Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

Wochentlich 13mal (Wochentags morgens und 
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»eile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarkt usw.) 
Pfg., für Auswãrtige 30 Pfg., f. Geschäftl. Mit⸗ 
Uungen 1Mt. b. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
zak den Anforderungen entsprechend hoͤher. 00 
gBeilagen: Vaterstãdtische Blätter. — Der Familienfreund. 
63. Jahraun Nachrichten für das Herzogtum Lauendurg, die 
dre ae Fürstentũmer Katzeburg. Lübech und das angren 
e eee jende mecllenburgische und holsteinische Gebiet. 
Druck und Verlag: Gebruder Borchers G. m. b. BS. m Lüũbeck. — Geschäftsstelle Adreuuuus (Ksõ nigstr. 46). Fernspre cher 9000 u. 9001. 
Morgen-Blatt Ur. 556. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 
heiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt t 
EEES — 
————————— 
Au⸗ 
KFonntag, den 2. November 1913. 
—— —z7s — — — 
Erstes Blatt. hierzu 2. und 3. Blatt 
ssowie Vaterstãdtische Blätter“ Nr. 5 
und Inhaltsverzeichnis zu den Vaterstädtischen Blättern. 
Umfanag der heutaenn αν 19 Seiten. 
tür das französische Kapital ijn der Türkei auf dem Spiele 
tehen, begreiflich genug. Ob aber Frankreich vor der ge— 
lanten internationalen Vereinbarung zum Ziel gelangen wird. 
rscheint recht zweifelhaft. 
Daß Bulgarien wegen eines Vorschusses in Wisen ver⸗ 
andelt, dürfte dem Wiener Großkapital aus dem Grunde kaum 
rwünscht sein, weil ein neuer großer Geldbedarf von Un⸗ 
‚arn angekündigt ist, der den Wiener Platz naturgemäß starl 
a Anspruch nehmen wird. Eine Geldangelegenheit anderer 
lirt, nämlich die mit dem AUswanderer-Skandal ver—⸗ 
nüpfte, ist in der parlamentarischen Ausschußberatung für den 
eiklen Punkt der Bestechung von Abgeordneten bisher nicht 
eklärt worden. Auch die Mißwirtschaft in der tschechischen 
zerwaltung Prags harrt noch der vollständigen Aufdeckung. 
Indessen genügen schon die bisher bekannt gewordenen Tatsachen, 
m von schechischen Selbstverwaltunaskünsten eine klare Vor- 
rellung zu geben. 
So turmhoch bei uns jede Art von Verwaltung über 
er Mißwirtschaft in Prag und in Galizien erhaben ist, so 
ehrt doch der neue Krupp⸗Prozeß, daß auch unsere Ver⸗ 
valtung nicht frei von dunkeln Flecken ist. Hier wird, ohne 
rücksicht auf die sonstigen Verdienste der Weltfirma, künftigen 
Nißbräuchen mit starker Faust vorgebeugt werden müssen. In 
velchen Maße aber der gegenwärtigen Regierung diese Faust 
ehlt, veranschaulicht drastisch die Lösung der braunschweigi— 
chen Angelegenheit. Auch die Veröffentlichung des An⸗ 
rages den Preußen dazu im Bundesrat gestellt hat, und die 
ustinemige Annahme dieses Antrages im Bundesrate selbst 
znnen zu keiner anderen Beurteilung führen. Es bleibt dabei, 
aß sich in der welfischen Frage wegen der Vermählung der 
Irinzessin Viktoria Luise zwar die Sachlage geändert hat, daß 
ber die Rechtslage keine grundsätzliche Veränderung erfuhr, 
eil Herzog Ernst August einen siaatsrechtlich-bindenden Ver— 
cht auf seine hannoverschen Ansprüche nicht geleistet hat. Das 
usbleiben eines solchen Verzichtes wird von einem sehr großen 
seil der Presse aller bürgerlichen, nichtklerikalen Parteien nach 
ie vor mit ernster Sorge beurteilt. Die führenden Zentrums— 
cgane dagegen freuen sich baß des unverhofften Triumphes 
Bindthorstscher Politik und sehen ihm das Jesuitengesetz 
mdie gleiche Versenkung nachfolgen, in der man die Bismard- 
zülowsche Welfenpolitik begraben hat. Das Ergebnis des zweiten 
Bahlganges in Baden hat, von einer einzigen Ausnahme ab-⸗ 
esehen, mit dem Siege der Großblodkandidaten geendet. Aeußer⸗ 
ch betrachtet, ijst für die Parteien des Großblocks eine auf zwel 
lugen gestellte Mehrheit zustande gekommien. Da jedoch zu 
ieser Großblockmehrheit drei Nationalliberale gehören, die Gegner 
es Großblocks sind, darf von einer Wiederherstellung der Groß 
locknrehrheit der Sache nach nicht gesprochen werden. Für die 
zraxis der badischen Kammerverhandlungen wird unter solchen 
Imständen die jeweilige Besetzung der Kammer von politischer 
zedeutung werden können. Auf dem Gebiet der eigentlichen 
zroßblonolitie hirden *—ortan d'e nationot: heralen Gegner des 
—— 
Froßblods zahlenmäßig das zZüngiein an der Wage. Der Gegen⸗ 
atz zwischen Krankenkassen und Aerzten hat nunmehr 
ur den größten Teil Deutschlands zur Kriegserklärung der 
Aerzte geführt. Die in Berlin erzielte Einigung, die sich zwar 
ruch nicht auf alle Beteiligten erstreckt, zeigt hoffentlich den 
Weg, auf denm für das gesamte Reich der Zugang zunt Frieden 
efunden werden kann. Nach mancherlei Irrungen steht die 
ayerische Königsfrage vor ihrer endgültigen Erledi⸗ 
rung. Die Zweite Kammer has bereits der Regierungsvorlage 
ugestimmt, die dem Landtage die Mitwirkung für den Fall 
er Beendigung einer Regentschaft verbürgt, den Regenten aber 
rotzdem aus eigener« Recht die Krone in Anspruch nehmen 
afft. Es wäre wünschenswert, wenn das bayerifche Beispiel 
n allen Bundesstaaten nachgeahmt würde, deren Verfassungen 
eine Handhabe zur Umwandelung einer dauernden Regentschaft 
n das Konigtum ꝛc. enthalten. Namentlich für Preußen sollte 
ese verfassungsrechtliche Möglichkeit geschaffen werden. da der 
— nPt. 
Neueste Nachrichten und Telegramme 
der . A.i uud Z.. 
herzog Ernst August von Braunschweig. 
W. Braunschweig, 1. Noo. Die amtlichen Braun⸗ 
hweigischen Anzeigen veröffentlichen das folgende Patent 
»es Herzogs Ernst August zu Braunschweig⸗Lüneburg: 
Wir Ernst August, von Gottes Gnaden Herzog ꝛu Braun⸗ 
hweig und Lüneburg, Königlicher Prinz von Großbritannien 
ind Irland, tun hiermit bund und zu wissen: Nachdem die Hin⸗ 
ernisse. welche seit dem Ableben des hochseligen Herzogs Wil-⸗ 
elm der Ausstbung der Regierung des Herzogtums seitens 
er Berechtigten aus dem fürstlichen Gesamthause Braunschweig⸗ 
rüneburg entgegenstanden, durch Gottes gnädige Fügung be— 
eitigt sind. haben Wir die Uns durch den hochherzigen Ver—⸗ 
icht Unseres innigstgeliebten darchlauchtigsten Vaters, des 
derzogs Ernst August. Königlichen Hoheit, angefallene Regierung 
es Herzogtums mit dem heutigen Tage angetreten. Es drängt 
lns zunächst, dem Gefühle tiefer Dankbarkeit Ausdruck zu 
eben gegenũber dem hochseligen Prinzen Albrecht von Preußen, 
zöniglichen Hoheit, und Seiner Hoheit dem Herzog Johann 
Ilbrecht zu Meclenburg, Erlauchten Regenten des Herzogtunis, 
ie getreu ihrer Zusage beim Antritt ihrer Regentschaft das 
Vohl des Herzoglichen Landes stetig und kräftig gefördert 
ind Uns die Uebernahme Unserer hohen und schweren Pflichten 
n allen Wegen erleichtert haben. Wir versichern sodann 
ei unserem Fürstlichen Worte, daß Wir die Län— 
voöerperfassung und alle ihre Bestimmungen be— 
— 
Lnederstäten eine Theslogie gepflegt wird, die entschlossen und 
ähig ift, das alte unverkürzte Evangelium der Reformation 
nitten in die Fragen und Bedürfnisse der Gegenwart hineinzu— 
— 
Theologen den Eintritt in das akademische Lehramt ermög⸗ 
ichen. Die Garantien dafür, daß die Stipendiaten „ihr Leben 
ang im Geiste Luthers lehren wollen“, sollen durch eine zweite 
ßründung, ein Institutum Lutheranum, geschaffen 
derden, an dem die Stipendiaten mitzuarbeiten hätten. — Der 
dirchenrat der Mariengenreinde in Halle a. S. beschloß, die 
— 
ändigste Sammlung von Handschriften Luthers und seiner Mit— 
eformatoren ist, sowie Luthers einzige Originaltotenmaske ent⸗ 
ält, zu verkaufen. Obwohl aus Amerika für einzelne Stücke der 
zibliothek Angebote von mehreren Hunderttausend Mark in 
lussicht stehen, soll die Bibliothek als Ganzes zusammengehalten 
md zunächst der Stadt Halle angeboten werden. 
Einen Wettbewerb um den Großen Staaispreis auf dem 
ßebiete der Malerei schreibt für das Jahr 1914 die 
tal. Akademie der Künste in Berlin aus. Die 
Bahl des Gegenstandes für den Wettbewerb ist frei. Konkur— 
enzfähig sind außer fertigen oder annähernd fertigen Gemälden 
nuch Kartons, Skizzen und Entwurfe. Als spätester Einliefe— 
ungstermin gilt bei der Akademie der Künste zu Berlin W. 8, 
darifer Platz 4, der 15. April 1914, mittags 12 Uhr, bei den 
brigen Atademien sowie dem Staedeschen Kunstinstitut der 
. April 1914. Der Preis besteht in einem Stipendium von 
000 Muzu einer einjährigen Studienreise nebst 300 MRe'se— 
ostenentschädigung und ist zahlbar in zwei halbjährlichen Raten 
nit je 1650 M, die erste beim Antritt der Studienreise, die 
weite nach Erstattung des Reiseberichts und nach Ersüliung der 
s5tudiennachweise. Das Stipendium steht nach Zuerkennung des 
Breises zur Verfüaung. 
Ernst Zahn hat einen neuen Roman vollendet, der unter dem 
Titel „der Apotheker von Klein-Weltwil“ dem— 
ächst bei der Deutschen Verlazs-Austalt in Stuttgart erscheinen 
vird. Der große Kreis der Freunde und Verehrer des Dichters 
rird diese Nachricht gewiß mit Freude bearüßen 
Nichtamtlicher Teil. 
Politische Wochenschau. 
Die Kammerwahlen in Italien haben die alte Er— 
ahrung bestätigt, daß das italienische Ministerium sicher sein 
ann, eine Mehrheit von ministeriellen Abgeordneten aus der 
Irne hervorgehen zu sehen. Auch eine andere Erfahrung ist 
vurch die lebßte Wahl bestätigt worden: die Teilnahmlostgkeit 
zroßer Wählerkreise im Punkte der Ausubung des Wahlrechts. 
rür die praktischen Bedingungen der Wahlen war diese Teil⸗ 
ahmlosigkeit sert jeher von großer Bedeutung. und die Er— 
veiterung des Wahlrechts, die nach der Wahlreform von 1882 
rit kürzlich stattgefunden hat, vermochte hieran nur wenig zu 
indern, obwohl die Wahlhandlung auf einen Sonntag gelegt 
par. In letzterer Beziehung spricht das Ergebnis der ibaleni⸗ 
chen Wahlen nicht für die Sonntagswahl, die von radikaler 
Seite auch bei uns gefordert wird. 
Darf also mit der Fortdauer des Ministeriums Giolitti 
gerechnet werden, so hat in Spanien das liberale Ka— 
dinett Romanones dem konservativen Ministerium Dato den 
Platz mumen müssen. Die Regierungskrisis in Madrid ist so 
tasch auf den Besuch des Präsidenten Poincaré und in so un⸗ 
nittelbarem Anschluß an eine programmatische Regierungser—⸗ 
läruna ũber die spanisch-französischen Wirtschaftsbeziehungen 
zefolgt, daß es den Anschein hatte, als ob die franzofen— 
reundüche Haltung des Kabinetts Romanones seiner Lebensdauer 
verhängnisvoll gewesen wäre. In Wirklichkeit aber haben 
Gründe der inneren Politik den Ministerwechsel herbeigeführt, 
der in keiner Weise zu der Annahme berechtigt, daß Spanien 
nmin aufhören wolle, im politischen Fahrwasser Frankreichs zu 
egeln. Grenznachbarschaft und Finanzbedürfnisse halten viel⸗ 
nehr Spanien nach wie vor an der Seite Frankreichs fest. 
Auf dem Gebiet der Finanzen hat Frankreich freilich zur⸗ 
eit nicht geringe eigene Sorgen. Es muß wegen seiner Heeres⸗ 
Astung gleich Deutschland ein Milliardenopfer bringen, scheint 
edoch für dessen Aufbringung den alten Weg der Anleihe gehen 
n wollen. Hierzu bommen die finanziellen Ansprüche der 
ßalkanstaaten, unter denen Serbien den französischen Wun— 
chen sich weniger gefügig zeigt, als die gemachte Serbenfreund⸗ 
ichleit der Pariser Prefse vermuten ließ. Die Absicht Frankreichs, 
ie Gewährung einer Anleihe an Serbien davon abhängig 
u machen, daß Serbien einen bestimmten Teil der türkischen 
Staatsschuvx harn4 Ran WMessigrhenmerfen. die 
— ö— 
Theater, Kunsit und Wisenschaft. 
Von der Parifer Großen Oper. Direktor Messager ist 
lötzlich zurüdgetreten und an seiner Stelle ist vom französischen 
Ministerrat der frühere Direktor des Théütre des arts, Rousch é6, 
ein steinreicher Mann und früherer Parfümfabrikant, 
um Direktor der Oper ernannt. Er erklärte den Journalisten, 
die ihn zu seiner Ernennung beglückwünschten, sein Haupt;weck 
ei der, am Wie dererstarken der französischen Künst 
u arbeiten Frankreich sei überschpemmt mit Münchener 
Zunst, die nach Frankreich verfälscht und verunstaltet 
omme. Frankreich müsse bestrebt sein, seiner Kunst Ruhm 
ind Prestige wiederzugeben, und die Oper französischer Musik, 
ranzösischen Sängern und franzssischen Dekorationen einzu— 
räumen. Das sei Frankreichs wesentlichstes Ziel. Er habe es 
vorgezogen, allein Direktor zu werden, weil die Oper eine 
absolute Einheit in der Führung erfordere. Er erllätte, daß er 
ein definitives Programm für die nächste Zeit selbstverständlich 
noch nicht festgesetzt habe. Zuerst soll die Akustik des ge— 
—Ab Logen auf der 
Szene fallen fort. Herr Rouchsé sprach seine Vorliebe aus 
ür die Opern „Acis“‘ und „Galathée“ sowie „Theseus“ von 
Lulli, „Castor und Pollux“ und die „Galanten Indier“ von 
Rameau, „Helena und Paris“ von Gluck, die „Gnade des 
Titus“ und andere Tanzmotive von Mozart. Rouché hat 
1. q. auch im Théatre des arts Frank Moederinds Frünh 
rwachen“ aufgeführt. 
Ur⸗ und Erstaufführungen. „Coeur Aß“, eine Oper 
von Eduard Kuenneke, hatte bei der Uraufführung im Dresdner 
pernhaus sehr freundlichen Empfang Tie Münch ner Kam— 
nerspiele brachien Freitag abend die deutsche Uraufführung von 
Halswortys „Just i zu heraus. Die vier nicht ganz gleich⸗ 
vertigen Alte mit stark aktuellen Wirkungen fanden den Beifall 
es ausverkauften Hauses. — Julius Bittners neue Oper 
„Der Abenteurer“ hatte bei der Uraufstunrung am Opern— 
‚ause in Köln dank seiner musikalischen Vorzüge Erfolg. — 
zenri Nathansens neues Lustspiel „Die Affäne“ erzielt auf 
er Residenz-Vühne in Wien nur einen teilweisen Erfolg. Der 
erste Akt wirkte amüsant, während der beiden folgenden Akte 
iber erlahmte die Teilnahme. — Bei der gleichzeitigen Auf— 
ührung am Stadttheater in Osnabrüd hatte das Lustsoiel 
inen Erfolg. 
Heilerfolge des Mesothoriumns. Der Geh. Medizinalrat 
zrof. Veit von der Unioversitätsfrauenklinik in Halle hielt 
onnerstag einen Vortrag über die Behandlung mit 
dadium, Mesothorium und Röntgenstrahlen. Er 
klärte, daß die hohen Preise in keinem Verhältnis zu den Her⸗ 
ellungskosten ständen, sondern auf kaufmännische Mandver 
trüczusführen seien. Ueber das gegenwärtige Stadium in der 
trebsbehandlung sei noch kein abschließendes Urteit 
bzugeben, da noch keine genügende Anzahl von 
Rauerheilungen vorliegt, aber es sei sicher, daß auch 
1ungünstigen Fällen durch radioaktive Substanzen eine Besse— 
ing in der Krebsbehandlung zu erzielen sei. Bei 22 Patienten, 
ie er gegenwärtig in Behandlung habe, sei nur in einem 
rkalle keine Besserung erzielt worden. 
2000 Milligramm Nadium. Das Radioaktivoxyd- Instituf 
1 London hat 2000 Milligramm Radium angebauft, 
as ist die gesamte Produltion der beiden Patiser Laboratorien, 
ie unter der Aufsicht von Madame Curie stehen. Der Preis 
»ar 1200 000 M. Das Institut wird das Radium jedem 
zospital kosten los leihweise zur Versugung stellen. 
Die werivolle germanistische Bibiothek Erich Schmidis, für 
ie die Gefahr bestand, dak sie nach Amerika verkauft werden 
oIllte, it Deutschland erhalten geblieben. Rudolf 
Rosse hat die Bibliothek für sich erworben und gedenkt, sie in 
einem Hause am Leipziger Plakß in Berlin der Gelehrtenmelt 
ugänglich zu machen. 
Eine grotze deutsche Kunftgewerbe⸗Ausstellunng findet im 
september und Oktober 1914 in Königsberg statt, wofür der 
Nagistrat 10000 M Zuschuß beantragt. Alle namhaften 
tunstgewerbler Deutschlands und Oesterreichs sind zur Teil— 
ahme aufgefordert worden. 
Lutherdank. Auf der Allgemeinen Evangelisch-Lutherischen 
Zonferenz gab der Vorsitzende, Prof. D. Ihmels, bekannt, 
ahß für das Jubiläumsjahr 1917 eine Stiftung geplazit sei, 
senannt Lutherdank. die dazu beitragen soll. „dak an den
	        
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