Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Amtsblatt der freien und hansestadt Lübed 163. Jatrrgang Nachrichten für das Herzogtum Tauenburg, die 
heiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt 88** e Furstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren 
σσ— —p— ee ι zende mecklenburgische und holsteinische Gebiet. 
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Sonntag, den 31. August 1913. 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreun 
Morgen-Blatt Ur. 439. 
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1j Staatsangehörigen zu machen, noch lange nicht zu Ende geführt. 
Erstes Blatt. hierzu 2. X — Das hat Kaiser Wilhelm auch in seinem Trinkspruch zur Ein⸗ 
owie „Vaterstässt scke Blätter“ Nr. 48. veihung der Posener Kaiserpfalz betont, so sehr diese auch 
— 7— 7777 rrr— — — onst auf einen versöhnlichen und freundlichen Ton gestimmt 
— —iana vet beutigen Numpie αι Nummer 10 Seite.· dar. indem er die Hoffnung aussprach, daß diese treue Arbeit 
250 ind Fürsorge, die Preußens Könige der Provinz Posen in 
nichtamtlicher Teil. angen Jahren zugewendet haben, von Erfolg gekrönt werde 
F ind die Provinz sich immer mehr zu einem festgefügten, zuver— 
äfsigen Gliede des herrlichen Baues unseres preußischen, unseres 
Politische Wochenschau. eutschen Vaterlandes entwickeln möge. 
Die Stille, die seit Wochen auf der inneren Politik lastet,. Neben diesen grotzen Nationalpunkten traten diesmal in 
st in den letzten Tagen in erfreulicher Weise unterbrochen er inneren Politik die politischen Einzelfragen zurück. Von 
vorden durch einige große festliche Veranstallungen, die uns zedeutung ist jedoch der auf dem Leipzig er Mittelstands— 
helegenhein gegeben haben, wieder einmal, um hut Bismard age zustande gekommene wirtschaftspolitische Zusammenschlub. 
u reden, den nationalen Gedanken vor Europa seuchten du m angesichts der kommenden Zolltarifkämpfe die gemeinsamen 
assen. Der Fürstentag in Kelheim galt dem M— xirtschaftlichen Interessen zu vertreten. Die Bedeutung dieles 
keil. den auch Süddeutschland an der Befrefung Deutschlands zusammenschlusses ergibt sich besonders aus dem Kommentar, 
vom Franzosenjoch genommen hat, und besonders der Er— en er in der Presse gefunden hat. Während er bei den 
merung an König Kudwig J., in dessen Seele ein heiliges echtsstehenden Blättern als eine wirtschaftliche Arbeitsgenossen⸗ 
Feuer nationaler Begeisterung lohte, und der die Schmach baft gepriesen wird, beurteilt ihn die liberale Presse wesent- 
der Fremdherrschaft und die ehrenvolle Abschüttelung des Fran— Gh anders. da tie wobl nicht mit Unrecht fürchtet, daß dieser 
osenioches so tief wie kein anderer empfunden hat. Dieser uammenschlutz den Kristallisationspunkt einer drohenden hoch- 
Empfindung hat er durch den Bau der stolzen Befreiungshalle hutzaollnerischen Mehrheit darstellt. 
n Kelheim Ausdruck verliehen, in der Deutschlands Fürsten Später als auf die innere Politik hat sich auf die Sußere 
n der vergangenen Woche zusammengekommen waren. um zolitik die sommerliche St'lle herabgesenkt. Die europäische 
erneut das Gelöbnis deutscher Einigkeit abzulegen, durch die zolitik ist erst zur Ruhe gekommen, nachdem die Gefahr be— 
damals das große Werk gelang. Ebenfalls der Erinnerung itiat war. daß der Balkankrieg möglicherweise Europa in 
an die Freiheitskriege, in deren Zeichen das ganze Jahr Nitleidenschaft ziehen könne. Als einziges Ueberbleibsel aus 
1913 steht, war der Besuch Kaiser Wilhelms in er großen Umwälzung beschäftigen nur noch die zwischen der 
Breslau gewidmet, wo vor 100 Jahren der Sturm los— ürkei und Bulgarien geführten Auseinandersetzungen um din 
brach, der die Herrschaft des Korsen wegfegen sollte. Von zesitz von Adrianopel die Oeffentlichkeit, und zwar 
der Kelheimer Feier unterschieden sich die Breslauer Kaiser— ur in geringem Maße. Daß Adrianopel der Türkei zunächst 
kage dadurch, daß in ihnen der preußische Anteil an dem erbleiben wird, ist wohl zweifellos, und ob Herr Natschewitsch 
Besteinnaslriege im Vordergrunde stand, während in Kelheim n Konstantinopel nur weilt. um, wie von bulgarischer Seite 
»ie deutschen Fürsten im Geiste des Erbauers des Kelheimer etont wird. einige nebensächliche Fragen mit der Türkei zu 
Befreiungshalle nochmals feierlich das Gelübde erneuerten. treu rdnen, oder ob er die Aufgabe hat, den endgültigen Friedens— 
usammenzustehen und Deutschlands Einigkeit und Gröhe, wie hiuß zwischen Bulgarien und der Türkei vorzubeceiten, ist 
hisker, so auch in Zukunft hoch zu halten. iemlich gleichgültig, da an ein Wiederaufleben des Krieges 
Anders geartet dagegen waren die Posener Kaiser— icht gedacht werden kamn. 
age. Auch sie luden zu einem Nücklick ein duf die Auch der chinesische Aufstand und die Verhandlungen 
deutsche Kulturarbeit, die seit den Tagen Friedrichs des vischen Mexiko und den Vereinigten Staaten 
ßroßen und besonders seit der Tätigkeit der Ansiedelungs— bleppen sich in ähnlicher Weise hin, ohne große entscheidende 
'ommission in der deutschen Ostmark geleistet worden ist: aber eignisse zu zeitigen, und werden wohl auch noch einige 
»on der Vergangenheit weg lenkten sie gleichzeitig den Blick zeit auf der Tagesordnung bleiben. Für uns Deutsche hatten 
auf die Zukunft. in der das Werk zu Ende geführt werden ie Kämpfe um Nanking vorübergehend um so mehr ein er— 
muß; denn wirklich befriedigend sind in der Ostmark nur wöhtes Interesse, als der kleine Kreuzer ‚Emden“ von den 
zie wirtschaftlichen Errungenschaften. die Polen und Deutsche in debellen, und zwar. nach voraufgegangener Drohung, beschossen 
seicher Weise zugute gekommen sind. und besonders die Polen urde und genötigt war. sich seiner Haut zu wehren und 
uus der alten polnischen Lotterwirtschaft erst auf eine Kultur— as feindliche Feuer zum Schweigen zu hringen. Politische Be— 
ꝛöhe gebracht haben, die sie früher nicht einmal geträumt eutung ist diesem Zwischenfall jedoch nicht beizumessen. 
»ätten. Dagegen ist die größere Aufgabe, die Polen tat'äch— Schließlich sei noch des Friedenskongresses im 
ich dem preußischen Staate einzugliedern und zu getreuen »aag und der Einweihung des Haager Friedenspalastes ge— 
— etn — * 
Theater, Kunst und Wißenschasft. 
Die Neue Oper in Hamburg ist Freitag abend, wie schon 
surz gemeldet, unter Hofrat Erhards Leitiung mit „Figaros 
Sochzeit“ vielversprechend eröffnet worden. Max Aoewengardt 
chreibt im Hamb. Corr.: Es war ein gesellschasftliches Ereignis 
— tout Hambourg war da. Es war ein künstlerisches Er— 
»eignis — etwas wie der Geist des Rokoko war da und Mozart 
var auch dabei. Das Haus ganz wie für seine neue Bestimmung 
Jeschaffen — vornehme Intimität in den Maßen und in den 
Farben. Die Bühne ein fein stitisierter Rahmen sür das durch⸗ 
veg mehr malerisch als eigentlich theatralisch stilisierte Rokoko, 
das da sein lustiges Wesen treibt. Das Orchester klang frisch 
und diskret. Es mar alles aufs uhtilste studiert. Das Szenische 
uind das Musifalische. So gab es ein feines Lustspiel und 
ein feines Konzert dazu — so wird es da mit der Zeit ein 
nusikalisches Lustipiel geben. Es komnit bei d'eser Erstauffüh— 
'ung der neuen Oper auf die Einzelleistungen hrer Mitglieder 
niicht so sehr an, als auf den künstlerishen Willen, den künstle— 
ischen Geist, der aus dem einheitlichen Zusammonschließen jener 
kinzelkräfte zu erkennen ist. Maximilian Moris hat lie 
ur lebendigen Darstellung des Lustspiels geführt, Dr. Georg 
Höhler zu sorgfältigem gewissenhaftem Mufizieren — und 
o werden alle zusammen die neue Oper zu dem Erfolg 
führen, daß sie sich ihren festen Plat im Kunstleben Hamburgs 
erobert und behauptet. Es war ein festlicher AUhend. Un— 
zählige Male mußten die Mitglieder, zum Schluß Hofrat Er— 
hard, Moris und Dr. G ö hlerauf der buneungeschrnückten 
Bũhne erscheinen. In kurzen, herzlichen Worten sprach Hofrat 
Erhard seinen Dank aus. 
„Od yfseus Heimlehr“. (Erstaufführung der Operetlte im 
Hünchener Künstlertheater, Aus München wird uns unter 
dem 27. Aug. geschrieben: Seit ungefähr zwei Jahrzehnten 
nüfsen sich die besten Komponisten der heiteren Muse Zu— 
ammenstellungen ihrer Melodien zu Operetten gefallen lassen. 
Mit Franz von Suppé fing man on, dam kamen Johann und 
Josef Strauß und ihr Kollege Lanner an die Reihe und nun 
jenügen die gangbarsten Operetten Offenbachs auch schon nicht 
nehr, es muhte noch ein Werk aus den verschollenen Arbeiten 
»es Meisters zusammengeleimt werden. Die Herren Textver— 
asser Ettlinger (das Karlchen aus der Jugend) und Mötz 
— 
dacht, obwohl die Haager Friedenskonferenz in Wirklichkeit 
der Sache des Friedens diesmal ebensowenig gedient hat, wie 
rüher. Ebenso wird auch Herrn Carnegies wohlgemeinter 
Ippell an Kaiser Wilhelm im Winde verhallen, so erfreulich 
r auch für uns Deutsche ist, weil er beweist, welch Ansehen 
Deutschland und Kaiser Wilhelm in der Welt genießt, und 
vie man jetzt endlich auch die Verdienste der deutschen Politik 
im die Aufrechterhaltung des Friedens würd'gt. Aber zwischen 
iner Politik im Dienste des Friedens, wie sie Deutschland seit 
nehr als 40 Jahren und Kaiser Wilhelm seit mehr als fünf— 
indzwanzig Jahren betrieben hat, und einem grundlätzlichen 
Weltfrieden um jeden Preis, klafft eine unüberbrückbare 
Kluft. bpt. 
Neueste Nachrichten und Telegramme 
der ——E A. und —— —2 
Die Kaisertage in Breslau. 
In der Jahrhundertausstellung. 
W. Breskau, 30. Aug. Um 10 Uhr 20 Min trafen der 
daiser und die Kaiserin, von der Volksmenge jubelnd 
egrüßt, vor dem Haupiportale der Jahrhundert-Aus— 
elkung ein. Hier hatten sich eingefunden: Der Kron— 
»rinz. die Kronprinzessin, die Prinzen Eitel Friedrich und August 
Pilhelm nebst Gemahlin, die Herren und Damen des Gefolges, 
er Herzog von Ratibor mit Gemahün, der Fürst zu Fürsten— 
erg, Reichstamzler Tr. von Bethmann Hollweg, Fürst Solms— 
ßaruth, General Heeringen, Oberpräsident Dr. von Günther, 
egierungspräsident Freiherr von Tschammer und Quaritz, der 
usfische General Tatitschew, der bayerische General Wenninger, 
riegsminister von Falkenhayn und andere. Zu beiden Seiten 
»es Hauptportales hatten FShrenjungfrauen Aufstellung 
zgjenommen. Die Majestäten wurden begrüßt vom Ober— 
meister Matting, Bürgermeister Dr. Trentin und Stadt— 
rat Dr. Friedel, Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Dr. Freund 
ind stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Dr. Peuker so⸗ 
wie von dem Vorsitzenden des Aussteliungsausschusses Dr. Viktor 
und Herzog von Ratibor. Die Majestäten begaben sich, nach⸗ 
dem sie die Anwesenden auf das huldvollste begrüßt hatten, 
n die historische Musstellung. Die Führung über— 
rahmen Professor Dr. Massam und Professor Dr. Seger. Die 
Majestäten besichtigten die Ausstellung sehr eingehend und mit 
röhtem Interesse. Die Glasschränke mit den Handschriften waren 
eöfsset. Im Raume der Blüchersehenswürdigkeiten erwarteten 
nie Maiestäten Graf Strachwitz und Gemahlin. In der öster⸗ 
eichischen Abteikung waren zur Begrüßung anwesend: 
»er österreichische Konsul Freiherr von Pittner, Oberingenieur 
Dr. John, Direktor des österreichischen Heeresmuseums in Wien, 
Nilitäroberintendant Fazekias urd Kunstraler Hollitzer, Wien, 
in der russischen Abteiuung Generalmajor von Strubow, der 
—— 
die kommende Spielzeit u. a. „Aud a“, „Lohengrin“, 
„Tannhäuser“ und „Rosenkavaliet“ in das Pro⸗ 
zramm aufgenommen hat. — Im Schauspiel sind Neuheiten 
gie „Der lebende Leichnam“ von Tolstoi, „Buchhündler Palm“ 
on Hans von Wentzel, das Renaissance-Drama „Das Mahl 
»er Spötter“ von Sem Benelli erworben und als Urauffüh— 
ungen „Frau Kardinal“ von Ulrich Steindorff, einem jungen 
deipziger Dichter, Orlom“ von Dr. Paul Langenscheidth 
Bürgermeister Boysen“ von C. Bleicken. Daneben sollen die 
tlassiser besondere Pflege finden; mit Shakespeares „Julius 
äsar“ wird die neue Spielzeit eröffnet, eine Neubearbeitung 
„on Klopstods Schauspiel „Hermanns-Schlacht“ (auch eine 
lraufführung!) wird am 18. Okt. zur Darstellung kommen und 
ls Körner-Gedächtnisfeiet wird „Zriny“ gegeben und dem 
Drama vorauf ein wirkungsvoller Einakter „Lützows wilde 
zagd“ von Direktor Burchard. — Sehr stattlich ist die Liste 
er Mitglieder, die allein 50 Solisten aufweist. 
Künstlernachrinten. Das Befinden Hermann Nissens, 
es Präsidenten der Bühnengenossenschaft, läht noch viel zu 
zünschen übrig. Es ist nicht abzusehen, wann er die Antsz⸗ 
eschäfte wird wieder übernehmen können. Zurzeit hält sich 
dissen noch in Bad Liebenstein auf, wo er Genesung von 
einem Leiden zu finden sucht. — Felixvon Weingart— 
err und Frau werden auch in diesem Jähre wieder einige 
Pochen am Bostoner Opernhaus wirken. Frau von Wein— 
jartner wird dort u. a. die Eva und zum ersten Male die 
karmen singen. Das Künstlerpaar wird außerdem auch in 
stewyork und Chikago konzertieren. — Der Direktor des 
hétre royal de la Monnaie in Brüssel, Maurice Kufferath, 
st im Hotel Esplanade in Hamburg eingetroffen, um mit 
»em Kammersänger Heinrich Hensel den „Parsifal“ in franzö— 
ischer Sprache zu studteren. — Alfred Kase vom Leip— 
iger Stadttheater wird in London den Sachs, Kurwenal und 
Umfortas singen. — Hoikapellmeister Gille dat elnen 
ieuen Vertrag mit dem kgl. Hoftheater in Hannover bils 
920 geschlossen. — Das erste Gastspiel Anna Pawlowas 
m Zentral-Theater in Dresden trug der berühmten Tänzerin 
rauschenden Beifall ein. Besonderen Eindrud erzielten der 
terbende Schwan und ein Trillertanz. Auch ihr Partner 
stopikoff wurde sehr geselert. 
aben sich ihre Aufgabe leicht gemacht, die Handlung ist gleich 
tull und die Witze sind auch nur spärlich im Tertbuche zu 
'nden. Freilich haben die Mitwirke den dann noch Einiges bei— 
esteuert, so daß wirklich manchmal herzlich gelacht wurde. Die 
usikalische Seite der Aufgabe war weit schwerer u lösen. Die 
berall bekannten Operotten Offenbachs „Die schöne Helrna“ 
id „Orpheus“ enthalten so viel des Herrlichen uid Prä tigen, 
uß es schon einer gründlicen Durchforschung der Offenbachschen 
onwerke bedurfte, um Gleichwertiges zu finden. Und der 
rkannte Musikschriftsteller Dr. Leopold Schmidt hat die Auf— 
abe wohl gelöst, denn es ist ihm gelungen, wirklich noch 
nige Perlen zu finden und zu einem schönen Strauß zu— 
immen zu binden. In musifalischer Hinsicht steht also die 
rbeit unbedingt höher als in textlicher. Die Aufführung 
ar wieder, wie es im Künstlertheater zu erwacten war, g!än— 
nd. Die Penelope gab eine neue Kraft, Frau Karin Gill— 
era-Gade, die vortrefflich zu ingen versteht, nur wäre ihr 
was mehr Humor zu wünschen. Frli. Barich gab eine 
izende Biblis, Frl. Massary eine rafsige Kirke. Auch die 
erren waren durchweg trefflich. Pallenberg als Odysseus 
ing endlich von seiner Menelauskopie ab und bot neu— Seiten 
iner Komik, Herr Pfann hat einen prächtigen Tenor und 
erfügt auch über Humor, Herr Morgan gab einen köstlichen 
elemoch, Formes einen trefflichen Intendanten und auch die 
rei Frier waren in den Händen der Herren Busch, Liszewsky 
ind Sauter-Sarto gut aufgehoben. Pifante Schäferinnen und 
dirten belebten die Szene und an Dekorationen war wirkiich 
iel Schönes und Geschmackvolles zu sehen. Die Neuheit 
zurde sehr gut aufgenommen und es konnten sich Regisseur 
zavrel und der Kapellmeister Hartl, auf dessen Konto ein guter 
deil der tadellosen Einstudierung zu setzen ist, nach Schluß der 
dorstelling auf der Bühne zeigen. Die Autoren glänzten 
»urch ihre Abwesenheit, da sie gegen die Aufführung protestiert 
»atten. Wie weit aber ihr Protest berechtigt ist, soll eine 
lufführung in ihrem Sinne, die in der nächsten Woche veran— 
taltet werden soll, zeigen. Otto Keller. 
Das Bremerhavener Stadttheater macht für die kommende 
S5pielzeit seinen Arbeitsplan bekannt, der erkennen läßt, daß sich 
ie dortige junge Bühne unter Direktot Gustav Burchards 
deitung künstlerisch stetia sottentwickelt. Dies gilt 
nich von der Oper, die aus kleinen Anfängen entstanden, für
	        
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