Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 18mal (Wochentags morgens und 
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eilungen 1Mt. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Sat den Anforderungen enisprechend höher. o c 
weilagen: Vaterstãdtische Blãätter. — Der Famillenfreund. 
Amtsblatt der freien und Zansestadt Lübed 163. Jahrgang Lachrichten für das terzogtum Lauenburg, dit 
ᷣelblatt: Gesetz und Verordnungsblatt tt eediurstentamer Rabebnig ůdea und dar re 
σασασαεεσεσαεεσασασασασασασσσασασενσνανο b , zende medlenburgische und holsteinische Gebiet 
Drud und Verlas Gebrüder Borchers Gam. b. H. m Lübed. — Geschäftsstelle Adreßbaus (Königstr. 46). Fernspre cher 9000 u. 9001. 
Sonnabend. den 6. September 1913. 
Ausao 
Morgen⸗Blatt Ur. 450. 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt 
und die Feuilletonbeilage „Der Familienfreund“. 
Umfang der heutlgen Nummer 53 Seiten. 
Nichtamtlicher Teil. 
n die Einführung von Schiffahrtsabgaben für den Elbverkehr 
nilligen. so hat die deutsche Regierung mit sehr erheblichen 
begenansprüchen Oesterreichs zu rechnen, namentlich mit den schon 
tzt in Oesterreich geforderten starken Zollerhöhungen für 
eutsche Industrieerzeugnisse. Um das hohe und erstrebenswerte 
ziel der Schiffahrtsabgaben sicher zu erreichen, wird also vor—⸗ 
ussichtlich die deutsche Regierung jene Aussuhrerschwerungen 
ir unsere Industrieerzeugnisse nach Oesterreich in Kauf nehmen 
rüssen. Für die deutsche Industrie ergibt sich aus diesem Zu— 
ummenhange die ganz unglaubliche Lage, daß sie durch Schiff⸗ 
ihrtsabgaben nicht nur ihre Rohstoffe verteuert und die Frachten 
ir ihre Ausfuhrgüter erhöht bekommt, sondern auch, daß sie 
hon die bloße Einführung dieser Schädigungen noch mit aus— 
indischen Zollerhöhungen bezahlen soll! Nicht rechtzeit'g genug 
inn die Oeffentlichkeit auf diese Gefahr aufmerksam gemacht 
erden. Der Einspruch der deutschen Industrie, der leider nicht 
nheitlich und nicht mächtig genug gewesen ist, um das von 
grarischen und fiskalischen Interessen geforderte Schiffahrts— 
bgabengesetz zu verhindern, muß jetzt mit allem Nachdruck 
hoben werden gegen die beabsichtigte Verquickung der Schiff⸗ 
hrtsabgaben mit dem deutsch-österreichischen Handelsvertrag 
er Widerspruch der deutschen Industrie muß unserm Aus 
ärtigen Amte zeigen, welche gefährliche Politik und welche 
»ppelte Schädigung gerade für die an der Ausfuhr beteiligten 
utschen Industriezweige mit jenem Plane verbunden ist. Es 
t bekannt daß unser Auswärtiges Amt nur ungern und nur 
»uf preußisches Drängen hin in Verhandlungen mit ausländi— 
hen Staaten eintritt. um die Abgabenfreiheit der deutschen 
ctröme zu beseitigen. Das Auswärtige Amt wird die Ver— 
ntwortung nicht übernehmen dürfen, wegen der Einführung 
on Schiffahrtsabgaben auch noch einem der wichtigsten unter 
en künftigen Handelsverträgen, dem mit Oesterreich-Ungarn, 
och weitere, vielleicht unüberwindliche Schwierigkeiten zu be— 
eiten. Und überall. wo die Kreise der deutschen Industrie 
inssuß nehmen können auf unsere politischen Parteien, werden 
ie darauf hinarbeiten müssen, daß einem deutsch⸗õo sterreichi⸗ 
chen Handelsvertrage, der, nur um den Verkehr auf der Elbe 
urch Abgaben verteuern zu können, unserer Industrie hö here 
zZölle für den Absatz nach Oesterreich bringt. im Reidsstage 
ꝛie alartte Ablehnung sicher ist 
5— 
m dem nahezu alle Industrien in außerordentlicher Blüte 
landen Die Arbeitsgelegenheit für gelernte Arbener war daher 
ine elten günstige Die Folge davon, ist daß die Mittet 
der Arbeitslosenversicherung nicht allzusehr in Ana ge⸗ 
iommen sind. Immerhin wurden etwa 2.8 Millionen Bücher 
an Arbeitslose ausgegeben. Die Beiträge zur Versicherung von 
Anternehmern und Arbeitern stellten sich im ersten Jahr auf 
6 Millionen Mark; der Zuschuß des Staates betrug 12 Milttonen 
Mark. Die Gesamtsumme der gewährten Unterstützung belief 
ich auf, 14 Millionen Mark. die Zahl der Unterittzungs— 
resuche stellte sich auf rund 550 6000. die größte Zahl vder 
Arbeitslosen entfällt auf London und den Süden von Eng⸗ 
and, im nördlichen Industriegebiet war die Zahl der 
Urbeitslosen sehr gerind 
Deutsches Reich. 
Schiffahrtsabgaben und Handelsverträge. Auf eine gefähr⸗ 
siche Wirkung des deutschen Schiffahrtsabgaben-Gesetzes für die 
deutsch⸗österreichischen Handelsbeziehungen machen folgende Aus⸗ 
ũhrungen aufmerksam, welche der Syndikus des Bundes der 
Industriellen, Dr. R. Schneider-Berlin, in der „Deutschen In— 
dustrie“ veröffentlicht: Die Reichsregicrung beabsichtigt, die Ein—⸗ 
ührung von Schiffahrtsabgaben nach dem Gesetz vom 24. Dez. 
1911 wenigstens für das Elbegebiet im Zusammenhang mit den 
Verhandlungen über einen neuen deutsch⸗osterreichischen Han⸗ 
delsvertrag durchzusetzen. Der deutsch⸗ost erreichische Handels⸗ 
vpertrag vom 25. Januar 19085 ist bereits am 31. Dez. 1914 
nit einjähriger Frist kündbar, dürfte jedoch bestimmt erst am 
31. Dez. 1917 ablaufen. Es ist vorauszusehen, daß die Reichs- 
tegierung bei den künftigen Vertragsverhandlungen fordert, daß 
Desterreich in eine Revision des Staatsvertrages vom Juni 
—1870 willigt, welcher es bisher für die Elbe unmöglich macht, 
die 18911 vom deutschen Reichsstage und Bundesrat beschlossenen 
Schiffabrtsabgaben auch tatsächlich einzuführen. Oesterreich hält 
»isher an diesem Sondervertrage fest, der die Abgabe⸗ 
reiheit der Elbschiffahrt schützt. Ebenso wie für weite deutsche 
Industriegebiete, in erster Reihe für die sächsische und thüringi— 
che Industrie, von den geplanten Schisfahrtsabgaben eine er— 
jebliche Verteuerung ihres Rohstoffbezuges auf der Elbwasser— 
trahze und ebenso eine Erschwerung ihrer Ausfuhrgeledenheit 
iber Hamburg zu erwarten ist, so hat ja auch Oesterreich na— 
mentlich für die nordhöhmischen Industriegebiete schwere Schä⸗ 
»igungen zu erwarten, sobald es auf die ietzt noch durch 
Staatsvertrag gesicherte Abgabenfreiheit der Elbschiffahrt ver— 
ichtet. Auf der Elbwasserstraße über Hamburg versendet Dester⸗ 
reich den bedeutendsten VPosten seiner Ausfuhr, mehr als über 
den Seehafen Triest, und ebenso bezieht es, besonders für die 
»öhmische und mährische Industrie und Landwirtschaft, einen 
roßen Teil der notwendigen Rohstoffe auf der Elbe. Z. B. 
die nordböhmische Zuckerindustrie versendet ihre Ausfuhr im 
Jahresbetrage von 300 000 To. auf der Elbe von Aussig 
nach Hamburg. Gerade auch, um diese billige Verfrachtung 
der österreichischen Zuckerausfuhr und damit deren Konkur— 
renz auf dem Weltmarkte zu erschweren, wurde von den 
deutschen Agrariern die Einfährung von Schiffahrtsabgaben, 
eider mit Erfolg, betrieben. Soll nun trotz aller dieser drohen— 
den Schäden Oesterreich bei dem kommenden 6andelsvertracg 
Rußland. 
dok. Das ausländische Kapital in Nutzland. Man schreibt 
uns gzus Petersburg: Auf Grund genauer Ermittelungen nach 
en Geschäftsberichten der Gesellsshaften und einzelnen Firmen 
st eine Berechnung, aufgestelst üher die Höhe, des fremden 
dapitals. das in der ruffischen Indusirie investiert ist. Es 
elauft Fich insgesamt quf 1116 Millivnen Marke die garößten 
zapitalien, nämlich 330 Mill. R flammen aus Frankreich, 
*. folot Belgien mit 237 und Deutschland mit 2336 Milonen. 
An vierter Stelle steht England mit 209 Milsfonen. und in 
veitem Abstand folgen die Vereinigten Staaten mit 55. Schweden 
7T. die Spweiz 15, Millionen usw Auf dem Gebiete decsNgarhtha— 
ndustrie steht England an der Spitze mit 74 Millionen, eEbenso 
n. Der Minenindastrie mit 60 Millionen, hier ist, aus Frank— 
zich mit, 80 Millionen vertreten. In der Metallindustrie fiert 
zrankreich an erster Stelle mit 60. Mislinen neben Belgien 
nit. 37 Millinen und England mit 32 Millionen. Deufschland 
st in diesem Industriezweig mit 18 Millionen vertreten Waährend 
ie Kapitalien, der anderen Känder sich im wesentlihen gauf 
inige Hauptindustriezweige beschränken. ist das deuische Kaptal 
n allen Industrien verfreten 
Neueste Nachrichten und Telegramme 
— der L. A.e⸗ und val Z.. 
Die Schrechenstat von Mmühlhausen. 
Weitere Einzelheiten. 
Stuttgart, 5. Sept. Ter Schwäbische Merkur berichtet aus 
Zaihingen: Heute nacht vor 2 Uhr wurden die Bewohner der 
siesigen Stadt durch Feuerlärm aus dem Schlafe gewecht. In 
»em eine Stunde entfernten Mühlhausen an der Enz war von 
erbrecherischer Hand Feuer angelegt worden. Auf die Be⸗ 
ohner wurde von einem maskierten Mann mit Revolvern ge⸗ 
euert. Acht Menschen mußten auf diese tragische Weise ihr 
eben lassen. Elf andere wurden mehr oder weniger schwer ver⸗ 
boundet. Unter den Toten befindet sich auch ein Kind. Einem 
Nanne, der aus dem Fenster auf die Straße sah, schoß der 
ter eine Kugel in den Kopf, so daß er tot umfiel. Der 
Läter. ein früherer Hauptlehrer Wagner aus Degerloch, ein 
ẽ—chwiegersohm der Adlerwirtin in Mühlhausen, wurde später 
nter groher Lebensgefahr unschädkich gemacht und entging mit 
napper Not der Lonchun Aus Vaihingen maren zwei Aerzte 
Ausland. 
England. 
gok. Ein Jahr staatliche Arbeitslosenversicheruna. Man 
chreiht uns aus London: England in betannüe ber erste 
Staat, der eine Arbeitslosenversicherung unter we igehender Bei— 
ilfe durch Staatszuschüfse durd gefuhrt hat. Die Versicherung 
Istreckt sich allerdings zunächst urauf das Baugewerbe, die 
Maschinen-Industrie und die Fahrzeug Induste vDie Ergeb⸗ 
une der ersten Jahre sind in lvieler Beziehung sehr beachtens— 
ert, sie können aber trotzdem als ein zuverlässiger Maßstab 
ur Ne Beurteilung der Löfung diefes Problems micht angeselren 
nerden Denn Enalond hat ein Jahr Soctonunttus be sig 
gheater, Uunfst und Wißenschaft. 
Der Hoffmanische Entwurf des neuen Kgl. Opernhauses 
in Berlin. Nach mehrfachen Besprechungen und Konferenzen, 
»ie Geheimrat Hoffmann im Ministerium der öffentlichen Ar— 
zeiten gehabt hat, liegt nun der endgültige Entwurf 
ür den Neubau des Opernhaules vor, wie er dem vreuß. Abge— 
ordnetenhaus im Januar 1914 zur Beratung und Beschlußfassung 
iterbreitet werden wird. Der Hoffmannsche Entwurf berück— 
ichtigt in der Hauptiache das Ergebnis des letzten Wettbewerbes 
ind weist gegenüber dem ursprünglichen Regierungsentwurf 
»ine Reihe von Verbesserungen auf. So ist der fünfte Rang, 
wie er in dem Entwurf der Regierung vorgesehen war, und 
jegen dessen Anlegung aus Sicherheits- und feuerpolizeilichen 
Hründen Protest erhoben war, sortgefallen. Das neue Opern— 
haus wird also nur vier Ränge enthalten, und es hat sich 
erwiesen, daß auch bei vier Rängen alle Plätze und Reprä— 
jentationsräume vorteilhaft untergebracht werden können. Eine 
weitere, wesentliche Verbesserung bringt der Hoffmannsche Ent— 
vurf durch die Anlage der Garderoben und der Ausgänge, 
die den feuerpolizeilichen Vorschriften am besten entsprechen. 
Mit dem Bau, der auf etwa zehn Jahre berechnet ist, soll 
m Laufe des nächsten Jahres begonnen werden. 
Das Züricher Stadttheater hat am 31. August seine Auf— 
ührungen von Richard Wagners „Parsifal“ wieder auf— 
jenommen. Die Vorftellung, die in genau der gleichen Be— 
etzung und Inszenierung, wie die viel besprochenen Aufführungen 
m April und Mai d. J. unter Leitung von Kapellmeister Dr. 
Lothar Kempter stattfinden, sind für den 3. 5., 7. 
J. und 11. September angesetzt. Den Parsifal singt Willi 
4lImer, der für die gleiche Partie für einige der nächst⸗ 
ährigen Bayreuther Aufführungen in Aussicht genommen 
sst. Die erste Ausiührung fand wieder vor völlig auspekauftem 
Zause statt. 
Pepi Glöckner⸗-Kramer, die bekannte Wiener Volksschau⸗ 
vielerin, eine Tochter von Joseph Matras, kann demnächst 
in Jubiläum feiern. Am 30. Oktober werden es fünfund- 
wanzig Jahre seit dem ersten Auftreten der Künstlerin. Da⸗ 
nals spielte sie in Budapest die Herma in der Zomödie „Die 
erühmte Frau“, und Josef Jarno war ihr Vormer. Von 
udapest kam Pepi Glödner auf zwei Jahre nach Berlin. 
direktor Emmerich v. Bukovics brachte sie an das Wiener 
deutsche Volkstheater, dem sie nun seit 22 Jahren angehört. 
zepi Glöckner, die zu den sympathischsten Erscheinungen des 
biener Theaterlebens zählt, ist mit dem Oberregisseur des 
eutschen Volkstheaters, Leopold Kramer, verheiratet. 
Neuerungen in der Bühnengenossen'chaft. In den Arbeits— 
äumen der Bühnengenossenschaft fand kürzlich unter dem Vorsitz 
es Vizepräsidenten Ridelt die erlte Zentralausschußsitzung nach 
zeendigung der Ferien statt. Die Beratungen, die bei der 
rülle des vorliegenden Stoffes zwei Tage in Anspruch nahmen, 
‚atten die Ausführungen der von der letzten Delegiertenver— 
immlung gefaßten Beschlüsse zur Grundlage. Als ihr Er— 
ebnis kann mitgeteilt werden, daß der Stellennachweis, 
er bekanntlich für Genossenschaftsmitglieder wie für Direktoren 
mentgeltlich wirken soll, die Reise- und Darlehnskasse, 
„ie Engagementslosenversicherung und die Ko— 
ümzentrale für männliche Mitglieder am 1. Oktober in 
dätigkeit treten sollen. Auhßerdem lagen verschiedene Anträge 
»on Stadtverwaltungen zur Erledigung vor, die der Genossen— 
chaft deutscher Bühnenangehöriger Grund und Boden für die 
krrichtung von Kinder- und Erholungsheimen zur 
Zerfügung gestellt haben. Von den eingegangenen Anerbie— 
ungen werden voraussichtlich die der Städte Sondershausen 
uind Templin angenommen werden. 
Die Kommission der Bühnengenossenschaft für Kinoange— 
egenheiten tagte in Berlin am Mittwoch, um die von den 
dinoschauspielern vorgebrachten Beschwerden gegen die 
Filmfabr kanten zu prüfen. Das Material ist ung mein groh, 
ie Klagen überaus zahlreich. Es handelt sich um Mihßß ande in 
ygienischer und sittlicher Beziehung bei den Filmaufnahmen, 
im Lohndifferenzen und Bruch von Verträgen. Die Kommis— 
ion hat beschlossen, demnächst eine große allgemeine Versamm- 
ung einzuberufen und sich mit der Volizeibebürde ins Einnoer⸗ 
iehmen zu setzen. 
Kürnistlernachrichten. Ein neuer Tenor, Hans Bat— 
eux, der in München studiert hat, ist auf zwei Jahre unter 
ehr günstigen Bedingungen als erster lhrischer Tenor an das 
5tadttheater in Essen verpflichtet worden. Nach Ablauf dieser 
zeit itt er für die Münchener Hofoper in Aussicht qgenommen 
vorden. — Willi Birrenkoven, der frühere Helden— 
enor des Hamburger Stadttheaters, hat jetzt seinen dauernden 
Wohnsitz in Hambuig genommen und dort eine Gesang⸗ und 
pernschule errichtet. Von seinen Schülern ist Frl. Marie Hösl 
ils erste dramatische Sängerin erfolgreich am Stadttheater in 
diga tätig. Der Tenorist Fritz Windgassen wirkt am Hof⸗ 
heater in Kassel. Dr 'y ische Bariton Ku t Bi lig wurde nach 
rfolgreichem Probesingen für mehrere Jahre an das Bremer 
Stadttheater berufen. — Der Posten des Intendanten am 
tädtischen Schauspielhause zu Hagen (GWestfalen) gelangt nach 
dem bereits gemeldeten Weggange Dr. Kaisers für den 
1. Juli 1914 zur Ausschreibung. Das Theater ist eine Gesell— 
schaft m. b. H., die von der Stadt unterstützt wird. 
Die Kinosteuer als Subveution eins Stadtiheaters. Die 
Stadtverordneten in Mühlhausen i. Th. beschloisen, jährlich 
5000 Miunaus der Kinosteuer dem Stadttheater als Subpen— 
tion zu überweisen. 
Theatergründung in Hannover⸗Linden. Aus Hannober wird 
jeschrieben: Vom 1. Okt. ab wird Linden nun auch ein 
Theater erhalten, in welchem unter Direktor Groenegreß Schau— 
niele und Lustspiele gegeben werden sollen. Das Ensemble 
zesteht aus 25 Mitgliedern. Es ist auch beabsichtigt, im Laufe 
»er Spielzeit für Schüler und Sckülerinnen eine Reihe von 
lalfifer-Vorstellungen zu veranstalten. 
Ein neues Stück von Eulenberg. Herbert Eulenberg, der 
Dichter der „Belinde“, hat ein nnes fünfaktiges Schauspiel in 
ßrosa vollendet, es heißt „Zeitwende“. Der Dichter nähert 
ich in ihm bewußt dem Leben unserer Zeit. Direktor Bar— 
iowsty hat es bereits für das Berliner Lessinatheater er⸗ 
vorben, ebenso das Bremer Stadttheater. 
Erhöhte Subvention sür das Darnutädter Hof heater. Die 
„tadtverordneten bewilligten dauernd einen jährlichen Zuschuß 
on 200000 Mefür das Großherzogliche Hoftheater. VDie 
zumme soll in erster Linie zur Verbesserung der Gehälter und 
zezüge der Mitglieder, Beamten und Choristen verwendet 
verden. Die Bewilllgung erfolgte, weil allgemein anerkaunt 
zurde, dah das künstlerische Niveau des Hoftheaters unter der 
seuen Leitung erhehlich gestiedgen sei
	        
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