Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens unr 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
»reis für das Vierteljahr 3,30 Mark einschließlich 
Brinageld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Bestellgeld 3,30 Mart. Einzelnummern 10 Pig. 
Anzeigenpreis (Ausgabe A und B) für die 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarlt usw.) 
is Pfg., sur Auswaärtige 30 Pfg., f. Geschäftl. Mit⸗ 
eilungen 1Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Zatz den Anforderungen entsprechend höher. o o 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und hansestadt Lübed 4163. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Lauenhurg, die 
heiblatt: Gesetze und Verordnungsblatt Rü ennem Zihrendercwenend zürstentümer Ratzeburg. Lübeck und das angren⸗ 
6SSSOSSSSSOSSSSSSSSSOSSSOSOSSSSMOSSSS SG —EE ——— zende mecklenburgische und holsteinische Gebiet. 
HOrud und Verlag: Gebrüdet Bor ers G. m. b. 8. in Lubed. — Geschäftsstelle Aorenuuσ (Königstr. 46). Fernspre cher 8000 u. 9001. 
Mittwoch, den 24. September 1913. 
orgen⸗Blatt KRr. 483. 
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3 fesigesetzt, daß der Besuch des öffentlichen Gottesdienstes frei 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. — J leibt. Die Stunden können für verschiedene Gewerbe ge 
— — —— — —— en fehstaesetzt werden. In Betrieben des Handelsgewerbes, 
—Amsang der bentigen Rammen s Seuen — am Sadbat und an judischen Feiertagen gänzlich ehen, 
1 ürfen Angestellte jüdischen Glaubens an Sonn⸗ und Festtagen 
ichtamtlicher Teil. ur Tie don funf Stunden mit der Maßaabe beschäftigt 
nerden. daß die Geschäftsräume für den allgemeinen Verkehr 
eschlossen bleiben. Tie Bestimmungen der Gewerbeordnung über 
Deutsches Keich. zewerbe. deren vollständige oder keilweise Ausübung an Sonn⸗ 
nd Festtagen erforderlich ist (val. 8 1000 der Gewerbeordnung) 
leͤben bestehen. Auch die Bestimmung der Gewerbeordnung 
ber die Anlegung eines Verzeichnisses bei der Beschäftigung 
on Arbe?tern ist in den Gesetzentwurf übernommen. Die höhere 
⁊ermaltungsbehörde kann für solche Gewerbezwe'ge, deren voll— 
ändige oder teilweise Ausübung an Sonn⸗ und Festtagen zur 
zefriedigung käglicher oder an diesen Tagen besonders hervor— 
retender Bedürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, Aus⸗ 
ahmen von den obigen Vorschriften zulafsen. Der Bundesrat 
ifft über die Voraussetzungen und Bedingungen der Zulassung 
on Ausnahmen nähere Bestimmungen; diese sind dem Reichstage 
ur Kenntnisnahme mitzuteilen. Die obigen Vorschriften stehen 
ner meitergehenden Beschränkung des Gewerbebetriebes an 
zonn⸗ und Festtagen durch Landesgesetze oder durch landesrecht— 
che Verordnung nicht entgegen. — Die Vorschriften des Ge⸗ 
tzes finden auf die Geschäftsbetriebe der Versicherungsunter- 
ehmer einschließlich der Vereine zur Versicherung auf Gegen⸗ 
itigkeit. der Versicherungsagenten und Makler, der Stellen-, 
Innoncen- und Auskunftvermittler, der Sparkassen, der Konsum— 
ereine und anderer Vereine, die nach Art des Handelsgewerbes 
re Geschäfte betreiben, entsprechende Anwendung. — Der Ge— 
tzentwurf enthält dann Beschränkungen seiner Geltung in besug 
uf die Beschäftigung von Arbeitern in einer Reihe von gewerb— 
schen Betrieben, Schankwirtschaften, Schaustellungen und Lust⸗ 
arkeiten. im Verkehrsgewerbe, im Marktverkehr. in Apo— 
heken usw. 
schüsse an Verbände), in Schwäbisch-Gmünd seit 1911 GGu- 
schüsse an Verbände und freiwillige Versicherungskasse), in 
ztraßburg i. Eis. seit 1000 (Zuschüsse an Verbände) und in 
ztuttgart seit 1812 (Zuschüsse an Verbände und Sparer). In 
erschiedenen Städten wurde in den letzten Jahren die Ein⸗ 
ührung einer Arbeitslosenversicherung geplant oder erwogen, 
»hne daß bisher eine Entscheidung vorliegt, zum Beispiel in 
zerlin, Bischheim, Kolmar i. E., Dresden, Düsseldorf. Essen, 
zupen, Frankfurt a. M., Guben, Heidelberg, Ilkirch⸗ Graven⸗ 
aden, Mainz, München, Neukölln. Neunünster, Nürnberg. 
bsorzheim, Schiltigheim und Weißensee. Ablehnend verhielten 
ich Berlin-Wilmersdorf, Braunschweig, Danzig, Dessau. Elber⸗ 
eld, Halle a. d. S. Hamburg, Hof, Köpenick, Kulmbach, Regens⸗ 
rurg, Spandau, Wiesbaden und Würzburg. Endgültig ge— 
cheitert sind bisher die Absichten von Auasburg, Charlotten⸗ 
urg. Duisburga und Solingen 
Die Neuregelung der Sonntagsruhe. Der Berl. Lokal⸗ 
Anzeiger hat soeben den angeblichen Inhalt des Gesetz⸗ 
entwuürss zur Neuregelung der Sonntagsruhe veröffentlicht, 
der vom Bundesrat verabschiedet ist. Tatsächlich ist aber nur 
der Vorentwurf wiedergegeben, der den Vertretungen des 
Handelsstandes im vergangenen Jahre zur Begutachtung unter⸗ 
breitet wurde. Die nach jener Begutachtung bei den Beratun— 
gen im Bundesrat vorgenommenen Abänderungen an 
dent Vorentwurf sind dagegen nicht berückfichtigt. Die 
Veröffentlichung gibt deshalb kein ganz zutreffendes Bild von 
der gepianten Neuregelung der Sonntaasruhe im Handels ge⸗ 
werbe. Nachstehend sei daher der wesentliche Inhalt des Ge⸗ 
seßentwurfs, wie er im Spätherbst dem Reichstag zugehen 
wird, wiedergegeben: Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen, 
Lehrlinge und Arbeiter, vorbehaltlich der nachfolgenden Vor— 
chriften. am ersten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttage über— 
haupt nicht, im übrigen an Sonn- und Festtagen nur wie folgt 
heschästigt werden: Im Betriebe der offenen Verkaufsstellen 
ist eine Beschäftigung bis zu drei Stunden zulässig. Die höhere 
Verwaltungsbehörde kann für Orte, in denen die Bevölkerung 
aus der Umgegend an Sonn- und Festtagen die offenen Ver— 
aufsstellen aufsucht, eine Beschäftigung bis zu vier Stunden 
ulassen.“ Tie Gemeinde oder ein weiterer Kommunalverband 
fann die dreistündige Beschäftigung für alle oder einzelne Ge— 
werbezweige auf kürzere Zeit einschränken oder ganz unterfagen. 
Die Polizeibehörde kann für jährlich sechs, mit Genehmigung 
der höheren Verwaltungsbehörde für weitere vier Sonn— und 
Festtage, an denen besondere Verhältnifsie einen weiteren Ge⸗ 
chãftsverkehr erforderlich machen, eine Beschäftigung bis zu 
zehn Stunden zulassen. Im übrigen Handelsgewerbe kann die 
höhere Verwaltungsbehörde sowie die Gemeinde oder ein wei⸗ 
lerer Kommunalverband eine Beschäftigung bis zu zwei Stunden 
zulassen. Für das Speditions⸗ und das Schiffsmaklergewerbe 
sowie für andere Gewerbebetriebe, insoweit in ihnen Güter— 
»crsendungen mit Seeschiffen vorgenommen werden, kann in 
zleicher Weise eine Beschäftigung bis zu fünf Stunden zu— 
zelassen werden. Die höhere Verwaltungsbehörde kann jür jähr⸗ 
sich höchstens sechs Sonn- und Festtage, an denen besondere Ver—⸗ 
hältnisse einen weiteren Geschäftsverkehr erforderlich machen, 
eine Beschästigung bis zu zehn Stunden zulassen. Die Stunden, 
mährend denen eine Beschäftigung stattfinden darf, werden so 
D. I.O. Der Weltoudenßende l im Jahre 1912. Vergleicht 
nan die jetzt vorliegenden Statistiken des Außenhandels aller 
roßen Staaten, so ergibt sich, daß das Jahr 1912 eine bishei 
icht dagewesene Steigerung des Gesamthandels gebracht hat, 
nder alle Länder beteiligt sind. Großbritannien steht, so— 
vohl was Einfuhr als auch was Ausfuhr anbelangt, an erster 
ztelle; Deutschland an zweiter, was die Einfuhr, die Ver⸗ 
inigten Staaten von Amerika an zweiter, was die Nils⸗ 
ahr anbelangt. Der Wert des Gesamtaußenhandels der Wel 
at 1912 die enorme Summe von 37200000 000 Dollars er— 
eicht. Davon entfielen auf die Einfuhr über 19 Milliarden. 
ruf die Ausfuhr über 17 Milliarden Dollars. Der Welthande! 
zat 'sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt, 
ind drei Länder, Großbritannien, Deutschland und die Ver⸗ 
znigten Staaten. haben jedes für sich einen größeren Außen⸗ 
andel. als der gesamte Welthandel im Jahre 1880. Die 
zälfte des gesamten Welthandels besteht aus der Ein— und 
lusfuhr von fünf Ländern, Großbritannien. Deutschland, den 
zereinigten Staaten, Frankreich und Holland. Die Gesamt⸗ 
eigerung des Wertes des Weltaußenhandels von 1912 gegen— 
iber 1911 belief sich auf rund 3 Milliarden Dollars, die 
ich ziemlich gleichmnäßig auf Ein- und Ausfuhr verteilen. Be— 
rachtet man den Handel der verschiedenen Länder, so ergibt 
sch, daß die erwähnte Zunahme sowohl bei den Agrarstaaten, 
ls auch bei den Industriestaaten zu verzeichnen ist, indem 
ie Rohstoffe und Nahrungsmittel des einen Landes gegen die 
zabrikate des anderen ausgetauscht werden. Großbritannien 
teht, sowohl in den Einfuhr- als in den Ausfuhrziffern, an 
er Spitze aller Nationen, wozu allerdings zu bemerkenist, 
ab diese Ziffern auch den Handel Englands mit seinen Kolo⸗ 
ien umfassen. Alle Nationen, ausgenommen Frankreich, 
Nexiko und Aeghypten, haben den Wert ihrer Einfuhr ge— 
leigert, ebenso alle den Wert ihrer Ausfuhr, mit Ausnahme 
»on Rußland und Australien 
Arbeitslosenversicherumg in deutichmim Städten. Ueber den 
egenwärtigen Stand der Arbeitslosenversicherung in deutschen 
Ztädten auf Grund der letzten statistischen Zahlen werden der 
znf. folgende Mitteilungen gemacht: Derartige Einrichtungen 
estehen in Berlin-Schöneberg seit 1910 als Zuschüsse an Ver— 
ände und Sparer, in Erlangen seit 1909 als Zuschüsse an 
zerbände und reine Arbeitslosenunterstützung, in Freiburg i. Br. 
it 1910 (Zuschüsse an Verbände und Sparer), in Kaisers— 
autern seit 1912 (Zuschüsse an Verbände und freiwillige Ver— 
icherungskasse), in Köln seit 1896, in umgestalteter Form 
ꝛit 1911 Efreiwillige Versicherungskassen und Rückversicherungen 
on Verbänden), in Leipzig (die Arbeitslosenversicherungskasse 
st keine städtische Einrichtung), in Mannheim seit 1911, in 
imgestalteter Form seit 1913 (Zuschüsse an Verbände und reine 
Arbeitslosenunterstützung), in Mülbausen i Els. seit 1909 (Zu— 
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Theater. Kunsit und Wissenichaft. 
Die neuen Vorschriften für Theater und Kinematographen. 
Durch eine offiziöse Meldung ist darauf hingewiesen worden, 
zaß in der kommenden Novelle zur Gewerbeordnung neue Be— 
timmungen öffentlich-rechtliche Natur für den allgemeinen 
Theaterbetrieb und für kinematographische und phonographische 
Vorführungen zur Einführung gelangen werden. Es wird sich 
abei um eine Abänderung der 88 32, 334 und 33b sowie um 
eine Einfügung neuer Paragraphen 320 -320 in die Gewerbe⸗ 
»dnung handeln. Zu diesen Aenderungen werden folgende 
ieue Bestimmungen in Vorschlag gebracht: Für Bühnenunter⸗ 
nehmen darf die Erlaubnis versagt werden, wenn 1. die zum 
Betriebe des Unternehmens bestimmten Räumlichkeiten wegen 
hrer Beschaffenheit oder ihrer Lage den polizeilichen An—⸗ 
'orderungen nicht genügen; 2. wenn die für das Unternehymen 
erforderlichen Mittel nicht nachgewiesen sind; die Erteilung der 
Frlaubnis kann von der Hinterlegung einer Sicherheit abhängig 
gemacht werden, durch welche die Forderungen der Angestellten 
iichergestellt werden; Z. wenn der Nachsuchende die für den 
Betrieb des Unternehmens erforderliche Zuverlässigkeit. ins⸗ 
»esondere in sittlicher, artistischer und finanzieller Beziehung 
nicht nachzuweisen vermag. Der Bundesrat soll besugt sein, Vor⸗ 
schriften für Bühnenunternehmer über die Führunag von Büchern 
zu erlassen. Wer Bühnenunternehmen ohne Beschränkung auf 
eine bestimmte Räumlichleit betreiben will, bedarf dazu einer 
zesonderen Erlaubnis, neben der für die einzelnen Orte noch 
ie Genehmigung der Ortspolizeibehörde erforderlich ist. Die 
Henehmigung soll nur dann versagt werden dürfen, wenn die 
Räumlichkeiten den polizeilichen Anforderungen nicht entsprechen 
»der wenn ein Bedürfnis für das Unternehmen nicht vorliegt. 
der Bundesrat soll befugt sein, über den Geschäftsbetrieb der 
Personen, die gewerbsmäßiag die öffentliche Aufführung von 
Bühnenwerken vermitteln, Vorschriften zu erlassen. In K 332 
vird die Verpflichtung zur Nachsuchung einer Erlaubnis auch auf 
Ale kinematographischen Vorführungen ausgedehnt. Gegen— 
värtig bedarf der Erlaubnis, wer gewerbsmäßig Singsviele, 
Hesangs⸗ und deklamatorische Vorträge, Schaustellungen von 
gersonen oder theatralische Vorstellungen, hone daß ein höheres 
Interesse der Kunst oder Wissenschait dabei obwaltet, veran⸗ 
dalten will. Unter diese Bestimmung fallen klinematographische 
ind pPbonoagrabhiiche Vorsührungen nicht. Durch die Unter⸗ 
tellung det Kinematographen unter den 8 334 der Gewerbe— 
dnung wird auch für sie die Bedürfnisfrage hei der Kon⸗— 
essionserteilung maßgebend. 
Zur Frage der W'edererbaunng des Fürstl'chen Hoftheaters 
n Deimold wird von der Lippischen Landeszeitung festgestellt, 
ah nunmehr Anfang Oktober d. J. mit dem Neubau be— 
onnen werden kam. Der Hoftheaterneubau wird auf Grund 
er von den Architekten Prof. Ebhardt und Prof. Kuhl⸗ 
nann aus Berlin bearbeiteten Pläne gebaut. Wenn nicht 
imgünstige Witterungsverhältnisse eintreten, dürfte damit ge— 
echnet werden, daß die nächst;ährige Spielsaison bereits ganz 
»der teilweise im neuen Hoftheater wird stattfinden können. 
C.K. Die Vollendung des Ma'lünder Verdi⸗Denkmals. 
bus Mailand wird berichtet: Das grohbe Verdi—⸗ 
denkmal, das am 10. Okt. feierlich auf dem Piazzale Buona⸗ 
otti eingeweiht werden wird, ist nun vollendet, der wohlgelun⸗ 
ene Guk der Statue wurde am Mittwoch von dem Komitee 
esichtigt. Nach den Schilderungen der Herren, die das Werk 
a Augenschein nehmen durften, ist die Arbeit des Bildhauers 
zutti ein Werk von imponierender Monumentalität. Auf 
inem mächtigen vierechigen Marmorklotz, der nur ein allego— 
isches Basrelief aus Bronze trägt, erhebt sich auf achteckiger 
Aasis das Standbild. 
,„Der neu?e Shylodk“, ein im jüdischen Milieu spielendes 
„chaufpiei von Hermann Scheffauer, das in der lkommenden 
Zpielzeit von mehreren Bühnen aufgeführt wird und bereits in 
zngland viele hundert Male mit größtem Erfolge in Szene 
ing. gelangt im Oktober am Danziger Stadttheater zur 
lraufführung. Die neuartige, interessante Gestaltung des 
üdischen Milieus wird auch in Deutschland besonders inter⸗ 
ssieren. Den Bühnenvertrieb hat der Berliner Theater-Verlaa 
5. m. b. H. Berlin W. 15. 
SD...... Gina Ginori“, Schauspiel in 4 Akten von 
M. Ferner und E. Pleithner, eine Dramatisierung des bekann⸗ 
en Romans „Vollmondzauber“ von Ossip Schubin gelangt 
urch das Theatergeschaftsbureaun, Phönix“, München, zum 
Zersand an die Bühnen. 
308. Tantiemenfreie Bühnenwerlke. Das vom Deutschen 
3hnenverein herausgegebene Deutsche Theater-Adreßbuch er⸗ 
cheint auch in diesem Jahre bereits im Oktober bei Osest e r⸗ 
reId E Co.. Berflin WM. 15, und bringt n. a. eine inter⸗ 
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ssante Zusammenstellung dramatischer Schriftsteller, deren 
PVerke bis zum Jahre 1920 frei werden. Danach sind vom 
1. Jan. 1914 ab außer den Werken Richard Wagners u. a. 
uch „Alexandro Stradella“ und „Martha“ von Flotow tan⸗ 
iemefrei. Im Jahre 1915 werden Heinrich Laube (,Karls⸗ 
hüler“, „Graf Essex“), Smetana (. Die verkaufte Braut“) und 
er Märchendichter C. A. Goerner frei. Es folgen im Jahre 
916: Viktor Hugo („Hernani“), 1917: Otto Franz Berg 
dessen Possen später von Kalisch bearbeitet wurden), 1918: 
zermann Hölty, 1919: Albert Lindner (,Bluthochzeit“), 1920: 
dudwig Anzengruber mit seinen sämtlichen Werken. Bg.“ 
SJahrhundertfesispiel der Deutschen in Amerika. Der 
deutschamerikanische Nationalbund hat als Jahrhundertfestspiel 
ür die Leipzigfeier die 1813er Dichtung Kleinschmieds „Als 
je erwachten“ (Verlag Ruhland in Lichtenrade-Berlin) er⸗ 
„vorben und findet die erste Aufführung zu St. Louis, Mo., 
m Deutschen Viktoria-Theater. Direktion Hans Loebel. statt. 
zmm Bereiche der freien Han'astädte findet die erste Aussühcung 
ür Hamburg am 11. Okt. unter dem Regisseur Walter, Ha m⸗ 
zurger Deutsches Schauspielhaus, statt. 
O.x. Die Vollendima des Wildenbruch⸗ Denkmals für 
Weimar. Der Bildhauer Richard Engelmann hat nunmehr, wie 
ie Kunstchronik berichtet, das Denkmal für Ernst von Wilden⸗ 
ruch vollendet, das gegenüber der Weimarer Fürstengruft auf⸗ 
estellt werden soll. Der Künmstler, der auf das übliche reali— 
lische Porträtstandbisd verzichtet, gibt quf hohem Sodel den 
chön bewegten Umriß einer edel gebisdeten nadten Zu glines 
gestalt, deren Haupt einen antililierenden Helm trägt. Die 
dechte faht kampffroh nach dem Schwert, während die Linke die 
zcheide hält, und die ganze Figur atmet lebhaft lebendige 
zchwungkraft, die zum Angriff bereit ist. Es ließ sich wohl 
icht plastisch schlichter und zugleich pfychologisch treffender ein 
zymbol von Wildenbruchs Perjönlichkeit und Dichtung gestalten. 
der Gehalt seines Wesens war ja ein ewig jugendliches Feuer, 
in heldenhaster Kampf für das Große und das Schöne. Das 
Berk, dessen Postament in grohzen Antiqualettern den Namen 
es Dichters krägt, soll in Bronze ausgeführt werden und den 
Mittelpunkt einer schlichten runden Brunnenanlage bilden, so 
aß es sich feierlich und wirksam von den hohen alten Bäumen 
Bbheht. unter denen es stehen wird
	        
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