Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wochentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
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Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
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Pfg., fũr Auswärtige 30 Pfg. f. Geschãftl. Mit⸗ 
ilungen 1 M. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Zan den Auforderungen entsprechend hoher. o 0 
Zeilagen: Vaterstãdtische Blätter. — 
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Amtsblatt der freien und Hanfestadt Lübeck 163. Jahrgang Nachrichten für das herzogtum Tauenburg, di⸗ 
beiblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt c me zürstentümer Katzeburg, Lübed und das angren 
— ⏑— —————————————— ι jende medlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drud und Verlag: Gebrüder Borchers G. m. b. S. in Lübech. — Geschäftsstelle Adteheuus (Konigstr. 46). Fernsprecher 9000 u. 8001. 
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Aus⸗ 
Sonnabend, den 16. August 1913. 
MNorgen-Blatt Ur. 4a4. 
Juo K 
Erftes Blatt. hierzu 2. Blatt — 
und die Feuilletonbeilage „Der Familienfreund“. 
— — — — — — ⸗ sstοααAäι‘(αισαισσααæιιαααααπαααα . 
Umfang der heutigen Num—Seiten. 
der Welt⸗-Postkongreß in Maͤdrid. 
(Die Frage des Welt-Briefportos.) 
der genaue Termin für den Welt-Postkongreß in Madrid 
st jetzt festgesezt worden. Wie das Internationale Bureau 
ꝛes Welt-Postvereins in Bern den „Aktuellen Beiträgen“ nit— 
eilt, wird der Kongreß am 10. September 1914 in Madrid 
röffnet werden. Die der Union Postale Universelle ange— 
chlossenen Postverwaltungen sind gegenwärtig mit der Aus— 
irbeitung der Anträge, Vorschläge und Resolutionen beschäftigt. 
ie dem Welt-Postkongreß zum Beschluß unterbreitet werden 
ollen. Im Vordergrund der Verhandlungen, die eine Reihe 
pon Tagen in Anspruch nehmen werden, steht die Frage des 
Weltbrief⸗ oder Weltpenniportos. 
Oer Welt-Postkongreß in Madrid, auf dem über 140 Länder 
der Erde durch amtliche Delegierte vertreten sein werden, ist 
ser siebente in der Reihe der internationalen Postkongresse; 
r findet fast genau 40 Jahre nach der Begründung des Welt— 
Postvereins statt. Am 15. September 1874 trat auf Vor— 
ichlag Deutschlands in Bern der erste Internationale Postkongreß 
usammen, auf dem 22 Staaten vertreten waren. Der Ver— 
tagsentwurf zur Begründung der Internationalen Postunion 
var das Werk des verstorbenen Generalpostmeisters v. Stephan; 
im 9. Oktober 1874 unterzeichneten ihn die Delegierten und 
im 1. Juli 1875 trat der Vertrag in Kraft. Mit diesem 
zeitpunkt begann eine der wichtigsten kulturellen Einrichtungen 
der Erde ihre segensreiche Tätigkeit. Die Welt-Postkongresse 
ollten nach den ursprünglichen Beschlüssen alle fünf Jahre statt— 
inden. Dieser Zeitraum erwies sich aber als zu kurz; denn 
die folgenden Welt-Postkongresse in Paris 1878, Lissabon 1885. 
Wien 1891, Washington 1897 und Rom 1006 fanden zumeist 
n größeren Pausen statt. Dazwischen wurden in Bern, Paris 
ind Brüssel kleinere Postkonferenzen abgehalten. Aller Vor— 
ussicht nach dürfte der übernächste Welt-Postkongreß in 
Zerlin stattfinden. 
Die Frage des Weltpennyportos ist die wichtigste, die zur— 
eit die internationalen Postrecwaltungen beschäst'gt und man 
arf annehmen, daß ihre Erörterung auf dem Kongreß in 
Madrid auf Antrag mehrerer Staaten erfolgen wird. Seit 
sowland Hill im Jahre 1840 das Pennyporto in England ein— 
ührte, ist in Großbritanmien der Gedanke eines einheitlichen 
Vortotarifes für alle Lönder der Erde mit Entschiedenhe:“ 
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verfochten worden, und besonders der Abgeordnete Henniker 
Heaton und die von ihm gegründete British Empire League 
ind für dieses kulturelle Ziel eingetreten. Gutem Vernehmen 
ach ist auch die deutsche Reichspostverwaltung der Einführung 
»es Weltbriefportos nicht abgeneigt, wenngleich sich jetzt noch 
richt sagen läßt, ob auch sie einen dahingehenden Antrag auf 
»em Welt-Postkongreß in Madrid einbringen wird. Sonst aber 
at sie für den Kongreß schon nach verschiedenen Richtungen 
in vorgearbeitet. So wird die deutsche Postverwaltung be— 
tragen. daß das Strafporto für Auslandsbriefe, das jetzt 
ieinzelnen Staaten oft erhebliche Höhen erreicht, auf ein 
nnägliches Maß zurückgeführt wird. Auf Ecsuchen des Reichs— 
ostamts haben besonders die Vertretungen des deutschen 
»andels und der deutschen Industrie ihre Wünsche zum Welt— 
ostkongreß geltend gemacht. Diese gehen in erster Reihe natür— 
h auch auf die Schaffung eines Welt-Briefportos; wenn 
jies nicht gleich zu erreichen ist, sollen weitere Sonderverträge 
tiit den Nachbarstaaten abgeschlossen werden. Beim Reichs- 
ostamt sind ferner beantragt worden: einheitliche Festsetzung 
er Porto⸗ und Gewichtsstufen im internationalen Briefverkehr, 
lusdehnung des Nachnahmeverkehrs auf die noch nicht be— 
itiaten Länder. Rückerstattung der Nachnahmegebühr für nicht 
ngelöste Nachnahmepakete, die Haftpflicht der Postverwaltung 
ir die Nachnahmebeträge soll im Welt-Postvertrag klar ausge— 
»rochen werden, Erleichterungen im internationalen Verkehr 
liit Warenproben und Druchsachen. Ferner wünscht der deutsche 
andel daß die Vorschriften über den internationale'n 
zaketverkehr einheitlicher und einfacher ausges'altet wer— 
en. Das Reichspostamt ist gegenwärtig mit der Prüfung dieser 
nregungen beschäftigt. — Weiter wird sich der Welt— 
zostkongreß in Madrid mit der Herabsetzung der Tramsit-— 
ebühren im Durchgangsverkehr mit Briefen, mit der einheit⸗ 
chen Regelung der Briefgewichte, mit einer Ermäßizung des 
uschlagportos auf 10 Centimes und mit dessen gänzlichen 
Beufall bei portopflichtigen Dienstbriefen beschäftigen. A. P. 
seueste Nachrichten und Teiegramme. 
Das Reiseprogramm des Kalsers. 
Berlin, 15. Aug. Ueber das Reiseprogramm des Kaisers 
nd der Kaiserin wird folgendes mitgeteilt: 
24. August: Abreise von Bad Homburg mittasos. 
5. August: Ankunft der Kaiserin in Posen. 
25. August: Nachmittags Abreise des Kaisers von Kehlheim. 
26. August früh Ankunft in Posen. Großer Empfana. Um 
Uhr 30 Min. Parade des 5. Armeekorps. Abends Parade— 
afel im Residenzschloß. 
27. August: Vormittags Einweihung der Kapelle im Re— 
idenzschloß. Besuch des Rathauses. Abends Festtafel sür die 
Irovinz Posen im Schloß. 
28. August: Abreise des Kaisers und der Kaiserin nach 
Zreslau. Tort aroßer militärischer Empfang. Abends Fest⸗ 
tafel der Provinz Schlesien im Probinziallandeshaus. 
29. August: Parade des 6. Armeekorps. Abends Parade— 
'afel im Schloß. 
30. August: Vormittags Besuch der Hundertjahr-Ausstel— 
ung. Frühstück bei dem kommandierenden General. Abends 
Festtafel für die Provinz im Schloß. Nach derselben Abreise 
nach Wildpark. 
31. August: Ankunft in Wildpark. 
2. September: Große Parade. 
8. September: Abreise in das Gelände der Kaifermanöver. 
Das Ende des Werftarbeiterausstandes. 
Hamburg, 18. Aug. Die ausständigen Werftarbeiter, die 
jestern beschlossen haben, die Arbeit bedingungslos wieder auf— 
unehmen, begannen sich heute morgen von 7 Ubr an im Ar— 
eitsnachweis des Verbandes der Eisenindustrie von Hamburg- 
lttona zur Arbeit zu melden. Gleich bei Oeffnung der Schalter 
atten sich bereits etwa 2000 Mann auf der Eimsbütteler Straße 
ruf dem Fohrdamm vor dem Ardbeitsnachweis aufgestellt. Meh— 
ere Polizeibeamte sorgten für Aufrechterhaltung der Ordnung 
ind Absperrung des Bürgersteigs. Sie ließen die Arbeiter nur 
ruppweise in die Halle des Arbeitsnachweises, wo vorerst nur 
elernte Arbeiter den Werften im Verbältnis zu der Zahl der 
ort früher beschäftigten Arbeiter übermiesen wurden. Haupt— 
ächlich wurden Schiffbauer eingestellt. Tie übrigen Gewerke 
verden in den nächsten Tagen folgen. Die Einstellung geschab 
emlich vorsichtig, so daß gegen Mittag erst etwa tausend Mann, 
um größten Teil Schiffbauer, Arbeit erhalten hatten. Die 
Innahme erfolgt zu den alten Arbeits- und Lobnbedingangen, 
ie vor dem Ausstand bestanden haben. Einstellungen in größerer 
zahl werden erst stattfinden können, wenn die Werften, die js 
ast völlig still gelegen haben, den Betrieb wieder aufgenommen 
raben. Besonders kann dann die große Masse der ungelernten 
Arbeiter den Werften überwiesen werden. Bis dahin werden 
iber noch mehrere Tage vergehen. Vor Mitte der mächsten 
Loche werden die Werften den Betrieb woß kaum voll auf— 
ebmen können. 
W. Btemen, 16. Aug. Dem Ersuchen der Werftarbeiter— 
»rganisationen, bei der Wiedereinstellung der Arbeiter, die Ar— 
eitsnachweise auszuschalten, und die Arbeiterschaft geschlossen 
ur Arbeit zurückkehren zu Jassen, haben die Werftleitungen 
icht entsprochen. Daraufhin haben die Streikenden von der 
Raanisationsleitiung die Aufforderung erhalten, die Arbeit 
urch die Arbeitsnachweise wieder aufzunehmen. Die Meldunzen 
)»er Arbeiter bei den Arbeitsnachweisen haben bereits begornen. 
Untergang des deutschen Schiffes „Susanne“. 
W. London, 15. Aug. Ein Telegramm von den Scillninseln 
neldet: Heute morgen sind bei der Inse! St. Marys dreißig 
Mann der Besatzung des deutschen Frachtschiffes „Su- 
anne“, das von Jquique mit Salpeter abgegangen war, 
n Booten gelandet. Tie „Susanne“ ist gestern nacht während 
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sichert ist. der früher nicht bestand. Deutsche Urheber haben 
unmehr auch in Rußland das ausschlichliche Recht, ihre Weske 
u übersetzen, oder die Uebersetzung zu gestatten, wenn dicses 
secht auf dem Titelblatt oder in der Einleitung vorbe— 
alten ist. 
C.K. Die Bilarnz des euglischen Kunsthandels. Aus Lon— 
on wird berichtet: Die soeben beendete Saison der Londoner 
roßen Kunstauklionen hat so manchen Preisrekord gebrochen; 
ie Gesamtsumme, die allein für Gemälde ausgegeben wurde, 
»ird auf 20 Millionen Mugeschätzt. In zwei Monaten wurden 
6 Bilder verkauft, von denen jedes mehr als 30000 Mi 
rachte, während in derselben Zeit 15 Bilder Preise von je 
5 000 M erreichten. Unter den englischen Meistern war 
esonders die Hausse auffallend, die die Werke Romneys 
tlebten. Das Porträt der „Lady de la Poe“, das den Rekord⸗ 
reis von 827 400 Mäerzielte, steht an der Spitze; im ganzen 
rachten acht Gemälde dieses englischen Malers etwa 1275 000 
NRark. Gegenüber dieser ungeheuren Preissteigerung, die die 
Neister des 18. Jahrhunderts erfuhren, sind die Künstler aus 
»er mittleren Zeit der viktorianischen Epoche sehr im Preise 
esunken. So brachte z. B. ein Bild des berühmten Tiermalers 
randseer, das ursprünglich sür 200 000 Muverkauft worden war, 
ur 25000 M. 
Theater, Kunst und Missenschaft. 
Die Entscheidung über den freien Archickten füür den Ber⸗ 
mer Oper hecueneubes wird. wie das Berliner Tageblatt mel— 
»et, fallen, sobald der Kaiser von der Reise zurückhgekehrt ist. 
aran, dakß Geh. Baurat Hoffmann die Wahl annimmt, ist 
etzt kein Zweifel mehr. Die vor längerer Zeit geäußerte Kom— 
»ination, daß Baurat Grube Herrn Hoffmann gewissermaßen 
als Mitarbeiter an die Seite gestellt werden würde, ist nun 
ebenfalls hinfällig geworden. Abgesehen davon, daß der Ber— 
iner Stadtbaurat in ein solches Arrangement kaum willigen 
nürde, hat auch Herr Grube erklärt, daß er eine solche Stelle 
ticht annehmen werde. Geheimrat Hoffmann hat sich 
n die Materie des Opernhausneubaues bereits eingearbeitet 
ind dürfte dem Kaiser nach seiner Rüdckehr Vortrag halten. 
Die Erössanig des nruen Dresdeucr Ksostheaters wird viele 
»eutsche und ausländische Theaterleiter in der sächsischen Haupt— 
hadt versammeln. Der Einladung des Grafen Seebach zur Er— 
»ffnungs-Vorstellung werden viele deutsche und österreichische 
ßühnenleiter folgen. Die Königsfamilie wird der Erdffnungs- 
rkeier beiwohnen. 
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Ppernhaus in Berlin will, wie verlautet, ihren Zontratt mit 
dieser Bühne nicht mehr erneuern. AmSchluh der Spiel,eit 
913/14 beabsichtigt die Künstlerin nach ihrer Vaterstadt Wien 
berzusiedeln und dort dauernd Aufenthalt zu nehmen. Frau 
blaichinger kam über Hamburg und Strabburge u Jahr⸗ 
902 nach Berlin. 
Vom Dreesdner Theater der Fünftau'stud. Zwischen dem 
direktor Sarrasani und dem Direktor Förster schweben, wie 
ie Leipziger Neuesten Nachrichten melden, Verhandlungen 
vegen Pachtung des Zirkus Sarrasani durch Förster. Diese 
Berhandlungen sind bereits dem Abschluß nahe. Wie nerlautet, 
oll im Oktober ein Gastspiel des Berliner Metropol⸗Theaters 
tattfinden, durch das den Dresdnern das bekannte Ausstat. 
ungsstück „Hallo, die große Revue!“, voraussichtlich unter Mit— 
virkung von Robert Steidl und Guido Thielscher dargeboten 
verden soll. Für November und Dezember ist ein Gastspiel 
es Operettenensembles Edmund Löwe vorgesehen. Nach Mit— 
eilung eines Dresdener Blattes soll sich angeblich Siegfried 
Wagner mit der Absicht tragen, im Zirkus Sarrasani einige 
einer Werke mit einem Opernensemble zur Aufführung zu 
ringen. Diese Nachricht erscheint sehr unglaubhaft schon aus 
em Grunde. weil das Theater der Fünftausend akustisch nicht 
inwandfrei ist. 
Ein Beethovendenkmal in Karlshad. Eine Vereinigung 
unstsinniger Persönlichkeiten hat beschlossen, in Karlsbad ein 
zeethovendenkmal zu errichten, und hat zu diesem Zweck bereits 
inen Denkmalsfonds geschaffen, dem auch der Ertrag eines 
roßen Konzert- und Unterhaltungsabends zufließen wird. An 
iesem Beethovenfest nahmen inländische und ausländische Fürst— 
ichkeiten. Großindustrielle, Offiziere. Künstler. Beamte usw. 
eil. 
C.K. Ein Verdi⸗-Denkmal in San Franzisko. Aus Genua 
sird berichtet: Am Sonntag hat an Bord des Dampfers 
Europa“ das große in Italien hergestellte Verdi⸗Denkmal 
ie Ausreise nach Amerika angetreten, wo es in San Fran⸗ 
isko Aufstellung finden wird. Die Ausführung dieses mäch— 
igen Monumentes, das die italienische Kolonie San Fran⸗ 
iskos gestiftet hat, war dem bekannten Mailänder Bildhauer 
dossi Grassotti übertragen worden. Die einzelnen Teile, die 
etzt auf dem Wege zur neuen Welt sind, um dort das An—⸗ 
enken des großen italienischen Komponisten zu chren, repräsen—⸗ 
ierten bei der Verfrachtung in Genua das gewaltige Gewicht 
on rund 1040 Zentnern. 
Franz Lehaͤrs „Lustige Witwe“ erlebt in dieser Woche im 
Zariser Apollo-Theater die dortige tausendste Auffüh— 
ung. Auch der „Graf von Luxemburg“ desselben Kompo— 
isten kann auf eine stattliche Reihe von Pariser Aufführungen 
urũckblicken. 
Das Edisonsche Kinethophen wurde in einer Reihe von 
arbietungen im Beethoven-Saal in Wien vor geladenem 
zublikum vorgeführt. Bei allen gesungenen und gesprochenen 
deistungen dedten sich Mimik und Stimme vollständig. 
Inkrafttreten der deutsch⸗ russifchen Literaturkonvention. 
Man schreibt uns: Mit dem 14. August ist das neue deutsch— 
ufsische Abkommen über den Schutz von Werken der Literatur 
md Kunst in Kraft gelreten. Für die beteiligten Kreise ist das 
eue Abklommen von erheblicher Bedeutung, weil dadurch den 
eutschen Urhebern ein Schutz ihrer Rechte in Ruhland ge— 
O.K. Neue Funde in Veii. Ueber die jũngsten Resultate der 
lusgrabungen in Veii macht Federico Hermanin in der Kunst⸗ 
ronik nähere Mitteilungen. Die Forschungen in der großen 
dekropolis vor einem der südlichen Tore haben eine Reihe 
leiner Einäscherungsgräber und viel ältere wirkliche Bestat— 
ungsgräber ans Licht gefördert. Die im Tuff gegrabenen 
kinäscherungsgräber enthalten Urnen in Form von Doppel- 
egeln, in denen man die Produkte der Verbrennung und 
inige bronzene Gegenstände fand. Reicheren Ertrag boten 
ie Begräbnisstätten, die Bronzevasen, Ketten aus Gold, 
zlas und Bernstein enthielten. Wahrscheinlich werden diese 
funde nicht wenig zur Lösung der relativen Stellung der 
cinäscherrng und der Bestattung beitragen. Die Ausgra—⸗ 
amgen in dem Stadtbezirk, der die alte Akropolis umfaßte, 
iehen einen wunderbaren Bau elliptischer Form ans Tageslicht 
reten, der halb in den Tuff des Sügels gehauen ist und über 
essen Deutung man sich noch nicht recht geeinigt hat.
	        
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