Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

ausland. 
Holland. 
Kautzkyg gelehtige Schüler. Ein kleines pikantes Satyr⸗ 
piel erleben wir seit einigen Wochen in Holland. Dort haben 
bei den letzten Wahlen die Liberalen und Sozialdemokraten 
durch ein Wahlbündnis die bisherige konlservativ-klerikale Viehr- 
heit gestürzt. Streng konstitutiouell hat daraufhin die Königin 
einen Demokraten mit der Bildung eines neuen Ministeriums 
vetraut, der sofort den Sozialdemokraten drei Portefeuiltes 
anbot. Aber die Angst vor der eigenen Courage ist nicht allein 
in Deutschland zu Hause: den Genossen wurde recht bänglich 
zumut, als sie die Gefahr eigener Verantwortlichkeit so drohend 
vor sich auftauchen sahen, und weil sie sich seibst ieinen Rat 
nehr wußten, wandten sie sich hilfesuchend an die Pythia 
2er roten Internationale, Herrn Karl Kausky. in dessen 
Wohnung denn auch mit' gütiger Unterstützung Scheidemanns 
und anderer Getreuer ein Srakelfpruch zustande kam, der zwar 
entsprechend dem Beschluß des Parifer Internationalen So⸗ 
zialistenkongresses von 1800 sich dahin aussprach, daßz der Ein— 
ritt ins Ministerium nicht unbedingt zu verwerfen sen. daß 
aber in diesem Falle keine Veranlassung vorliege, sich auf Lin 
olches „gefährliches Experiment“ einzuülassen. Auf die Er⸗ 
lärung, legte der Demokrat Dr. Blos' sein Mandat in die 
dände der Königin zurück, die jetzt daran denkt, ein außer⸗ 
parlamentartisches Geschäftsministersium zu bilden. Mit einem 
ergrtigen Ausgang aber war den Sozialdemokraten erst recht 
nicht gedient, sie hatten damit gerechnet, daß ein rein libe— 
rales Ministerium zustande kommen würde, das die Geschäfte 
der Sozialdemokraten betreiben sollte, ohne gegen ihre Kritik 
zefeit zu sein. Ein Geschäftsministerium dagegen bedeutet den 
Verzicht auf die im Wahlkampf erhobenen Forderungen einer 
Resorm des Wahlrechtes und sozialpolitischer Verbesserungen. 
Man konnte daher plötzlich auch anders, das Parteibureau 
helann sich eines Besseren und berief schleunigst einen Parlei— 
igg, ein dem der Eintritt ins Ministerium empfohlen wurde. 
Dieser Parteitag hat nun stattgefunden. Ueber seinen Aus— 
gang erhalten wir folgenden Bericht: 
3Zwolle, 10. Aug. Der Sozialistenkongreß hat nach 
angen Beratungen, die gestern und heute stattfanden, und 
ach einer energischen Verteidigungsrede des Führers der So— 
ialisten. Troelstra, mit 375 gegen 320 Stimmen die von 
»er Mehrheit des Parteibureaus vorgeschlagene Resolution abge— 
ehnut. Der Kongreß hat sich Fegen die Annahme vöon 
Ministeerportefeuilles ausgesprochen, indem er sich duf 
die Resplution der Minoxität des Parteiburegus einigte, die der 
Picinung ist, daß die Vartei nicht stark genug sei, um 
in der Regierung teilzunehmen. 
Eine höchst traurige Ausrede, die nur dazu dienen soll, das 
unere Armutszeugnis zu verdecken, das in dem Becchluß liegt. 
luch die holländischen Sozialdemokraten haben damit bewiesen. 
aß ihre Fähigkeit allein in der Negation liegt, und daß, es 
enen gar nicht darum zu tun ist, positive Arbeit zu leisten, 
e wenn damit ihre wichtigsten politischen Ziele zu leiden 
aben. 
Neuefte Nachrichten und Telegramme. 
Der Kaiser in Altengrabow. 
W. Truppenübungsplatz Altengrabow, 12. Aug. Der Kaiser 
begab sich heute morgen 62 Uhr im Automobil vom kaiser— 
ichen Barackenlager nach dem Truppenübungsnlatz, wo als⸗ 
jald eine größere Gefechtsübung des Kavalleriekorps unter der 
Führung des Kaisers beganm. Das Wetter ist gut. 
Ter Kaiser verlieh unter anderem: Den Roten Adler— 
zrden dritter Klasse mit Schleife dem Oberst von Bärensprung 
»on der ersten Gardekavalseriebrigade, den Kronenorden zweiter 
Zlasse mit Stern dem Generalmajor Grafen von Schmettow 
von der sechsten Kavalleriebrigade. 
Die Abreise des Kaisers geschieht im Sonderzuge heute 
iachmittag 6 Uhr nach Mainz. 
Ein Hauptmann unter Spionageverdacht verhaftet. 
OT. Stettin, 12. Aug. Auf dem . Truppenũübungsplatz 
hammerstein übt gegenwärtig das 3. Feldartillerie-Regiment 
RNer. 79, das in Osterode garnisoniert. Gestern erhielt der 
dauptmann Stern durch eine Ordonnanz den Befehl, sich unver⸗ 
üglich beim Oberst zu melden. Der Hauptmann zog es aber 
dor, zu verschwinden. Sofort wurden alle Züge, die von 
Hammerstein abgegangen waren, telegraphisch benachrichtigt und 
o gelang es, den Hauptmann in der Umgegend des Truppen— 
übungsplatzes auf einer Station zu verhaften. Die Verhaftung 
oll auf Spionageverdacht zurüczuführen sein. Hauptmann Stern 
tammt aus Neustettin. wo sein Vater als angesehener 
Rentier lebt. 
Die Sänger beim Fürsten Bülow. 
Norderney, 11. Aug. Die Norderneyer Kurgäste hatten 
heute Gelegenheit, den früheren Reichskanzler als launigen 
Stegreifredner zu hören. Der in Norderneyn anwesende Dort- 
nunder Lehrergesangverein hatte um die Erlaubnis 
zebeten, vor der Villa des Fürsten Bülow zu singen und sie auch 
erhalten. Nachdem der Gesang beendet war, hielt der Ver—⸗ 
einsvorsfitzende eine Ansprache, die mit einem Hoch auf den 
Fürsten und seine Gemahlin schloß. Sichtlich erfreut, ergriff 
zürst Bülow das Wort, um etwa folgendes zu erwidern: 
Meine Herren! Sie haben mir mit Ihrem schönen, zu 
herzen gehenden Gesange eine große Freude bereitet. Ich danke 
zIhnen dafür. Sie sind aus Dortmund und, wenn ich nicht irre, 
gehörte Dortmund zu den Hansestädten. Was ist da na⸗— 
ürlicher, als daß Sie nach der Nordsee lommen, dem eigent⸗ 
ichen Element der Hansestädte. Dortmund liegt in einem Be— 
irk, wo die Industrie unseres deutschen Vaterlandes gewaltige 
tortschriste gemacht hat. Ich begrüße es daher mit Freude 
»abß auch innerhalb ragender Fabrikschlote, im Herzen der 
chweren körperlichen Arbeit, der Sinn für die Kunst, für die 
Musik erhalten wird. Und eine ganz besondere Freude macht 
s mir, meine Herren, daß gerade deutsche Lehrer diese schöne 
Blume, das deutsche Lied, hegen und pflesen. Ich bin ja nicht 
echt musikverständig; das werden Sie wohl schon ehört haben. 
denn die schlechten Eigenschaften eines Mannes werden viel 
her bekannt, als die guten, die so ein Kerl vielleicht hat. 
Und doch ist mir Ihr Gesang zu Herzen gegangen. Meine Frau 
reben mir, die versteht aber etwas von Musik. So ist es 
»ielfach, daß die Frau den Mann an Tugenden weit über⸗ 
lügelt. Und das ist bei mir ganz besonders der Fall. In 
hrem Namen danke ich dem Präsidenten des Vereins ganz be⸗ 
onders für die Freude, die Sie uns gemacht haben.“ Fürst 
Zülow leitete nun seine Rede auf die Person des Kaisers hin-— 
iber und schloß mit einem Kaiserhoch, in das allseitig einge- 
timmt wurde. 
Der Friedensvertrag und die Mächte. 
Bukarest, 12. Aug. König Carol hat die Einzelheiten 
es abgeschlossenen Friedens dem König Ferdinand mit— 
eteilt. Dieser antwortete in einem Telegramm; er dankt dem 
dönig von Rumänien dafür, daß seine und der rumänischen Re— 
ierung Weisheit durch den Bukarester Frieden dem Balkan— 
rieg ein Ende machte und spricht den Wunsch aus, die Beziehun— 
sen Runäniens und Bulgariens möchten in Zukunft die freund— 
ichsten sein. 
VBaris, 12. Aug. Nach der mesteigen Unterhaltung des 
ufsischen Botschafters Iswolski mit dem Minister des Aeußern 
dichon wurde in eingeweihten Kreisen versichert, daß die russisch— 
ranzösische Verstimmung viel von ihrer Schärfe verloren habe. 
ks sei Pichon gelungen, den Botschafter davon zu überzeugen, 
»abß der Vorschuß von Million türkischer Pfund, der am 
. August der Pforte von der Verwaltung der Osmanischen 
ztaatsschuld bewilligt wurde, überhaupt nicht hätte verhindert 
verden können. 
Wien, 12. Aug. Gegen die Behauptung der französischen 
Bresse, daß der Bukarester Friedensvertrag das Gleichgewicht 
iuf dem Balkan verbürge, erklärt das Neue Wiener Taablatt, 
as unablässige Streben Oesterreich-Ungarns nach Bürgschaften 
ür eine zuverlässige Balkanordnung bedeute eine ausgesprochene 
interessenpolitik. Wie sollte Oesterreich-Ungarn seine politische 
ind ökonomische Wirtschaft einrichten, wenn es immer das Empor 
hlagen neuer Flammen in der Nachbarschaft befürchten müßte. 
as Blatt weist den Vorwurf zurüdchk, daß in Oesterreich-Ungarns 
zaltung in der Revisionsfrage antiserbische Tendenzen, die Ab—⸗ 
icht einer Schwächung Griechenlands und Feind'eligkeit gegen 
ldumänien zu erblicken seien. Wir halten, so heißt es am Schluß 
es Artikels, an unseren von Beginn der Krise an verkündeten 
zrinzipien fest, die in der Forderung einer Dauer verheißenden 
dennordnung auf dem Balkan gipfeln. Es ist unrichtig, daz wir 
nit unserem Verharren auf solcher Politik Konflikte über 
kuropa heraufbeschwören. Es wäre um Europa traurig be— 
tellt, wenn es sogleich einen Konflikt befürchten müßte, sobald 
in Staat sich anschickt, eine Politik zu machen, die ihm die 
»auernde Ruhe an der Grenze sichern soll. 
Budapest, 12. Aug. Der Pester Lloyd veröffentlicht eine 
Piener Information, nach der die Notwendigkeit einer Revision 
»es Bukarester Friedens damit begründet wird, daß der Frie— 
densschluß die wichtigsten Momente der Rassenverteilung in 
MNazedonien außeracht lasse. Europa habe nur die Wahl 
wischen einer Revision, welche die härtesten ethnischen Ungerech— 
igleiten wieder gut macht und der fatalistischen Erwartung eines 
ieuen Ballkankrieges. 
Rußland und die Kawalafrage. 
DT. Petersburg, 12. Aug. In Hofkreisen wird filr⸗ 
olgenden Plan Stimmung gemacht. Mit allen Mitteln sollk 
ersucht werden, Bulgarien Kawala zu verschaffen, um Griechen⸗ 
ands Plänen nach Konstantinopel einen Riegel vorzuschieben. 
zudem hofft man dadurch auch Bulgariens Interessen vom Osten 
ach dem Süden abzulenken. Um Rußlands spätere Absichten 
uf die Dardanellen sicher zu stellen, wäre man sogar schließ— 
ich einnerstanden, die Türkei im Besitze von Adrianopel zu 
assen, da dies Rußland weniger gefährlich werden könnte 
As ein ehrgeiziges Bulgarien. 
Eine Revision des Friedensverirages sicher? 
DT. Wien,. 12. Aug. Der bulgarische Minister des 
euhern, Genadieff, äußerte sich dem Korrespondenten der 
steuen Freien Presse zegenüber: „Wir haben den festen Glau⸗ 
en, daß die Mächte, wenn sie ruhig und unparteiisch die Frage 
ꝛer Revrision des Bularester Vertraçges prüfen, dessen Unge 
echtigkeiten gut machen und die Möglichkeit für einen dauern— 
den Frieden auf dem Balkan und die Entwicklung aller Balkan— 
ölker schaffen werden“ — Die Neue Freie Presse schreibt 
zazu: „Eine Revision des Vertrages ist so qaut wie sicher!“ 
Räãumung Adrianopels oder ..! 
Frankfurt a. M., 12. Aug. Aus Konstantinopel wird 
jemeldet: Wie diplomatische Kreise versichern, werden die Groß— 
nächte bezüglich Adrianopels in einigen Tagen einen nochmaligen 
Druck auf die Pforte ausüben, wie man glaubt, in Form eines 
Altimoafumes 
Die letzte Sitzung der Botschafterkonferenz in London. 
London, 12. Aug. Mit der gestrigen Sitzung sind, nad 
albamtlicher Bekanntgabe, die Verhandlungen der Londone 
Botschafterkonferenz abgeschlossen. Der Staatssekretär des Aus—⸗ 
värtigen, Sir Edward Grey, wird heute nachmittag im Unten 
zuse einen kurzen Ueberblick über die Arbeiten der Konferen 
jeben. Die gestrige Sitzung der Botschafter ist in den beider 
Fragen, die ihr noch vorgelegen haben, zu einer Entlchei⸗ 
dung gekommen. In der Angelegenheit der Aegäischen Inseln 
tellte man sich auf den Standpunkt der italienischen Forde 
ung, nach der die Inseln so lange von Italien besetzt bleiber 
ollen, als die Pforte noch Verpflichtungen aus dem Friedens 
ertrage ron Lausanne zu erfüllen hat. Erst dann werden 
ich die Großmächte über die Zugehörigkeit der Inseln einigen 
Bei der Festlegung der Grenze Südalbaniens wurde bestimmt 
dah Kap Stylos wegen seiner strategischen Bedeutung fun 
Italien an Albanien fällt, ebenso wie die Gegend von Koritza, 
veil dies im Interesse Oesterreichs liegt. Die letzte Entscheidung 
darüber soll durch eine internationale Grenzkommission fallen 
In spätestens einem Monat nach der Entscheidung der Kom 
mission hat Griechenland die von ihm besetzten Ortschaften, di 
für Albanien bestimmt sind, zu räumen. 
Eine französische Kundgebung. 
W. Paris, 12. Aug. Die Agence Havas veröffentlicht 
folgende Note: „Der Augenblid scheint uns gekommen zu sein 
die widersprechenden Nachrichten über die Haltungen der Re 
zierungen Frankreichs und Rußlands in der Kawalgaangelegen 
heit klarzustellen. Keines der beiden hat jemals von dem 
anderen ein Opfer seines Standpunktes verlangt und beid 
haben einander regelmäßig ihre Ansichten mitgeteilt. Ruß 
and wußte, dak Frankreich dafür war, Kawala, eine griechisch 
Stadt, an Griechenland zu geben, und in Frankreich war der 
Vunsch Rußlands nicht unbekannt, diesen Hafen am Aegäischen 
Meere, Bulgarien zu sichern. Die beiden Regierungen wußten, 
»aß keine von ihnen ihrer Meinung eine solche Wichtigkeit bei— 
nessen würde, daß sie von ihrem Verbündeten ein Opfer seiner 
Neigung hätte fördern müssen. Da die Tendenz der allge— 
meinen Politik der Mächte und die Tatsache, die beiden 
dahin führte, daß sie sich auf eine der Lösungen einigte und 
da die Frage der Revision heute entschiedea ist, 
o ist es nicht mehr an der Zeit, auf die Angelegenheit einzu— 
gehen. Sicher ist, daß die Beziehungen zwischen den beiden 
Ländern niemals herzlicher waren, als in diesem Augenblick 
Ein Armeebefehl des Königs von Serbien. 
W. Belgrad, 12. Aug. Der Armeebefehl des Königs von 
ZSerbien vom 11. August lautet: „Helden! Gestern ist zu 
Bukarest Frieden geschlossen worden. Durch den Frieden ist aud 
uinsere Grenze gegen Bulgarien festgesetzt worden. Diese schließt 
ruher dem im Kriege gegen die Türkei eroberten Gebiete auch 
inen wertvollen Teil Mazedoniens ein, in welchem sich die 
vichtigen Orte Egri Palanka, Kratovo, Kotschana, Istib, Ro 
owischta, Petschewo, Tsarevo, Selo und Doiran befinden mi 
inem bedeutenden Teile des Doiransees. Helden! Durch das 
Blut, das Ihr vergossen habt, durch Euer Heldentum, Euere 
Zelbstverleugnung und Euere ruhmreichen Siege habt Ihr es 
rreicht daß Serbien einen jahrhunderte alten Wunsch erfüllte. 
szs nahm Rache für Kossowo und wusch die Flecken von Slivnitzo 
ib. Ihr habt die Opfer gerechtfertigt, die das Volk freiwillig 
uim dieses Krieges willen getragen hat, und meine Soffnungen 
gerechtfertigt und die Hoffnungen Eueres Oberbefehlshabers 
zhr habt es bewirkt, daß Serbien ruhmreich dasteht und in der 
janzen Welt Anerkennung gefunden hat. Ihr, mein glorreiches 
jeldenhaftes Heer, seid der Schöpfer der neuen Grenze Großh—⸗ 
erbiens. Helden, bald werde ich meinen Befehl zur Demobili⸗ 
ation folgen lassen, aber trotz der Freude, daß Ihr zu 
Fuerem Herde zurückkehrt, krampft sich mein Herz zusammen 
hei dem Gedanken, daß zahlreiche Familien ihre teuren Helden 
niicht wiedersehen werden, die auf dem Schlachtfelde gefallen 
ind. Unsterblicher Ruhm ziert die Helden, die auf dem JFelde 
er Ehrte gefallen sind, die haben ihr Blut vergossen und 
hr Leben für das Glück und die Größe des Vaterlandes ge 
zeben. Und Ihr, Ihr Helden, die Ihr alle Anstrengungen de— 
trieges überlebt und alle Hindernisse überwunden habt, Ihr 
verdet zu den Euren zurückkehren, um Eure Arbeiten fortzu 
etzen und Euch auf Euerem Lorbeerkranze auszuruhen. E⸗ 
lebe meine mutige, unbesiegbare Armee.“ 
W. Mailand, 12. Aug. Die Arbeit ist heute morgen 
vieder in weiterem Umfange aufgenommen worden 
Der Generalstreik ist so gut wie beendet. Die Arbeit ruhl 
ast nur noch in der Metallindustrie. Die Straßenbahnen hahen 
en Dienst fast auf allen Linien wieder aufgenommen. 
In Rom ist nichts von dem Streik zu merken. Die Zeitungen 
rscheinen morgen wieder. 
W. Albauny, (Rewyork), 12. Aug. Die Legislatur des 
Staates Newyork hat einen Antrag ihrer Kommission gut 
jeheißen, in dem Gouverneur Sulzer beschuldigt wird, 
Wahlgelder für seinen persönlichen Gebrauch verwendet zu 
jaben. Die Legislatur nahm darauf mit 64 gegen 30 Stim— 
nen einen Vorschlag des Abgeordneten Levy an, eine Re— 
solution auf Erhebung der Anklage gegen Sulzer zur Be— 
raung zu stellen. 
*27* 
vrõssen für DIaushrand und Zentralheizung. 
— — —— 
— 13 
„Lühsth. 
— 
12429 
——— 
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soli eine regelmassige kKonseque 
Pfiege und Reinigung des qurne 
einsetzen. Das kind ist durch de 
ferkehr mit Spiel-und 5— 
kaneren der Verunreinigunnt 
ehertragung von Haarktant a 
bdesonders ausgesetzt. Bel regei 
Waschungen des Konte 
and ares mittels 
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Aschwarzen Kog 
æird, der Uebertrafgunx von Haar- —7 
xrantr- vorgebeust und dureh gen waschprozess zuglesen die 
cersetrungesprodukte der Haut, sowie der Staub und 
schmutz beseitigt und die natürlichen Funktionen der 
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Itucklich Shampoon mit dam sohvarzen Nopf 
nit der nebensferhenden Schutzmatke und lehne 
Nachahmungeu des Original-Fabrikates kategoriseh 
ib. aket 20 Pig., 7 , Mu. 1,20) auch mit 
Toer-, Mamslion- Sohwofol-⸗ Sauerstoste, 
rãuter⸗, Lanoslin-⸗, Birkenhalsam- oder Peru- 
annin-⸗-Zusatæ thaket 25 Pig., 7T akete MKk. 
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