Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens un 
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eilungen 1 MI. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
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Beilagen: Vaterstæstische Blätter. — Der Familienfreund 
Umtsblatt der freien und hansestadt Lübed 163. Jahrgang Nachrichten für das Herzogtum Tauenburg, die 
beiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt B x duüurstentümer Katzeburg, Lübed und das angren 
ιασασσεσεαασανσααα εσασασεσσσοοεοασοαοαοσ —— —— ende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlag: Gebrüder Borchers G.m. b. H. in Lübeck. — Geschaͤftsstelle Ad AGönistt. 46). Fernsprecher 9000 u. 9001. 
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Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. 
Umfang der heutigen NRummer 8 Seiten. 
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Nichtamtlicher Teil. — 
Deutsches Reich. 
Ueber einen angeblichtn Ersolg der Imrfgegner ging vor 
rturzem eine Nachricht durch die Blätter. Danach sollte es den 
Impfgegnern“ gelungen sein, bei dem Kaiserl. Gesundheitsamt 
eine Nachprüfung der Vollzugsvorschriften zum Impfgesetz durch- 
gesetzt zu haben. Diese Nachricht ist durchaus irre— 
düährend. Es besteht vielmehr die Absicht, ähnlich wie auch 
Früher schon, in diesem Herbst seitens des Reichsgesundheitsrats 
die geltenden Impfvorschriften daraufhin prüfen zu lassen, 
ob sie noch in allen Punkten dem Stande der Wissenschaft und 
den gemachten Erfahrungen entsprechen. Zu dieser ganz selbst— 
verständlichen, im Wesen der Dinge liegenden amtlichen Be— 
tätigung bedurfte es keiner Anregung von außen, am wenigsten 
von impfgegnerischer Seite! Es wäre schlimm um die Volks— 
gesundbeit bestellt, für deren Erhaltung in Deutschland das 
Reiche-Impfgesetz von ganz wesentlicher Bedeutung ist, wenn 
etwa notwendig gewordene Neuvorschriften im Rahmen dieses 
Gesetzes von den „Impfgegnern“ angeregt werden müßten, 
deren Betätigung ein sehr hoher Beamter seinerzeit als „gemein— 
gesährlich“ zu bezeichnen sich veranlaßt sah. 
Geschäftsboykott. Was ein Gerichtsbeschluß gegen einen 
Geschäftsboykott nützt nach der heutigen Gesetzgebung, hat durch 
einen Bremer Fall eine drastische Illustration erfahren. Ueber 
das Geschäft des Schlachtermeisters Kohl in Bremen, der einen 
mit Drohungen und Beleidigungen den anderen Gesellen gegen— 
über für seinen Verband agitierenden Gesellen entlassen hat. 
ist von der Lohnkommission der Schlachtergesellen der Boykott 
verhängt worden. Dieser wird durch Flugblätter gefördert. 
in denen es heißt, Kohl habe alle freiorganisierten Gesellen 
nauf die Straße geworfen. Kohl hat gegen die Veranstaller 
des Boykotts das Gericht angerufen und einen Gerichtsbeschluß 
erzielt. wonach es den Veranstaltern bei 300 MuStrafe für 
jeden Uebertretungsfall verboten wird, weiter Flugblätter mit 
der Anzeige der Geschäftssperre zu verteilen. Ungeachtet dieser 
Versfügung haben sich gleich darauf auch das Gewerkschafts- 
kartell. die Gewerkschaftsvorstände und die sozialdemokratische 
Ortsorganisation dem Boykott angeschlossen, und Donnerstag 
sfrüh wurde die Flugblattverteilung unbehindert fortgesetzt. 
allerdings nicht durch dieselben Leute, denen sie durch 
den Landgerichtsbeschluß verboten worden ist, sondern durch 
andere. — Nun muß Kohl, wenn er sein Geschäft von der 
Biodade befreien will, gegen die neuen Flugblattverteiler 
klagen, und morgen werden dann wieder andere an ihrer Stelle 
stehen. so dak iede derartige Klage mit ihrem Gerichtsbeschlußk 
— 
Dienstag, den 16. September 1913. 
Morgen⸗Blatt Ar. 468. 
nichts als einen Schlag ins Wasser bedeutet. Trotzdem hat 
Kohl auch gegen das Gewerkschaftskartell, die Gewerkschafts— 
»erbände und den örtlichen sozialdemokratischen Parteivorstand 
degen des Boykotts Klage beim Landgericht erhoben, während 
indererseits die Gesellen nicht verfehlt haben, gegen das über 
ie verhängte gerichtliche Verbot des Zettelverteilens Beschwerde 
inzulegen 
— 
Manu einer trummen Politikim Wege-war. Ein 
Möann wie Herr v. Schleinitz, der mit Deutschostafrika zusammen⸗ 
gewachsen ist, hält es zu Hause nicht aus. Wir dürfen mit 
iemlicher Sicherheit erwarten, ihn als Privatmann hier 
»raußen zu sehen. Es ist ein eigenes Geschick, daß die Schuk⸗ 
ruppe von Deutschostafrika hintereinander ihre beiden Reprä— 
entanten verliert. Sie verliert in Herrn v. Schleinitz sehr viel. 
zs ist bekannt, daß er stets für das Wohl und Wehe seiner 
Iffiziere und Unteroffiziere ein volles Verständnis hatte. Ins—⸗ 
esondere die letzteren blickten mit Verehrung zu ihm hinauf. Er 
atte es verstanden, so manches deutschen Soldaten Leid zu lin— 
sern, der in diese Kolonie mit geblälßten Segeln kam und 
ittere Enttäuschung erntete. Auch wir Kolonisten verlieren einen 
ßreund, denn Schleinitz' Einfluß auf seine Offiziere und Unter— 
ffiziere, mit den Kolonisten in Freundschaft zu leben, steht 
est. Wo es anging, hatten diese donn auch mehr als bloße Worte 
ur Unterstätzung zu erwarten. So werden gerade wir Wirt⸗ 
chaftler Herrn Oberstleulinant v. Schleinitz stets als Freund 
ind Förderer der Kolonie ein warmes Gefühl der Dankbar— 
leit wahren. Möge er baldin unseren Reihenstehen, 
vo ihm als ftüchtigen Kenner Ostafrikas noch ein reiches Feld 
der Betätigung winkt“ 
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Aus den Schutzgebieten. 
Die Eingeborenenschulen in Kamerun. Auf Grund der 
ont Gouverneur mit Zustimmung des Reichskolonialamts erlasse— 
ien Schulordnung vom 25. April 1910 übt die Regierung die 
zchulaufsicht über sämtliche Schulanstalten von Kamerun aus. In 
en Eingeborenenschulen ist als Unterrichtssprache neben dem am 
zchulorte selbst herrschenden Dialekt mir die deutsche Sprache 
ulässiga. Für die unter Leitung der Missionen stehenden Ein— 
eborenenschulen ist, soweit sie auf staatliche Unterstütung rech— 
en, ein besonderer. Lehrplan rorgeschrieben. Nach diesem wer⸗ 
en in der Oberstufe verlangt: Gewandtes Lesen und Schreiben 
er deutschen Sprache, Fertigkeit im Rechnen (gewöhnliche und 
dezimalrechnung, Prozentrechnung) sowie die elementaren Kennt⸗ 
lisse in der deutschen Geschichte seit 1870 und in der 
krdkunde, allgemeines Wissen von Kamerun und Deutschland 
zurzeit sind in Deutschland vier Regierungsschulen für Ein— 
eborene vorhanden. nämlich in Duala (6 Klassen mit 348 
Schülern), Victorie ( Klassen mit 339 Schölern), Jaunde 
5 Klosien mit 120 Schülern) und Garua (S Klossen mit 61 
„chülern). In den drei erstgenannten wirken etatsmöbig ange— 
tellte weiße Regierungslehrer, während in Garua der Unter— 
icht von farbigen Hilfslehrern erteilt wird. In der Schule von 
Duala kamen im Jetzten Dahre 27 Schüler der ersten Klasse 
ur Entlassung, die als Zollausseher, Kanzleigehilfen, Heil— 
ehilfen. Hilfslehrer in Regierungsdienste traten. Von den in 
zictoria entlassenen Schülern wurden 36 in amtliche Täͤenst— 
ellen übernommen, 13 Schüler der Oberklasse gingen zur 
andwirfichaftlichen Schule daselbst über. Außer den genannten 
zchulen merden von der Regierung aber noch Handwerker— 
chulen in Bueag und Duala unterhalten. Der Wert der in 
eiden Handwerkerschulen hergestellten Gegenstände belief sich 
m letzten Jahre auf etwa 40000 M. Landwirtschaft- 
sche Schulen für Eingeborene bestehen in Victoria 
ind Dischana. Die Schüler werden hier in der Land wirtschaft, 
Hiehzucht und Gärtnerei unterwiesen. Die Hauptarbeit auf 
»ent Gebiete des Kameruner Schulwesens leisten heute noch die 
Vaissionare der verschiedenen Missionsgeselsschaften 
Zum Fall Schleinitz, über dessen inneren Zusammenhang 
vir schon Aufklärung gaben, schreibt die letzte aus Deutschost— 
ifrifa eingetroffene Usambara-Post: „Ueber die Gründe, die 
hm das weitere Verbleiben in der Schutztruppe verleiden, 
rerrscht zurzeit noch keine Klarheit. Soviel 'jedoch ist sicher, 
daß in diesem Falle. wie so oft im Leben, ein gerader 
Ausland. 
England. 
Homerule. Dasß die Opposition mit Unterstügung des 
zon einem früberen Kollegen der liberalen Regierung gemachten 
Jorschlags in eine Konferenz zwischen den beiderseitigen Häupt— 
ingen über Homerule Erfolg haben wird, ist höchst unwahrichein⸗ 
ich, schon deshalb. weil die Regierung schlechte Erfahrungen mit 
er Konferenz im Jahre 1910 gemacht hat, die im Grunde sich 
benfalls um Homertule drehte oder doch um die Mögqlichkeit, 
zomerule trotz dem Oberhaus zum Gesetz zu erheben. Die 
IRnposition fühlt offenbar, daß sie mit dem Schüren zum Auf— 
uhr in Irland, mit phantastischem Prophezeien von Neuwahlen 
nd andern Schreckgespenstern der Regierung nicht beitommen 
ann, und versucht daher jetzt, sie durch die Konferenz in eine 
alsche Stellung zu drängen. Die liberale Presse ist einstimmig 
»er Meinung, daß die Konferenz nur dann Zweck und Erfolg 
jaben könne, wenn die Opposition die führenden Grundsätze 
»es Homerule-Gesetzes, nämlich getrenntes irisches Parklament 
ind irische Verwallung, zugebe, eine Voraussetzung, die nuch der 
isherigen Haltung der Opposition undenkbar ist. Vocschläge 
uur Verbesserung des Gesetzes stehen der Oppo'ition offen auch 
hne eine Konferenz. für die es vorläufig an jeder Grundlage 
ehlt. 
Theater, Kunst und Missenschait. 
„Die Reise um die Welt in 40 Tagen“ im Meiro pol-Theater 
jn Berl'n. Die neue Metropol-Revue, die Sonnabend abend 
in Berlin vor der gewohnten glänzenden Gesellschaft enthülltf 
wurde, entfernt sich von den bisherigen Schablönen. Sie 
krägt der Kinomode Rechnung. Die technischen unbegrenzten 
Möglichkeiten des Films beherrschen die Schaugier unlerer Zeit. 
Daher haf sich der Hausdichter des Metropoltheaters, Julius 
Freund, den Jules Verneschen Roman einer Rekordiagd um die 
Erde zum Vorwurf genommen, den tktechnischen Fortschritten 
entsprechend die Reise um den Erdball aber auf 40 Tage 
beschränkt. Sie führt vom englischen Exentricklub in London 
in das Schneegestöber Rußlands, von dort zu einem herrlichen 
Tanzfest nach Peking, wo die Augen mit einer fabelhaften 
Farbenpracht förmlich berauscht werden (nan merke sich den 
Namen Jeane de Lande, die als chinesische Tänzerin in einem 
aus nichts, etwas Spitzen und noch einigetn Flitter bestehenden 
Nacktkostüme die Habitués in Erstaugen versetzte), in das 
Straßenleben Ostasiens, in Friskos Opiumhöhlen. Immer 
wieder neue Hindernisse müssen überwunden werden. Wahn— 
witzige Wettiagaden in Automobilen müssen Verlsäumnisse ein— 
holen. Der Schiffsuntergang auf dem Atlantischen Ozean, der 
mit Hilfe des Films vorgetäuscht wird, stellt der Wette eine 
letzte grausige Schwierigkeit entgegen. Schließlich muß eine 
Aeroplanfahrt retten. All das ist mit Berliner Humor durch 
tränkt und wird von den alten Lieblingen Thielscher, Giam— 
— 
berts Musik wird die Berliner Gassenhauer um einige neue 
Melodien: „Liebe macht uns dumm, Liebe bringt 
uns um“ (Karl Bachmann und Helene Ballot), Warum 
nimmste denn den Hut, warumbleibste denn nicht 
hier“ (ein urkomischer Tango von Thielscher und der Ballot), 
„Mädchen sind wie Engelein“ (Bachmann), „Mond- 
cheinwalzer“ (Ida Rusßska) u.' a. bereichern. 
Vom VBremer Staditheater. Einer auten Tradition zufolge, 
findet hier zum Wiederbeginn der Opernspielzeit immer ein 
Wagner⸗-Abend als so eine Art Festvorstellung statt, dieses 
Jahr „Tannhäuser“. Bedeutende Fortschritte gegen frühere 
Zeiten sind durch verstärkte Chöre erzielt. Es folaten „Lo ben— 
grin“, „Fidelio“, „Mignonu“, denen sich ein Verdi— 
Zyklus anschließt. Trefflich führten sich neugewonn:ne Mit— 
zlieder neben den bewährten Kräften ein, so Herr Bader, ganz 
orzüglich als Landgraf und Rocco, frisch und freudig Frl. 
Nonté als Hirt, deren helle offene Tonbildung, deutliche und 
ichere Deklamation und wirksames Spiel, auch als Mignon 
ehr gefielen. Unsere Frau Pfeilschneider gab die Venus 
ind sicherte als Fidelio mit der Sicherheit der Darstellung 
ind dem Glanz der Stimme sich einen allerersten Platz. Herrn 
Schützendorfs Pizarro bewies von neuem, wie auch in 
illen kleinen Einzelheiten des Spiels die'er Künstler in der 
Fharakterzeichnung ganz Hervorragendes leistet. 
Zur Daͤrelt onsmüdigkeit des Ehrpwaares Dumont⸗Lindemann 
n Däsßseldorf sind Verhandlungen im Gange, um das 
Zünstlerpaar von dem Entschlusse, nach München überzusiedeln, 
bzubringen, doch werden diese Schritte nach Lage der Sache nur 
ann erfolgreich sein, falls die Stadt die hisheriage Suhvention 
ür das Theater erhöht. 
Eine Faschule für Theater⸗Dekorationswesen in Berlin. 
kine Höhere Fachschule für Theaterkunst wird am 1. Olt. in 
BZerlin eröffnet und der Höheren Fachschule für Dekorations— 
unft, der Schule Reimann, ang'gliedert werden. Diese Anstalt 
oll einerseits den Kunstgewerbler mit den speziellen Bedürf— 
issen des Theaterwesens vertraut machen, andeterseits dem 
Theaterfachmann und Schauspieler Gelegenheit bieten, die zur 
zenischen Ausstattung nötigen kunstgewerblichen Elementarkennt—⸗ 
sisse, z. B. Dekorationsentwürfe, Belezuchtungstechnik, Kostüm⸗ 
unde u. a. nachzuholen. Der Unterricht, an dem auch theater⸗ 
nteressierte Laien als Hospitanten teilnehmen können, wird 
mter namhaften Künstlern und Theaterfachleuten zum Teil auf 
en Bühnen einiger erster Berliner Theater, die sich hierfür aur 
Verfügung gestellt haben, erteilt werden. 
Die Direltion des Hosburgihraters in Wien hat veranlaßt, 
»atz gegen Frl. Ida Orloff von seiten der Intendanz die 
disziplinaruntersuchung eingeleitet wurde. Frl. Orloff hat in 
dopenhagen ohne Erlaubnis der Burgtheaterdirektion bei einer 
rilmaufnahme mitgewirkt und sich einem Interviewer gegenüber 
eäuhert, daß Direktor Thimig sie nicht zur Geltung kommen 
asse. Sobald Herr Direktor Thimig definitiver Direktor würde, 
echne He nicht mels mit einer Fereruno des Vorftrages. NVom 
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den Ergebnissen der eingeleiteten Tntessuung wird es ab— 
hängen, ob Frl. Or'off weiler im Vrbande dier Lofbñhne ver— 
leibt. Sie ist Burgtheaterzögling, d. h. sie itudierte cuf 
Kosten des Burgtheaters im Wiener Konservatorium und mußte 
ich daun nach zwei Uebungsiohren dieser Bühne zur Ver— 
ügung stellen. 
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rer ist im Begriff, nach längerer Pause eine neue dreiaktige 
Zper, deren Text er selbst gedichtet hat, zu komponieren. Den 
znhalt des Textes bildet das Leben des Altmeisters der 
talienischen Kirchenmu'ik „Palestrina“, dessen Name auch 
oraussichtlich als Titel der Oper gewählt werden dürfte. 
ßfitzners Werk erscheint im Verlage der Firma Adolph Fürstner— 
Zerlin-Paris, die dasselbe zuerst in Paris veröffentlihen wird. 
zerr Prof. Pfitzner genießt auf diese Weise für „Palestrina“ 
iie 50jährige Schatzsrist in den Ländern, die diesen erweiterten 
Irheberrechtsschutz eingeführt haben, wie ja auch Herr Dr. 
kKichard Strauß für seine seit dem „NRosenkavalier“ erschienenen 
Kompositionen durch obige Veröffentlichung dieses verlängerten 
Irheberrechtsschutzes teilhaftig geworden ist. 
Ein Pendeitheater in den Rheinlanden wird in den Winter—⸗ 
nonaten der Geh. Intendanzrat Berthold einrichten. Ein 
don ihm zusammengestelltes Ensemble wird abwechselnd im 
ürstlichen Interimstheater zu Detmold, in Paderborn, 
Zoest, Lippstadt, Holzminden, Hörter und in einigen 
»azwischen liegenden größeren Landgemeinden Vorstellungen 
seben. Die Einwohnerschaft der in Frage kommenden Ge— 
neinden und die Verwaltungen der letzteren haben zugesagt, das 
Unternehmen nach jeder Richtung hin zu unterstützen. 
Das Stadttheater zu Mühshausen in Thür. ist dem lang⸗ 
ährigen Direktor des Eisenacher Stadttheaters Possin mit 
dedeutend erhöhter Subvention überlassen worden. 
Uraufführung in Hellerau. Wie aus Dresden berichtet 
vird, soll die schon einmal verschobene Uraufführung des 
Llaudelschen Mysteriums „Verkündigung“ nunmehr 
mm 5. Okt. in Hellerau stattsinden. Es werden dabei mit— 
virken Moissi, Ebert und Mary Dietrich vom Deutschen 
Theater in Berlin, Bruno Decarli vom Leipziger Stadt— 
heater und Eva Martersteia. die Tochter des Leipziger 
Intendanten
	        
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