Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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— 356 
Ausgabe 4. 
Cagesberi 
gesbericht. 
s Lübeck, 3 
Der Burgeraesschu ade Oktober. 
—8 der Erledigung der —— gestrigen Sitzung 
7 pepen den weeen Veeen Zuue ¶ ug en 
——— erstellung eines Schwein * ewilligung 
arlshof, Bewilli estalles usw. auf 
—— Vnehin npeh m ar die 
— von 2700 Mizur hen Stadtaute Albsfelde 
Bud shlammsaugers mit Zubehör. 8 ng eines Wegnerschen 
* cinestellten 18 000 M 5* —— in das 
aeie berichtet) fur die Einrichtuna 
be— derr Chaß eines duͤtten R ektrischen Beiriebes 
ube adh Verwaltung dlier Einkommenst achtrages zum Gesetz 
— *8 Travemundes usw 34 r entlvrechend der 
—** d Von an die — n 
B itu, ¶ und einheitliche Reoelung es ehrers 
— stallers der Gefa s der iee und 
23 eee die 8 der Schutzleute und 
* — * —E—— —* — erteilt. 
e betr. Bewilligun vohlen wurden die 
—8 3 3 den — * ad —— 
s des Dompfe „ ssilr die Erneue⸗ 
von 15600 Mifüur di rs „Attendorn“ und Bewilli 
der Holzlagerplätz je Errichtuns einer Brant ewmoen 
e am Konsti ndmauer unter harb 
— des zy die Kommijsion zur 
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—2 — *— Johs. Evers ——* 3 ot de Serren 
: ein und J Schlomer. 
r ane der Drer in die Kommission 
“— A— der — 8 der Stellen 
eold in die Klasse 4 
— 5— oldungsetats die Herre asse A X 
78 .jur. Me ß n Wandke, Böbs 
Soff: sowi deyer und Guwi öbs, Hein⸗ 
e ei die Kommission n nner: Klein und 
Eisemahn vie zweigleisigen Ausbau orprüfung der Senats⸗ 
⁊ die Herren Boi der Luũbeck⸗Travemü 
Tr. Ihde und Lau oie. Iwan Meyer uͤnder 
den si eben Ersatzmänner: Wa Dr. jur. Meyer. 
en hegen die Wahlernsten sZudte und alein Von 
iswahren erhobenen Einsprü r die bevorste 
Antrãgen der rhobenen Einsprüchen wu stehen den 
mission drei t — dieser Einsprũche — 
Die 3 und vi tzten Kom⸗ 
i Srmna ————— als unberechtigt erklärt. 
ie gestrige Sitzung. en enthält das Prototoll 
x 
Serr * ee Hochzeit feiern heute d 
——— — — —— 
ahre Beide erfreuen sich d e e sau. 
beli euen sich des be arin im 68. Lebens⸗ 
— geachteten e Behens Dem agnea 
F icher an Aufmerksamkeiten e an seinem heutigen 
de Waeee reeh in oe 
nden i 
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far das Unternehn gleich die Gewerk tigen Tage aicht i 
— ehmen geo rke bereits Hu tn 
— —— — 
undenen Verfab em Ingenieu erei nach einem 
erheblich binii ren. nach welchem si r. Kayser in Nurnb 
— — ihie ennngen 
ͤberiragen Herstellung de nach allen bisher 3 
extragen, der r Fabrilk Aaanten 
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7 oßß der Zeii isaeen nd herstellen ebe 83 
Aeferung etahh ee Fiser Fabest la 
oer gargen in ung der Maschin eiten wegen d 
über ihre T nlage, ihrer Inbetrieb en Aber die Fettiglielt 5 
nehrer erhete Vo —— 
ifbetri die Au eßlich auch 
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worden in Ie7 die letzie aber n ußen vegahlt w 
. o st werden 
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zustecen — weitere Mittel ugung. daß es ein⸗ —— 
es wu in das U en Wert 
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wensfaͤhig und eines bewaͤhrten S das üniernehme 
gewinnbringend S —— en 
A wrre —— eine ———— gesialten. Am Senec 
er z der zunächst ũber Fere statt, in — 
a e eeeee lant e e Beratungen mitteilt er 
—— ahren als unbr i daß das Kayserfd e, daß 
der Fabrik na hrauchbar anzuseh psersche Salz⸗ 
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Sodann werd getfragen. es d der Verwaltungs gebo: 
De ee ene Vr areen Igt hahe 
Der die enti den rie 
Vorschlage ngerot evrieriogpon Blodsalz duf —A — 
erdne ieng nde ee e Gelegenheit —88 zunehmen. 
—— enfo wie da en. Die Gewerkfs zu diesem 
rbe s, Kaysersche chaft habe ei 
——— zut Herstel Verfahren 31 
39 Rohsalzwũ tellung keinerlei ——n 
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ger seien u rwandt würden. yxo solche Waurf adeg 
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5 egt n sebr gewinnv werden Dnne apaln 
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—88 ee geßes dae igg hunoen ordern. 
i bereit e verden s ahlene Gaegoenein der 
strom konnten. Di ohne qgr 
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ür di empfe icheR ig nei weil di 
mit die ge beeieehe — nnnt 
habe. gcy Fobritat recht ustischem Soda § der AÄnlagen 
schaffung e Swe befriebigende G g „die Fabrifk 
nen aeten egen a ae Menget 
ds. Is zu der d de ichen Kapitals edVor 
gewesen zu sein er Verwaltu ng der Bilanz v 35 Dieser 
mü sein, zu i J ngsrat vom 30. S 
pusertz di e Sinung uee nicht in r 
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aer Gedert ere onlage vbei enn die mit, 269 8 er 
Genehmigun exte vollkommen n elawae sei A— 
ene der Bilanz irgend iog Se 8 nach Ansicht 
sche ndessen durch di 
gung —X nicht anerkannt wi Forderun die 
so dann anz keinerlei Bed rden, ständ gen gegen die 
genehmigt. edenken ent e, ber G 
ra iat. E n entgegen. Genehmi⸗ 
n e ezae ee 
pon uwa tumgsrat A des nn Be⸗ 
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e ege — — 
Versuche mit den Kays en Guta hten 
z zu machen. Da yserschen Appara! es 
agegen wandte d eghen noch 
er Vertretet 
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Honnerstag, den 30. Oktober 1913. 
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40) s 
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Morgen⸗Blatt Nr. 550. 
er. n—.. . LCevy⸗Hamoutg ean, 20 vooch 
dast unwirtschafteich sein wurde, lediglich auf Grund eines 
etens die nahezu fertiggeftelite Fabrikationsanlage wieder 
ermüchien, zu worien. Kayser bestreite, seine Zusiche-ungen, 
eae de deren die Gewerkschaft Martashall ns Leben g8 
en boden sen nichtl gehalten zu haben. Ürsprünglich seien diese 
vei Hamburger Herren gegeben worden, die mit hm wegen der 
icheeee Ehhfie deter in Bamburg in Verbindung getreten 
ien. Nach den diesen Herren gemachten Angeboten sei ohne 
ein Zusun die Gewerlschaft in Lübeck gegründet worden. Ware 
en Fabrifcalage sofori nach Kahsers Wunschen angelegt wor— 
en dare sie sicher zu gifeitiget Zuftiedenheit gusgefallen. 
z8werde nun behauptet, daß Kaysermit zwei Siedeapparaten 
In e vren Elementen eine Jahresproduktion von 8000 Tonuen 
Aedesalz zugesschert habe. GWiderspruch) Erforderlich seien 
uͤr eine solche Johresproduktion, wie auch im Gründungsprosyoekt 
uͤsgeführt werde, die dopyelte Anzahl von Apparalean. Da 
ie Hierfur denbligien Mittel aber, nicht zur Verfügung ge 
anden hätten, habe man sich mit einer kleineren, unvoasllkomme⸗ 
eren Ansage begnügt, und daher das unbefriedigende Er gebnis. 
Rem vom Verwaltungsrat beschafften absprechen den Gulachten 
bune Kanser ein anderes, seine, Apparate lobendes gegenüber— 
ie. Gahdser müsie daher auf die Einholung zines Obergut— 
dichs Anes Professors einer technischen, Sochschule bestehen. 
ach Eingang desselben sei er berxeit, die Anlage fertigzustellen 
nd in Betrieb zu setzen. Der Verwaltungsrat erklärte dem—⸗ 
egenüber dieses Verlangen und Anerbieten auf SGrund des Ver— 
altens Kayfers rundweg ablehnen zu müssen. In der Gewerte⸗ 
eiune ont 24 Jusi vb. J. habe Kayser, zu Hroatoktoll 
lart unmehr das Wertk unverzüglich in Betrieb letzen zu 
bollen⸗Stait dessen sei er sofort nach Nürnberg abgereist 
ud habe sich trotz wiederholter Erinnerung an sein Ver prechen 
nd RAufforderung, dasselbe zu erfüllen, uUm nichts gekũummesrt. 
Zer Berwgltnngsrat habe daher, am 20. Aug. d. .J. ein 
misgerichtliches Verfahren zur Sicherung, des Beweises ein⸗ 
eleitet. an dem sich zu beteiligen, Kayser abgelehnt habe. 
zie Aufwendung der Kosten für ein Obergutachten lehne der 
zerwaltungsrat ab, weil s. E. die Rundschreiben Lanmers an 
ie Gewerke ergeben. daß Kanfer sachlich nicht mehr ernit zu 
Hhmen sete Dazu komme, daß das vom Verwaltungsrat be— 
haffie Sutachten von einem sachverständigen Ingenieur als 
ntreffend bezeichnet worden sei, und der Nahrungsmittelchemker 
Ir. Behn hierfelbst auf Grund der Untersuchung bes in der 
Janserschen Apparaten gewonnenen Salzes erklaͤrt habe, daß 
ie Apparate ein geruchloses, reines und handelsfähiges Salz 
icht erzeugen könnten. Demgegenüber erklãrte Rech? saumalt 
dr Levy-Hamburg. daß Kayser war im Juli nicht richtig 
Lhandelt kabe, spater aber die, Fertigstellung der Antoge ab⸗ 
elehnt habe, weil ihm vom Verwaliungsrat einerfeits mit— 
leilt worden dei daß die Gewertschaft wegen Irttums und 
b shung weitete Zahlungen gn ihn verweigere. Er sei, aber 
ei Erfüllung dieser Verpflichtungen seitens der Gewerktichaft 
uier weitgehendsten Garantien bereit, das Werk zu vallenden. 
Zre med. Ehroͤder-Hamburg empfahl demgegenüber, die Ge— 
berkschafi wolle hierguf nicht eingehen, nachdem Profesor Dr. 
Jahnelke in der Chemitker⸗Zta. erklärt habe, daß Kaysers Appacate 
achmännische Beachtung nicht verdienten. Trotzgem waren die 
ewerie unachst der Meinung. Ingenieur Kanfer dech noch 
Imal Gelegeuheit geben zu sollen, die Fabrik Zetriebsfertis 
erzustellsen und es wurde ein Versuch gemacht, Pflichten und 
kechte beider Parteien festzulegen. Das gelang aber nicht. da 
nan lich noch stundenlangem Verhandeln schließlich der Er⸗ 
ennitnis nicht verschließen konnte, daß es unmöglich sei, die 
uͤritische Tragweite des formulierten Abkommens ohne weite tes 
ibersehen zu können und ferner es der Gewerkschaft aAn allen 
mittein fehle. Kayser die Fertigstellung und Inbetriebsetzung 
er Fabrik zu ermöglichen. Das einzigste was geschehen könne, 
ei, dab Kaysez und der Fabrik Göhrig E Leusch jür eine be— 
timmte Zeit die Fabrik zur Fertigstellung auf ihre Kolten zur 
Herfügung gestellt werde. Dem stimmte die Versammlung zu. 
Sodagn begebrie der Verwaltungsrat von der Versammlung 
cntlgitung für seine Geschäftsführung seit April d. J. Die 
ZJersammsunqg war dazu anfänglich nicht recht geneigt, erteilte 
ber doch die Entlastung, weil andernfalls die Mitglieder des 
erwallungsrates sofort, ihre Vemter niedergelegt hätten. 
chließlich wurde noch ein Ueberein kommen über die Beschaffung 
er Mittei zur Dedung der weiteren Verwaltungskosten ge⸗ 
roffen, und beschlossen, die am gestrigen Tage fällige Zahlung 
oer Zubußen bis zum 17. Nov. d. J. zu verlängern, sowie 
die Versammlung auf den 10. Nov. zu vertagen. 
DWieder eine Anerkennumng der Dräger⸗Komftruktionen. 
In der Ausstellung, die mit dem Internationalen medizinischen 
zongreß in London verbunden war, wurden die medizinischen 
Appatate des Drägerwerkes mit der „Goldenen Me— 
»aille“ ausgezeichnet. Das Werk hatte seine in der chirur— 
ischen Praxis weitverbreiteten und vortrefflich bewährten 
darkose⸗Apparate nach Prof. Dr. Roth-Dräger und Prof. 
rönig⸗Dräger ausgestellt, außerdem Sauerstoff-Inhalations- 
lpparate, Medikamenten-Vernebler und Atmunagsmaschinen 
yn der Auszeichnung liegt gleichzeitig eine Anerkennung der 
mermüdlichen und erfolgreichen Tätigkeit des Herrn Prof. 
Dr. Roth für die Vervollkommnung der Chloroform-Narkose. 
Schöffengericht. Sitzung vom 28. Oklt. Gegen 
3361 Nr. 10 des Str.⸗G.⸗B. hat der Arbeiter Emil We. 
erstohen dadurch, daß er trotz Aufforderung der Behörde und 
rotzdem er dazu in der Lage war, nicht für seine Familie 
orgte. Er erhält 3 Wochen Haft. — Wegen Betruges 
ind der Reisende Ernst R. und dessen Ehefrau angeklagt. 
zie mieteten im September d. J. von dem Zimmermeister 
ze. eine Wohnung und erklärten, sie wären im Besitz einer 
Tusrüstung für eine Dreizimmerwohnung. Als die erste fällige 
Miete nicht gezahlt wurde, stellte sich heraus, daß nur die not— 
bendigste, kaum für zwei Zimmer reichende Einrichtung vor— 
anden war. Der Ehemann R. hat die Verhandlungen geführt. 
cr wird zu 60 Meev. 12 Tagen Gefängnis verurteilt. Die 
xrau wurde freigesprochen. — Des Betruges hat sich auch 
ie Ehefrau Ida B. schuldig gemacht, indem sie durch un⸗ 
bahre Angaben über den Arbeitsverdienst ihres Ehemannes 
»en Kaufmann Br. zum Kreditgeben bewog und ihn 
im 10,74 Muschädigte. Sie wird zu 20 M 
vent. 4 Tagen Gefängnis verurteilt. — Des 
diebstahls hat der Arbeiter Albert Kr. sich schuldig 
gemacht. Während er im letzten Sommer bei dem Schlachter⸗ 
meister A. in Sattap arbeitete, hat er diesem 11 Säcke weg⸗ 
jenommen. Urteil: 2 Wochen Gefängnis. — Des Dieb⸗— 
tahls soll der Uhrmacher B. fich schuldig gemacht' haben. 
kr soll in seiner Küche an die dort befindliche Gasleitung 
eine Vorrichtung angebracht haben, durch die er der Leitung 
vas zu Leucht-⸗ und Kochzweden entnehmen konnte, ohne daß 
ieses Gas durch den Easmesser ging. Der Angeklagte wird 
reigesprochen. — Der fahrkäfsigen Transportger 
zäbrdung hat der Kutscher Wilhelm O. sich schuldig gemacht. 
Am 21. Sept. ließ er das seiner Führung anvertraute Fuhr⸗ 
werk ohne Aufsicht und vhne das Pferd gehörig abzusträngen, 
auf dem Hofe der Hansameierei stehen. Die Folge war, daß 
das Pferd mit dem Wagen vom Hofe hinunterlief und das 
S 
Fuhrwert mit cinem gerade vorüberfahrenden,. Siraßenbahn⸗ 
pagen zusammenstieß. An letzterem wurde der Vorderperron 
bark verbeult und ine Laterne zertrümmert. Das Pferd stürzte 
ind wurde leicht verletzt. Der Angeklagte wird zu 15 Meev. 
3 Tagen Gefängnis verurteilt. — Wegen gemeinschaft— 
ichen Hausfriedensbruchs bezw. auch Körperverletzung 
ind Sañbeschädigung sind die Arbeiter Bernhard Str. Paul 
D. und Ro. angeklogt. Am 30. Aug. verweilten die Ange— 
lagten in dem Gastzimmer des Wirts Her hier. Sie betrugen 
ich ungebührlich und wurden deshalb wiederholt von He. zum 
zerlassen des Lokals aufaefordert. Dieser Aufforderung kamen 
je nicht nach, nahmen vielmehr eine drohende Haltung gegen 
ze. ein und Str. versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht. 
cchlieblich wurden alle drei hinausgebracht und dabei soll Str. 
och eine Fensterscheibe zertrümmert haben. Wegen Sachbe⸗ 
chädigung wird Str. freigesprochen. Im ubrigen werden verur⸗ 
eilt: Str. zu 10 Tagen Gefängnis, D. und Ro. 
u je 15Geldstrafe ev. 5 Tagen Gefängnis. — Der S a ch⸗ 
eschädigung hat der Zigarrenarbeiter Balduin K. aus 
dresden, der sehr oft vorbestraft ist, sich schuldig gemacht. Er 
qufte sich am 19. Okt. bei der Witwe R. für 10 Pfg. Käse. 
Us er ein Stück Käse hatte, paßte ihm das nicht und er wünschte 
un statt Käse Butter zu haben. Als ihm das verweigert wurde, 
eriet er so in Wut, daß er eine auf dem Ladentische stehende 
Marmorplatte zertrümmerte. Urteil: 1 Monat Gefängnis. — 
der Körperverletzung hat der Abrbeiter Friedrich Sch. 
ich schuldig gemacht, indem er nach einem unbedeutenden 
Worlwechsel auf öffentlicher Straße den Hausdiener P. derart 
nit einem Stodde über den Kopf schlug, daß P. dem Kranken⸗ 
hause zugeführt werden mußte, weil er eine leichte Gehirnerschüt⸗ 
erung davongetragen hatte. Er wird zu 6 Wochen Gefängnis 
Jerurteilt. 
b. Staditheater. Aus der Theaterkanzlei schreibt man uns 
die aberaus dbeifallige Äufnahme des Sgmlet“, veranlaßt. die 
ekt satnt ber uürsprünglich am, Freitag, angesetzten Vor— 
seltung Die deuischen Kleinstädter eine Wiederholung des 
Samtet“ u bringen. Diese Vorstellung wird durch einen 
Astlärenden kurzen Vortrag des Herrn Dr. Leverkühn einge— 
eitet werden. 
b. „Cines“⸗æHansatheater, Lübed. Aus derx Direlttons⸗ 
kanzlei wird uns berichtet: Der grandiofe Kunstfiem 
Kseoratra, die Serrin des Niss tann troz des 
Irohen Interesses, den er, wie in allen Städten, auch in Lübe4 
jefunden hat. nicht weiter prolongiert werden, und findet in⸗ 
Figedefsen heuie Donnerstage den 30. Okt. abends 852 Ahr 
sie leßte Aufführung dieses Meisterwerkes der Filmkunst statt. 
Jür morgen. Freitag, hat die Direktion neue Ueberraschangen 
n Vorbereitung. 
p. Besprechungsabend der Rechtsauslunftjtelle. Die üffenz 
liche Recht⸗ausunfistelle giht alliährlich in eingehenden Drud 
erichlen Rechenschaft über, ihre Tätigkeit und, ihre Erfahrungen. 
diese Berichte lonnen ober nicht die Aussprache mit, der 
reisen erseßen. die an den Arbeiten der Rechtsauskunftstetle 
ein hefonderes Interesse nehmen und mit denen die Rechtszaus⸗ 
runftstelle auf den verschiedenen Gebieten der Rechts— und Wohl⸗ 
ahrtspflege zusammen arbeitet. Um Gelegenheit zu decartigen 
Besprechungen zu geben, hat der Vorstand des Vereins „Oeifent⸗ 
iche Recht gusuntistelle“ versuchsweise auf heute, Donnerstag, 
ibends 8 Uhr im Bildersaale der Gemeinnützigen Gesellichaft, 
Zonigstr. 5. einen Befprechungsabend angesetzt, für den zwei 
Themen aufgestelit sind, nämlich: 1. Die Bedeutung der ge 
neinnutzigen Rechtsauskunft für den Rechtsfrieden, schiedz und 
riedenstichterliche Tätigkeit der Rechtsauskunftstellen ouf, dem 
Hebiele des Mietrechts, des Gesinderechts und ꝰes senstigen 
ürgerlichen Rechts; Regelung des Einziehungswefens auf ge— 
neinnutiger Grundlage; Treuhänder-Institut für, Zeamte und 
ingestelite). 2.Der Kampf gegen die Schwindelfirmen: seine 
Bedeutung für Handel und Gewerbe und für den Rechtsfrieden. 
Die Besprechung der beiden Themen wird von, Heten Rat 
dr. Vin? durch urze Referate eingeleitet werden. Die Frceunde 
er Rechtsguefunfistelle sind bei dieser Veranstaltung auch ohne 
»esendere Tinladung willkommen. 
h. Lüuͤbecker Konservatorium der Musik. Unter Hinweis 
uf die heutige Annonce machen wir hekannt. daß Herr Jani 
Szagntor erster Konzertmeister, vom Verein der Musikfreunde. 
en Violin⸗Unterriczt. in der Ausbisdungsklasse hei uns an 
Stelle von Frl. Besserer übernommen hat. Weitere Am 
neldungen werden noch entgegengenommen. 
bh. Evangelischer Bund. Die alljährlich wiederkehrende 
ꝛuther⸗Gedächtnisfeier des Evangelischen Bundes soll in dielem 
vahre am 9Nov. in der St. Jakobi-Kirche stattfinden. Herr 
Pastor Tegtmeyer, hat, die Festrede übernommen; er gedenkt 
iber „Lurher als Erzieher“ zu sprechen. Musikvorträge werden 
in gewohnier Weise zur Ausschmüchunsg der Feier dienen. 
b. Stadtteil Travenründe. Der nächste Spreihtag 
des Amtsgerichts findet hier am 6. Nov. d. J., vorm. 
11 Uhr. in den Räumen der Behörde, Neustraße, itatt. 
Samsestãdte. 
Hamburg, 30. Okt. Todesfall. In Wiesbaden ver⸗ 
chied im Alter von nur 40 Jahren der hiesige Kaiserlich Russische 
Bizekonsu Adrian von Latschinoff, der hier mehr als 
echs Jahre amtierte. 
Hamburg, 30. Oktt. Das Prädikat als König— 
ich preußische Hoflieferanten ist, wie der Reichs— 
anzeiger meldet. den Inhabern der Firma Carl Hagenbeck, 
Zeinrich und Lorenz Hagenbed in Stellingen, verliehen worden. 
Großherzogtum Oldenburg und Fürstentum Lübed. 
Oldenburg. 30. Okt. Landtag. Vorlage 21 ent⸗ 
zärt eine Erweiterung der Sonntagsordnung. Danach soll der 
Reformationstag wieder als gesetzlicher Feiertag eingeführt und 
as Tanzen an den Vorabenden von Sonn⸗ und Festtagen in 
neiterem Umfange erlaubt sein, zum Beispiel bei Bällen von 
Bereinen und geschlossenen Gesellschaften, sowie Privatbällen. 
J)effentliche Tanzbelustigungen an den Sonnabenden sollen nur 
bei patriotischen Festen zugelassen werden. 
Eutin, 30. Ott. Die grobherzogliche Familie 
zerließ Mittwoch nachmittag nach der Frühstückstafel Eutin, 
im sich wieder nach Haus Lensahn zu begeben. Wie lange 
dort der Herbstaufenthalt währt, ist noch unbestimmt. 
QEustin, 30. Oktt. Einweihung des neuen Neab— 
schulgebandes. Dienstag fanden in der, Aulg des nen— 
erbguten Realschuigebäudes die Einweihungsfeierlichkeiten statt, 
vozu auher zahlreichen Angehörigen der Kinder guch der Grughb⸗ 
erzog mit Gefolge, ferner der Regierungspräsident., die Re— 
nerungsräie und Assessoren, der Bürgermeister und noch weitere 
höhere Persönsichkerten erschienen waren. Zunächst hielt Bur— 
zermeister Mahlstedt, eine Begrüßzungsansprache. Dann wirden 
pon den Kindern mehrere Lieder,u. a. „Heil dir, o Oldenburu“ 
esungen. Ferner wurden noch Reden gehalten, von dem Real 
baldirektor Hatrders und dem Gpmnasialdirektor Künnemann
	        
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