Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

ODer Kiewer Ritualnordprozeß. 
W. Kiew, 8. Okt. Vor dem hiesigen Schwurgericht 
»egann heute der Prozeß gegen den 39 Jahre alten Klein— 
zürger Menachil-Mendel Tewiew Reilis, der be— 
chuldigt ist, nach vorheriger Verständigung mit anderen von 
»er Untersuchung nicht entdeckten Personen aus religiösem 
Fanatismus den 12jähr. Andrei Juschtschinski, 
am ihm zu Ritualzwecken das Leben zu rauben, als er am 
25. März 1911 auf dem Grundstück der Ziegelbrennerei Saizew 
nit anderen Kindern spielte, ergriffen und in das Gebäude der 
Brennerei geschleppt zu haben. Seine Mitschuldigen sollen dann 
mit seinem Wissen und seiner Zustimmung Andrei Juschtschinskt 
die Hände gebunden, den Mund zugedrückt und den Knaben 
odann getötet haben, indem sie ihm mit einem spitzen Werkzeug 
77 Wunden an Kopf, Hals und Körper beibrachten, die Gehirn⸗ 
zenen, Halsvenen und die Arterie an der linken Schläfe und 
auch die harte Sirnhaut, die Leber, die rechte Niere, die 
Lunge und das Herz verletzten, wobei diese Verletzungen von 
indauernden schweren Qualen begleitet waren und sast voll⸗ 
tändige Blutleere des Körpers verursachten. 
Nach dem Gutachten des ärgtlichen Sachverständigen sind 
ie Verletzungen an Kopf und Hals Juschtschinskis mit einem 
Stilett oder einem Pfriemen beigebracht worden, als sein Herz 
noch ungeschwächt arbeitete, die übrigen Wunden aber bei 
chon geschwächter Herztätigkeit. In der Leiche verblieb nicht 
nehr als ein Drittel der normalen Blutmenge. Ob die Art 
zer Ermordung auf die Absicht schließen lasse, dem Knaben 
als Hauptzweck schwere Qualen zu bereiten, darüber gehen die 
Ansichten der Sachverständigen aquseinander; ein Sachverstän⸗ 
diger ist der Meinung, der Zweck der Verletzungen sei die 
Herbeiführung eines möglichst großen Blutverlustes gewefen. 
Ueber die Frage des Ritualmordes sind einige Gut⸗ 
achten eingeholt worden. Der Psychiater Sikowskl sieht in dem 
Mord einen Akt der Rassenrache einer „Vendetta der Söhne 
Jakobs“ degen Subiekte einer anderen Rasse und meint, die 
Wahl von Opfern im Kindesalter und die Blutentziehung wiesen 
nöglicherweise auf einen religiösen Akt hin. Die Professoren 
»er geistlicken Akademie in Kiew und Petersburg, HSlagelew und 
Troizki, verneinten unter Berufung auf die Lehren der Bibel 
ind des Talmuds die Möglichkeit des Gebrauchs von Menschen⸗ 
ind insbesondere von Christenblut durch Juden. Dagegen ist 
der katholische Geistliche und mag. theol. Pranaitis der Ansicht, 
oaß bei den Juden das sogenannte „Blutdogma“ existiere. 
Alle Rabbinerschulen würden, ungeachtet ihrer Meinungsver⸗ 
chiedenheiten in verschiedenen Fragen, durch den Haß gegen 
Nichtjuden geeint, die der Talmud nicht mal für Menschen, 
ondern für „Tiere in Menschengestalt“ halte. Dieser Haß 
Jegen Nichtjuden erreiche seinen Höhepunkt im Haß gegen 
Christen. Dieses Haßgefühl sei der Ausgangspunkt der vom 
Talmud erteilten Erlaubnis, ja sogar Weisung, Nichtjuden zu 
töten. Mag. Pranaitis bezieht sich dabei auf eine Schrift 
des Mönchs Noephm, eines zum Christentum übergetretenen 
üdischen Rabbiners, der ausführt, die Juden brauchten Christen⸗ 
»lut, das sie dem ungesäuerten Brot beimischen. 
Auf Anordnung des Justizministeriums werden die Ge— 
chwotenen, um jede Beeinflussung zu verhindern, während des 
etwa drei Wochen dauernden Prozesses im Ferichtsgebäude 
vohbnen. Auch ihre täglichen Spaziergänge werden übecwacht. 
Vom Balkan. 
V. Kenstantinopel, 8. Okt. Der Erlaß betr. die Deimo⸗ 
hilisierung in Adrianopel ist gestern veröffentlicht 
worden. Mit der Aufführung ist bereits begonnen worden. 
Die Pforte hat beschlossen, eine zur Sverstellung der 
wrößten medernen Kriegsschiffe geeignete groke Werft 
zauen zu lassen. 
W. Kaschau, 8. Okt. Der König der Bulgaren ist 
eute frik hien eingetroffen und nach seiner Besitzung in der 
Tatre weiiergereist. * 
Der König hat an den Sultan ein Telegramm gerichtet. 
n dem er ihn zu dem beide Teile befriedigenden 
Friedensschluß beglückwünscht. 
*. 
W. Madtid. 8. Okt. Der König und Präfßfident 
Potncaré fsind heute vormittag nach Toledo abaæ— 
zéere ist. 
Karlsruhe, 8. Okt. Zwer Pforzheimer Schutz- 
eute, die im Juni einen unschuldigen zehnjährigen Knaben 
uim Geständnis eines Gelddiebstahls durch Mißhandlungen 
vangen, so daß er in die Nagold sprang und dabei schwen 
erletzt wurde, wurden von der Strafkammer zu je einem 
zahr Zuchthaus verurteilt. 
W. Kopenhagen, 8. Okt. Der heute morgen angekommene 
nnische Dampfer „Cieo“ brachte die 20 Mann starke Besatzung 
es Stettiner Dampfers „Curt Retzlaff“ mit. Der 
ztettiner Dampfer, der von Lulea nach Stettin mit einer Erz⸗ 
adung unterwegs war, war während Sturmes im Finnischen 
Neerbusen auf Grund gestoßen, wrack geworden 
ind von der Mannschaft verlassen worden. 
PC. Zizilar, 8. Okt. Die chinesische Regierung hat Aus⸗ 
ändern den Befuch der Mongolei verboten. 
Zie behauptet, daß rufsische und japanische Emissäre die innere 
Nongolen durchwandern, um Chinas militärische Vorbereitungen 
uszukundschaften. 
drovinzialkonservator Prof. Haupt und dem Vertreter der Re— 
ierung Regierungsrat Schmidt aus Schleswig, im Auftrage 
des Ministers der öffentlichen Arbeiten der Geh. Oberbaurc 
zoßfeld und als Vertreter des Kultusministers der Geh. Ober— 
egierungsrat Neutwig teilnahnten. Die Herren sprachen sich ein— 
nütig dahin aus, daß die schöne Kirche einer unrfassenden NRe— 
aratur wert set und daß auch ihrer Meinung nach Mittel aus 
taatlichen Fonds zur Verfügung gestellt werden würden. Wie 
»och diese Mittel sein werden, läßt sich heute noch nicht sagen. 
voch wird voraussichtlich in nächster Zeit eine endgültige Ent— 
cheidung fallen. 
Rendsburg, 8. Okt. Gesfunden ist hier in der Unter— 
ider die Leiche eines mehrere Tage alten Kindes. Die Leiche 
har in ein zerrissenes Bettlaken und in dickes braunes Pacdpapier 
inaewidelt. Das Leinen besteht aus Maschinenhalbleinen und 
ezeichnet miĩt einem Buin Kreuzstickerei. Das Kind ist wahr 
cheinlich durch die Mutter oder deren Helfer bei Flut in das 
Wasser der Untereider geworfen. 
W. Kaiferliche Marine. Eingetroffen: „Viktoria 
duise“am 7. Okt. in Spezia, „Luchs“ am 7. Okt. in Hanlau. 
Aus den Nachbargebieten. 
Sansestãdte. 
Hamburg, 9. Olt. Nach spielzum Kieler Werft— 
»rozeß. Ter aus dem Werftprozeß bekannte Kaufmann Jacob- 
ohn sen. ist in der Erpressersache gegen Frankenthal verhaftet 
vorden. 
Gerichtliches. 
A Echöffengericht. Sitzung, vom 7. Okt. Wegen 
Jebertretung des 8 861r. 10 Eir.G.B. sollte der 
Irbeiter Sermann Qu. 3 Wochen, saft, verbüßen, weil er, 
bschon er in der Lage war, für seine Frau zu fsorgen, und 
rotz Aufforderung der zuständigen Behörde dazu, diese Sorge 
er Armenanstalt herließ. Mit seinem Einspruch gegen den 
trafbefehl hat er keinen Erfolg. — Wegen Vergehens 
ind Uebettretung gegen das Kinderschutzgeseß 
gben sich drei Personen zu verantworten. Kaufmann H. hat 
eit Auni zwet Schulknaben in seinem Betriebe, beschäftigt, und 
war jeden zweiten Montag, ohne ihnen, eine zweiftündige 
Nittagspause zu gewähren Kaufmonn B.hat seit Jun b J. 
inen ESchullneben an Werktagen länger als 3 Stunden in 
einem Gewerbebetriebe beschäftigt. Kaufmann Kr. hat seit 
»em 19. Juli d. J. ein noch nicht 12 Jahre altes Schulmädchen 
n Jeinem Gewerbebetriebe beschäftigt und hat sich ferner keine 
srbeilskarte aushändigen lassen, Die ersteren beiden erhalien 
e 10 M, letzterer 20 MuGeldstrafe ev. sür je 5 M einen 
tag Haft. — Wegen Mißhandlung, und Sausfrie- 
ensbrutßhes ist der Kesseischhmied Heintich Kr dereits he⸗ 
raft, angeklagt. Im vorigen Jahre hatte der Reepschläger M. 
en Kr, eihe weil er ihm Kartoffeln gestohlen hatte, 
nd letzterer wurde deshalb auch bestraft. Jetzt doll der An⸗ 
zeklagte den Me, in seiner auf seinem Lande befindlichen Bude 
ufgesucht und ihn durch Faufischläge mißhandelt, auch auf 
luffor derung des M. die Bude nicht, verlafsen haben. Wegen 
es Hausfriedensbruchs erfolgt Freisprechung, wegen Miß— 
ndlung wird auf 14 Tage Gefängnis drkannt. — 
Begen Entwendung und Hehlerei sind angeklagt: 
die Ebefrau Marie Me. wegen Diebstahls hereits vorbestraft. 
.die Ehefrau Emma Dr. von hier, Die Me. hat zu Zwez 
erschiedenen Malen einem Vorarbeiter je zwei Pfund Sped 
eggenonmen zum alsbaldigen Verbrauch. Die Dr. hat von 
em entwendeten Speck etwas angenommen, obwohl sie sich 
her die, Art des Erwerbes durch die Me. nicht. zweifelhaft 
ein kounte. Die Mererhält 6, Wochen, Haft. die, Dr, vier 
age Gefängnis — Wegen Bedrohnngs, hat sich der 
lrbeiter Adolf Ke. zu veranfworten. Der Angeklagte lebt von 
einer Frau getrennt auch ist ein Dese dinerege — 
hnen anhängig. Jetzt soll er seine Frau dadurch edroht 
aben, daß er sie erstechen werde. Seinem Sohn soll er ein 
Nesser, das er offen in der Tasche trug, gezeigt haben. Der 
Ingeklagte wird schuldig befunden und zu 30 Muevd. 6 Tagen 
zesängnis perurteilt. — Der Unterschlagung, hat. sich 
er wehrfach porbestrafte Arbeiter Friedrich Sch. gus Gadebusch 
huldig gemacht. Am 22, Sept. erhielt et von seinem Arbeif- 
jeber, dem Bedermeister R. 20 Mimit dem Auftrage, Rabait- 
narken zu kaufen. Dieses Geld, sowie ferner 11 N38 Pfg. 
ie er von Kunden des R. einkassiert hatte, perbrauchte er 
ir sich. Dafür, erhält er ießt 6Wochen Gefängnis. — 
Res Diebstahls hat der Arbeiter Michgel Ko. aus Galizien 
ch schuldig gemacht. Ko. hat am 27. Sept. dem Althändler 
5 gsn Feenn — d be D we enevien pey 
acgett warf, er, als er sich verfolgt sah, fort. wird zu 
Monat Gefängnis perurteilt. — Wehe Diebstahls hat 
ich der Klempnergeselle Friedrich St. zu verantworten. Er hat 
im 26. Sept. quf einem Maschinenhause der Kochschen Schiffs⸗ 
verft von fünf Einrahmungen des Oberlichtes das Blei, weg⸗ 
exissen und hat dieses Blei für 27 Muverkauft. Auch ihn 
rifft eine Gefängnisstrafe von Monat. — Wegen Wider— 
bandes hat sich der zweite Steuermann Brunow Bo. zu ver⸗ 
introrten. In der Nacht zum 27. Sept, machten Seeleute in 
er Klemenstwiete Slandal und mußten deshalb entfernt wer⸗ 
en. Dabei — der Angeklagte mit hoch erhobener Hand, in 
er er ein Messer hatte, guf einen Schußzmann los. Ein 
weiter Schutzmann schlug ihm rechtzeitig den Arm herunter. 
as Urten Jautet auf eine Woche Gefaͤngnis, doch wird die 
trafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt angesehen. — 
iner ene der Verordnung beft, Schutz 
er Bauagarbeiter soll der Bauunternehmer M. sich shuldig 
emacht haben. indem er es unterlassen habe, bei einem Reu— 
»au in Behlendorf für das Vorhandensein des nötigen Ver— 
andszeuges Muffstellung der egier für Bedürfnis⸗ 
instalten usw. zu sopgen— Exr Follte deshalb nach einem Straf⸗ 
efebl 6 Mgzahlen. M. hat Widerspruch erhoben und bestreitet, 
erantwortlich zu sein. Wenn er gauch das Baugesuch mit 
interschrieben habe, so sei er doch nicht der eigentliche Unter— 
tehmer. sondern habe nur die Zimmerarbeiten am Bau gus⸗ 
uführen gehabt. Zur Zeit der Feststellung der Mängel feien 
eine Arbeister schon, viele Wochen nicht mehr am Bau fätig 
ewesen. Es erfolgt Freisprechung. 
— —— 
Lauenburg. 
Ratzeburg, 8. Okt. Ehrengaben, Der Kreistag hat 
n seiner Sitzung vom 6. August d. J. beschlossen, aus Anlaß 
es 25jährigen Regierungs-Jubiläums des Kaisers und Königs 
us Kreismitteln einen Fonds zu bilden, aus dessen Zinsen im 
dreise wohnenden bedürttigen und würdigen Kriegspeteranen aus 
en Feldzügen 1864, 1866 und 1870,71 Ehrengaben gewährt 
erden können. Die Verteiiung der Ansen des zur Verfügung 
esteilten Kapitals von 50 000 Meäsoll alljährlich zum Weih— 
achtsfest geschehen. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam 
emacht, daß es sich hier nicht so sehr um eine Unterstützung als 
m eine Ehrengabe des Kreises anläßlich des Regierungs-Jubi— 
iums des Kaisers und Königs handelt. Die Gemeindebehörden 
nd aufgefordert, Bewerbungsgesuche bis spätestens 1. Nov. 
. J. einzureichen. — Das 50jährige Stiftungsfest, 
eierte der Männer-Turnverein. Zwei noch lebende Gründer des 
ßereins, Christian Langhans und Domküster d»Ottilie, erhielten 
luszeichnungen. 
Schleswig⸗Holstein. 
Abltona, 9. Okt. Der Stadtkreis Altona zählt 
jach dem neuesten Monatsbericht des statistischen Amts 184 887 
kinwohner gegen 180321 am Jahresanfang. 
Kiel, 8. Okt. Der Bau seiner Stadthalle, in der 
jefonders große Konzerte, Versammlungen, Kongresse und Fest— 
ichkeiten. für die die hier vorhandenen Säle nicht ausreichen, 
eranstaltet werden sollen, wird seit einer Reihe von Jahren er⸗ 
krebt und hat kürzlich die Einsetzung eines besonderen Aus- 
chusses veranlaßt. Wenn auf der einen Seite zweifellos feststeht, 
ah für bestimmte Veranstaltungen die hiesigen Säle nicht 
rusreichen; und daß aus diesem Grunde auch die Veranstaltung 
chlesw.⸗holst. Gesangsfeste aufgeschoben worden ist, so ist auf der 
inderen Seite nicht sicher, daß ein Riesensaal, wie er in der Stadt⸗ 
alle geschaffen werden soll, ausgenutzt werden kann. Noch mehr 
chwierigkeiten bereitet die Frage, wer die Stadthalle bauen 
nd mit welchen Mitteln sie bezahlt werden soll. Die Stadt hat 
zine Neigung, hier einige Hunderttausend Mark festzulegen, ist 
agegen bereit, sich in der Weise zu beteiligen, daß sie die Fest⸗ 
ichkeiten, an denen sie beteiligt ist, dort abhält und einen ent— 
o»rechenden Beitrag zahlt. Es wird jetzt daran gedacht. für den 
zau einer Stadthalle eine Gesellschaft zu bilden, die ehrenamt⸗ 
ich verwaltet wird, und in der alle die Vereine beteiligt werden, 
ie ein Interesse an dem Bau haben. Außerdem wird auf 
ie Betätigung des Bürgersinns durch die Stiftung von frei— 
illigen Beiträgen für den Bau gerechnet. Der Bürgerschaft 
»erden wohl in absehbarer Zeit Vorschläge gemacht werden. 
Neumünster, 8. Oktt. Abermalige Stiftung. 
ztadtrat Karl Sager, der kuürzlich als Grundstock zur 
czrrichtung eines stãdtischen Museums 5000 M stiftete, hat jetzt 
»em Magistrat weitere 5000 A für den gleichen Zweck überwiesen. 
Itzehoe, 9. Okt. Seinen Verletzungen erlegen 
st der 15jährige Schüler Gustav Angrick, der am Sonntag un⸗ 
efugterweise in den Schießstand des Schützenvereins geklettert 
ind von einer Kugel getroffen worden war, die in die linke 
zungenhälfte drang. — Die NRorddeutschen Netzwerke 
rhielten für ihre Fabrikate auf der Ausstellung in Kiewm die 
roße goldene Medaille. 
Zarpen, 9. Olt. Eine Untersuchung derhtesigen 
N25e foqnv dieser Tagqe miederum tett n dor anker den 
* * 
Luftfahrt. 
W. Rostod. 8. Okt. Der Militärfließer Ober— 
eutnant Schiller, der mit einem Wafsserflugappu- 
at gestern von Holtenau nach Warnemünde flog, hat mittags 
einen Flug nach Noodk fortgesetzt und ist auf der Warnow 
4diedervennngen 
* w 
Köln, 8. Okt. Einem jungen Italiener, der sich in 
elbstmörderischer Absicht einen Schuß ins Herz beigebracht hatte, 
ourde durch eine sofort vorgenommene Operation die Kugel 
rus der rechten Herzkammer entfernt, worauf der 
PBuls sofort wieder besser vurd 
—— 
Bẽ α. 
JDierteljährlich 
Der noe⸗ 
e 
uren deberarbeitung, Aufregung, Sorge, Kammer, ahber auch 
arehn Freuds und Liust, Vergnũugen und Ausschweisung wird 
iervenkrast verbraucht, die Locharo Nervensubstanz ost geradezu 
ergeudet. Soll der Organismus sich seine kõrperliche und geistige 
oæiatungsfahigreit bewahren baw. sio wiedererlangen, so muss fur 
inen Ersata der verbrauchten Nervensubstanz, fur eine Rrãstigung 
lor Nerven und des Körpors Sorgo getraten werden. — Der 
ebenswiehtigste Bestandteil von Nerven, Gehirn und Rückenmart 
æt das Lecithin, das neuerdins auch direkt Ner e, ge 
nannt wird. Diese Nervenubstanx Fann dom Körper in genũügender 
fenge durch Biocitin rugesuhri veräen hlociuo enthault 1000 
hyxsiologisch reines Lecithin, hergestellt nach dem patentierten 
erfahren von Professor Dr Habemanmn. 
Bioeitin ist nur m Oriinaipactungen in Apotheken und Drope- 
ien erhaltlich. Wir bitlen daber, minderwertige Nachahmungen 
vückαινεSon. Fali melu vorrũtig, erfolgt Vexsand portosrei 
der Fabrik. — Geschmacksmuster umd hrosiie αν3jel auf 
maeh rosteni- ,, Nerlin d⸗⸗ 
⏑⏑⏑Ä⏑⏑· 
Jeder Abongent 
— 
Ne. 
avrnse aze v 
jegen Erstattung der Verpackungs, und Versandspesen von M 1.— pro Bild. Das Abonnement von 
Uber Land und Moer⸗ im Lesezirkel berechtiat zum Bezug eines der beiden Bilder nach freier Wahl 
Abonnements bei allen RBuchhanoͤlungen und 
ostanfialten, Probenummorn gratis dom Vorlag: 
*2 8* 5 F —— 57* 
Auliag kNheussche Perooʒ· oaf 
——e— 
— — 
4 
2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.