Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

Senator Kuhlenkamy: Di WK, 24 
annsen Zahlen önnen i hdie en Serrn Schulmerich ge⸗ 
eee jolauge man ne eres als madgeblich ange⸗ 
en erten Sudten —2 wisse, wie die Verhãltnisse in 
en iu wahl der 8 und nach, welchen Grundsutzen 
eree Jusee bn sr für die Hilfsschulen getroffen 
een pedt da n sraherem Bean ae hec⸗ 
—A SHilfssch Anun me, von 
gdcue Nen u — Staädten sehr ver⸗ 
deue eued i Der due Tane scien, die Zahl der 
Unterricht zu ersparen. Die hier als ig bbg erderen 
I unhedingat aus den aegesabiat hannnaenn 
ilfsschulen. i us und ‚in 
retenn Veeigen deettea oder schon ein⸗ 
etanat. o hl. der vilfsschüler sei ihm nichts 
Sierauf, wurde die Senat 
jer drfte atsvorlage wiederum mit 
vLoefung beschlossenen Aenderung Wii nder in 
Errichtun i 
epꝑ einer realanmnalialen Studien⸗ 
Es sol —8 — re 
— ommen * 
ztudienanstalt mit dem e di der Erneitinenschule eine 
ee i dafur des — —8* verbun⸗ 
Schulaeld für die Studi inar eingehen. Tas 
tudie ewre * 
m Tbedischen Freisiaate 88 e M fur nicht 
indüche Schülerinnen auf 240 M 3 in Pension be— 
—8 Stellinagaz Ter Begründung der Senat 
onnden er und seine, Freunde wohl usu Eenatspariaoe 
Finanziage, des Stagtes müsse es n ing abet aen der 
cheinen ob die Studienanstalt mnbrz doch zweifelhaft er⸗ 
müusse. Herr Tr. Benda habe hervor dinat eatten werden 
an onne Sier Jei wieder G een 
r ba hoͤhere ieie iee AR Pagn dazu. Bevor man 
was fur die Voitssulen gesch — usgebe. müsse zunschst 
eien. Tie jungen Mädchen. e n 7 urchaus unzulänglich 
dersität vorbereiten vollen. 58 qu den. Besuch der Uni⸗ 
veiter besuhen. Wuürden ie Wnsenh E. das Johanneum 
in iset Sane sart veroͤde — 
ung der Senatsvorlage, wenn n. Er ditte, daher un Ablehe 
niien errpessen woile man sie nicht an eine Kom— 
Exenatoꝛr ulenktamp: Ti 
Ber die, Unzulanglichteit 85 ene des Vorred iers 
uruchwe sen, insbefondere sei es unri hen Schulwesens müsse er 
chenulterter Eltern besonders ui deh er de r 
hoitefchulwesen slehe diirchaus ⸗ A gesorgt werde. Unser 
iete gen — der Höhe. Und auch aus 
orage, nicht ghulehnen. denn 3 die Fenats 
Senat seinen, Antrag gesteiti Ae eree I 
nahmen aus dem Schulgeld der —2 glaube ahdie S 
ee a ba der vei — enanstalt erheblich gröker 
—— ein pae des hoheren Lehrer nnen⸗ 
iii isaltne Eatleerung des Zo daß die Einrittung der 
perde, denn in den einzeln hanneuns zur Folge haben 
MNaãdchen. zeinen Klasien seien höchstens vwer 
— * e 9 bat, die Senatsvporlage anzunehm 
Ddnne nicht billigen. erz de orlage nicht billge. en 
ie pee dah 3 — e — — 
Män rauen treten. n die Stelle 
us Stellungen vtttea i here wurden zahreiche um 
amine zu ernähren. — ihnen ermoöglichten, eine 
r den Stagt und die Erhaltun dunggg Familien aber sei 
ahlreiche gelehrte Frauen une ation diel wicht: ger als 
er die Tendenz der SEena sspotia eseheedere wenen 
——— gt iuisaa 
svse. Schont e Studium ge 
zahl der diercen —— uͤnbegreitlich. wie tc 
bmmen Finden sollte. Man ee oei en Ahe 
agriat hah gelehrten — E daherdgen —3 — 
ic schwieriger w 13 ie Lage wer 
n3 — an ees —— 
— r den Staat sehr b den unteren Volls⸗ 
ebrtenproletariat noch vi r bedenklich, sei es mit einem 
—A— ——— diel gonern Sesrt der 3 
sgesebt neue Gesehrt r. Kerschensteiner bedaure, d 4 7 
ich Jeinerlei Sorge de ebe hrandet würden 9 un, 
verden solle, deg e mache, was hernach aus ene 3 
igie gegen e dedeeeits Dey Veleepd aaen 
enwärtig in Deutschl— solchen Be enken werde 
verde ruir möglich sei hland kein Gehör finde ie 
Amstand: den ein durch einen anderen. noch viel Wan Ac 
nee tend — — imengen 
moderne neegr sei in,der agpeh s 
rus der deiiee en — daneben guch 
goismus und die — eng resultierende KIaslen 
— eeeengee 
raftiges Voli sowie der S ms, daß ein gesund 
Menschen seien ie der Staat die höchsten Gu der 
Redner) also hie man, ganzlich verlassen. F 7 
alsoe denz der S n. „So wenig er 
cnnoch fir die Aen enatsvorlage billige, werd 
rage sich, daß Lüb pme des Senatsantrages sumi ecdr 
dehen durfe. Er nicht hinter den Nachb men. denn 
ehen dürfe. arstaaten zurück⸗ 
die Studienanftalt nichts dagegen einzu 
v unnpagrest aud atier — II dab 
lage errichtet werd 
iierdigs — Senatsvorlage angeführten Grü erde. 
— verwunderch · Was nämli runde eien 
Beratr s nämlich die Obe 
ichtung einer 8B ing der Senatsvorlage hetr. di ere 
—— e g 
338 * der Phi⸗ 
ründunge Letten 8 mache sie, jetzt zu ihrer ei — 
— ß ß genen Be— 
cnhats, vorlage vdon es aber müsse er seine Zustimn * 
aan iner Auskunft seitens des Herrn 
enalsvotlage so gmachen.Es frage sich, nämii Speziat 
b der ed hierüber merfwurdi h., naͤmlich. Z die 
ae F Kultusmini gerweise gar nichts — 
ztudienanstalt als d minisier die Zzugnisse der Ig dischen 
5 —X 
enne und der ai enen der preußifschen gleich J en 
iehen werden wi edischen Anstalt dieselb wertig aner⸗ 
3 n wie, den preußis eselben Berechtigungen v 
inigen Zweifel. Als i ischen. Er (Redner) hab wr 
Szene geletzt we s in Preuhen di kedner), habe daran 
Vetzt worden, sei, wä ie. Mädchenfchulref 
——— i ee gn 
n Oberlyzeum mit * — 
Frauenschulklosse 
areußische Stadt Und bislang habe seines Wi en ge⸗ 
— Ie Erlaubnis zur Errichtn ies Wissens keine 
—— ene die nicht zuvor ein Oh ing einer Studien⸗ 
hulflahHen, eingerichtet hab exlyzeum mit F 
ie lũbedische Ag abe, Dargus sei zu ent Frauen⸗ 
18 — hmen, d 
rringen werde ienanstalt die Anerkennung ine AAJ 
auenfchnie de wenn nicht, zuvor d a, Preußens nicht 
8 duse de seien. Bei as Oberlyzeum 
ees e ac * 
— n, daß bei fs * ere He t damit be— 
die in Nreußen dieses i fonst gleicher Einrichtu Doamntese 
vertig auerfe ieses doch die hiesige Sch * na, der Schule 
eere nnei; werde. wenn hi chule nicht als qleich- 
alt bezohit hier nicht au — 
Indrrn můsse ede in Preußzen. aadahese 
t ihethigenhte git d eegeg 
ils fig Er ie, gleichen Eiunrichtu uf hinweisen würden 
—B tungen erheblich villi 
arüber orientiert h ich daher, die Anfr illiger habe 
tdab die RAufroge ob der Senat 
Irlmnevn und — adeaea 
n, de ie eeen eehen Beregtigungen 
orlage —— die Burgerschaft die nicht der 
nah — die Venms⸗ 
aß zuuischen der Auf : Der Herr Porred 
3 vi egien Insaurn — 
age A 9 der — der — 
—3 as sei nicht sa Stubdienanstalt ein Wi 
der Fall. Damals hahe es cden 
ne Anstalt sur Knaben geyandelt, hier romme eine Anstalt 
ir Maädchen in Frage. Wegen der Anerkennung der Gleichherech— 
gung der hiesigen Studienanstalt seien bisher Verhandlungen 
it Preußen nicht gepflogen worden. Tie Oberschalbehörde be— 
veifle übrigens nicht im mindesten, daß die Anerkennung 
hne weiteres seitens Preußens ausgesprochen werde. Es trete 
ämlich die Vereinbarung der deutschen Bundesstaaten in Kraft 
ber die gegenseitige Anerkennung der Abgangsprüfung, da es 
ch hier um eine Realschule handle. Wenn der preußische Mi— 
ister die Gründung von Studienanstalten nur zulafse, wo zu⸗ 
deich auch Frauenschulen beständen, sei das eine besondere 
ber bisher noch wenig gewürdigte Vergünstigung an die 
zolks⸗ und Mittelschulen. 
BeM. Stelling meinte sodann, es sei durchaus nicht not⸗ 
vendig, daß Lübedt Preußen alles nachahinen müsse. Er halte 
übede nicht für eine Stadt, in der eine Studienanstalt werde 
estehen können und finde es daher zweckmäßiger, daß man den 
ssherigen Zustand beibehalte, nämlich, daß die Mädchen dem 
ohanneum überwiesen würden. 
Bomn. Henk⸗Bültwisch: Vor kurzem hätten Primaner in 
inem hisigen Kino einen Film ausgepfiffen. Er müsse sich 
rüber dandern, da hier doch eine Zensur bestehe, deren 
nitkgabe es sei, darüber zu wachen, daß nur gute Siũde zur 
zoriuhrung kaͤmen. In naͤchster Zeit feiere man die hundertste 
sederiehr des Tages der Schlacht bei Leipzig und da werde, es 
ach ein höchst merwünschter Zustand sein, wenn in einem Kino 
nationales und in einem anderen ein antinationales Stüch 
ur Aufführung gelange. J — 
Scnator LrFehling: Er, könne hierüber Jeine Aus⸗ 
unft geben. da diese Sache eine Angelegenheit des Polizeiherrn 
i. 
B.M. Hauptlehrer Reimpell: Auch er werde der Senats⸗ 
oↄrlaoe zuffinmmen. allerdings mit Herrn Tr. Ziehl, nicht gus 
meren Trange, sfondern mur der Not gehorchend, denn er sei 
icchfaills der Meinung, daß die moderne Frauenbewegung ein 
berer Krebeschaden für das dzutsche Volt s‚i. 
e Hieinung des Herrn Dr. Ziehl, daß Preußen nur in den 
tädten Studienanstalten zulasse, wo zuvor eine Frauenschule 
eschaffen worden fei treffe nicht zu. Es gebe tatjächlich 
dreußischen Städten Studienanstalten, in denen eine Frauen- 
hute nan vorhanden seis Für sehr tichtig halte er es, daß 
usrartige, hier nicht nPenston befindliche Schülerinnen der 
idlencaslau ein höheres Schulgeld bezahlen sollten, und 
ragte —— wie groß der Besuch der Ernestinenschule von aus— 
nãrts sei. 
Senalor Kulenkamp: Die Ernestinenschule besuchten Mi⸗ 
aelis d. J. 646 Schälerinnen, darunter 52 Seminaristinnen. 
on Jeßleren feien aus lübedischem Gebiet 20, von gusmärts 25 
oen denen 6 dhier in Vension seien. Von den Schülerinnen 
jen 346 aus Lübed, von auswärts 48, von denen 30 hier 
1Pension seien. 
Blhe. Tr. Ziehl vertrat nochmals seine Ansicht, daß 
mder Begründung der Senatsvorlage, betr. die Umwandkung 
er Regalschule zums Tom in eine Oberreglschule, und der Be— 
ründung der jetzigen Vorlage ein unverkennbarer Widerspruch 
orhanden sei, der nicht dadurch aus der Welt geschafft werde, 
ß man sage, dei der Oberrealschule handle es sich um Knaben, 
r aber unn Mädchen. Studieten wollten sie alle, ganz gleich, 
es Knaben oder Mädchen seien. Er sei überzeugt, wenn 
DODberrealfchule vorhanden sei, die Oberschulbehörde als— 
id mit, der Anstellung von Oberlehrern für die Einrichtung 
on Lateinktursen kommen werde und kommen müsse. Die Erklã⸗ 
ing des Serrn Senatskommissars bezüglich der Berecht' gung 
ꝛrESludienanstalt seien unzureichend. Wohl beständen Ab⸗ 
achungen unter den Bundesstagten über die höheren Knaben— 
men, aber nicht für Mädchenschulen. Bekomme die lübedüche 
udienanstalt die Anerkennung und Berechtigung, Preußens 
t. sei Kübed in der Zwangslage. eine Frauenschule mit 
cir⸗ eums flassen einrichten zu müssen. und das werde sehr 
IGelde koften. Sehr bezweifeln müsse er. daßk preußknschen 
tädten die Ermächtigung ert ilt sei Studienanftalten zu gründen, 
ne zuvor eine Frauenschule ins Leben gerufen zu haben. 
zo dies wirklich der Fall sein fsollte, sei die Studienanstalt 
denfalls nur unter der Bedingung zugelassen. daß die bett, 
ädte sich verpflichtet hätten. 4uf Verlangen auch sosort 
ie Frouenschule einzurichten. 
Bem. Hauptpastor Epers: Zu den Vorlagen des 
lenates, denen man mit Begeisterung, zustimmen lönne, qe— 
zredie jetzige nicht, denn viele Mitglieder der Bürgerschaft 
ürden sich gewiß fragen, ob man nicht mit dem Frauenschul—⸗ 
esen einen Weg gehe, der zu weit führe. In vielen Ge— 
ankengängen stimme er durchaus mit Herrn Dr. Ziehl überein. 
a aber bislang, eine rüdläufige Bewegung in der Frauen⸗ 
nanzivation nicht eingetreten sei und andererseits der Bil⸗ 
unasdrang, in der weiblichen Jugend, auch derienigen der 
atet en Klassen, ein großer sei, müsse man dem Rechnung tragen. 
nd die Bürgerausschußkommission habe bedauert, wie sie auch 
a ihrem Bexicht hervorhehe, daß für die Mädchen der Vollks- 
nd Mittelschnsen zurzeit eine Fortbildungsmöglichkeit nicht vor⸗ 
uinden sei. Es können auch starke finanzielle Bedenken gegen 
ie Senatsvorlage ins Feld geführt werden. Aber werde sie 
ogelehnt, werde das Seminar bestehen bleiben. Dessen schlechter 
esuch aber sei die Ursache, daß die Kosten der Ernestinenschule so 
heblich gestiegen seien. Er empfehle daher die Angahme der 
enatsvorloge, Das Proviforium im Johamenum lönne nicht 
eiter fortbestehen. da dort nur eine beschränkte Zahl von 
ädchen Aufnahme finden, Iane. Dieses aufsuheben und 
stadchen in unbeschränkter Zahl zum Besuch des Johauneums 
Zulaffen. sei nicht empfehleuswert, denn er lönne nicht wünschen, 
as Lübed als erste deutsche Stadt nach englischem oder ameri⸗ 
inischem Muster die Koedukation einführe. Er sei überzeugt, 
aß, wenn eine gute Schule geschaffen werde, was doch geschehen 
lle, die Beredtigungefrage keine Schwierigkeiten bereiten werde. 
Senator Kulenkamp, Der Herr Vorredner habe ihn 
ex Erwiderung auf eine Reihe von Einzelheiten in den Aus⸗ 
ihrungen des Herrn Dr. Ziehl übexhoben, dem er nur noch— 
als versichern lönne, daß die Oberschulbehörde in der Behand- 
ing, dieser Senats vorlage keinen anderen Stardpunkt einnehnse, 
ꝛie in der Begrünqung der Senatsvporlage betr, die Oberregl⸗ 
Aule. wobei Serr Drea Ziehl guch bedenken müsse, daß es sich 
iet um die Gründung einer Vollanstalt für Mädchen hanole. 
s beständen bereits zahlreiche Studienanstalten: aber Verhand- 
ugen über die Anerkennung der Abgangszeuanisse, hätten unter 
en Bundesstagten nicht stattgefinden. Auch die Abganags— 
eugnifse der Mädchen vom Johanneum seien in Preußen ohne 
deiteres anerkannt worden. 
J B.“M. Oberlehrer, Dr. Gilbert: In Bamburg bhe— 
den wen realaymnafiale Studienanstalten, deren Schülerinnen 
hne weiteres at allen Universitäten zugelassen würden. Der 
anz erhebliche Rüdgang im Besuch, des höheren VLehrerinnen— 
minors habe einen Einnahmegusfall von 10000 Mezur, Folge 
ehabt. Der Rüdgang sei darauf zurüczuführen, daß das 
bgangszeugnis von einem höheren Lehrerinnenfeminart fein 
Illommen mehr sichere. Andererseits dürfe man aber qgicch 
icht glauben, daß die die Studienanstalt besuchenden jungen 
dädchen alle zur, Universität gingen. Die weitans gröfite 
inzahl verheirate sich erfreulicherweise noch. Den Franen aber 
ie sich nicht verheirgteten, biete allein die Ssiudiengnitalt die 
Nöglichkeit, weiterzukommen. Durch die Studienanstalt werde 
—V— 
biturienten der Studienanstalt könnten Lehrerinnen werden. 
venn die noch ein Jahr die Sonderklasse besuchten. Er bitte 
aher ꝰ»e Bürgerschaft, die Senatsvorlage anzunehmen. 
B.⸗M. Dr. Zrehl: Er, wolle hoffen, daß wegen der An— 
rkennung der Studienanstalt keine Schwierigkeiten gemacht 
ürden. In, Samhurg gebe es Privat-Frauenschulen, und eine 
-tudienanitalt dürfe vorausfichtlich nur dann vorhanden sein 
penn agleichzeitig eine Frauenschule bestehe 
BeM.BSaupflehrer Reim pell, Gu 8.der Senarsvolage)? 
Jer Unterschiey zwischen dem Schulgeld für Einheimische und 
luswartige befrase noch der Vorlage 40 M. In anderen 
Sadten seien die Unterschiede bedeutend größer. Da sich die: 
berschulbehorde doch demnächst mit der Staffelung des, Shul⸗ 
eldes beschäfügen werde, moöchte er bitten, darauf Rüclicht zu 
ehmen, daß duch hier für auswärtige Schuülerinnen cine größere 
höhung des Schurgeldes eintrete. 
Senator Kulenkamp: Mit der Frage der Erhshung 
es Schnigeldes habe sich die Behörde kürzlich befaßt, und sei 
u vdem Ergebnis gekommen, das Schulgeld in der bisherigen 
zöhe zu belassen. 
BaM. Hauptlehrer Reimpell: Dann beantrage er, das 
chusgeite fur huswärtige Schülerinnen statt auf 200 Miäauf 
80 Mäfestzusetzen. 
Dieser Antrag des Herrn Reimpell wurde hierauf ange⸗ 
ommen. 
In der nunmehr folgenden Abstimmung üher die Gesamt⸗ 
—V Zweidrittel⸗Pehrheit nicht vor⸗ 
Pen. so daß eine zweite Lesung der Senatsvorlage erforderlich 
vird. 
3. 
Nachtrag zum Gewerbesteuergesesz, 
etr. Au fhebung der Rechtsnormen über die Erhebung einer 
rilialstenuer, weil sie durch reichsgerichtliches Er kennt nis 
zjegen das Reichsdoppelsteuergesetz verstoßen. 
B.M. Dr. Ziehl; Nachdem sich das Reichsgericht gegen 
ie Füalsteuer in Lübech gusgesprochen habe, beantrage det 
Senat nunmehr die Aufhebung derfelben. Er wundere ich 
ahß der Senal nicht eine Revision des Filialsteuergesetzes vor⸗ 
ehnren wohne, da sie doch eine durchaus berechtigte Steuer 
i“ Seiner Ansicht nach könne sie als eine Gemeindesteuer er⸗ 
vben werden. Er bedaure, daß der Senat keine Mitteilungen 
rüber mache, wie es fich ermsglichen lafsen würde, daß die 
Anialfeuer fortbestehe. Er stelle daher den Antrag. die Bür- 
aischae möge den Senat ersuchen, in Erwägung zu ziehmn. 
beucht die Filialfteuer in Zukunft als Gemeindesteuer erhoben 
derden könne. 
Senator Dr. Vermehren: Die Steuerbehörde habe gleich⸗ 
alis dier Entischeidung des Reichsgerichts sehr unangrnebm 
sfunden. wei der Ausfall der Steuer in den letzten beiden 
zahren 16 000 Mibetrage. Es sei auch sehr wohl überlegt 
borden. ob diese Steuer nicht aufrechterhalten werden fönne, 
ber so einfach, wie es sich Herr DTr. Fieg denke, gehe es 
olt. Die Fingisteuer tönne sicht einfach in eine Gemeinde 
euer umgewandelt werden. Wenn auch der Name einfach 
eändert werde, so sei damit der Charatter der Steuer doch 
och keineswegs geändert und von den von ihr Betroffenen 
Ai den wieder Einwände erhoben werden. Teshalb habe man 
avon Abstand genommen, Anträge auf Wiederherstellung der 
euer zu stellen. und die Aufhebung beantragt. 
Landgerichtsdirekter Dr. Meyer verliest das Ur—⸗ 
eil des Reichsgerichts. In Sachsen 3. B. sollten derartige 
Vmniunalfteuern hefiehen und müsse daher die Frase der 
diedereifutrung der Fiiaisteuer in anderer Form, eingehend 
eprüft werden? Die Steuern sollien keine Extrabelastung der 
Niclen darstellen, aber diese sollten auch nicht weniget als 
ndere Gewerdetteibende belastet werden. Er bitte daher um 
innaßme des Ersuchens von Herrn Dae. Ziehl. 
Senator De. Febling: Gegen die Ann Er⸗ 
uchens sei nichts zu erinnern. 
B.eM Hoff: Es sei bedauerii. dub iu von 
zenat der Bürgerschaft vorgelegtes Geset in so kurzer Zeit vor 
en Reichsgericht als nicht vollberechtigt erwiesen habe. Ta 
uswaͤrtige Gewerbetreibende tatsächlich besset als unsere ein⸗ 
einischen geftellt seien. so müsse noch einmal genau geprüft 
perden. ob erstere nicht zu einer Filialsteuer het ange zogen 
berden könnten. Ta wir hier jedoch keine Gemeindestenern 
aben. so durfie sie gis go newnalitener schwerlich zu · erheben 
ein. 
B.M. v. Sch a d unternu al das Ersuchen des Heren Or. Ziehl. 
ZNie Filialsteuer als Kommunalsteuer zu erheben, dürfte aber 
icht angängig, sein. da wir solche Steuern nicht bätten. 
ins ein ige“ Gemeindesteuer könne vielleicht die Grund⸗ 
euer gelen. die aber gleichfalls niemals als Kommunal⸗ 
euer hetrochtet worden sei. Er möchte davor warnen, ein neues 
dteuerfnitem einzuführen und schlage Herrn Dr. Ziehl voc, statt 
er beantragten Kommunallasten die Worte „auf andere Meiße“ 
setzen, In irgend einer Weise dürfte es sich wohl ermög⸗ 
chen laffen, die Filialsteuer in eine andere Form zu kleiden. 
B.⸗Mu. Dr. Zrehl: Die Form ei ibm gleichgültig. Sermet 
snsicht nach sei dic Grundstener gllerdinas einzig und allern eine 
zemeindeitcuer. Das Gemeindebudaget sei nicht abgeschafft. on⸗ 
ern nur mit dem Staatsbudget vereiniagt worden. Seilte die 
teuerbehörde aber wieder zu einem neqativen Ergebnis fommen, 
) möchte er bitten, daß dieser Bericht der Bürgerschaft vorgelent 
»erde. Im ührigen ändere er sein Ersuchen dem Vorschlag des 
zerrn von Schad entsprechend um, das Ersuchen so z34 fassen, 
aß der Senat exfucht werden solle, zu prüfen, ob die Kilial⸗ 
teuer nicht als Kommunalltener oder aber in anderer Weise 
rhoben werden köonne. 
Senat or Dr. Vermehren: Der Wunsch einer neuen 
Brũfung könne gern erfüllt werden. Die Steuerbehsrde lei 
licht im Unrecht, wenn sie sage. dak wir kein Gemeindebudget 
aben. Die, ganzen Einnahmen dieler Gemeindesteuer flieken 
n die Stactslalse und gehörten daher zum Staatsbudget. 
Sierauf wurde die Senatsvorlage in erster Lesung end⸗ 
ltig angenommen. Gleichfalls gelangte auch das Ersuchen des 
zerrn Dr. Ziehl wur Annahme⸗ 
3*. 
Srlaß eines siebenten Nachtrages zur Stempel, 
ordnung vom 22. Dezember 19800. 
Durch das Reichsgesetz vom 3. Juli d. J. wegen Aenderung 
es Reichsstenwwelgesetzes werden Gesellschafts- und Versicherungs⸗ 
»erträge, die bisher dem Landesstempel unterslagen. vom 1. Okt. 
y. J. an dem Reichsstempel unterworfen. Demgemäß sind die 
tsprechenden Bestimmungen der lübecksschen Stempelordnung 
cuszuheben. Lübeck wird dadurch einen jährlichen Einnahme— 
cusfall von rund 85 000 Mäerleiden. Dieser Ausfall tritt 
illerdings nicht sofort ein, denn nach Artikel 5 Ziffer 6 des 
ingangas erwähnten Reichsgesetzes wird aus in den einzelnen 
zundesstaaten aufgekommenen Erträgen der neuen Abgabe diesen 
zundesstaaten bis zum 31. März 1015 die durchschniltliche Ein— 
iahme vergütet, die in den letzten 3 Jahren vor Inkrafttreten 
s Reichsgesetzes aus den aufgehobenen Abgaben erzielt ist. 
B.M. Präses Dimpker; In den Kreisen der Nersiche— 
ungsnehmer und ⸗Geber herrsche eine große Unsicherheit wie 
ies Gesetz auszulegen sei. Hamburg habe bereits eine Kom— 
rission beguftragt, hierüber eine eingebende Erläuterung zu 
eben. Er niöchte dies quch für Lübed vorschlagen mit der 
zitte. diesen Bericht baldiagst herauszugeben. 
Senator Dr. Vermehren: Sie Etläuterungen des 
Senates in Hamburg hätten die Genehmigung des VRundes— 
ats noch nicht gefunden. Sohbald dies geschehen sei. werde 
s zweckmäßig sein, auch hier in Lübed derartige Bestimmungen 
u erlassen. 
Hierquf wurde die Senatsvorlage in erster Lefung endqültig 
angenommen. 
(Schluß folaf 
dNur euf eiꝑ Wort 
ssen Sie beim Finkauf achten:; Osram“ mus an 
r Lawmpe ehen. Dann — aur dann ijst sie echt! 
eroil erheuich. ergeselschaft. heruin O. 17
	        
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