Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

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Wöchentlich 18mal (Wochentags morgens und 
abends, Sountags morgens erscheinend. Bezugs⸗ 
preis für das Vierteljahr 83,80 Mark einschließuch 
Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
Bestellgeld 8,830 Mark. Einzelnummern 10 Vfg. 
ar eigenpreis (Ausgahe und B) für die 
Zeile 20 Pig. Kleine Anzeigen (Arbeitsmartt usw.) 
is Pig., jüũr Auswärtige 30 Bfg. s. Geschãfil WMit- 
eilungen 1Ml. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Satz den Anforderungen entsprechend —XXXX 
Amtsblatt der freien und Fansestadt Lũbeck 163. Jahrgang Nachtichten sur das herzogtum Lauenburg. 
Belblatt: Gesetz⸗ und Verordnungsblatt Dtnnntrowen ——— —— Hhurstentümer Raheburg, Lübed und das angren 
—EEEEEEEE — — ——— zende mecklenburgische und holftelnische Geblet. 
Drudd und Verlag: Gebrüder Borchers G. m. b. S. in Lübed. — Geschäftsstelle Adreßsyous (Königstr. 46). Fernsprecher 9000 u. 9001 
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Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der 
rousreut 
— Bù— — 
Ausgabe 
Sonnabend, den 9. Auquft 1913. 
7 N 
Morgen-⸗Blatt Ur. 398. 
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Nr. 492, oder an die Geschäftsstelle zur Errichtung eines 
Blsmarcke National⸗Denkmals, Köln, Hansaring 111, Postsched— 
konto Nr. 12910. 
— 
Erstes Blatt. hierzu 2. Biatt 
und die Feuilletonbeilage „Der Familienfreund'.. 
Umfang der heutigen NRummer — 
nichtamtlicher Teil. 
Bulgarien: 60000 Tote, 720 Millionen Mark Kosten. I 
Serbien: 40000 Tote, 400 Millionen Mark Kosten. 
Wenn man hierzu die Ermordeten, die Opfer der Cholera 
und andere Epidemien hinzunehme, so dürften die Menschen— 
perlhuste mindestess 400000 betragen, während die 
inanziellen Kosten insgesamt auf 5200000000 Mart zu 
schätzen jeien. 
Auslano. 
Rußland. 
Die eisersüchtige Marianne. Der Zar wohnte Mittwoch in 
Begleitung der französischen Militärmission einert Truppenbesichti⸗ 
qZung von 80 000 Mann, alle in Khave gekleidet, bei die in 
Jarsloje Ssels abgehalten wurde. Nach der Befichtigung wurde 
»er französischen Mission ein Frühstüd hen. an welchem auch 
er französische Botschafter Delcaffé tei nahm. Der Temps fügi 
er Meldung das ganze Programm der Feierlichkeiten bei, die 
zu Ehren der französischen Mission gegeben wurden, und sagt, 
daß Deutschland es nicht unterlassen habe, eine Delegation des 
3. Husaremegiments nach Petersburg zu entsenden. um den Kaiser 
zu seinem 28iährigen Jubiläum als Thef diefes Regiments zu 
heglückwünschen, jedenfalls aber auch, um bei dem herzlichen 
Empfang der Franzosen zugegen zu fein. Man hat wohl recht, 
Lenn man annimmt, daß 'es nicht ein Zufall ist, daß die deutsche 
delegation gerade in dem Augenblid ankommt.wo Genergl 
Foffts mit der französischen Mission in Rußland anwesend ist. 
Auch im letzten Jahre versuchte Deutschland den Besuch Poincarés 
in Baltischport zu durchkreuzen. Der Korrespondent des Tesups 
u. Petersburg fügt noch hinzu: Mir hat eine hohgeflellte 
Berliner Personlichleit, deren Ramen ich verschweigen will, gesagt, 
daß. die deutsche Regierung keine Gelegenheit vergehen lassen 
verde, um Rußland soviel als möglich in den Augen seines 
Verbündeten zu kompromitffieren. * 
England. 
Grey über die Greueltaten der Baltagpölter. Im Unter— 
zaus fragte Zorgestern Noel Buxton an ob, von dem brithchen 
Agenten in Rodosto ein Bericht über Ausschreitungen färbischer 
Truppen eingegangen sei. Sir Edward Grey erwiderte: Ich 
hahe von dem fuͤr Rodosto zuständigen Vizekonful mehrete Bericht⸗ 
Iber die neuesten Ereignisse dort erhalten, Wenn ich diefe 
Berichte veröffentlichte, so wäre ich verpflichtet, auch diejenigen 
Berichte zu veröffentlichen welche andere Baäftanvöster beschuldi⸗ 
gen. Rees fragte an, ob Grey sich bewußt wäre, daß diese 
Ansrggen eine sehr unvorteilhafte Wirkung auf die Stimmung 
der Mohammedaner hätten. Grey erwiderte: Ich hbemerke wohs. 
daß Anfragen dieser Art einen ungünstigen Eindruck in dem einen 
oder, dem anderen Lager hervorrüfen Deshalb habe ich mich 
in gllen meinen Antworten, so oft ich ungünstjge Berschte erhalten 
hatte, hinsichtlich einer einzelnen Nationalität oder solche, welche 
andere betrafen. bemüht, sie unbedingt gleichmäßig zu behandeln, 
um so jedem Verdachte vorzubeugen, daß wir mit einer Regierung 
inders umgingen. als mit der anderen, wenn wir uͤnguͤnstige 
Zerichte erhalten hätten 
—— ⏑ 
hom Salkan. 
Montenegros Gebietsforderungen an Serbien. 
Budlatest, G. Aug. Eine Erklärung des montenegrinischen 
Friedensbevollmächtigten General Wubkotitsch, die unmittelbar 
nach Eröfsnung der Sitzung der Konferenz verlesen wurde, hat 
oligemeines Aufsehen erregt. Wukotitsch wies darauf hin, daß 
Montenegro im ersten wie im zweiten Balkankriege relatis die 
größten Opfer gebracht und daß im zweiten Kriege eine kleine 
montenegrinische Armee erfolgreich 50000 Bulgaren Widerstand 
geleidet habe. Montenegro 'ei nicht aus Interesse an wirtschaft— 
lichen Eroberungen in den Krieg gezogen, sondern lediglich im 
Dienste des Christentums gegen den mohammedanischen Erbfeind. 
die montenegrinische Regierung habe erst im Laufe des 
rieges zu ihrem größten Erstaunen von einem zwischen Bul⸗ 
rarien und Serbien geschlosseneen Sondervertrage 
über die Aufteilung der zu erobernden Gebiete erfahren. Ein 
zroßer Teil der montenegrinischen wehrfähigen Männer sei auf 
dem Schlachtfelde geblieben: 14000 Montenegriner leien tot 
uind verwundet. Somit habe Montenegro ein Anrecht, von 
Serbren territoriale Entschädigungen zu fordern, 
die für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes unbedingt er— 
'orderlich seien. Bisher haben weder die serbischen Delegiercen 
ioch die Konferenz als solche zu dieser Erklärung Stellung ge— 
nommen. 
Deutsches Reich. 
Bismarck-National⸗Deukmal. Gedanken und Er— 
nnerungen führen uns ein Jahrhundert zurück, in jene 
Tdage, so überreich an Sturm und Sieg, an Opfern und Helden⸗ 
um, an lodernder Begeisterung und flammender Vaterlands 
jebe, da sich unser Volk erhob zur Befreiung von Joch des 
kroberers. Zu vaterländischem Tun rufen uns diese Erinne 
ungen auf; hohen vaterländischen Flug aeben diese Gedanken 
nserem Wollen. Zu gemeinsamer Tat sollen die Enkel der 
helden der Befreiungskriege zusammentreten. Das höchste Gut, 
ür das unsere Väter und Großväter freudig ihr Herzblut hin 
egeben haben — uns ist es zuteil geworden: das geeinte 
nächtige Teutsche Reich. Des deutschen Volkes Dauk gilt es 
etzt darzubringen dem Gewaltigen, der, ein treuer deutscher 
diener seines Herrn, uns die Einheit geschaffen hat. Auf 
Bergeshöhe, auf der Eüsenhööhe bei Bingerbrüc, soll ein Mal 
rstehen, würdig des größten Sohnes, den eine deutsche Mutter 
sebar. Soll das Tenkmal aber Bismards würdig sein, so muß 
ie ganze Nation teilnehmen an der Errichtung des Werkes 
Alle Teutsche, aus allen Stämmen und aus allen Gauen und 
auch die, die fern von der Heimat, in fremden Landen, sich ein 
deutsches Herz bewahrt haben, sie müssen sich einig und einmütig 
usammenschliehen, im Gedenken an das, was er für alle 
zetan hat. Wie er den Wust des Nebensächlichen von sich 
weggeschoben, wie er alles Trennende und Hemmende gemeister! 
und gezwungen, so wollen auch wir einheklig zusammenstehen, 
die Vollendung des Denkmals zu sichern. In seiner Reu— 
zearbeitung paßt sich der Kreissche Eniwurf der schön geformten 
Berglinꝛ⸗e der Elisenhöhe reizvoll an. Der Entwurf ist be— 
leichert um den von Säulen umgebenen Hof, der die Scharen 
uufnehmen soll, die zu der deutschen Weihestätte am Rhein 
vallen werden, um sich dort 'nWvaterländischer Beg eisterung 
u erheben aus des Werktags Einerlei. Der Bismardh Lederers, 
eine Gestalt von unvergleichsicher Wirlung, blickt zu uns herab 
ils Warner vor deutscher Zwietracht, als Mahner zu deutscher 
kinheit und zu deutscher Treue. Hinüber schaut er zu der 
Hermania, die nach den Worten des greisen Heldenkaisers in 
erster Linie Bismarcks ureigenes Werk ist. In erhabener Ruhe 
ält er getreulich die Wacht am Rhein; in seiner Hut ist die 
Hermania geborgen. Wer deutsch denkt und fühlt, wird freudig 
in dem großen Werke mitwirken wollen. Teutsche, helft zu 
»eutscher Tat! — Beiträge find zu senden an das Bankhaus 
S. Bleichröder, Berlin W. 8. Behrenstraße 63. Postschecklonto 
Die Orfer des Baltankrieges. 
Der augenblicklich in Mazedonien weilende Korrespondent 
des Corriere della Sera, der sämtliche Hauptpunkte der Balkan— 
schlachtfelder besucht hat, veranstaltet in einem längeren Be— 
richt eine Schätzung der Verluste der Balkanstaaten. Er schätzt 
die Opfer an Menschen und Geld im ersten Feldzug folgender— 
maßen: 
Bulgarien: 350000 Mann mobilisiert, 80 000 Tote, 
1200 Millionen Mark Kosten. 
Serbien: 250000 Mann mobilisiert, 30 )900 Tote, 620 
Millionen Mark Kosten. 
Griechenland: 150000 Mann mobilisiert, 10 000 Tore, 
280 Millionen Mark Kosten. 
Meontenegro: 30000 Mann mobilisiert, 8000 Tote, 
6 Millionen Mark Kosten. 
Türkei: 450 000 Mann mobilisiert, 100000 Tote, 1690 
Pillionen Mark Kosten. 
Für den zweiten Feldzug sind nach derselben Quelle die 
Zitfern schätzungsweise folgende: 
Hheer und Flotte. 
W. Berlin, 7. Aug. Tas Mihßtärwochenblatt meldet: 
Prinz Joachim von Preußen, Oberlt. im 1. Garde 
regiment zu Fuß, ist vom 8. bis 20. September zur Dienste 
leistung bei dem Husarenregiment Landgraf Friedrich V. von 
Sessen-Homburg (2. Kurhessisches) Nr. 14 kommandiert. Am 
1. Okt tritt der Prinz wieder in den TDienst des ersten Garde⸗ 
niments 
CTheater, Kunst und Wißssenschaft. 
DT. Hochinteressanter archäologischer Fund. Professor Sea— 
oville der Columbia-Universität hat bei archäologischen For— 
ichungen in der Provinz Esmeraldas, wie aus Newwork ge— 
meldet wird, eine Reihe von Gräbern aus der Zeit der Inkas 
aufgedecht; die Gebisse der Skelette lassen auf eine hohe Ent— 
vicdlung der Zahnheilkunde der damaligen südamerikanischen 
Indianer schließen. Professor Seaville hat Gebisse mit Gold— 
»lomben und durch Goldspangen zusammengehaltene Kunstzähne 
nefunden, die hinter der Arbeit moderner Dentisten nicht zurück— 
tehen. Außerdem sind einzelne Vorderzähne mit Ornamenten 
aus Goldfiligran geschmückt. 
Was die Amerikaner für Mußnt ausgeben. Der Newyorker 
Musikverleger John Freund schäßt die Summe, die die 
Berslkerung der Vereinigten Staaten jährlich für Fördecung 
der Musik ausgibt, auf nicht weniger als drei Milliarden 
Mark, woben die Einnahmen der amerikanischen Opern⸗ und 
Operettenbühnen noch nicht einmal mitgezählt sind. Von dieser 
Summe entfallen auf den Ankauf von Musikinstrumenten und 
rammophonen 1500 000 Mäund 910 Mill. M auf die Hono⸗ 
rare bekannter Gesangs- und Musikprofessoren. Auf die Kirchen— 
musik entfallen nach Freunds Statistik 275 Mill. M und auf 
profane Konzerte 180 Mils. M. Die Geschäftsleute betonen, dab 
diese Gesamtsumme ungefähr den dritten Teil der Summe aus—⸗ 
macht, die in den Vereinigten Staaten jährlich für Militär— 
und Marinezwecke ausgegeben wird. 
Vonm Stadttheater in Münster j. W. Die Stadtverordneten 
in Münster i. W. genehmigten den neuen Vertrag mit dem 
Theaterdirektor Sachse, wonach dieser, zunächst für die Spiel— 
geit 1913,14, den ganzen Thealerbetrieb für eigene Rechnung 
übernimmt, die Stadt jedoch das Theater pachtfrei über'aht und 
einen Zuschuß von 11500 Muüzahlt. Unter den 30 Vorstel— 
lungen im Monat sind mindestens drei Vorstellungen zu kleinen 
Preisen zu geben. 
Kleine Wütteilungen. Die beiden letzten „Tell“Ausfüh— 
rutigen der Singener Hohentwielfestspiele erfreuten sich eines 
ußerst zahlreichen Besuches. Ueber 4000 Schulkinder aus der 
aheren und ferneren Umgebung nahmen mit ihren Lehrern 
Tugehörigen an der Sounabendaufführung teil und folgten 
mit leuchtenden Augen und gespannter Aufmerksamkeit dem 
Spiele mit den herrlichen Szenerien. — Auf dem Pots— 
damer Naturtheater beging am 6. Aug. das erfolg— 
eiche Heimatspiel „Marschall Vorwärts“ das Jubiläum 
der 75. Aufführung. 
Neue Bachgesellschaft. Die beiden opferwilligen Bachver— 
hrer, die schon gelegentlich der letzten drei Bachfeste die 
Reue Bachgesellschaft in den Stand setzten, Reisestipendien 
zu verteilen, haben auch jetzt wieder Mittel zur Verfügung 
gestellt. Es soll damit wieder einer kleineren Anzahl unbe— 
nittelter Musiker, Organisten und Kantoren der Besuch des 
„Zweiten kleinen Bachfestes in Eisenach“‘“, das vom 27. bis 
28. Sept. d. J. stattfindet, durch Gewährung von Reisebei— 
fen möglich gemacht werden. Beglaubigte Gesuche sind bis 
uni 6. Sept. an die Geschäftsstelle der Neuen Bachzesellschaft, 
Ldeipzig, Nürnberger Straße 36, zu richten. 
Der „Tango“ wird in Paris in der kommenden Spielzeit an 
wei Theatern zugleich auf die Bühne kommen. Der B. 3. 
vird dazu geschrieben: Das eine Stüd, ein dreiaktiges Lust— 
piel, das sich „Fräulein Tango“ betitelt, stammt aus der 
reder des Schriftstellers und Dramatikers Auguste Germain. 
das zweite Stüdc, das den Titel „Tango“ führt, hat den 
lkademiker und Dichter Jean Richepin und dessen Gattin zu 
Gerfassern. Die Hauptrolle darin ist Frl. Lavallizre von 
Théaͤtre des Varietés zugedacht. Sie wird darin einen mo— 
»ernen jungen Mann, der ein versührerischer Tangotänzer ist, 
arstellen. 
Der Mangel an erfolgreichen Opermeuheiten wird scharf 
zurch das Programm einer Reihe deutscher Theater beleuchtet, 
„ie sür die nächste Spielzeit nicht weniger als gleich zwei Neu— 
eiten eines Komponisten anzeigen. Das Hoftheater in Alten— 
uurg und die Stadtthegaier in Posen, Glogau, Elberfeld, 
VPürzburg und Wilhelmshaven bringen von Alfred Kaiser die 
ielgespielte „Stella maris“ und seinen „heodor Kör— 
rer“, der kürzlich in Leipzig starken Beifall fand, das Stadt— 
cheater in Lübeck nur das letztere Werf. 
Eine Gesellschaft für Dramatik ist dieser Tage in München 
gegründet worden, die sich die Pilege dramatischer Arbeiten 
weiblicher Autoren zur Aufgabe macht. Dem Komitee gehören 
anz: Gräfin Eva v. Baudisslin, Helene Böhlau al Raschid Bet 
—em 
Richard Elchinger, Hans Ludwig Held, Karl Henckell, Georg 
Hirschfeld, Frau Prof. Kiesselbach, Thomas Mann, Frau Prof. 
Selenka, Frank Wedekind und Frau Helene von Willemoes— 
Suhm. 
Wagnere „Parsifal“ wird, wie die Tägl. Rundschau schreibt, 
auch im Frankfurter Opernhaus zur Aufführung kommen. 
Aber die Intendantur teilt schon heute mit, daß das nur 
unter ganz aukerordentlichen Erhöhungen der 
Preise möglich sein wird. Ein Platz in der Proszeniumsloge 
wird 125 Mökosten, während der gewöhnliche Parterreplatz 15 M 
lostet. Dos heißt also, Wagners Weri dem Volte gegeben. — 
„Parsifal“ wird im nächsten Jahre in der Karwoche auch im 
Hoftheater zu Hannover aufgeführt werden. Der Auftrag 
jür die Kostüme ist an einen Wiener Künstler vergeben, 
dessen Entwürfe zum größten Teile schon fertiggestellt sind. 
Auch die Dekorationen sollen von Wiener Künftlern ausge— 
ührt werden; doch ist die Entscheidung noch nicht gefallen, 
velchem der in Frage stehenden Künstler der Auftrag endgültig 
erteilt wird. Die Spielleitung des Hotheaters wird außerdem 
im kommenden Winter die Opern Verdis in einem Zyklus auf⸗ 
führen. 
Ur⸗ und Eritaufführumgen. Das „Amerikangirl“ von 
Blumenthal mit der Musik von Zorlig ging bei seiner Ur— 
rufführung am Karlsbader Stadttheater mit bedeutendem 
Erfolg in Szene. Viele Nummern fanden Wiederholungen und 
Beifall auf offener Szene. Die Autoren wurden viele Male 
gerufen. — Die einaktige Operette „Die teuerste Frau 
von Paris“ von Fr. Grünbaum und H. Reichert, Musit 
non Leo Schottländer, hatte nach einem Privattelegramm aus 
Hamburg bei der Uraufführung im Kleinen Theater einen 
Xrfolg. 
Künstlernachrichten. Konrad Dreher, der bekannte Mün— 
hener Komiker, hat für seine dieslährige Gastspieltournee den 
SchwanteDie spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach 
erworben. — Teresa Carreno ceht Anfang Oktober nach 
Enaland und von dort nach den Vereinigten Staaten, um 
eine große Tournee, die sich bis zum Frühiahr 1914 aus 
vehnt, zu absolvieren.
	        
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