Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
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Amtsblatt der freien und hansestadt Lübed 
heiblatt: Gesetz· und Verordnungsblatt eä 
——— Söο 
163. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lanenburg, die 
— — Fürstentũmer Ratzeburg,. Lubed und das angren⸗ 
gen?, vom ungs· Jahre vefinder si 
— —— Jende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
hrud und Verlag: Gebrüder Borchers 8. m. b. S. in Lübed. — Geschäftsstelle Adreßyaus ¶Konigstr. 46). Fernspre cher 9000 u. 9001. F — 
Dienstag, den 21. Oktober 1913. Abend⸗Blatt UAr. 534. 
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vom Balkan. 
Serbien gibt nach. 
Die serbische Regierung hat sich entschlossen. die in den 
zsterreichischen Utimatum enthaltenen Forderungen zu erfüllen 
ind die serbischen Truppen aus den besetzt gehab 
enen albanischen Gebieten zurüczuziehen. Die 
serbische Regierung hat von diesem Entschluß dem österreichisch- 
ungarischen Geschäftsträger Herrn von Storck Mitteilung ge— 
macht, und zwar in dem Sinne, daß der Ministerrat be— 
ichlossen habe, die serbischen Truppen aus Albanien zurückzu- 
iehen. Das Armeekommando habe Anweisung erhalten, die 
diesbezuglichen Befehle den im Felde stehenden Truppen zu 
erteilen. In politischen Kreisen verlautet, daß dieser rasche 
Entschluß der serbischen Regierung auf ein Eingreifen 
Rußlands zurückzuführen sei, das in Belgrad zu Mäßi— 
zung geraten habe. In Wiener politischen Kreisen 
zält man infolge der Erfüllung des österreichischen Ultimarums 
durch die serbische Regierung den Zwischenfall augenblid, 
ich für erledigt. Man verhehlt sich jedoch nicht, daß die 
Affäre in wirtschaftlicher und politischer Beziehung nachhaltige 
Folgen für Oesterreich-Ungarn haben wird. 
Das Vorgehen Oesterreich⸗ Ungarns in der serbisch-albanischen 
Frenzfragc, ist also in Belgrad nicht ohne Eindrud geblieben. 
die serbischen Staatsmänner haben sich nicht der Täuschung 
jingegeben, daß sie es mit einem ijsoliert bleibenden Schritt 
»er habsburgischen Monarchie zu tun haben. Nach den in 
telgrad bereits abgegebenen Erklärungen steht außer Zweifel, 
daßk Oesterreich Ungarn bei Zurückweisung von Angriffen auf 
die Grenzen des selbständigen Abaniens die Unterstützung 
einer Dreibundgenofsen gefunden hätte. Aber auch 
von den anderen Großmächten würde keine zu einer eigen⸗ 
nächtigen Umstoßung der Londoner Beschlüfsfe durch die Serben 
hehilflich gewesen bsein. 
Ausngott 
WM 
3 J 
Erstes Blatt. Hierzu 2. Biatt. 
„ * 3 Z ;ꝝ; ;.;. 8W8W8m8_!CCC[CA 
Umfang der heutigen Nummer 6 Seiten. 
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nichtamtlicher Teil. 
* 
Churchills Feierjahr. 
Der englische Marineminister hat seine neueste Nottenrede 
mit einem Hinweise auf die Beunruhigung begonnen, die 
sich treuer liberaler Parteimitglieder wegen der erhöhten 
Flottenausgaben bemächtigt hätte. An diesen Hinweis knũupft 
Thurchill die Ankündigung, daß die höher als je gestiegenen 
Flottenausgaben auf Grund der Parlamentsbeschlüsse noch we— 
entlich steigen würden. Indem Churchill beide Momente zum 
Ausgangspunkt seiner ganzen Rede machte, verriet er ihren 
Hauptzwed. Letzterer dürfte nämlich nicht in der Herbeiführung 
eines deutsch-englischen oder eines internationalen Abkommens 
iber das berühmte „Weltfeierjahr“ im Schiffsbau, sondern 
in der Absicht bestehen, die durch finanzielle Besorgnisse ver— 
timmiten liberalen Anhänger mittels einer Darstellung zu be— 
ruhigen, die dem Auslande die Verantwortung für das Stei— 
gen der englischen Flottenausgaben zuschreibt. 
Sält man sich diefen durchsichtigen Zwed der letzten Flotten— 
rede Churchills vor Augen, dann wird man in Deutschland 
Churchills Scheingründe für die Möglichkeit eines Weltfeier— 
ahres im Schiffsbau so gelassen würdigen, wie es bei der 
Besserung der deutscheenglischen Beziehungen nützlich ist. Alle 
Helassenheit aber darf nicht von der Feststellung abhalten, 
daß Churchill in der Sache nicht nur nichts gesagt hat, was 
oie praktische Durchführbarkeit seines Weltfeierjahres bewiese, 
sondern im Gegenteil das Fehlen der diplomatischen 
Voraussetzungen für die Erzielung jenes Weltfeierjahres 
hell beleuchtete. Denn Churchill hat einerseits unumwunden 
eingeräumt, es könnten die Flottenausgaben nur durch ein 
nternationales Ablommen ermäßigt werden, und er hat an⸗ 
dererseits keinen Zweifel über den Entschlußß Englands ge— 
lassen, die Vorbedingung für ein derartiges internationales 
Abkommen aller Großmächte nicht zu schaffen. Als Vorbe⸗— 
ingung hierfür betrachtet nämlich Churchill eine deutsch-eng— 
ische Vereinbarung; den ersten Schritt dazu, nämlich detaillierte 
Vorschläge, will aber Großbritannien dem Deutschen Reich 
richt machen. Hat doch Churchill in dieser Beziehung erklärt: 
„Sie erinnern sich meines Vorschlages eines spgenannten 
Schiffbau⸗Feiertages. Seit damals hat der deutschk Reichs- 
fanzler geäußert, daß seine Regierung detaillierte Vor— 
chläge erwarte. Wir haben nicht die Absicht, 
n die Materie nzutreten, außer, wenn die deutiche Regie— 
ung dies für angebract hα 
Wer das deutsche Ersuchen um detaillierte Vorschläge in 
ieser Form ablehnt, zeigt damit deutlich, daß er bei der 
krörteunng des Weltfeierjahrgedankens nicht das Ziel ver⸗ 
olat, vertragsmãßige Abmachungen herbeizuführen; sonst dürfte 
runicht den ersten Schritt verweigern, der unbedingt getan 
verden müßte, wenn jenes Ziel erreicht werden sollte. Ange⸗ 
ichts einer derartigen Stellungnahme Churchills zu der diplo⸗ 
narischen Behandlung des Weltfeierjahrgedankens ist es klar, 
»aß für den englischen Marineminister dieser Gedanke nur 
in Mittel der Beruhigung gegenüber stutzig gewordenen liheralen 
Anhängern bedeutet. 
Ist deshalb mit dem Gedanken des Weltfeierjahrs im 
zchiffsbau für uns praktisch nach wie vor nichts anzufangen, 
2 müssen wir seit Churchills neuester Flottenrede weiter darauf 
efatzt sein, daß England sein Schiffsbauprogramm über die 
ekannten Pläne hinaus beschleunigt oder erweitert. 
hurchill faßßte diese Möglichkeit ins Auge, als er von dem 
rogramm 4:2 die kanadischen Schiffe oder ihr Aequivalent 
nnd alles ausnahm, was durch neue Entwicklungen im Mittel⸗ 
ieer erforderlich werden könnte. Solche Aussichten sind erst 
echt nicht darnach angetan, irgend eine Unterbrechung des 
lanmãßigen Ausbaues unserer Flottenrüstung statthaft erscheinen 
u lassen. Hat doch Churchill am 17. Juli d. J. schon von 
em nichterweiterten oder beschleunigten englischen Bauprogramm 
rklärt: „Er erwarte während der nächsten neun Monate die 
döchentliche Ablieferung eines leichten Kreuzers, während der 
ächsien 18 Monate alle 45 Tage die Ablieferung eines Ueber— 
readnoughts. Für alle diese Schiffe sei vollzählige Mannschaft 
orhanden. Die Vermehrung der Stärke, die die nächst- 
arke Seemacht in dieser Periode erhalten werde, werde 
eträchtlich geringer sein, als die HSälfte der 
ritischen Verstärkung.“ 
Während laut den von uns wiedergegebenen telegraphischen 
zerichten der größte Teil der englischen Presse Bedenken gegen 
„en Weltfeierjahrgedanken Churchills äuhert, gibt der Marine— 
achmann des Berliner Tageblattes, Herr Persius, aufs neue 
einer Begeisterung für ihn Ausdruck. Bloß ein Hindernis 
ieht Persius seiner Verwirklichung entgegen: den Widerstand 
»es Deutschen Flottenvereins! Ist die Originalität 
ieser Auffassung schon ergötzlich, so wirkt es vollends be— 
ustigend, daß Herr Persius von dem Ausbleibern eventueller 
zAottenverstärklungen anderer Seemächte deshalb überzeugt ist, 
deil Churchill gesagt hat: wenn England und Deutschland 
nit dem Weltfeierjahr vorangingen, so wäre „Aussicht“, daß 
sie anderen Großmächte dasselbe täten. Wer unbestimmte 
dedewendungen so glaubensstark auslegt, dafür aber die klare 
lehnung, der deutschen Regierung detaillierte Vorschläge zu 
nachen, vollständig mit Stillschweigen übergeht, bringt seiner 
cmrchill⸗Begeisterung ein Opfer von kaum überbietbarer Größe. 
Besuch Ssasonows in Berlin. 
Der russische Minister des Auswärtigen Ssasonow ist heute 
rüh mit dem Expreßtzug in Berlin eingetroffen, verbringt den 
Tag in der Reichshauptstadt und reist abends nach seinem 
m Gouvernement Grodno gelegenen Gute, wo er sich noch 
inige Tage aufhalten wird, ehe er nach Petersburg zurück— 
ehrt. Dem Besuche Ssasonows in Berlin dommt erhebliche 
olitische Bedeutung zu. Der russische Minister wird mit dem 
deichskanzler eine längere Besprechung haben, die in der Haupt⸗ 
ache die Ereignisse auf dem Balkan betreffen wird. 
Ssasonow lommt aus Paris, nachdem er in Vichy eine längere 
Kur zur Wiederherstellung seiner Gesundheit durchgemacht hat. 
Er hat in der französischen Hauptstadt die Leiter der fran— 
ösischen Politik gesprochen und die Uebereinstimmung der 
Entente⸗Mächte bezüglich der noch in der Schwebe hefindlichen 
Balfanfragen fessütellsen können 
2 * J 
Offizierstöchter. 
Roman von Paul Grabein. 
59. Fortsetzung.) Machdruck verboten.) 
Er schwieg einen Moment, dann sagte er: 
„Nun ia — zu dir will ich ganz offen darüber sprechen, 
Astrid, du bist ja eine vernünftige Frau und wirst das Gerda 
richt wissen lassen. Also: ich will aus meinem Herzen keine 
Mördergrube machen — Vaterglück? Nein, ich merke im 
srunde nicht recht was davon.“ 
„Aber Heinz!“ 
Es llang ehrlich entrüstet. Toch er erwiderte mit aut— 
mütiger Ruhe: 
„Betrachten wir die Sache auch mal ohne jede Tenti— 
mentalität. Was habe ich im Grunde von so 'nem kleinen 
Schreihals, was fang' ich damit an? Das ist ja sür euch 
Frauen natürlich was anderes. Begreif' ich vollkommen. Ihr 
eid dem kleinen Wesen eben unentbehrlich. Aber unsereiner? 
xin inniges Verhältnis zu seinem Kinde kann man logischer⸗ 
weise doch erst dann haben, wenn sein Geist voll erwacht 
st — also soundso viele Jahre später. Einstweilen aber ist es 
»inem doch nichts weiter als ein niedliches kleines Spiel⸗ 
eug — notabene, wenn es gerade liebenswürdig aufgelegt ist.“ 
„Heinz, das sind ja schreckliche Worte!“ 
Für Frauenohren vielleicht. Aber es ist doch nun mal so. 
Weniastens ich kamm mir nicht helfen. Ich gestehe dir auch ganz 
offen; das ist nicht mein Ehrgei gewesen, als ich heiratete. 
nun den Vater zu spielen, so bald als möglich. Bitte, laß 
mich ausreden. Ich hab' geheiratel, um meine Frau fuür mich 
— baben. Aber was hab' ich so von ihr? Seit einer Ewiqg-⸗ 
eit ist Gerda einfach nicht mehr für mich da. Mutterpflichten 
und kein Ende. Der Mann kann sehen, wo er bleibt. Na, 
ag selbst. Astrid, hab' ich da Grund so sehr entzückt zu sein?“ 
„Gewihß, Heinz, ein Kind sordert auch Opfer, nicht nur 
von der Frau, die übrigens denn wohl doch noch ganz etwas 
anderes dabei hergibt, sondern auch vom Manne. Aber —“ 
„Kein Aber, Astrid! Ich bin nun einmal kein Normal⸗ 
bürger, der in der Kinderstube daheim Ersatz für alles andere 
kindet. Nein, ich habe andere Lebens bedürfnisse. Wer kann 
jür seine Natur? Und enisagen — verzichten? Tas hat mir 
nie gelegen!“ 
Astrid schüttelte bekümmert den Kopf. Endlich sagte sie: 
„‚Mit solchen Ansichten — da härttest du aber nie heiraten 
dürfen.“ 
„Ti magst du wohl recht haben.“ 
Sie erschrak über das Wort, noch mehr aber über seinen 
Ton. Wenn das die Schwester hätte mit anhören müssen! 
Und ihr erschien plötzlich diese Ehe unglückselig — hoffnungslos. 
Heinz Kehler mochte selber empfinden, daß er zu weit ge⸗ 
angen sei. Er hatte da einmal Gedanken Ausdruck gegeben, 
ie ihn schon seit langem mit Bitterkeit angefüllt hatten. 
er wie verstehend sonst auch Astrid war, in diesem Punkte 
ühlte sie offenbar doch zu sehr als Frau. Es war unklug, 
ab er sich Luft gemacht hatte, und er versuchte daher jetzt 
iie Sache ins Scherzhafte zu ziehhen. den Eindruck seiner Morie 
u verwischen. 
„Na, nun hab' ich mit meiner Offenherzigkeit ja was 
cchönes angerichtet! Der reinste Blaubart, nicht? Und solch 
Ingebeuer in Menschengestalt hat man zum leibhestigen ESchwa⸗ 
jer! Nun, ich denke — ganz so schlimm bin ich am Ende aber 
richt, kleine Astrid. Rück' nur nicht gleich gar zu weit von mir ab. 
Ind auch Gerda brauchst du nicht so furchtbar zu bedauern 
— ja, ja, ich las dir's ja eben an den Augen ab — ich 
u' ihr schon nichts zuleide.“ TF— 
Da sah sie ihn plötzlich mit einem ernsten und dringlich 
nahnenden Blic an: 
„Wenn du das wenigstens nur wirklich tun wolltest, 
Heinz! Tann möchte über das andere schließlich ja hinweg zu⸗ 
ommen sein.“ 
Er war jetzt doch betroffen. * 
„Ja, wie meinst du denn das?“ 
Ich denke, du wirst mich schon verstehen, Heinz.“ Vor 
hrem tiefdringenden Blick senkte er jetzt unsichetr das Auge. 
Nur das eine lah mich dir noch sagen: einen zweiten solchen 
cchlag ertrüge Gerda nicht. Täusch' dich darüber nicht und be— 
benke — was jetzt bei ihr auf dem Spiele steht. Eine große 
Aufregung könnte die unheilvollsten Folgen für sie haben!“ 
Heinz Kehler stach im langsamen Weitergehen mit seinem 
Stock in die Fugen zwischen den Betonplatten des Trottoirs 
„Ich versteh' dich wirklich nicht, liebe Astrid. Im übrigen 
— es bedarf deiner Mahnung nicht. Es ist doch einfach 
elbstverständlich, daß ich Gerda gerade jetzt alle Aufregungen 
erspare. Aber,“ und er blieb nun stehen, „du mußt mich jetzt 
entschuldigen. Ich muß hier links ab — zum Tattersall.“ 
Er lüftete den Zylinder, und sie tauschten einen Händedruck; 
»och nur zaudernd, von beiden Seiten. und sein Blick vermied 
den ihren auch jetzt wieder beim Abschied. 
* * — 
Auf Anraten des Arztes sollte fich Gerda regelmäßig Be— 
vegung in frischer Luft machen; aber freilich auch ohne jede 
Anstrengung. Astrid sorate für gewissenbafte Besolgung dieser 
Anordnung. 
Die Schwestern waren daher, wie sie es jetzt an jedem 
chönen Tage taten, auch heute nachmittag wieder eine Stunde 
nach dem Grunewald hinausgefahren. Aber sie hatten einmal 
„ur Abwechselung einen anderen Weg gewählt. Statt wie sonst 
tets mehr vorn bei Hundekehle oder Paulshorn zu bleiben, 
atten sie heute, gelockt duch das wunderrolle Wetter, ihre 
Fahrt ausgedehnt bis hinten an die Havel. Hier hatten sie 
den Wagen verlassen, der ihnen langsam folgte, und gingen 
nun zu Fuß am Waldrand längs der gut gepflegten Uferstraße. 
Ecr war die große Grunewald haussee ron Spaudau nach 
Botse dam, eine etwas abseidts von allgeneinen Verkehr ge— 
egene Fahrstraße, die daher gerade an Wochemagen gern 
»on den Besitzern von Privatautos zu einem größeren Aus— 
sug benutzt wurde. Von Zeit zu Jeit sauste denn auch 
zeute, hier mit ungehemmter Geschwindigleit, solch ein ele— 
jantes Gefährt an den beiden Spaziergängerinnen vorüber: 
edoch ohne sie weiter zu belästigen. denn es halle die Nacht 
reichlich geregnet, und keine Staubwolke zog hinter dem Weg her. 
Wieder einmal tönte so eine Hupe hinker ihnen.es 
atterte heran und brauste nun an ihnen vorüber. Unwill- 
ürlich warf Gerda einen Blick auf das vorüberschießende Ge— 
ährt — ein Droschkenauto übrigens diesmal, wie sie jeßt 
vahrnahm — aber im nächsten Moment krampfte sie ihre 
dand um Astrids Arm. Auch dieser stockte das Herz. Denn auch 
ie hatte die beiden Insassen des Wagens erkannt, die ihrer⸗ 
leits von den Spaziergängerinnen keine Notiz genommen batten 
— SHeinz und die Molnaor!
	        
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