Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

Ausgabe 
4 
Tagesbericht. 
Lübeck, 23. August. 
Erzellenz Dr. Klügmann. In unserer Notiz über den 
Rücktritt „des hanseatischen Gesandten und bevollmächtigten 
Ministers Dr. Klügmann war gesagt, daß Exzellenz Dr. Klüg— 
mann stamdiger Vertreter der Hansestädte im Bundesrate sei. 
Bekanntlich aber war Minister Dr. Klügmann stimmführender 
Bevollwmächtigter Lübecks und nur stellvertretender Bevollmäch— 
tigler Bremens und Hamburgs beim Bundesrate. 
56 Mlitärisches Personalveränderungen inder 
Armee. Zu Ots. mit dem Patent vom 19. August 1911 sind 
befördert; die Fähnriche von Dichhuth-Harrach im Köni— 
gin⸗Augçusta-⸗Garde-Gren.⸗“Regt. Nr. 4 unter Versetzung in das Inf. 
Regt. „Lübeck“ (3. Hans.) Nr. 162; Bent urnter Bersetzung in 
das Inf.Regt. „Lübeck“ (3. Hans.) Nr. 162; Gaedt im 
Schlesw.⸗Holst. Inf.“Regt. Nr. 163 unter Versetzung in das Füs.⸗ 
Regt. „Königin“ (Schlesw.-Holst.) Nr. 86; Masso weim Inf. 
Regt. Nr. 163, dieser unter Versetzung in das Inf.Regt. Nr. 
67. — Versetzt ist Lt. Egler im Inf.-Regt. „Hamburg“ 
—A 
Nr. 84. — Aus dem Heere scheidet aus am 31. August und 
vird mit dem 1. Sept. in der Marine eingestellt Et. Peintz im 
Schlecw.⸗Holst. Inf.Regt. Nr. 163. 
DT. Aus dem Militärwoch'nblatt. Eine Sonderausgabe 
des Militärwochenblattes gibt folgende Personalveränderungen 
in der Königlich Preuß'schen Armee bekaännt: Ernennungen, Be— 
förderungen und Versetzumen: Kreyenberg, Oberst beim 
Stabe des 2. Nassauischen Inf. Regts. 88 zum Kommandauten 
des 1. Unterels. Inf.Regts. Nr. 132 und v. Rode, Oberstlt. 
beim Stabe des Füs.Regts. Generalfeldmarschall Graf Moltke 
Schles.) Nr. 38 unter Beförderung zum Obersten zum Kom— 
mandanten des Schlesw.-Holst. Inf.Regts. Nr. 163, 
ernannt. Zur Dienstleistung beim Kriegsministerium wurden 
7ommandiert Giebe, Major bei der Inspektion der Techn. Inst. 
). Inf. Unter Enthebung von der Stellung als Mitglied der 
Studienkommission der Mil. Techn. Akademie, Würtz, Ritt— 
meister und Eskadronchef im Kür.Regt. Graf Wrangel (Ostpr. 
Nr. 3) und Bartsch, Hauptmann in der Fliegertruppe. Zu 
Verwaltungsdirektoren bei den nachgenannten Gewehrfabriken 
wurden ernannt die Hauptleute Fonck, beauftragt mit Wahr— 
nehmung der Geschäfte als Verwaltungsdirektor der Gewehr— 
fabrik in Erfurt, Arlart, beauftragt mit Wahrnehmung der 
Geschäfte als Verwaltungsdirektor der Gewehrfabrik in Span— 
dau und Pohlmann, Hauptmann und Verwaltungsmitglied 
bei der Gewehrfabrik in Erfurt in gleicher Eigenschaft zur 
Gewehrfabrik in Danzig versetzt. Der Mazor in der Zentral 
abteilung der Feldzeugmeisterei Möger, wurde unter Belas 
sung in seiner Stellung zum Mitglied der Studienkommission 
der Mil. Techn. Akademie ernannt. In die Reserve wurde ver— 
setzt Oberlt. Graf v. Pourtales im Gordeschützenbataillon, 
tommandiert zur Dienstleistung beim Auswärtigen Amt behufs 
Uebertritt in den diplomatischen Dienst. In Genehmigung ihres 
Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension z. D. geltellt: 
o. Wachs, General der Infanterie von der Armee mit der Er— 
saubnis zum Tragen der Uniform des 2. Hann. Inf.Regts. 
Nr. 77, v. Oheimb, Generalmabor von der Armee untein 
Verleihung des Charakters als Generalleutnant und Heye, 
Oberst und Kommandant des 1. Unterels. InfRegts. Nr. 133 
unter Verleihung des Charakters als Generalmaior. 
Der Deutsche Apotheler⸗Verein wird in den Tagen 
vom 25. bis 28. Aug. in Kiel seine 42. Hauptversammlung ab— 
halten. Dieser 92 Jahre alte Verein zählt jetzt über 5200 Mit— 
glieder. Er besitzt ein Vermögen von 890 000 Muund hat an 
Unterstützungen, Stipendien, Pensionszuschüssen und Prämien 
im vorigen Jahre über 42 000 Mävergeben. 
x Den Offenbarungseid leisteten im Monat Juli d. J. vor 
dem hiesigen Amtsgericht 26 Personen, darunter 7 Frauen. 
1S. amtl. Teil.) 
Fünfter Verbaudstag Deutscher Blumengeschãftsinhaber. 
In Breslau hielten vom 17. bis 19. August die in dem im 
Jahre 1904 gegründeten, gegenwärtig 3000 Mitglieder zählen— 
den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber vereinigten 
Blumenbindereifachleute ihren fünften Verbandstag ab. Die 
Taqungen begannen am Sonntag mit dem Blumengeschäfts— 
inhabertag als öffentliche Veranstaltung im Hotel Schlesischer 
Hof“. Montag wurde in die Beratungen des eigentlichen 
Nerbandstages eingetreten. Der Verbandsvorsitzende, Herr 
Max Hübner Gerlin), eröffnete den Verbandstag mit 
Begrüßungsworten, die in ein Kaiserhoch ausklangen. Nach 
Genehmigung des Jahresberichts und Entlastung des Vorstandes 
und der Geschäftsführung wurde mit der Beratung der vor— 
liegenden Anträge begonnen. Es wurde beschlossen, dem 
Reichsverband für den Deutschen Gartenbau beizutreten. 
Sich einem neugegründeten gärtnerischen Gläubigerschutz— 
verband anzuschließen, wurde dem Vorstand anheim gegeben. 
Der Vorstand wurde beauftragt, im Verwaltimgsstreitverfahren 
eine Aenderung der zu Ungunsten der Blumengeschäftsinhaber 
und Gärtner erlassenen Friedhofsordnungen durchzu— 
jetzen, denn die Monopolisierung ist ein Eingriff in die 
Gewerbefreiheit. — Der Referent Herrmann GGerlin) 
wünschte, deßk die Blumengeschäftsinhaber mit gleichem Mahße 
wie andere Gewerbetreibende, die auf den Friedhöfen Geschäfts 
Faxris betreiben, gemessen werden. — Ueber den Straßen— 
sandel referierte Plage (Zehlendorf); er wies auf die 
bedenklichen Folgen des Straßenhandels in hygienischer wie 
wir tschaftlicher Hinsicht hin. — Die Verhandlungen wurden 
Dienstag fortgesetzt. Es wurde beschlossen, daß in dem neuen 
cHetetz über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe 
für die Blumenbinderei, sowie für den Handel mit frischen 
Blumen und Kränzen, die einem Bedürfnis der Bevölkerung 
dienen. die notwendigen Ausnahmen erhalten bleiben. Die 
wichtigsfte Angelegenheit war die Stellungnahme zu den 
Wünschen der gärtnerischen Verbände nach einem ständigen 
Etinfuhrzoll auf frische Blumen, Bindegrün und 
andere gärtnerische Artikel. Der Verbandstag nahm nach Ab— 
lehnung eines gegen jeden Zoll gerichteten Autrages der Ham— 
burger Verbandsdelegierten eine Entschließung an, wonach der 
Verbandstag einer Verzollung von Schnittbsumen und Binde— 
nRün vom 1. März bis 14. Oktober grundsätzlich zustimmt, 
nagegen die Forderung der gärtnerischen Verbände eines Dauer— 
»ales auf Flieder, Chrysanthemum und feines Bindegrün ab— 
ehnt. Die Resolution fordert, daß, wenn die aäcktnerischen 
Sonnahend, den 23. Auaust 1913. 
Verbände diesem Beschluß nicht beitreten, der Verband Deut— 
cher Blumengeschäftsinhaber beauftragt ist, künftig gegen jeden 
Zoll mit allem Nachdruck Stellung zu nehmen. Der Verband 
Zwartet die Erklärung der gärtnerischen Verbände bis zum 
13. September 1913. Diese Entschließung wurde. einstimmig 
mgenommen. — Der bisherige Vorstand wurde wieder-, zwei 
Beisitzetr neu in den Vorstand gewählt. Nach Erledigung 
on verschiedenen Anfragen wurde der Verbandstag mit einem 
zoch auf den Vecband geschlossen. 
DTeuischer Armenpflege-Kongreß in Stuttgart. Der 
dongreßz des „Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohl—- 
ätigkeit“ (seinem Zentralausschuß gehören von Lübeck Herr 
zenator H. Evers und Frl. Mactha Rösing an), der am 
5. umd 26. Sept. in Stuttgart tagen wird, ist vor eine Aufsgabe 
zestellt, deren Lösung für weiteste Kreise von größter Bedeu— 
ung ist. Er wird die Frage einer einheitlichen deutschen 
rmengesetzgebung hehandeln. Grundlagen und Richtlinien für 
in .Deutsches Reichsarmengesetz“ feststellen. Nachdem der vor— 
ährige Armen-Kongreß in Braunschweig im Anschluß an die 
Beratungen über die gesetzliche Regelung der Aufgaben der 
»ffentlichen Armenpflege sich einstimmig für die Herbeiführung 
der Rechtseinheit auf dem Gebiete des Armenwesens ausge— 
prochen hatte, wurde noch im selben Jahre ein aus Vertretern 
er öffentlichen und privaten Armenpflege gebildeter Ausschußz 
ingesetzt, der die wissenschaftlichen Grundlagen für eine ein— 
eitliche Veutsche Armengesetzgebung feststellen und darauf auf— 
auend die Richtlinien für ein Reichsarmengesetz entwerfen sollte. 
ZRurch ein solches „Reichsarmengesetz“ soll die durch das Unter— 
tützungswohnsitzgesetz geschaffene scarmelle Rechtseinheit auch auf 
as Gebiet des materiellen Rechts ausgedehnt werden, d. h. es 
oll übereinstimmend für das ganze Reichsgebiet festgelegt wer 
den, welche Aufgaben der öffentlichen Armenpflege zufallen, 
velches die Organe der öffentlichen Armenpflege sein sollen 
vie Aufsicht und Rechtsprechung zu regeln sind, wie die Behand 
ung gewisser Gruppen von Fürsorgebedürftigen durchzuführer 
st u. a. m. Ter von dem Ausschuß erstattete Gesamtbericht is 
neben unter dem Titel „Ein deutsches Reichsarmengesetz. Grund 
agen und Richtlinien“ als 100. Band der „Schriften des Teut— 
hen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit“ (Verlag vor 
ancker K Humblot in München) erschienen. Er wird die Grund 
age für die Beratungen des Stuttgarter Kongresses bilden 
der unrfangreiche Stoff ist in 8 Abschnitte eingeteilt, deren 
zearbeitung in den Händen der berufensten Sachverständigen 
ag. So wird Bürgermeister v. Hellander⸗Mannheim in einer 
kinleitung die gegenwärtige Lage der deutschen Armengesetz⸗ 
ebung und in einer Schlußbetrachtung die Notwendigkeit eines 
Keichsarmengesetzes darlegen. TDer Leiter der Armenverwaltung 
Zöln, Beigeordneter Tr. Greven, wird über die Aufgaben 
»er öffentlichen Armenpflege, Schatzrat Tr. Drechsler-Hannover 
iber die Organe der öffentlichen Aumenpflege, Stadtrechtsra! 
Dr. Sperling-Mannheim über den polizeilichen Arbeitszwang 
brofesser Tr. Klumker-Frankfurt a. M. über Wandererfürsorge, 
dechtsrat Fleischnann-Nürnberg über die Tariffrage, Bürgermftr. 
Ir. Thode-Stettin über die Fragen der Aufsicht und Recht⸗ 
prechung berichten. — Ausführliche Tagesordnungen sind durch 
ie Geschäftsstelle des Vereins, Berlin 8W., Bernburgerstr. 24/25 
rhältlich. 
Militäranwärterstellern im Bezirk des 9. Armeekorps. 
.Ohkt. Bremen, Gerichtskasse, Schreiber, bis 8500 M. 
ann bis 2400 Misteigen. — 1. Okt, Cuxrhaven, Amtsgericht, 
tändig beschäftigter Hilfsschreiber, 1400 M, kann bis 1940 M 
teigen, während der Probezeit werden monatlich 90 Muge— 
ahlt. — Im Oktober, HRamburg, Medizinalkollegium, In— 
titut für Schiffs- und Tropenkrankheiten, 8 Zeizer, für ge⸗ 
prüfte Heizet 1400 M, für ungeprüfte Heizer 1300 M, steigt 
»is 1880 M; Polizeibehörde, 30 Schutzmänner, GFehalt 1950 M 
ährl., steigend bis 2800 M, abzüglich 50 Mijährl. für Diensi— 
leidung. — 1. Okt., Itzehoe, Polizeiverwaltung, Nacht⸗ 
volize'sergeant, 12850 MeGrundgehalt, 2800 MeWohnungsgeld, 
100 MuüKleldergeld, Gehalt steigt bis 1860 M. — Sofort, 
l. Okt. und 12. Nov., Lehe, Königl. Landratsamt, je 1 Schutz 
nann, für die Dauer der Probezeit 11623 Mämonatl. und 
280 MWohnungsgeldzuschuß jährl. sodann jährl. 1400 Md 
Gehalt und 290 M Wohnungsgeldzuschuß neben freser Dienst— 
flleidung. — 1. Okt. Stadt Westerland a. Sylt, Bürger— 
neisteramt, Sparkassengegenbuchführer, 1400 bis 1800 M. — 
Für Inhaber des Anstellungsscheines: 1. Okt, Buxrtehude, 
Magistrat, Schulwärter an der städtischen Realschule, 900 M 
ährl. neben freier Wohnung, Feuerung und Licht. — 1. Okt., 
hamburg, Mäedizinalkollegium, Institut für Schiffs- und 
Tropenkrankheiten, 4 Hausdiener (Glaser, Tapezierer und Maler 
devorzugt), 1300 bis 2100 M, außerdem freie Dienstkleidung: 
3Nachtwächter, 4 Mefür jede Nacht, in der Dienst geleistet ist. 
1. Olt., Marne, Kuratorium der Kaiser-Wilhelm⸗Schule 
Realschnle). Jahresgehalt 700 M, Vergütung jür die Ve— 
orgung der Reinigung sowie für die Beschaffung der Reini— 
jungsmateriolien und -utensilien jährl. 400 M, freie Woh⸗— 
iung, Feuerung und Licht im Schulhause. 
Die Wasserwärme in den städtischen Badeanstalten be— 
rug am 22. Aug. im Krähenteich 1750 Grad Cels., auf dem 
Falkendamm 17 Grad Cels. 
Warrug vor MWäscheschrv'ndel Wiederholte Anfragen 
rus der letzten Zeit lassen es geboten erscheinen, das Publikum 
uf den Wäscheschwindel hinzuweisen. Obwohi in Lübed an 
Heschäften. in denen man Wäsche aller Art“ und. in jeder 
Zreisloge kaufen kann. kein Mangel ist, gibt es auswärtige 
Firmen, die die Stadt und Umgegend pianmäßig beresfen lassen, 
um Aufträge in Wäschestügen zu erhalten RMöeisi wenden 
ich die Réisenden dieser Fitmen an die minderbemitlelten 
Zreise der Bepölkerung, und gewöhnlich sind es Arbeitshemden 
ind Unterhosen, die angeboten werden Die Preise, die ge— 
ordert werden, sind geradezu unglaublich hoch meist 9 bis 
0 Mudas Stück, — dieselbe Ware in guter Qualität koftet 
sier gm Platze höchstens die Hälfte. Ver hohe Preis wird 
den Kunden, dadurch mundgerecht gemacht. daß man ihnen 
»ersichert. die Wäsche sei besonders gesund, halte — unter 
harantie — 10 bis 12 Jahre und sei hier am Platze gat 
icht zu haben; auch habe es mit dem Bezahlen leine Eile 
in den Bestellschein werden diese Bemerkungen natürlich nicht 
git qufgenommen und sie werden später, wenn es zu einem 
hrozeß fommt,, zumeist bestritten oder als unverdindiiche 
nedensarten der Reisenden bezeichnet. durch die die Firma 
nicht verpflichtet werde. Je nach dem Geschich der Reisenden 
ind der Leichtgläubigkeit der Kunden werden' guf diese Weise 
Aufträge erteilt, die sich auf mebr dean 100 Mibelaufen und 
veit ũüber die Verhältnisse der Besteller hinausgehen. Zunächst 
eht es eine Meile gut; der Besteller leistel die erste Au— 
—2 
A e 
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Morgen⸗Blatt Nr. 424. 
zahlung. Vor der zweiten Zahlung zeigt sich aber gewöhnlich 
hon dahß die Wasche minderwertigit indent sih die enten 
öcher zeigen. Meidet hierauf der Besteller der Firma den 
Mangel, gn, so erhält er zunneist qnen nichtssagenden Be—⸗ 
cheid. bestenfalls wird die Wasche ausgebessert, geht ober 
Hon sehr hald gnuanderen Steilen wieder entzucce ve— 
Ende, vom Liede ist in den meisten Fälien dahß der westelter 
von der Firma am Gericht ihrer Niederlassung verklagt wird 
und, ofern er ich, nicht zur Führung des Prozessegsei es 
aus Mangel an Geld oder“ anderen Gründen, er kann 
außer der Wäsche noch erhebliche Gerichts und Vertretungs⸗ 
kosten zu zahlen hat. Detartige Unternehmungen, die den 
teellen Geschäftsmann, vor allem den fleinen Gewerbetreiben— 
den, schwer schädigen, verdienen die schärfste Bekämpfung. — 
die Zentralstelle zur Betämpfungever Schwindelfirmen in 
Lübech, Varade Nr. 1, ist gern bereit, Minderbemittelten, die 
in die Retze einer derartigen Schwindeifirma geraten sind, Rat 
und Hilfe zu gewähren. 
5 Ein internationales Propagandaschwimmen großen Stils, 
das die Schwimmsache in Medlenburg populär machen soil, wirs 
im Sonntag vom Kreis II Hansa und Norden des Deutschen 
cchwimmpnerbandes, zu dem auch unser Schwimmverein gehört. 
m Medeweger See in Schwerin über eine Strecke von 3000 m 
eranstaltet. Es kommen über diese Distanz 6 Schwimmen 
uiim Austrag und zwar: Seniorschwimmen, Juniorschwimmen, 
Jugendschwimmen, Damenschwimmen, Schwimmen füt Herren 
iber 49 Jahre, desgl. für Herren über 30. Jahre, Thren— 
reise, die sofor! gewonnen werden, haben gestiftet: der Groß⸗ 
erzog, Herzog Johann Albrecht, Großherzogin Anastasia, die 
5H. meinnützige Gesellschaft und verschiedene Privase. Die ein— 
ebien Schwimmen, und, die Sprungvorführungen werden das 
zeste zeigen, was in diesen Sportleistungen möglich ist, denn im 
eniorschwimmen startet das Beste, was wir in ZDeusschiand. 
as bekanntlich in bezug auf den Schwimmsport an ersier 
telle steht, hahen. Es kommen u. g.: Paul Thormann, Magde⸗ 
urg, mehrfacher Sieger im klassischen Müggelsee⸗Schwimmer 
und anderen Dauerschwimmen; Paul Ahrend, Berlin mehr⸗ 
her Wesermeister und erfolgreicher Langitredenschwimmer; 
Ato Warmuth, Spondau, der Sieger um den Pring Heinrich 
zokal beim Müggelsee-Schwimmen, Hermann Speidei. Seu— 
nenn, Sieger in den größten süddentschen Dauerschwimmen; 
luauit „Meyn, der, bekannte, Hamburger Meisterfchwimmer; 
zranz Varizo! mehrfacher Wesermeister. Ebenso ind im 
chwimmen für Herren über 30 Jahre die beflen Langstrecken⸗ 
hwimmer vertreten. u. a.: Adolif Vollrafh. der velangte 
annheimer Dauerschwimmer, der jetzt auf die Ueberquerung 
es. Kanals trainiert; Louis Lexau, der Sieger im großen 
3km-Dauerschwimmen durch die, Danziger Bucht, und viele 
indere. Im Springen werden sich zeigen der Welimeifter und 
Anmpiasieger Albrecht Zürner und AugustMüller und Fritz 
MRüller, die mehrfachen deutschen Meister und Gewinner von 
zaiferpreisen. Diese Darbietungen versprechen daker, da 
-dchmimmvorführnngen in Schwerin bisher noch nicht staft 
vefunden haben außerordentlich interefsante zu werden. Unser 
Schwimmpverein boaf eine Meldung fur das Juniorschwimmen 
abgegeber 
h. Vrůfunge schwimmen. Morgen Sonn'ga)n'echmittag um 
3, Uhr wird im Kräbenteich das üblshe Prüfungsschwimnen 
aller Volksschulen stattfinden die in diesem Sommer gan dem 
von der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnüßiger Tätigfoit 
ꝛewährten freien Schwimmunterricht teifgenommen' haben Es 
rerden sich außerdem zu dieser Prüfung die drei Knaben— 
schulen einfinden, an die die Oberschulbehrde Schwimm- 
anterricht hat erteilen lafsen: die iI. und V Ste Coprenz- 
mo die I. St. Gertrudschule. Am Stafeftenschwimmen, 
bei dem ijie sechs Schwimmer je 50 min beliebiger Shwimmari 
zurückzulegen haben, werden sich beteiligen von Rnaben- 
ach uhen: das Waisenhaus — weiße Kaupe. die Donischile — 
ote Kappe, die J. St. Jürgenschule blaue Kapre die 
I. St. Jürgenschule — schwarze Kappe. die Marienschhule — 
gelhe Kappe, die, J. St. Gertrudschule — weiß⸗rote Kabre; von 
Mähdchenschulen das Waisenhaus — weiße Kappe. vdie 
Domschuüle — 7Iote Kappe. die I. St. Jürgenfschule —— blaue 
dappe die II. St. Jürgenschuie — Ichwarze Kappe.die 
Jenisch'sche Schule — gelbe Kaphe. die IISt. vorenzschule — 
hwarz⸗ weiße Kappe. die V. Si. Lorenzschule rof-weihe Kappe, 
ie Buroschule — blau⸗-weiße Kappe, die Marienschüle 750 
laue Kappe. Den Anfong werden die Maäd henschulen machen. 
zei dieser Gelegenheit soli guch. wie wir schon mitteilten 
ie Vereinsmeisterschaftedes 1. Lübeder Schwimm— 
vereins zuz Austrag gebracht werden; 400 mPilichtleistung 
uanter 8Minuten, für die bis jeßt zwei Meldungen vor⸗ 
iegen. Ein recht, lebhaftes Treiben wird sich asso in der 
Zadeanstalt entwicheln und hoffentlich viehr vom Wetter be— 
ünftigt sein. als das am vorigen Sonntag so gründlüch 
erregnete In Hamburg werden diese Prüfungsschwinmen 
tets im Winter. unabhängig von Wind und Wetter, in der 
cchwimmhallen vorgenommen, die für unsere über 100606 
Sinwohner zählende Stadt bis jetzt eine fata morgana« ge 
Alieben sind 
HP. Die Lͤbeder Turnerschaft feiert am Sonntag, 24. Aug., 
in der Forsthalle ihr 59. Stiftungsfest und fordert alle Mit— 
zlieder und Freunde zu zahlreicher Beteiligung auf. Der Aus— 
narsch von der Hauptturnhalle zum Dampfer an der Struck⸗ 
ähre erfolgt morgens 754 Uhr unter Vorantritt der Regiments⸗ 
apelle. Nach der Dampferfahrt, die sich bis Israelsdorf erstreckt, 
gehts mit lustaem Liederklang durch herrlichen deusschen Buchen⸗ 
vald zur Jahneiche, wo Frühstüdsraft stattfindet, während der 
die Gesangsriege unter bewährter Leitung ihre Lieder erklingen 
assen wird. Es folgt dann der Weitermarsch zur Forsthalle, 
vo sofort noch Ankunft das Wetturnen beginnt. Zur gemein 
amen Mittstagstafel sind auch die Damen der Mitglieder und 
)amenabteilungen herzlichst eingeladen. Am Nachmeltag finden 
as allgemeine Geräteturnen, sowie Spiele und Freiühungen 
tatt, woran sich die Siegerverkündigung und ein Tanztränzchen 
m Sqgoal der Forsthalle schließen werden. Im Garlen der Forst 
halle konzertiert mährend des Nachmittags die Regimeniskabelie. 
b. Der Salondampfer „Meta“ macht am morgigen Sonn⸗ 
og, seine diesjährige Lustfahrt von Grömiß, Kellenhusen, 
dahme und Burg a. F. Die Abfahrt erfolgt orgens 47 Uht 
on Schnppen J, hier, die Rückfahrt geht diesmal nur bis 
Traremünde. Bei der großen Beliebsheit die sich diese Fahren 
in diesem Jahre wieder zu erfreuen hatten, wird es sicher auch 
morgen nicht an Teilnehmern fehlen 
b. Weinrtettaurant „Union“. In diesem neuen, sich eines 
aglich steigenden Zuspruches erfreuenden Restaurante findem, 
nit dem heutigen Tage beginnend, an jedem Freitag und Som— 
bend abend, Konzerte, von ersten Künftlern ausgeführt, slait. 
lußerdem, wird an jedem Sonnfag mit tage eine dezene 
Lafelmusik veranstaltet. Es wird hierdurch den Wünschen vieler 
Cucher entsrrochen, und auch diejenigen, weiche noch nicht in 
en zntim gehaltenen neuen Räumen weiiten, werden sich dort 
dei den preiswerten Darbietungen, vorzüglich bestellter Küchen 
ind Keller und dem Klange diskret vorgelragener einshmei 
helnder Weisen bald heimisch fühlen. Ein Eintritisgeld wird 
an den Konzertabenden nicht erhoben. 
d.. Vromenadenkonzert auf dem Marktolatz gin Sonntan. 
Triumphmarsch aus „Aida“ von Verdi. 12 Ouvertüre zui 
Iper „Wenn ich Koͤnig, wär“ von, Adam. 3. Szenen aus den 
Meisteriingern“ von Wagner. 4. Siegeshymnus von Prim 
precht von Preußen. 5. Säkular-Marsch 1813 von, Dr. J.— 
dartzem, 6. Komm und gib mir deine Hand, aus „Die beiden 
zusaren“ von Jessel.
	        
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