Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

Antwort erklärte, daß das Projekt Aachen —Löwen über 
Tongern beibehalten werden soll, daß aber neben dieser 
Strecke eine zweite um einige Kilometer kürzere Linie Lüttich — 
Berviers gebaut werden soll. Die eigentlichen interna- 
ionatden Züge Ostende—Aachen sollten aber äber 
Tangern geleitet werden. 
Blõtzlicher Tod einer Prinzessin von Sachsen⸗Weimar. 
W. Geide! bers. 18. Sept. Seute nacht starb hier in ihrem 
26. Lebensjahre die Prinzessin So füa von Sachsen⸗Wei— 
nar⸗Eisenach, die einzige Tochter des hier debenden Prinzen 
Wilbelm von Sachsen-Weimar-Eisenach. Prinzessin Sofiag von 
Sachsen⸗Weimar war noch gestern auf einem Spaziergang blühend 
uind frisch gesehen worden. Sie war vor einigen Tagen ais 
dirol zurũdgekehrt. Wie erinnerlich sein durfte, war lürzlich 
die Nachricht von der Verlobung der VPrinzessin mit dem Sohne 
»es Finamiers v. Bleichrsder im Umlauf. 
Botschafterwechsel? 
Berliu, 18. Sept. Eine Wiener Privotmeldung verbreitet 
ieuerdinas das Gerücht, dah der österreichtsche Botschafter in 
Berlin, Graf von Szögenyi⸗Marich, bald aus Gefundheitsrück- 
ichten zurüchtreten wird. In dortigen unterrichteten Kreisen 
vird mit Bestimmtheit von bem Prinzen Karl Emil zu Fürsten⸗ 
verg als seinem Nachfolger gesprochen. Tah man gerade ven 
Gesandten in Bukarest nach Berlin schicht, wird als gutes Omen 
für die Orientpolitik des Dreibundes angesehen. Prinz Karl 
kmil zu Fürstenberg ist 1867 zu Prag geboren. Sein Bruder 
Max Egon ist der belannte Freund Kafser Wilhelms. 
Nout, 16. Sept. Der hiesige Botschafter der Vereinigten 
Staaten von Nordamerike Thomas OBrien verlüßt seinen 
Posten als Botschafter. Der Botfchafter Frankreichs, Barrdre, 
ehrt im nächsten Monat von seinem Urlaub nach Rom zerüch 
ind wird weder den Londoner noch den St. Vetersburger Bot 
schafterposten Abernehmen. 
Wiener Zurũdweisumg von bundnisfeindlichen Angriffen. 
Wien, 18. Sept. Die Wiener Reichspost wendet sich in 
einem Leitartikel, der „Im Namen' der Bundesfreundschaft“' 
sberschrieben ist, gegen einen Auffatz der Kyffhäuserzeitung. des 
Anitsblattes für den Kreis Sangerhausen, der in verletzender 
Form einen Bruch mit Oesterreich- Ungarn, die Aufteilung 
Desterreich-Ungarns und den Anschluß an Rußland fordert. Die 
Reichspost meint, wenn auch bei der überwiegenden Mehrzaähl 
oes deutschen Volkes der Bundesgedanke herzlich gepflegt werde, 
so mehrten sich in der letzten Zeit doch Stimmen im Sinne der 
Kyffhäuserzeitung. Man möchte wünschen, daß die amtlichen 
Stellen solche Entgleisungen öffentlich zurüchweisen, die nur 
WVasser muf die Mühle der Feinde wären und im Ausland 
alsche Vorstellingen über die gegenfeitigen Gesimmungen der 
Vöirler, die das Bündnis stützen, erweckten. Tas Bündnis 
verde dadurch geschädigt, das beiden Reichen gleich heilig sein 
nüsse. Die Reichspoft schließt, es sei besser, sich aufrichtig aus- 
usprechen. als das Uebel sich weiter fressen zu lassen. 
Die neue türkischebulgatische Grenze. 
Konftantino pel. 18. Sept. Die neue türkisch-bulgarische 
ßrenze, über die gestern ein Einvernehmen erzielt wurde, geht 
»on Enos am Aegäischen Meer, wo die Maritza mündet, aus 
und folgt dann dem Lauf der Maritza bis Dimotika. 
Diese Stadt Gon der aus eine Zweiglinie der Strecke Adria⸗ 
io pel ⸗Konstantinopel nach Dedeagathsch führt) und einiges 
Hinterland bleiben türkisch. Von Dimotika geht die Grenze 
nördlich der Maritza entlang nach Adrianopel, das, ebenso 
wie seine Vorstadt Karagatsch, gleichfalls der Türkei ver⸗ 
bleibt; dagegen fallen den Balgaren außer Ortaksit 
(westlich von Karagatsch) die Grenzorte Mustapha⸗Pascha 
nit einer zwei Kilometer breiten Zone und weiter östlich 
Dalkor Tyrnowo zu. Die Grenzlinie zieht sich dann 
niach dem Schwarzen Meer, wo sie bei einem Punkt zwischen 
Jniada und Sveti Stefanos endet. Das heiß um—⸗ 
trittene Kirkkilifse bleibt tarkisch. 
Sosia 18. Sept. Der Austausch der vulgarischen 
ind serbischen Kriegsgefangenen wird fortgesetzt. Die 
Zahl der bulgarischen Gefangenen beträgt 2893, die der ler⸗ 
hischen 3901. darunter 28 Offtziere. 
Mexilo. 
Mexiko, 18. Seot. Der Kongreß ist ersffnet worden. 
Bisher ist Feiix Diaz alleiniger Präfidentschaftskandidat. Die 
Bundestruppen besinden sich auf dem Vormarsch nach Durango. 
der deutsche Gesandte hat Sorge getroffen, daß die Reichs— 
angehörigen den Ort rechtzeitig verlassen können. 
* 
W. Berlin. 18. Sept. Der Reichskanzler ist aus 
der Schweiz hierher zurückgekehrt. 
W. Berlin, 18. Sept. Das neue Gebäude des 
kKöniglichen RKammergerichts im Rleistpark ist heute 
mittag in Gegenwart des Prinzen August Wilhelm feierlich seiner 
Bestimmung übergeben worden. Eröffnet wurde die Feier durch 
einen Trompeten⸗ und Posaunenchor. Die Uebergabe des Ge— 
häudes erfolgte durch den Justizminister Dr. Beseler an das 
Königliche Kammergericht mit einer Ansprache, auf welche der 
Präfident des Kammergerichts, Heinroth, antwortete. 
M. Berlin 18. Sept. Der Reichsanzeiger meldet: 
Wegen der Ausbreitung der Cholera im Südosten Europas 
und in Kleinasien sind die aus den Häfen des Schwarzen Mee es, 
des Asowschen Meeres, des Bosporus, des Marmaramesres, des 
Aenäischen Meeres und der griechischen Häfen des Jonischen 
Meeres nach deutschen Häfen kommenden Schiffe und Insassen 
einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. 
W. Rathenow, 18. Sept. Priusessin Viktoria 
Zduise siedelt heute nach Potsdam ins Neue Palais über. 
Prinz Ernst August ist in der letzten Nacht im Automobil dus 
dem Manöver hier eingetroffen. Der Prinz und die Prinzessin 
fahren mit dem Zuge um 3 Uhr 9 Min. Von Potsdam beagibt 
sich der Prinz sofort in das Manövergelände. 
W. Kiel. 18. Sept. Die Froße Liebesgahe ves 
Gustav-⸗Adolf⸗Vereins in Söhe von 24065 M äfiel 
ruf die Gemeinde Guhringen in Westpreußen, außerdem erhielt 
zie Gemeinde Leoben eine Summe von 9946 Mark. Als Ort 
ür die nächste Versammlung wurde Freibura im Breisgau 
newählt. 
W. Bremerhaven, 18. Sepyt. Die Kronprinzefssin 
Lecilie nebst Gefolge traf um 1024 Uhr morgens hier ein. 
Der Zug hielt vor dem Schnelldampfer „Kronprinzessin Ce— 
ilie“'. Präsident Achelis und Direktor Heinecken des Nord- 
eutschen Lloyd sowie Bürgermeister Dr. Barkhausen begrüßten 
die Kronprinzessin am Zuge. Die Kronprimzessin ging so— 
zleich unter dem Jubel der nach Hunderten zählenden Menfchen⸗ 
menge an Bord des Schnelldampfers. An der Treppe vor 
dem Schiff salu erten Inspektoren, Kapitäne, Offiziere und 
Obermaschinisten des Norddeutschen Lloyd. Am Fallreep stand 
das Ofjfizierkorbs des Schiffes unter Führung des Kapitäns 
Polad. Nach der Vorstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und 
es Vorstandes des Norddeutschen Lloyd erfolgte die Vorstellung 
ꝛer Gäste, woran sich dann um 1124 Uhr das Frühstück schloß. 
294 Uhr mittags ging die „Kronprinzessin Cecilie“ in See. 
Das Wetter ist herrlich. 
M. Sigmariugen, 18. Sept. Seute mittag find die Prin⸗ 
en Ferdinand und Karl von Rumänien hier ein— 
jetroffen, sie werden sich morgen mit dem Fürsten von Hohen⸗ 
Ollern zu einem dreiwöchentlichen Jagdaufenthalt nach Griesel 
zegeben. 
W. Gtrisones, 18. Sept. Der Zustand des deut« 
ben Militärattachss ist immer der gleiche. Abends 
nd im ersten Teil der Nacht war das Befinden sehr schlecht, 
inen Augenblick hatten die Aerzte ernste Beforgnisse. Um 
Uhtzr morgens ist eine leichte Besserung eingetreten; die 
Brognose ist noch sehr zurüchaltend. 
— Die leichte Besserung im Zustande des deut—⸗ 
schen Militärattachss von Winterfeldt hält an. Der 
tranke erträgt seine Leiden sehr tapfer. 
W. Grisolles, 18. Sept. Heute vormittag AÜberbrachte 
ßeneral Curieres de Castelnau, der Souschef des großen Ge— 
ieralstabes namens des Präsidenten der Republik dem Oberst⸗ 
eutnant von Winterfeldt die Insignien des Dffiziers 
»er Ehrenlegion und erteilte die Accolade. Der Oberst⸗ 
eutnant bat den. General, dem Vräsidenten seinen herzliwhen Dank 
ruszu drũcken. 
W. London, 18. Sept. Die London⸗- und North— 
vesternbahn gibt bekannt, daß fie infolge des Ausstandes 
er Arbeiter auf den Güterbahnhöfen von Birmingham für 
iese Bahnhöfe bis auf weiteres keine Fracht zur Be—⸗ 
örderung annehmen, und eine Verantwortung für Be⸗ 
chã digung oder Verzögerung bereits rollender Guͤter nach Liper⸗ 
»ool nicht übernehmen könne. 
W. Nikolajew, 18. Sept. Den ausständigen Nast- 
rägern schloßsen sich auch die bei den schwimmenden Ele— 
atoren des Haofens beschäftigten Arbeiter an. Das Ausladen 
zes Getreides auf der Bahnlinie stockt, die Lagerräume find 
iberfüllt. Die Getreidehändler haben ihre Agenten telegra⸗ 
Fzhisch angewiesen. die Kornankäufe einzustellen. 
Deutscher Sängertag in Koburg. 
Eigenbericht der Lübedciischen Anzeigen.) 
Machdrud verboten.) Koburg, 17. Sept. 
Der Deutsche Sängerlag in Koburg, der zu Ende dieler 
Boche stattfindet und fich mit einer Neform der deufschen 
Angerbundesfeste beschäftigen wird, gewinnt eine erhöhte Be— 
eutung durch die mit ihm verbundene Erinnerungsfeler an 
die Gründung des Deutschen Sängerbundes im Jahre 1862. 
WVurde im vorigen Jahre das 50jaͤhrige Bestehen des Bundes 
durch das Fest in Nurnberg in Gegenwart von 50 000 veutschen 
Sängern gefeiert, wie auch das erste Bundesfest in Nürnberg 
tattfand, so versammeln sich diesmal die Abgeordneten des 
Deutschen Sängerbundes genau am 51. Gründungstage in der— 
elben Stadt, um in ernsten Beratungen neue Grundgesetze zu 
chaffen für die sast 200 000 Köpfe aählende deutiche Saän- 
nerschaft. 
Es wird dabei nicht ohne heihße Kämpfe abgehen, denn 
im Norden Deutschlands, wo 1917 das nächste Sängerbundessest 
in Samover gefeiert werden soll, ist man mit einem Teile der 
Neformvorschläge der Bundesleitung nicht einverstanden, weil 
ie den Feststädten in Zukunft keine Bewegungsfreiheit mehr 
assen würden. Auch die Sachsen, Leipzigs Gausängerbund 
poran, rüsten sich, um einem prinzipiellenüntrage über dieAuf⸗ 
iahme neuer Bünde in einem Kreise, in dem bereits Bünde vor⸗ 
janden sind, die dem Deutschen Sängerbund angehören, Gela— 
ung zu verschaffen. Und endlich wollen die Thüringer dem 
Sängertage mehr Rechte gegenüber der Bundesleitung ge—⸗ 
ichert wissen. 
Solche Kümpfe hat es auch früher schon im Teutschen Sän— 
serbunde gegeben, aber sie haben nicht vermocht, dem großen 
kinigungsgedanken Abbruch zu tun, der sich in dem Teutschen 
Zängerbunde verkörpert und der erneut zum machtvollen Aus— 
»ruch kommen wird in der am Sonntag in Koburg stattfin- 
enden Erinnerungsfeier. Wenn man dabei der Verhältnisse in 
der deutschen Sängerwelt vor 50 Jahren gedenktt, so mag 
es von Interesse sein, was bei der Gründung des Deutschen 
Sängertages 1862 über die norddeutschen Sängervereinigungen 
erichtet wurde. Der Bund der Vereinigten Norddeutschen Lieder⸗ 
afeln, 1831 gegründet, umfaßte damals 31 Vereine mit 1000 
Zängern aus dem Landstrich zwischen Ems und Elbe. Der 1855 
jemachte Versuch, einen ostfriecsischen Sängerbund zu bilden, 
h»lieb damals erfolglos. Heute zählen die vereinigten nord⸗ 
deutschen Liedertafeln in 77 Veceinen zirka 4500 Sänger und 
neben ihnen besteht in demselben Bezirk der Verband nieder⸗ 
ächsischer Männergesangvereine mit 3500 Sängern, so daß die 
Zahl sich in fünfzig Jahren verachtfacht hat. Aus Lübeck, Ham⸗ 
zurg und Schleswig-Holstein wurde berichtet, daß dort schon 
1844 ein norddeutscher Bund gegründet war, dem viele hol— 
teinische Liedertafeln angehörten; Lübech war Vorort desselben. 
kin schleswig-holsteinischer Sängerbund wurde von der damals 
oänischen Regierung nicht geduldet. In mehreren Städten Schles- 
vigs bestanden Gesangvereine, aber sie durften nur unpolitische 
dieder in ihrer Muttersprache singen. An ein Zusammenwirken 
erschiedener Gesellsschaften war nicht zu denken, alle standen 
ie unter dänischer Polizeiaufsicht; Verbindungen, welche irgend 
vie deutsche Tendenzen verfolgten, wurden streng beobachtet 
zeute bestehen dort der Niedersächsische Sängerbund mit 4500 
Sängern (1862 aus dem Norddeutschen Bunde entstanden), die 
Bereinigten Männergesangvereine von Hamburg-Altonag (1881 
jegründet) mit 1300 Sängern und der 1888 gegründete Schles- 
vig⸗holsteinische Sängerbund mit 700 Sängern. Im ganzen 
tellt als) heute Norddeutschland, das 1862 kaum in Betracht 
am, ohne die altpreußischen, westfälischen, Oldenburger und 
Mecklenburger Bünde 15000 Sänger zum Deutschen Sänger. 
„unde. Es ist deshalb erklärlich, wenn dem Bundesfeste 1017 
in Hannover und seinen Vorbereitungen, wozu als erste die 
Beratungen in Koburg zählen. in Norddeutschland weitgehendes 
interefse enlgegengebracht wird. W. Rodewald. 
Hermischtes. 
* 
W. Laage, (Mecklenburg), 18. Sept. Ein Automobil, 
n dem sich der Vertreter der Bexliner Brennaborwerke, 
Mü ller, befand, wurde gestern auf dem Bahnüberganig 
urz vor Laage voneinem Zugerfaßt und volltändigs 
ertrümmert. Müller erlitt einen Bruch der Wirbelsäule 
owie schuere Schädelverletzungen und mehrere Arm⸗ und Bein⸗ 
zrüche. Er wurde in hoffnungslosem Zustande in das Kranken⸗ 
zaus in Laage überführt. 
W. London, 18. Sept. Wie Lloyds aus Malta berichtet, 
—D 
ama nach Marseille bestimmt, auf der Höhe des Hafens 
Feuer ausgebrochen. Später aber signalisierte das Schiff 
zaß das Feuer bewältigt' sei und daß es im Begriff sei. in 
den Hafen von Malta einzufahren. 
— Lloyds meldet aus Malta: Bei dem Feuer ouf dem 
dampfer „Preußen“ wurde im Raume 4 die Ladung 
»urch Flammen und Dampf beschädigt. Im Raum 5 wurde 
burde ein Teil der Ladung durch Seewasser beschädigt. Der an 
»em Sgiffe selbst entstandene Schaden ist, wie angenommen wird, 
eicht 
—— 
——— — 
m 
D7. Zur Lage in der Textilindustrie. Immer 
rostioser gestaltei sich die Lage in der Textilindustrie in Mar⸗ 
irch. Ver Geschäftsgang ist derart flau, daß ein Geschäft 
ezwungen ist, die gesamten Arbeiter und Beamten für den 
. April 1914 zu kündigen. Getroffen werden hiervon etwa 
30 Beamte und 300 Arbeiter. Eine weitere Firma tellt vor⸗ 
üufia am Sonnabend ihßren Potrioh ein 
— — — — — 
»ftfahrt. 
W. Köolin, 18. Sept. Der franzöfische Fliener Se— 
zu in isst heute mittag 1120 Uhr zum Weiterfluge nach Varis 
ufgestiegen. 
W. RVetersburg, 18. Sept. Der Flieger Poplawko 
st 177 Werst von Petersburg abgestürzt und hat den FIlug 
ufgegeben, da der Apparat zertrümmert wurde. Dem in 
Johannisthal aufgestiegenen Flieger Stiploschek reist ein viesiger 
clieger entgegen, welcher ihn von der Grene nach Vetersbura 
egleiten wird. 
Berlin. 18 Sept. Der Deutsche Luft⸗ 
chrerverband hat jetzt eine Karte heraus—⸗ 
egeben, in der die pverbotenen Luftzonen 
ngezeichnet sind. Danach ist das Ueberfliegen 
lgender Gebiete untersagt: An der Westarenze: 
Besel, Köln, Koblenz, Mainz, Bitsch, Speier und 
zemersheim auf ca. 25 Kilometer im Umkreise: die 
lingegend von Metz ist auf eine Entfernung von 
Do Kilometer Länge und 50 Kilometer Breite ge⸗ 
perrit. Die Zone reicht von Sacirburg bis Chateau 
zalins und schließt Diedenhosen ein. Eine zweite 
roße Sperrzone erstreckt sich in einer Länge von 
20 Kilometern von Zabern über Straßburg und 
dolmar bis nach Basel. Für den Luttverlehr 
wischen Deutschland und Frankreich bleibt also nur 
»er Weg über Gelsenkirchen —Wanne frei. In 
Bayern ist das Ueberfliegen von Ingolstadt und Ulm 
m weiten Umkreise verboten. Die Befestigungen an 
er Nordsee sind ebenfalls für Flieger nicht passier⸗ 
ar. Helgoland ist in seinen ganzen Umfang ge⸗ 
perrt und ebenlo ein 150 Kilometer langes und 
O Kilometer breites Gebiet zwischen Norderney und 
Zrunsbüttel im Norden und zwischen Emden und 
jeestemünde im Süden. In Schleswig⸗ Holstein 
ürfen Kiel und Rendsburg nicht überflogen werden. 
jn Pommern ist das VPassieren von Swinemünde 
uf 50 Kilometer im Umkreise verboten. Auch im 
sten Deutschlands sind weite Gebiete gesperrt, so 
aß sich kein frender Flieger den Städten Königs⸗ 
erg i. Pr. und Danzig auf 109 Kilometer Ent⸗ 
rnung nahen kann. Zu vermeiden ist ferner das 
sßebiet zwischen Marienwerder und Hohensalza sowie 
vischen Angersburg und Ortelsburg. In Posen ist 
sas Ueberfliegen der Residenz, in Schlesien das 
leberfliegen von Breslau und Glatz verboten. 
PO. Der Abentenrerprinz Dadian verhaftel. 
kin Telegramm aus Odessa meldet die Verhaftung des 
Brinzen Dadian in Sub⸗el-Kalch. Damit finden die Taten 
ines interessanten Abenteurers ihren vorläufigen Abschlue. Der 
Brinz Dadian war der Führer einer organisierten Räuberbande, 
velche in den letzten Jahren Städte und Dörfer an der lauka⸗ 
ischen Küste des Schwarzen Meeres gebrandschatzt hatte. Das 
held, das der Prinz aus diesem Näuberleben crwarb, verpraßte 
r in St. Petersburg und London, wo er in Lebekreisen eine 
bohlbekannte Persönlichteit war. Der Prinz entstammt einer 
ilten mingrelischen Fürstenfamilie und hatte seine Erziehung 
n européGischen Gropstanten ershalften 
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