
liegt. ist der Prinz verschiedentlich gesehen worden 
Swpanten. 
Ein deutschespanisches Handelsbündnis in Marokko? Das 
Journal des Debals meldel aus Madrid: Der bekannte Führer 
der Kgrlistenpartei Molla, der sich stets für ein deutschespani⸗ 
ches Bündnis gusgesprochen hat, erklärie daß die Brũder 
Mannesmann, die sich gegenwärtig in Madrid befinden, der 
panischen Regieruͤng Vorschläge gemacht haben, eine Vereini— 
gung der deutschen und spanischen Kapitaliften zur Gründung 
einer Gesellschaft zu bewerfstelligen. Diefe Gefellschaft soll ver— 
suchen. die Minenschäße Marokkos auszubeuten und an der 
friedlichen Kulturarbeit in Marokko mitzuwirten. Molla redt 
dann weiter an, es möge gaus Freiwilligen eine Kolonias Armee 
gebildet werden. Die Karlistenpartei ermutigt die svwanifche 
Regiexung zur Förderung und Annahme diefer Vorschläge. 
Die Zeitungen bestätigen diefe Information. Die framofen— 
freundlichen Blätter greifen jedoch die Gebrüder Mannesmann 
Heftig an. So behauptet El Liberal, daß die Gebrüder Mannes- 
nann mit aAllen Mitteln versuchen, die Unterftützung der 
Madrider Prefse zu erlangen und daß man ohne Zweifel die 
neuen Unruhen in Marokko den Umtrieben der Brüder Mannes- 
nann zuzuschreiben hat, die auf diese Weise einen Drud auf 
das Ministerium ausüben wollten. um es ihren Vorschlägen 
gefügig zu machen. 
Tagesbericht. 
Lübeck, 20. Nov. 
Or. K. Die Kunst des Rema'ssance⸗Zeitalters in Deut'chland. 
In seinem Montagsvortrage gab Muleumedirekter Dr. Schaefer 
einen kurzen Ueberblick über das Leben und Schaffen Holbeins, 
des Meisters der Bildniskunst, des gedankenreichen Gestalters 
des Totentanzes, des sicheren formvollendeten Gentlemanmalers 
deutscher Renaissance. Aus einer Künstlerfamilie stammend, 
ourchtränkt vom Geist der Rena'ssance, kühl in der gefühls 
mäßigen Erfassung des Lebens, sicher in der Pinselführung, gibt 
er den Typus des großen' Formenkünstlers, dem die Form das 
Gebietende, der Inhalt — auch zuweilen Gehalt — im Gegensatze 
zur Gemütstiefe Dürers als das Sekundäre erscheint. Gerade 
auch seine starke Betätigung auf kunstgewerblichem Gebiete, sein 
Sinn für das Dekorative decken bei ihm das Wesentlichste als 
formbildende Schasffenskraft auf. Er errescht in'seinen Portrũts 
eine bis ins kleinste durchgebildete Charakterisierungskunst, die 
sich so hoch erhebt, daß sie das Fehlen der Wärme vergessen 
läht. Ein brillanter Raumteiler zieht er dein Raum mit unter 
die Ausdrudksmittel seiner Kunst, läßt ihn nicht wie noch Dürer 
(Monr seinen Aposteln) nur da sein, sondern macht ihn zum wert— 
vollen Bestaidteil des Eanzen. S ine ins Typenhaft: sich stei⸗ 
gernde, oft über die Natur hinausgehende sichere und leichte 
Erfassungs- und Wiedergabefähigkeit geschauter Gebärden, lassen 
ihn als einen Wegweiser zu Ferdinand Hodler erscheinen, in 
dem man schließlich das geformte Gefühl durch die Größe seiner 
Meisterschaft als einigen Begriff aus Dürer und Holbein — Ge— 
fühl und Form — erwachsen und Leben annehmen sieht. Das 
Biographische von Holbeins Leben, das leichter dahinfloß als 
Durer Kunst⸗ und Lebenskampf, sei ebenso wie der Totentanz mit 
Jeiner trefflichen Charakteristik und humordurchwebten Gestaltung, 
dem ruhigen Studium des Einzelnen überlassen. als daß hier in 
kurzen Zeilen Unzulängaliches gesgat mirn 
harter Klang entsteht Der Bassist, Herr Thomas Denigs, 
Berlin, fiel durch hervorragend schöne Stimmittel, dramatisch 
bewegtes Leben und tiefe Verinnerlichung auf. Es war eine 
wahre Freude, ihm zuzuhören. Ganz besonders schön gelang 
seine Arie des Simon: „Auf, tapfre Schar!“, mit Begleitung 
der Oboen und der höchst charakteristischen, altertümlichen Feld⸗ 
musik, welch' letztere auch, in ganz einfachen Harmonien, mit 
den Trompeten voran, herrlich zu den Worten: „Blast den 
Alarm!“ zur Geltung kommt. Das fromm⸗vertrauende Rezitativ 
des Simon: „Wohlan! Der Ausgang steht bei Gott“ wurde 
glaubensstark und mit tiefer Bewegung zum Vortrag gebracht. 
Auch der Eupolemus, der ijũdische Gesandte in Rom, kündigte 
das Bündnis des Senates mit dem israelitischen Volke würdevoll 
an. Serr Domorganist Ley und Herr Dr. Kopsch, 
vom hiesigen Stadttheater, walteten ihres Amtes am Har— 
monium und Cembalo mit großer Präzision. Leider haben 
wir noch immer keine — Konzertorgel! Wie viel gewaltiger 
würde diese noch gewirkt haben! Das bei Händel übliche 
„Halleluia und Amen“ beschloß das in so ausgezeichneter 
MWeise verlaufene schöne Konert. M. Stiebl 
Wegen öffentl'cher Bele digung der Kammersänger'n Frieda 
ßenpel wurde der Redakteur des Kleinen Journal Josef von 
dos poth am Sonnabend von der 6. Strafkammer des 
Landgerichts BerlinJ zu einem Monat Gefängnis ver— 
urteilt. Der Beleidigten wurde die Publikationsbefugnis zuge— 
sprochen. Die Beleidigung lag in einem Artifel „Die Kammer— 
sängerin Frieda Hempel und ihr Leopoldsorden“. Der Vor— 
sitzende führte in der Urteilsbegründung aus, daß der Beweis 
der Wahrheit in keiner Weise geführt, und daß d'e künstlerise 
und moralische Ehre der Kammersfängerin Frieda Hempel aufs 
ärgste verletzt sei. Die Behauptung, Frl. Hempel habe den 
Leopoldsorden auf bedenkliche Art erworben, namentlich durch 
die Teilnahme an einem Bacchanal in der Vitla der Baronin 
Vaughan, der Geliebten König Leopolds, wurde als erfunden 
erwiesen. 
Der Vorstad des Lauctädter Thratervereins hat be— 
schlossen, daß bei den Festspielen im Jahre 1914 Gluds 
Orpheus“ zur Ausführung kommen soll. Die Oper wind in 
iner Neubearbeitung von Dr. Abert Galle) gegeben werden. 
DSFlugvrransta tungen 1914. Der Vorstand des Deutschen 
uftfahrerverbandes in Berlin hatte die Vertreter der verschie— 
enen Gruppen und Unterverbände zu Dienstag, den 18. d. M. 
sach Berlin zu einer Sitzung eingeladen, in welcher die Fest— 
etzung der ungefähren Termine für die nächstjährigen Flug— 
peranstaltungen erfolgen sollte. Als Vertreter der Nordwestgruppe 
rahm an dieser Sitzung Herr Schiffsmakler Möller teil. Ins— 
jesamt werden für das nächste Jahr 11 große Flugveranstaltun— 
zen geplant, von denen zwei Veranstaltungen für Lübeck von 
Interesse sind, nämlich der „Nordlandflug“, welcher für die 
zeit vom 1. bis 14. Juli in Aussicht genommen ist und der 
»ielleicht in Wien oder München beginnt und über Berlin nach 
Nalmö. Kopenhagen und Stockholm führen dürfte, sowie 
der „Hochseefluawettbewerb“, der voraussichtlich vom 1. bis 
3. August stattfindet und einen Ueberseeflug Warnemünde — 
Travemünde—Kiel bringen dürfte. Ueber letztere Veranstaltung 
and außerdem noch eine Vorbesprechung im Reichsamt des 
Innern statt, doch werden endgültige Bestimmungen erst dem— 
zächst getroffen werden können. 
Sturm und Regen. Der von der Deutschen Seewarte 
im Dienstag abend gemeldete Sturm aus westlicher Richtung 
st in der Nacht zum Mittwoch prompt eingetroffen und hat auch 
im Mittwoch noch sein Spiel getrieben. Von größeren Unfällen 
st uns nichts bekannt geworden, wohl aber hat der Sturm in 
»en Baumkronen der MAleen und der Forsten arg gewütet. Der 
S„turm war teilweise von Regen begleitet, und wie unfer 
a⸗Korrespondent aus Ratzeburg meldet, auch von einem Gewit⸗ 
er, das mit wenigen, aber heftigen Schlägen am Bußtag 
nittag über die dortige Gegend dahingezogen ist. Der Sturm 
at nicht nur in Lübeck und Umgegend, sondern auch im übrigen 
deutschland gehaust, wie aus den vorliegenden telegraphischen 
Neldungen aus Berlin und Helgoland zu ersehen ist: 
Wa. Berlin, 19. Nop. Die Nacht zum Bußtag und die 
rsten Tagesstunden brachten hier sehr stürmisches Wetter; heute 
nittag wurde ein kurzes Gewitter beobachtet. Nach aber—⸗ 
naligem heftigen Regenschauer wurde um 2 Uhr das Wetter 
tisller und klar. 
W. Selgoland, 19. Nov. Gestern und besonders heute 
errschte scwweres Wetter. Die Postdampfer sind ausgeblieben. 
Die Beschädigungen beim Hafenneubau müßsfen groß sen. 
Neueste Nachrichten und Telegramme 
Der . A.e d . Z.⸗, 
Kosowtzow in Berlin. 
M. Neues Palais bei Potsdam, 20. Nov. Zur gestrigen 
Frühstückstafel bei Ihren Majestäten waren geladen 
er russiche Ministerpräsident Kokowtzo w, der rusi— 
he Botschafter von Swerbejew, der russische Wirkliche Staatsrat 
awydow, der russische Generalmajor von Tatischtschew, der 
ussische Kollegienrat Dorliao, der Reichskanzler Dr. von Beth— 
nann-Hollweg, der stellvertretende Staatssekretär des Auswän— 
igen Amts Unterstaatssekrelär Zimmermang und der Chef des 
heneralstabes General-Ad'utant General der Infanterie von 
Moltke, sowie die Umgebungen der Majestäten. 
W. Berlin, 20. Noo. Ministerpraäsident Koko wetz o w 
ind Gemahlin sind heute morgen 8 Uhr 20 Min. vom Bahnhof 
zriedrichstraßze nach Rußland abgereist. Zur Verabschiedung 
varen der Reichskanzler, Unterstaatssekretär Zimmermann sowie 
»er russische Botschafter und das gesamte Verspnol her Rotschaft 
erschienen. 
Aeberall einer franzöfischen Proviantkolonne durch Araber. 
0. Oran, 20. Nov. Eine empfindliche Schlappe 
murde einer französischen Marschkolonne, wie Teegtanime aus 
Idschda melden, durch einen Üeberfall aufständischer Araber bei— 
ebracht. Die Kolonne, die sich us 80 leeren Furage-Wagen 
usammensetzte, und die nur unter dem Schutz einer kleinen 
Inzahl Fremdenlegionäre fiand, wurde am 17. piötziich wãhrend 
es Marsches von 300 Arabern ũberfallen. Die Eskorte setzte 
ich, nachdem die erste Verwierrung überwunden war, tapfer 
ur Wehr. Die Mausltiere wurden durch das gnateru bet 
ßewehre scheu. Npen diurch und behinderten die Franzosen 
art in ihrem Widerstande. Mit vieler Nuhe gelang epen 
Zegleitmannschaften fich fo lange zu halten, bis aus dem 
ãchsten Blochaus Verflärkungen angelangt waren Nach drei- 
ündigem Kampfe hatten dre Franzosen 8s Tote. vBei 
em Herannahen der Hilfsmannschaften zogen sich die Araber, 
ie dem Stamme der Beni Bu Jahi angehörien, unter Nit- 
iahme, ihrer Toten und Berwundeten und einer ganzen An— 
ahl Maultiere zurück 
* 
W. Wien, 20. Nov. Die Versammlung zur Errichtung eines 
Dreibunddenkmals hat beschlossen, eine Ruhmes— 
yalle oder eine Gedächtnisballe ur Kaiser Franz Josef zu 
errichten. 
W. Paris, 20. Nov. Der deutsche⸗franzssische 
Zollkongreß beschlotß: 1. die deutsche Zollverwaltung möge 
ille Weine derselbigen Gegend als gleichartig betrachten und die 
jleichartigen Weine nur einer Untersuchung unterwerfen. Weine, 
»ie in Frankreich mit 2 Fis. per Flasche verkauft werden, 
ollen in Deutschland als hochwertige angesehen werden und 
ils solche keiner Untersuchung unterliegen. Die französischen 
Bbehörden sollen unverzüglich auf die Gefahr aufmerkfam ge⸗ 
nacht werden, welche die französische Weinausfuhr nach Deutfch 
and bedroht infolge des von vier weinbauenden Staaten Süd⸗ 
eutschlands am 2. Juli 1913 beim Bundesrat gestellten An⸗ 
rages, ausländische Weine zu verzollen, eine Maßnahme, die 
esonders französische Weine benachteiligt. 2. wünscht der Zoll— 
ongreß. daß die Art der Verzollung und Streitigkeiten, zu 
delchen die Auslegung der Tarife Anlaß geben könnte, Ge— 
enstand besonderen Studiums durch die deutsch⸗franzõsische 
zonkonferenz bilden sollte, deren Zusammentritt aufmerksam 
»ie beiden Regierungen in steigendein Maße in Anspruch nehmen 
nuß. 
W. Madrid, 20. Nov. Ministerpräsident Dato erklärt die 
Meldung, daß die Brüder Mannesmann dem Minister 
»es Aeußern einen Plan zur Gründung einet Marokko⸗-Ge— 
ellschaft vorlegten, für unrichtig. 
W. Petersburg, 20. Nop. Anläßlich des Prozesses gegen die 
Urbeiter der Bukowwerke traten in der Hauptstadt, wie die 
bolizeipräfektur mitteilt. im ganzen 83539 Fabrikarbei— 
er und Setzer in den Ausstand. 13 Arbeiter sind 
»erhaftet worden. — In Riaga itreiken 18000 Arbeiter. 
e 
Schwere Grubenerplosion. 
Birmingham (Iiabama), 20. Nod. In einer Koh— 
engrube erfolgte gestern eine Explosion; da— 
hei wurden 24 Serseufte oetäfer 
London, 20. Noo. Auf dem Glasgower Dampfer 
„Scottsdyet“ brach in der p Drenen Nacht Feuer 
a us. als, sich, der Dampfer in der Rahe der, Insel Wight 
pefand. Der Dampfer Scottsdyt“ ist ein Schiff von 2600 
Tonnen und befindet sich mit einer Ladung Espartogras auf 
der Heimreise pom Mitteimeere. Das Feuer, brach im Voger— 
aum des vorderen Schiffsteils aus und griff mit großer Ge— 
chwindigkeit um sich. Die Löschöersüuche purden balg“53 
even. da der Sorttzenschlauch vom Feuer zerstört wurde. Die 
zopte verbrannten bis auf zwei. von welchen nur eines bei 
em hohen Seegange brauchbar war. Der neuͤe Ueberdreadnought 
Iron Duke“, von dem aus man das Feuer sichtete, nahm 
e Vonn wdan x* Wel Bassagiere des „Scottsdyk“, insge- 
Paris, 20. Pop. Aus Nantes wird gemeldet: Der Direktor 
»es hiesigen Pasteurinstituts, Rappin, stellte durch Untersuchung 
der Opfer des vergifteten Hochzeitsnahles in 
holet fest, daß die Erkrankungen durch einen u uber 
aAnnten Bazillus verursacht wuürden. Rappin gab dem 
— vorläufig den Namen vbacillus 
Das Hochwasser in Südwefstdeutschland. 
Das Hochwasser in Südwestdeutschland hält noch immet 
in. nur aus dem Moselgebiet wird ein Sinken des Wasser— 
— gemeldet. Es liegen uns solgende Drahtnachrichten 
or: 
W, Duisburg. 18. Nop. Der Rhein steigtweiter. 
Das Kippgeschäft gestaltet sich teilweise fehr schwierige Die 
die zu den Magazinen fuͤhren, sind eilwene über— 
wemmt. 
W. Köln, 18. Nov. Im Rhein- und Ruhrgeheiet muzten 
vegen des rapide steigenden Wassers “die Kohen— 
erladungen eingeschränkt werden. Die Wupper überflutet waile 
— und zwingt zahlreiche Kleinfabriken, den Betrieb cin 
ustellen. 
W. Kölin. 19. Nov. Das Hochwasser des Rheins ilt 
ern un nn geshegen. Der Main stieg um 49 Itm, 
ind der Neckar um m. 
W. Trier, 18. Noy.. Der Wasserstand der Mosel ist um 
ie gefallen. Die Moseltalbahn hat ihren Betrieb 
vieder aufgenommen. 
V. Band Ems, 18. Nov. Die Lahn ist ständig im Steigen 
egriffen. In der Gegend von Marhurg herrscht Hochflut. In 
—W ertrank ein zweijähriges Kind in der hochgehenden 
legraphische Kurs und Marktherichte. 
W. Jdambure, 20 Nov. 2 Unr 30 Min. Schlußsurse, 
Itimo Nov. 18. Nov. 20. Atimo Nov 18 Nov 20 
)estr Kredithank 19913 199 — D2ynamit · Truet 170— 1694 
destr.Una.Staatsb. 13124 15124 Nmb. Amersta-Uin. 13334 13213 
(Lombarden) 2203 22V Norddeutsch. Lloyd 118 - 11744 
D. Reichsanleine 26120 76353 D. Dampt. G. Kosm. 204 - 302 3 
1mbs. Staatsan. 97 97 e Sũdam. iu iri 76718 17334 
— 56— 8524 dsch. Austral 1794 173 - 
* 8 78 - 78- sch. Levantelinie j5322 131— 
M Japan Anlein. FT GIM Pch Otatfrikalin. 11925 11914 
eutsche Bank 246 267 aurahũtte · 14914 1482 
iskont Kommandit1830/. 1839/2 20chumer 204 0ö 
erl Handelsbank 1543 15454 Harpener 172-2 1728 
resdner Bank 14738 147 ielsenscirchener 1726 17214 
lationalbank 11323 115 en.zement 253, 268 
ommer⁊bank 10624 1063 anelo- Kontinent. G. 1190 120 
—— 1374 Imbe. Elektr-Wrk. 141646 1312 
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e eee 931 92, lemmo or Zemenitb i1i8 1200 
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W. Berlin, 20. Nov. 
Atimo Nov. 18. Nov. 20. 
Jesterr· Kredit —.- 199. - 
zerl. Handeissees 77.57 
omm.u.Diskontoh.106.254 106.74 
armeftadter Hanx 115. 1154 
deutsehe Ranb 246.24 246 — 
kontfoCommand. 1832/. 183.*. 
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Nationamane 1153 115. 
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Russ. Ani. 1900 -.— 90.69 
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Uungar. Kronen — — — — 
aumetæ Friede 151. 151. 
W. B ezup. 20. Nov. » Unr 20 MNin. Nov. 18. Nov. 20 
eufsche Reichs · Schatescheine L./4. 15 39. 100 99. d. 
Deutsche Reichsanleine, unkundbar 18 7100 97.900 
48 . Noy 85. 10) 
o. .- 76. 10h 
—— eeme 47. 20 8 583 
reußisene Schatascheine L.4. 1915 34. 10 49. 107 
er euhische Kons -Anl. unkindbar 18 97.90 97.990 
dto. GStaffelanleihe⸗ 3859 88.20 
*7 58 
o0. 6 76. 10 
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dto. 3— u. 30/⸗ — . —. ⸗ 
u becicer Staats·Aneine von idoo —— 
W. Beriin, 20. Nov. 1Uhr 20 Min. Nachmittags Kurse 
— Nov. 18. Nov. 20. Nov. 18 Nov 20. 
Abeck·Buchen —. — —— Jambræe. Privatdisk — 49 
eutsehe Banxk. 246.2/, 246. — ꝛaketfantt A. G. 133.55 132 3 
zeri. Handelsgeæ.. — .-rTendenz: cuhige eunieg 
W. Beriin, 26. Nov. Unr 30 Min 
Itimo·Kurse. Nov. 18. Nov 20 Ulitimo · Kurse. Nov. 18 Nov. 20. 
esterr. Kreditbant — 199 — Dortmunder Union — — 
deutsche Banx 246 2468 —2 aurahdtte 148/. 1484 
iskont· Kommand. 18339. 18320 Hampbs. paketfahrti 1334 1323 
resdner Bani I478/, 1479. Norddeutsch Lioyd 1172. 137 
heck·Bũuchen — — Oynamit · Trust 169, — 
Jesterr, Staatsbann — — Lub. Maschinb.Ges. — — 
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Tenden⁊: trage stili 
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Koggen Dert 157.75 159. - Dezemder 644. 60 64. 60 
2775 165 —- Mai — — 
Juli —.— 166 50 
iatet Derbr. 155 50 157. 25 
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W. Hamburt, 20. Nov. 2 Uhr 15 Min, Sehlußkutse 
Nov. ij8. Nov. 20. Nov. 18 Nov 20. 
(aftee pt. Ne. — —— Termin pr. 59 x8ß 
Dez. 51. -. 51.- ?72ucker pr. Nov. 945 9.40 
sendenz: schwãcher ruhig Der. 9.47 9.45 
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W. Bremen, W. Nov. Baumwolle. Tendenꝛ: matt 68 76 68. 
W Magdeburg, 20 Nov. 2Zucxker per 50 kg 
Nov. 18 Nov. 20. 
——— 9.7b. 9.07 885h. 9. - 
Nacimrodukt exkl. v. 753986 7. 250. 7.335 7.266b. 15 
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