Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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ausgabe? 
* 
zum Eisenbahnunglück bei Neubrandenburg. 
In der Nähe von Neubrandenburg bei der kleinen Station 
Sponholz ist, wie schon gemeldet, Mittwoch abend der 
Schnellzug Hamburg —Lübed—Stettin entgleist. 
Menschenleben hat der Unfall erfreulicherweise nicht gekostet, 
Lokomotivführer und Heizer haben nur leichte Verletzungen 
erlitten. Die 
amtliche Meldung ⸗ 
über das Unglüd lautet: — 
ESchwerin, 6. Nov. (Amtliche Meldung.) Gestern abend 
um 10 Uhr ist der D-gug 83 BSamburg-Stettin auf der 
Station Sponholz auf zwei vom Güterzug 6001 getrennte 
Wagen aufgefahren. Güterzug 6001 wird in Sponholz vom 
D-Jug 3 überholt. Reisende sind nicht verletzt. Vom Lo ko⸗ 
motivpersonal des D-Zuges sind der Lokomotivführer und der 
Heizer leicht verletzt, ebenso auch ein Postschaffner. Material— 
schaden ist nicht erheblich. Die Reisenden des D-Zuges sind mit 
weistündiger Verspätung weiterbefördert. Die amtliche Unter⸗ 
suchung ist eingeleitet. 
Die Ursachen des Unglücds. 
Ueber die Ursachen des Unfalles und über die näheren 
Umstände erhält der Rostocer Anzeiger von seinem Neu— 
brandenburger Korrespondenten folgende Darstellung: Die Ur— 
sache des Unglücks ist nicht, wie erst verlautete, auf einen von 
Sponholz abgelassenen Schienentransportwagen zurückzuführen, 
ondern darauf, daßk auf dem Bahnhof Sponholz beim Ran—⸗ 
rieren mehrere mit 
15m langen Eisenbahnschienen 
beladene Güterbahnwagen abgestoßen wurden, die die den 
Gleisebereich der Station Sponholz abschließende Weiche über—⸗ 
liefen und dann auf das Gleise des Schnellzuges gerieten. Da 
sich der Bahnkörper von Sponholz nach Neubrandenburg etwas 
senktt, so waren die betreffenden Wagen in wenigen Minuten 
bis Küssow gelaufen, wo dann der Zusammenstoß erfolgte. 
Die Station Neubrandenburg wurde von Sponholz aus sofort 
von dem Ablaufen der Wagen telegraphisch benachrichtigt und 
gebeten. den D-Zug zurückzuhalten. Da das leider zu spät 
war, so war die Katastrophe, begünstigt durch die Dunkelheit, 
unvermeidlich. Der Lolomolivsührer, ein Lübecker, hat 
schwere innere und äußere Verletzungen 
erlitten und wurde gegen 1 Uhr nachts in das städtische Kranken⸗ 
haus eingeliefert. Donnerstag vormittag erfolgte der Weiter⸗ 
transport des Schwerverletzten nach Lübek. Der Heizer, von 
dem es erst hieß, er sei vor Aufregung in dem naheliegenden 
Gehölz verschwunden, ist ebenfalls schwer verletzt, doch handell 
es sich hier, wie man hört, nur um äußere Verletzungen durch 
Brandwunden an den Händen und im Gesicht. Letzterer stammt, 
wie überhaupt das gesamte Zugpersonal, ebenfalls aus LSübed 
und befindet sich noch im Krankenhause zu Neubrandenburg. 
Im Augenblick des Zusammenstoßes war der Heizer mit dem 
Nachschütten von Kohlen beschäftigt, als der Lokomotivführen 
das Hindernis gewahrte und plötzlich „Halt!“ rief. In dem— 
selben Moment schob sich eine lange Eisenschiene durch das 
Fenster der Lokomotive, es wurde noch Gegendampf gegehen, 
doch die Maschine war bereits auf den ersten Güterwagen auf— 
gefahren und hatte diesen vollständig zertrümmert. Auch die 
Maschine wurde vorn und hinten stark beschädigt und stellte 
sich quer über das Gleise. Außerdem entgleisten auch der 
Packwagen und die ersten Perfonenwagen, von denen beson⸗ 
ders der erstgenannte in Trümmer gefahren wurde. Die In— 
IE — 
Zugwand geschleudert wurde, mit Hautabschürfungen und dem 
blohen Schreden davon, und wurden nach längerem Aufenthalt 
auf freier Strecke mit einem aus Pasewall herbeigeeilten Hilfs- 
zug weiterbefördert. Das zuerst verbreitete Gerücht, daß mehrere 
Menschenleben durch das Unglüdk zu beklagen seien, bewahr⸗ 
heitet fich glücklicherweise nicht. Mehrere Nenbrrrdenhreor 
* 
Neue Erwerbungen der Stadl Hliothek. 
Oktober 1913. 
Alberts, Wilh., Thomas Mann und sein Beruf. Leipzig 1913 
Archimedes Werke mit modernen Bezeichnungen, her. von Heath, 
deutsch von F. Kliem. Berlin 1914. 
Bebel, Aug, Aus meinem Leben. T. 152. Stutigart 1911. 
Bloem, W. Die Schmiede der Zukunft. Leipzig 1913. 
BehI, Frz. Sphaera. RNeue griechische Texte zur Geschichte der 
Sternbilder. Leipzig 1903. 
Bücherkunde, Kritische, der deutschen Bildung, her. von Loewe 
und Dannemann. T. 122. Weimar 1913. — 
Burgen, Deutsche, und feste Schlösser aus allen Ländern deutscher 
Zunge. Königstein u. Leipzig 1913. 
Burgeß, G. K. und H. Le Chatelier. Die Messung hoher 
Temperaiuren. Berlin 1913 
To lhes, S.C. Joh. Brahm's Werle. Bonn 1913. — 
Doflein, FIrz. Lehrbuch der Vrotozoenkunde. 3. Äufl. Jena 1911. 
Endelmann, G. Vierlandens Gedenibuch. Aus Chronit und 
Plarrarchiv. 2. Aufl. Hamdurg 1000. 
*3 e Hinr, Gesammele Dichtungen. Bd. 124. Ham⸗ 
u 9* 
Feldmann, W. Im Sachsenwald. Hamburg o. J. 
Fendrich, A. Der Wanderer. RNufl. Stuttgart 1913. 
Forel F. A. Handhuch der Seentunde Siuttgart 1001. 
33nm, Franz. Lübed in der Gegenwart (Se) Bremen 1913. 
ürhbtenicht-Boeninag, 8.Beurage ur vphysnonschen 
Seoaraphie und Siedlungskunde des Schleswig⸗Hoisteinischen Sandr 
Geesh) Gebietes. Stuttgart 1903. 
polthex. W. Deuische Dichtung im Mittelalter. Stuttgart 1912. 
y Ludw.. Das Kaisertum. Leipzig 1913. 
endenrteicde, Eduard. Handbuch der praktischen Geneglogie. 
Bd, 122. Leipʒig 1918 
simanngEA. i. Werle her. von Schweizer und Zaunert. 
Bd 124vLewzig u. Wien 
ae Ig Urthur, Die Erlchliezung des Luftmeers. 2. Aufl. 
ghut. Adoif, Heinrich Zeise, der Restor der deutschen Dichter und 
Shchriftsteller in der Hegenwart Vrelau 1953 
tolbach, F. veustet Fleiß. Wanderungen durch Fabrilken, 
Denteer und Handelshäuser Wesideuischiands. Bd. 122. 
dühn, 8. Das Wartburgfest am 18. Oltober 1817. Weimar 1913. 
Ahrischener s Staats- Hof und Kommunalhandbuch 28. Ausg. 
München 1913 
Lauffser, Huo, Samburg. Leipzig 1312. 
De lgan, A. von, Sandbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reich. 
Medlenburg und Hansestaͤdte Serlin 1818 
Meter, E von Vie viesorm der Verwaltungsorganisation unter 
Stein und Hardenbera. . vüinsi. Mancen Leie 612 
— n J —— PI — 9 
Freitag, den 7. November 1913. 
Abend⸗Blatt Nr. 566. 
erzte eilten soforr im utomobil an die Ungludsstelle und 
zrachten den Verletzten die erste Hilfe. Auch aus Malchin 
vurde ein Hilfszug an die Unfallstelle abgelassen. Die noch 
muf dem Gleife gebliebenen Wagen wurden nach Neubranden⸗ 
urg zurüdgezogen. An den Aufräumungsarbeiten wurde bei 
yadeln und Lampenlicht die ganze Nacht gearbeitet, fso datz 
ie Strecke Domerstag vormittag wieder frei war. 
Das Unglüd hätte natürlich unabsehbare Folgen haben 
und sich zu einer großen Katastrophe auswachsen dönnen. Wemn 
»as Schlimmste nicht eingetreten ist, dann ist es lediglich auf 
ückliche Zufälle zurüczuführen. Sollte die Darstellung richtig 
ein, so muß man sich allerdinas fragen, ob es 
»enn ganz unmöglich gewesen ist, die entlaufenen 
züterwagen aufzuhalten oder doch den Schnellzug rechtzeitig 
um Stehen zu bringen. Es hat also den Anschein. daß das 
sengierpersonal an dem Unglück nicht ohne Schuld ist. Im 
Interesse der Sicherheit des reisenden Publikums ist eine Auf—- 
lärung dringend zu wünschen. Denn die hier vorliegenden 
Umstände stehen keineswegs vereinzelt da. Wir entsinnen uns, 
daßz dem D-Zug Kopenhagen—Berlin bereits zweimal in den 
etzten Jahren das Malheur passiert ist, auf einen Güter— 
»agen zu stoßen, der auf das Gleise des D-Zuges überragte. 
das Rangieren von Güterwagen auf kleinen Stationen ist jeden⸗ 
alls eine Tätigkeit, bei der die peinlichste Aufmecksamke:t ge⸗ 
hoten erscheint 
— 
so schnell um sich, daß die in der Rähe stehende Damofdresch⸗ 
maschine auch ein Raub der Flammen wurde. Die Drelchmaschine 
ist ohne Kessel mit 7000 Meversichert. Der Besitzer der Miete 
hat einen großen Schaden zu erleiden, da am Tage vor dem 
Brande die Versicherung hierfür abgelaufen und nicht erneuert 
worden war. Ueber die Entstehungsursache des Feuers konnte 
his jetzt Genaues nicht ermittelt werden. 
ey ⏑⏑ ⏑⏑ —— — 
Bunte Chronik. 
W. Ein Eisenbahnunglück bei Nischny⸗Now-— 
gorod. Auf der Bahnlinie Moskau— Kasansentgleiste 
in der Nacht zum Mittwoch bei Nischnn-Mowgorod ein nach 
Pensa fahrender Personenzug. 14 Personen wurden getötet und 
15 schwer verletzt. Es liegt der Verdacht vor, daß das Unglück 
vös willig herbeigeführt wurde. 
W. Noch ein Zugzusammenstoß.‘ In der Nacht 
zum Mittwoch ist bei dem Eisenbahnknotenpunkt Chenee bei 
Lüttich ein Zusammenstoß zweier Güterzüge er— 
olat. 3 Personen sind getötet und mehrere verwundet worden. 
Die Eisenbahnkatastrophe von Melun. 
39 Tote bei Metun geborgen. — Schlechtes 
Eisenbahnmaterialals Ursache der Kafastrophe. 
— Erregung unter den Lokomotipführern. 
PC. Paris. 6, Rov. Die Zahl der Opfer der Katastrophe 
von Melun scheint jeßt endgültig festgestellt zu sein. Es sind 
im ganzen 38, darunter noch ein Deufscher, der Schwiegervaten 
des ebenfalls verunglückten Max Auerhach aus Hamburg., Auer 
nach vbefindet sich im Sospital von Melun und sein Zustand 
it nicht weiter besorgniserregend. Von den 30 Leichen konnte 
erst 14 identifiziert werden. Die Körpver der anderen Toter 
ind so furchtbar verstümmelt und verbrannt. daß sich weder 
Feschlecht noch Personalien feststellen lassen konnten. Die Auf— 
umungsarbeiten find immer noch nicht beendet und werden 
auch vor heute abend nicht beendet sein. Gestern. bei Ein— 
zruch der Dunkelheit. mußte die Arbeit unterbrochen werden, 
da sich die herangeschafften Kräne als zu schwach erwiesen 
um das Riesengewicht der Lokomotive und des Tenders von 
30 0900 Kilo zu heben. Man mußte daher mit Hilfe von Sauer⸗ 
stoff die Kuppelung zwischen ihnen durchschmelzen. Die Arbeiten 
werden heute früh um 7 Uhr wieder gqufgenommen werden. 
TSine Kammer-Interpellation über das Unglüßd. 
Der Zufall hat bei der Katastrophe eine verhängnispolle 
Rolle gespielt. An der Gleiskreuzung sind die Züge fahrplan— 
näßig durch einen Zwischenraum von 6 Minuten getrennt. 
Gestern hatte nun der Expreßzzug aus Nizza 4 Minuten Ver⸗ 
pätung, während der Postzug bereits 2Minuten zu frühb 
zuf der Weiche anlangte. Hätte die Zeitdifferenz nur eine 
Minute hetragen, so waͤce trotz der Fahrlaͤssgkeit des Lokomotiv- 
ührers die Katastrophe vermieden worden. Tie Verhaftung 
zumaines hat unter den organisierten Lokomotivführern grose 
?rxregung hervorgerufen. Es wird behauptet, daß das ganze 
duf dieser Strecke verwandte Material schlecht und unmodern 
ei, und daß die Signale erstens bei starkem Nebel schwer zu 
ehen, waren und daß überhaupt bei einer Schnelligkeit von 
00 bis 115 Kilometern in der Stunde an ein genaues Be— 
achten der Signale nicht zu denken sei. Der sozialistische 
Abgeordnete Colly hat sich deshalb veranlaßt gesehen, in 
er henutigen Kammersitzung eine Interpellation einzubringen 
a der Aufklärung darüber gefordert wird, ob die Ursache 
7 ——3 in der Minderwertigkeit des Materials Fr 
en ist. 
EO. Baris, 6. Nov. Die Aufräumungsarbeiten an der 
Anglüdsstelle in Melun sind noch immer nicht deendet. Die 
nit den Arbeiten beschäftigten Truppen haben weitere Schmud- 
zegenstände und zaählreiche Brieftaschen. zum Teil mit ansehn⸗ 
ichen Geldsummen, aufgefunden. Die Bergung der Leichen ist 
urchtbar schwer. Bisher sind im ganzen 39 Leichen geborgen 
ind 25 wiedererkannt worden, es sind in der Mehrzahl Variser. 
Der König pon Spanien hat heute vormittag ein Beileids 
telegrammm an Poincaré gesandt, auf das der Vräsident der 
Kepublit sofort antwortete. 
Das Spyndikat, der Lokomotipführer hat beim Ministerium 
der öffentlichen Arbeiten Schritte unternommen, um darauf 
hinzuweisen. datz die Schuld an dem Unglück zum mindesten 
teilweise auf die Schadhaftigkeit des Malerials zurüdzufuhren 
sei. Die Eisenbahngesellschaft Paris — SyonVWiedilerrance ver, 
wahrt sich in einem an die Prefsse gerichteten Schreiben auf 
das Ensschiedenste gegen diese Untersteliungen und erklärt, daß 
der Lokomotivführer nicht weniger als drei deutlich auf Holt 
aestelsste Gianale üherfahren hah—⸗ 
Aus den Nachbargebieten. 
Lauenburga. 
DBGrok⸗Klinkrade, 7. Now. Autounglücd. Der 
Autoomnibus Sandesneben-Mölln fuhr zwischen Großk—-Klink— 
ade und Duvensee in den Graben. Der Chauffeur blieb 
mverletzt. Reisende befanden sich nicht in dem Gefährt. Auch 
»as Auto konnte, nachdem es aus seiner Lage durch Hilfskräfte 
efreit war, ohne Materialschaden seine Fahrt fortsetzen. Die 
MNittagstour mukte ausfallen. 
Lütiensee, 7. Nov. Diebe suchten abermals das 
taufhaus Kracht heim und entwendeten eine Anzahl fertiger 
herrenanzüge. 
Großherzogtümer Mecdlenheirg. 
Schsnberg, 7. Noer. Beratung der Steuen⸗ 
orrtage. Unter dem Vorfitz des Landdrosten o. Maltzahn 
ielt die mit der Prüfung der neuen Steuervorlage fur das 
Fürstentum Ratzeburg beauftragte Kommission eine Sisung 
ib, in der das Gesetz, das dem für das Herzogtum entspricht, 
nit wenigen Aenderungen unter Vorbehalt angenommen wurde. 
Als Verireter der Regierung nahm Ministerialrat Dr. Cordua 
zus Reustreliß an der Sitzung ieil. — Die älteste Ein-⸗ 
vohnerin unserer Stadt ist Mittwoch in der Per'on der 
zrau Dr. Liebenow im Alter von 91 Jahren gestorben. — 
die Schützenzunft hielt eine Versammlung ab, in der 
ie, Jahresrechnung bekannt gegeben wurde. Obwohl das 
ette Jahr hohe Nusgaben verursachte, schloß die Kasse mit 
inem Bestand von 47,09 Meab. Vier Aneilscheine wurden 
tusgelost. Der Vorbau des Schützenhauses kostete 18269 M., 
ie Bedichtung und Kanalisation des Grundstücks 1242 M. 
ss Grevesmühlenn, 6. Noo. Zwei. Neben— 
hausseen werden gegenwärtig in unserer Gegend gebaut. Die 
debenchaussee Grevesmühlen — Wedendorf, 12,6 km lang, ist in 
hrer letzten Teilstrecke soweit gefördert, daß sie demnächst dem 
zerkehr übergeben werden kann. Sie sührt von hier über Dorf 
ind Hof Wotenitz, Büttlingen, Sievershagen durch die Bernstorff⸗ 
che Graischaft bis Wedendorf. Da von dort bis Rehna schon 
ꝛine Chaussee besteht, bildet sie die direkte Verbindung zwischen hier 
ind Rehna. Ebenfalls ist auch der Bau der Nebenchaussee Kl 
Krankow— Upahl (8 km lang), der im vorigen Sommer begann, 
oweit fortgeschritten, daß die Fertiastellung bis Harmshaagen 
zeschafft ist. 
Rehna, 6. Nov. Niedergebrannt ist auf der 
benachbarten Bresener Feldinark die etwa 100 Fuder Roggen 
Ralteöonne Lyrnniete des Erbpächters Seln— Das Feuer grifft 
er, D. —26, --eltliteratur im 20. Jahrh. vom der achen 
andpunkt aus hetrachtet. Stuttgart u. Bersin 1913. 
Mothes, Rud., Das Recht an Schrift- und Kunstwerken. Leipzig 
u. Berlin 1913. 
Rehllen. R. Hamburgische Geschichte nach Quellen und Urkunden. 
Bd. 122. Samburg 18096. 
Negen it. W. und A. Schoenfließ. Einführung in die mathema⸗ 
tische Behandlung der Naturwissenschaften. 6. Aufl. München u. 
Berlin 1910. 
Neumann, Bernh. Lehrbuch der chemischen Technologie und 
Metallurgie. Leipzig 1912. 
Deopermann, Edm. Europa GPräparationen für den geograph. 
Unterricht. Bd. 1.) Leipzia u. Berlin 1913 
Pauldke, W. Das Experiment in der Geologie. Berlin 1912. 
Rückert, Friedt. Der Leipziger Jahrmarki, her. von G. Schenl. 
München 1913. 
Rundschau, Deufsche, her von J. Rodenberg. Ig. 191112. Berlin. 
Suermanen, H Deufssche Stilisten. Handzeichnungen altdeuticher 
Meister. München 1914. 
Schüler, W. Abriß der neueren Geschichte Chinas Berlin 1912 
SchulzeeSmiidt. Bernhardine, Bürgermeister Johann Smidi 
das Lebensbild eines Hanseglen. Bremen 1914 
Spiero, H., Detley von Liliencron. Sein Leben und seine Werke. 
Berlin und Leivzig 1913. 
Stadi, die schöne deutsche München 1911/12. 
Steinbausen, G. Kulturstudien. Berlin 1893. 
Steinitzer, M. Richard Strauß. 1.24 AUufl. Berlin u. 
Leipzig 1911 
Spedberg, The. Die Existenz der Moleküle. Experimentelle 
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Tauler, Joh. —*88 Bd. 122, übertr. von W. Lehmann. 
Jena 19183. 38 
Tobera, Rud., Die Lübecher Kämmerei von 1530 bis 1665. 
Lübeck 1913 —3. 
Treu, G, Hellenische Stimmungen in der Bildhauerei von Einst 
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Voigt, J. Friedr., Beiträge zur Geschichte des Amts und Städichens 
Berodedorf. Hambura 1913. 
Wilson, W. Die neue Freiheit. Ein Aufruf zur Befteiung der 
edlen Kräfte eines Volkes. München 1914. 9 
Winterfeld, V. von, Deutsche Dichter des lateinischen Mittel- 
alters in deuischen Versen, her. von H. Reich. München 1813. 
Bucherschau. 
Meyers Orts- und Verkehrs-⸗Lexikon, des 
deutschen Reiches. Fuünfte, vollständig neubearbeitete und 
ermehrte Auflage. Auf Grund anttlicher Unterlagen von Reichs- 
Zandess und Gemeindebehörden herausgegeben von Dr. E. 
letrecht. Mehr als 210000 Artikel und Verwessungen mit 
1 Stadtplänen,. 19 Umgebungs⸗ und Uebersichtskarten. sowie 
iner Verkebrstarte und vielen ltatütischen Beilagen. 34 
uin Senen geaunden zu Je 18 34. Gerlag des 
Apliographischen Instituts in Leipzig und Wien) — Etwas 
öllig Neues, in seiner erschöpfenden Reichhaftigkeit auf diefem 
Hebiete y nicht Vorhandenes bildet die fünfte Auflage des 
hemaligen Neumannschen Nachschlagebuches, von, dejfen Anlage 
Alerdings nichts weiter übriggeblieben ist, als die aiphabetische 
Anordnung des Stoffes. Das auf gänzlich neuen Grundlagen 
zusgebaute Werk perzeichnet zum ersten Male in der Literatur 
ämtliche im Deutschen Reich gelegenen Wohnstätten bis herunfer 
um Einzelgehöft. Betrug früher die Zahl der UÜrtikeli und 
zerweisungen etwa 75 000, fo ist sie jetzt auf mehr ais 
10000. d um fast das Dreifache des früheren Umfanges. 
estiegen. ei jeder Siedelung sind alle die mannigfaltigen 
Fragen. die sowohl an ein Orts— als auch an ein Verkehrs- 
dexiton billigerweise gestellt werden können. knapp, treffend 
ind Zzuverlässig beantwortet. Die topographische Lage und 
olitische ageharhten Einwohnerzahl nach den antlichen Er— 
ebnissen der Voltszählung von 1940, das zuständ'ge Gericht, 
zezirkslommando, Standesamt, alle Reichs⸗ Landes⸗, Gemeinde- 
ehörden. Vertretungen fremder Mächte, Vildungsanstalten, 
Nuseen. Wohlfahrtseinrichtungen. Banken und Gaseilsdaften. 
zie, Sauptzweige von Induüstrie und Handel. Garnison, Serdis 
lasse, die zum Ort gehörigen Wohnplätze. gile diese und 
ioch viele andere Dinge sind peinlich genau aufgeführt. Ais 
Zerlehrs-Lexikon, gibt das Werk guch darüber Austunst, vb 
in Ort Postæ Telegraphen⸗ Fernsprech Bahn⸗ RPonwagen⸗, 
lutor und Schiffsverbindung besihzt. oder wor sich die zu— 
tändigen Anstalten befinden. Ausführlich sind auch die Wasser— 
ratzen des Deutschen Reiches behandelt. Die betreffenden 
rtitel enthalten Vernerke über hren Lauf. ihre Abzweigungen. 
dohenmarlen, Kilometerlängen. Schieufen. Angaben üͤber Ari 
er Schiffahrt. Abgahen. Floößeret. Eine Uebersicht über sämt- 
che Wasserstratzen gibt, die Karle Schiffbare Wasserstraßen“. 
Zie Vielseitigkeit des Werkes. dessen Aufgaben in die Biilunen 
ehen. im Rahmen einer kürzen Besprehung an Einzelheiten 
achzuweisen. ist nicht moöglich. Aber', des bdeigegebenen wert⸗ 
vAllen, Apparats von 51 Planen der Großslädte mit Strahen- 
derzeichnissen, 19 Uebersichtskarten, einer großen Verkehrstarte 
ind, vielen statistischen Beilagen sei hiermit noch besonders ge⸗ 
dacht. Das auf, Grund amtlichen Materials bearbeitete Wert 
wird allen Verkehrs⸗Verwaltungs— und sonstigen Aemtern, 
dem Industriellen, Kaufmann und Spediteur, überhaupt jedem 
an Handel und Wandel Imeressierten unentbehrlich scin. Der 
zweite Band soll im Frühjahr 1913 erscheinen. 
Gustav — Deutschlands anerkanntester Lyriker, von 
dem seit sieben Jahren kein Gedichtbuch erschien, veröffentlicht 
Mitte November im Verlag Alfred Janssen, Hamburg, einen 
Lyrikhand in Albumform: Anna, 8 von Gustav 
In geh. 2M). worin er ein in den Gesammellen 
ichungen? bereits anklingendes Motib neu qdufge⸗ 
zriffen und mit formsicherer Kumt zu einem eigenarligen 
2nklus zartester Liebeslieder sgespomen hbat. B
	        
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