Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

— 2* J 
— —9 5 
y 3 7 — J 
153 — J 
“3 3 h , 
5454 — Iꝙ 2 — J — *8 5 —34 
* FJ 13 * —38 3. 9 — 7 — 5 
— —1 W J 636 FSH 
z3 9 J J E3 3 ———64 
J. 433 129 J2 7 73 —* 54 IJ 
J —z858— 3284 F — —1336 1 
64 J — — —— 5J — 
J5 — 9 — Vd w 
8 4 
J 
—* 
Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
reis für das Vierteljahr 83,30 Mark einschließlich 
Zringgelb in Lũbeck. Durch die Post bezogen ohne 
Vesteligeld 3330 Mark. Einzelnummern 10 Pfg. 
Anzeigenpreis (Ausgabe 4 und 8) fur die 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeit8marlt usw.) 
i5 Pfg., füũr Auswartige 30 Pfg., f. Geschãftl. Mit⸗ 
eilungen 1 Mk. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz ben Anforderungen entsprechend höher. o d 
Beilagen: Vaterstãdtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübecd 163. Jahrgang Nachrichten fur das Herzogtum Lauenburg, die 
zeiblatt: Gesetz· und Verotdnungsblatt tc r hũrjtenimer Katzeburg, Lubec und das angren 
0 —R — —E zende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Hruck und Verlag: Gebrüder Borch3 6. w. h. K. m Lubed. — Geschäftsstelle Adreg-uus Eönigstr. 46). Fernspre cher 0000 u. 8001. 
fAue4bo 
Morgen⸗Blatt Nr. 466. 
nichtamtlicher Teil. 
das Zentrum setzt Schrtruppenkommandeure 
ab 
Soeben in Berlin eingetroffene Zeitungen aus unserer ost⸗ 
exfrikanischen Kolonie melden, daß der ver diente Kom man⸗ 
eur unserer Schutztruppe, Oberstleutnant Frei⸗ 
zerr v. Schleinitz, der sich augenblicklich auf Urlaub in 
deutschland besindet, auf einen Posten nicht mehr 
uräckkehren wird. Herr v. Schleinitz. der sich in der 
Kolonie und besonders bei der ihm unterstellten Schutztruppe 
der größten Beliebtheit erfreut, wäre also den fanatischen 
Angriffen zum Opfer gefallen, die der Abg. Erzberger 
gelegentlich der jüngsten Etatsberatung im 
Reichstage gegen ihn richtete. Ueber den Auffehen 
erregenden Fall, der in der Oeffentlichkeit viel besprochen 
werden wird und im Reichstag wohl ein Nachspiel haben 
dürfte. erfährt die Tägliche Rundschau folgendes: Während 
der Beratung des Kolonialetats erging sich der Abg. Erzberger 
in heftigen Angriffen gegen die Schutztruppe und ihren Kom⸗— 
mandeur. Er behauptete, daß gelegentlich einer mälitärischen 
Expedition nach Urundi (zwischen Tanganika- und Kiwusee) eine 
Reihe von Gewalttätigkeiten und Graufamteiten gegen die Ein— 
aeborenen vorgekommen sein sollen. Diese Gewalttätigkeiten sollen 
von eingeborenen Hilfsvölkern verübt worden sein, die der 
Kommandant der Expedition v. Gravert angeworben hatte. 
Oberstleutnant v. Schleinitz soll es nun unterlassen haben, eine 
trenge Untersuchung einzuleiten und die Schuldigen zu be— 
itrafen. Bekanntlich waren die Beziehungen des früheren Gou⸗ 
verneurs v. Rechenberg zu Freiherrn v. Schleinitz recht gespannte. 
Ersterer behauptete, daß Freiherr v. Schleinitz die ihm unter⸗ 
itellte Schutztruppe zu dem Gouverneur in einen gewissen 
Gegensatz zu bringen versuchte. Als Herr v. Rechenberg im 
vorigen Jahre seinen Abschied nahm, gab er seiner Miß— 
stimmung über das Verhalten des Kommandeurs unverhohlen 
Ausdrudd. Hierauf erfolgte im Winter der scharfe Zen⸗ 
trumsvorstoß gegen Freiherrn v. Schleinitz. Am 
15. März trat dieser von Tanga aus seinen Europaurlaub an, 
und als er sich im Reichskolonialamt meldete, wurde ihm zu 
verstehen gegeben, daß man ihn nicht mehr im Kolo— 
nialdienst verwenden könne, da man vom Zen— 
trum Ruhe haben wolle. Schleinitz beantragte daraufhin 
eine Disziplinaruntersuchung gegen sich, die auch eingeleitet wurde 
und mit einer vollständigen Rechtfertigung für 
den verdienten Offizier abschloß. Alle gegen ihn 
erhobenen Vorwürfe stellten sich als vollständig halt— 
Tos heraus. In den letzten Tagen scheint sich in der Ange—⸗ 
legenheit, wohl mit Rüchsicht darauf, dah man den Sturm 
sder öffentktichen Meinung fürchtet, eine Wendung 
vorzubereiten, denn Freiherrn v. Schleinitz wurde angedeutei. 
sein schon längere Zeit fertig geschriebenes Abschiedsgesuch 
noch nicht einzubringen und auf die Rückehr des 
Staatssekretärs Dir. Solf zu warten, der die endgül— 
tige Entscheidung treffen soll. — Der Täglichen Rundschau muß 
die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Darlegung über—⸗ 
assen bleiben. Trifft sie zu, so wäre allerdings eine der⸗ 
artige Rücaratlosigleit der Regierung dem Zentrum gegenüber 
ruf das tiefste zu bedauern. 
— 
bei der Türkei zu verbleiben, andernfalls würden sie 
ihre Häuser zerstören und auf türkisches Gebiet flüchten. 
Veniselos reist nocht nach Paris. 
DT. Athen, 15. Sept. Die Meldungen der französischen 
zlätter, daß der Ministerpräsident Veniselos den König auf 
einer Reise nach Varis begleiten werde, sind, wie von 
tegierungsseite erklärt wird, unrichtig. Veniselos hat seine 
interbrochene Kur in Loutraki wieder aufgenommen und wird 
die nächsten Wochen im Bade bleiben. 
Französ sihatürlisches Ablommen. 3 
Konstantnopel, 13. Sept. Der Tanin erfährt: Dschavid 
Bei und Minister Pichon unterzeichneten gestern ein französisch— 
rkisches Abkommen über die Eilenbahnkonzessionen in Syrien, 
»ie Anwendung der Gewerbesteuer auf französische Staatsange 
zörige und über die Zustimmung Feankrcichs zu einer vier— 
rozentigen Zollerhöhung und einer Anleihe von 700 Mil— 
ionen Franken, die noch im November 1913 emittiert werden 
oll. Dschavid Bei kehrt aus Paris nach Konstantinopel zurüd 
Albanien. 
Rom, 13. Sept. Wie die Tribuna meldet, werden die 
Arbeiten der internationalen Kommission für die Festsetzung 
der südlichen Grenzen Albaniens wahrschenlsich am 21. Sept. 
n Korfu beginnen. Sie werden vor Anfang November nicht 
heendet werden können. Schneller vielleicht wird die Arbeit 
der Kommü'sion sür die Festsetzung der nördlichen Grenzen von 
tatten gehen. 
— — 
Name des Opfers ist Anna Aumuller. Sie war früher ve—⸗ 
dienstet in der St. Bonifaciuspfarrei, an der Schmidt damals 
im Amt war. Die Polizei sast, Schmidt habe das Verbrechen 
eingestanden. Der Priester ist im Jahte 1881 in Aschaffenburg 
geboren und nach seiner Ordination an der St. Elisabethlirche 
in Darmstadt tätig gewesen. Er kam 1900 nach Newyork. 
W. Hamburg, 14. Sept. Der Raubmörder Albers 
legte gestern abend ein umfassendes Geständnis ab, 
dah er am 8. Sept. die Frau Eggers in Moorfleeth 
wischen 3 und 42e2 Uhr ermordet und beraubt habe. 
W. Samburg, 14. Sept. Bei dem heute nachmittag auf der 
Broßborsteler Rennbahn stattgefundenen Rennen um den Ham⸗ 
noniapreis (100000 M) wurde S. Alfr. v. Oppen⸗ 
jseims „Kriegsgöttin“ Erste, S. Alfr. v. Oppenheims 
„Dolomit“ Zweite. „Fabelle“ und ,Ruffle“ endeten im toten 
Rennen als Dritte. Totalicator 16: 10, P'at 43, 14, 8: 10. 
DT. Thonn 15. Sept. Der kürzlich wegen Wechselfãlschun— 
den flüchtig gegangene und dann wieder nach der Garnison zu— 
rüdgekehrte Oberleutnant Kretschmer vom 176. In— 
fantere-Regiment murde vom Kriegsgericht der 35. Divifion 
vegen Fahnenflucht schwerer Urkundenfälschuagem Ver— 
zindung mir verhechtem Betruge zu Z Monaten 14 Tagen Ge— 
ängnis und Dientctentlassung verurteilt. Die Verhandlung 
vurde wegen Gefäterdung der Disziplin unter Ausschluß der 
Deffentlichkeit geführt. 
W. Basel, 14. Sept. Heute ist der neue Badische Bahn— 
hof ohne besondere Feierlichleit dem Betrieb übergeben wor—⸗ 
den. Nachdem in der Nacht der Umzug vollendet worden war, 
hat um 4,30 Uhr früh der Personenzug 951 als erster den 
neuen Bahnhof in der Richtung auf Karlsruhe verla'fen. 
W. Lonviers, 14. Sept. Bei einem Bahnübergang bei 
Pitres ist ein Zug mit einem von zwei Reisenden aus Paris 
vesetzten AUutomobil zusammengestoßßen. Die beiden 
Insassen des Wagens wurden getötet. Das Automobil ist 
vollständis zertrümmert worden. 
V. Lyon, 14. Sept. Gestern wurden bei einem Einsturz auf 
den Gruben von Montferrat 22 Arbeiter und 1 Ingenieur ver— 
schüttet. Es ist gelungen, alle Verschütteten zu retten. 
W. Riga, 14. Sept. Aus Arensburg wird gemeldet, dah 
der Herausgeber der esthnischen Zeitung Hael und zwei seiner Mit⸗ 
arbeiter bei einer Segekfahrt auf dem Meere ver— 
unglückt sind. 
W. ODdessa, 14. Sept. Bei einem mit einem Dampfer aus 
Lherson eingetroffenen Arbeiter wurde Cholera bakterio⸗ 
logisch festgeftellt. Auch im Bezirk Odefja wurden zwei Cholera⸗ 
fälle konstatiert. 
W. Mariinsk, Gouvernement Tomsk, 14. Sept. Vier 
im hiesigen Untersuchungsgefängnis befindlich Insassen 
haben drei Gefängnisaufseher erwürgt und sind 
»nutflohen 
Rathenow, 15. Sept. Prinz und Prinze'sin Ernst August 
non Cumberland werden, da sich die Prinzessin nicht wohl fühlt, 
hre beabsichtigte Reise im Herbst nicht antreken. Sie haben 
ie Einladung König Georgs zu der Hochz it des Prinzen oenn 
'onnaught abgelehnt und die Antrittsvisite bis zum nächsten 
Jahre verschoben. Die Peinzessin feierte am Sonnabend ihren 
1. Geburtstag. 
W. Kiel, 14. Sept. Das zweite Geschwader der 
hochfeeflotte ist, um Skagen kommend, mittags 12 Uhr 
n den Hafen eingelaufen. Die kleinen Kreuzer waren bereits 
jestern vormittag eingelaufen. 
W. Krisftiansund, 14. Sept. Der Traweler „Saale“ 
st gegen eine Kaution von 700 Kronen für mögliche 
zuße und Kosten freigegeben worden. Hierauf ist die 
Saale“ heute früh um 5 Uhr nach Grimsby in See gegangen. 
W. Castelsarrasin, 14. Sept. Der erste Teil der fran⸗— 
ösfischen grohen Manöver ist ohne Vorteil für eine 
er beiden Parteien zu Ende gegangen. Der linke Flügel der 
lauen Partei, der von General Pau befehligt war, krug einen 
ichten Erfolg davon, indem er eine feindliche Division abschnitt. 
der rechte Fiügel der blauen Partei geriet jedoch in Gefahr, 
neil seine Stellungen zu sehr von Truppen entblößt worden 
varen. Den Mennschaften waren außerordentliche Anstrengungen 
uferlegt worden, so daß es zur Fortsetzung des Kampfes nötig 
ewesen waäre. Verstärkungen heranzuziehen. Der geĩtrige 
Nanövertag bot ein interessantes militärisches Schauspiel, da 
eide Heerführter angriffsweise vorgingen. Die Haltung der 
Truppen war vorzüglich. 
VDermischies. 
A.B. Die Hotelbesetzer gegen den Di bitahl elektrijder Kraft. 
Mit der zunehmenden Verwendung der Elekirizität zu täglichen 
ßebrauchszwecken hat sich der Hotelbesitzer aller Länder eine 
ieue Sorge bemächtigt. Das ist d'e Frage, ob und inwieweit 
»er Gast eines Hotels dessen elektrischen Strom nicht nur zur Be— 
euchtung, sondern auch zu Toilette- und Kochzwecken verwenden 
ann. Allem Anschein nach wird dieser Brauch schon viel befolgt; 
»enn in den Kreisen der Hotelbesitzer wird lebhaft darüber ge— 
dagt, daß die widerrechtliche Schädigung von Hotelunterneh⸗ 
zungen, die sich gewisse Reisende durch Entwendung von Strom⸗ 
raft erlauben, einen außerordentlich großen Umfang erreicht 
at. Die Wochenschrift des Internationalen Hotelbesitzervereins, 
Das Hotel“, teilt zu dieser Frage das Anschreiben eines Fa- 
rikanten mit, in dem sie „alle strafrechtlichen Merkmale einer 
Instiftung zum Diebstahl“ erblickt und in dem der Empfängerin 
»es Briefes ein Angebot über den Kauf elektrischer Reiseapparate 
jewacht wird. Es heißt darin: „Wäre es nicht sehr angenehm. 
venn Sie, in Ihrer Sommerfrische angekommen, Ihre Garde— 
vbe, welche im Koffer leicht gedrüͤt wurde, selbst in wenigen 
Minuten nachbügeln könnten? Mit einem elektrischen Bügeleisen 
rreichen Sie dieses in kürzester Zeit sauber und ohne besonderen 
dostenaufwand. Oder wäre es nicht sehr yraktisch, wenn Sie Ihre 
Brennschere anstatt gquf einem Spiritusapparat in wenigen Se—⸗ 
unden, ohne die Schere angerußt zu haben, elektrisch erhitzen 
önnten? Ein elektrischer Wasserkocher gibt Ihnen innerhalb 
z3 Minuten kochendes Wasser, Tee, Kaffee usw. ohne daß Sie 
ich weiter darum zu bemuhen brauchen. Ein Griff nach dem 
leltrischen Schalter, und der Erhitzungsprozeh beginnt! Meine 
leltrischen Reifeapparate sind sur jede Stromart und Stromstärke 
serwendbar; fie sind fertig zum Anschliehen und in jedem Hotel 
hne weiteres zu gebrauchen.“ Die Hotelbesitzer wollen gegen⸗ 
über dieser Ausbeutung des elektrischen Stroms auf Kosten 
he Hotels weitgehende Abwehr-⸗ und Sicherungsmaßnahmen 
treffen. 
* 
Paris —Betlin ohne Zwifchenlandung geflogen. 
DT. Berlin, 158. Sept. Auf dem Flugplatz Johannisthal 
ab es Sonnahend nachmittag eine Ueberrafchung. Kurz nach 
Uhr bemerkte man plötzlich in der Richtung der Döberitz einen 
jarman⸗Doppeldeder, der immer näher zu kommen schien. Der 
lpparat landete um 4,21 Uhr auf dem Flugplatz Johannisthal. 
)ie anwesenden Piloten mußten sich überzeugen, daß der An⸗ 
ekommene der franzöfische Flieger Seguin war, der von 
zaris nach Berlin geflogen war, und zwar ohne eine Zwischen⸗ 
indung gemacht zu haben. Der Flieger bewirbt sich mit 
iesem Flug um den Pommerypokal. Der Berichterstatter des 
deutschen Telegraphen interviewte den Flieger. Er erzählte, 
aß er sich bewukt sei, mit dem Fluge ein schwieriges Werk voll— 
racht zu haben, da er auf der ganzen Strecke, die er in 19 
Stunden zurückgelegt hat, viel mit Gegenwind zu tämpfen hatte. 
Als er die deutsche Grenze überflogen hatte, schüttelten einzelne 
zöen seinen Apparat kräftig. Es gelang ihm jedoch, in größeren 
höhen glücklich bis Berlin zu kommen. Er beabsichtigte, gestern 
ach Königsberg und von da über die russische Grenze weiter 
uu fliegen. 
Flieger Friedrichs in England eingetroffen. 
W. London, 24. Sept. Der Flieger Friedrichs 
st gesternabendauf dem Flugplatze von Senden 
ingetroffen, nach dem er von Calais ohne Zwi— 
chenlandung eingetroffen war. 
Der geheimnievrolle Leichenfund im Sudfon Niver. 
W. Newyork,. 14. Sept. (Meldung der Associated Preß.) 
hor etwa 8 Tagen wurde, wie berichtet, im Hudson Niver die 
erstüdelte Leiche eines jungen Mädchens aufgefunden. Das Ge⸗ 
eimnis dieses Leichenfundes ist nunmehr gelüftet. Ein Geist⸗ 
icher, Reverend Hans Schmidt, wurde in voller geistlicher Tracht 
erhaftet. Er ist an der Pfarrei St. Joseph angestellt. Der 
Neueste Nachrichten und Telegramme 
der „AL A. und l. Z. 
Keine deutschen Instruktterre für die chinsische Armee. 
Berlin, 15. Sept. Die Prehzzentrale verbreitete eine Nach— 
richt, wonach Londoner Blättermeldungen zufolge zwischen 
Deutschland und China ein Abkommen getroffen sein soll, 
nach dem eine große Anzahl deutscher Offiziere als Instruktenre 
tür die chinesische Armee in Dienst treten sollen. Die Nachricht 
vird uns sowohl vom Auswärtigen Amte als vom Kriegs⸗ 
ninisterium als vollständig unrichtig bezeichnet. 
Sozialdemokrat sher Parie tag. 
Jena, 14. Sept. Die heutige Eröffnungssitzung des sozial⸗ 
bdemokratischen Parteitages galt besonders der Ehrung 
August Bebels. Reichstagsabgrordneter Molkenbuhr, 
das älteste Mitglied des Parteivorstandes, hielt die Ge— 
ꝛächtnisrede auf Bebel. die der Parteitag stehend anhörte. 
Daran schlossen sich die Ansprachen der ausländischen Dele— 
gierten. Der österreichische Reichsratsabgeordnete Pernerstorfer 
pab der Teilnahme an dem Verluste Bebels Ausdrud und auch 
der englische Parteiführer Keir Hardie widmete dem verstor⸗ 
benen sozialdemokratischen Parteiführer herzliche Worte der 
Ehrung. Der holländische Parteiführer Troelstra wies u. a. 
darauf hin, daß die holländische Sozialdemokratie die ihnen 
mngebotenen Ministerportefeuilles abgelehnt hätte. Die erste 
Sitzung des Parteitages findet morgen statt. 
Vom Balkan. 
W. Konfiantinopel. 14. Sept. Die griechischen No— 
cabeln von Wasiliko, nördlich von Iniada, drücken in einer an 
den Minister des Innern gerichteten Depesche den Wunsch aus, 
— k22 
A
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.