Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

— r 
2 
—14P 
zJ5 3 
* *5 — 
— 652 — 7 —— 
—E9— 54 —2 3 64 * * — — * — — 32 —2 * — 
— 3 —* —z 283 —5 —— 4 —J 
5— 7—3 —— — 
— ——7136 A JI —3— 
* 6 —A8 — — — —24 —2 8 * 
* 73 ——438 — 15 —7—3 331 
— *3 — — 2 — 71— 
* * 3 22 53 8* 
ß 8 28 * 
— 
— 
Wöchentlich 13mal (Wochentags morgens und 
abends, Sonntags morgens) erscheinend. Bezugs⸗ 
oreis für das Vierteliahr 3,30 Mark einschließlich 
Bringgeld in Lübeck. Durch die Post bezogen ohne 
BestesIgeld 3,30 Martl. Einzelnummern 10 Pfg. 
Anzeigenpreis (Ausgabe 4 und B) für die 
Zeile 20 Pfg. Kleine Anzeigen (Arbeitsmarktuswe) 
5 Pfg., für Auswärtige 30 Pfg., s. Geschäftl. Mit⸗ 
leilungen 1M. d. Zeile. Tabellen⸗ u. schwieriger 
Zatz den Anforderungen entsprechend hher. 50 
Beilagen: Vaterstädtische Blätter. — Der Familienfreund. 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 163. —AX Nachrichten für das herzogtum Lauenburg, die 
heiblatt: Gesetz und Verordnungsblatt *82885 )J“αÄ — Fürstentümer Ratzeburg, Lübeck und das angren 
— Eao —S—— —E— zende mecdlenburgische und holsteinische Gebiet. 
Druck und Verlag: Gebruder Borchers G. m. b. S. m Lübed. — Geschäftsstelle Adretzejaus (Königstr. 46). Fernsprecher 9000 u. 9001. 
Freitag, den 8. Auquit 1913. 
—— 
Ausc 
Morgen⸗Blatt Ar. 396. 
S ια αααα 
Ausland. 
XC 2* 
Bträsident Arriaga gestorben? Den Sevillanern ist offenbar 
die dort landesübliche ÄAugusthie zu Kopfe gestiegen. Es laufen 
in der romantischen Staht der Barbiere und der Toreros Ge— 
üchte herum, der Prasident der vortugiefischen Repubut set 
ereits vor Tagen gestorben. Die Regierung habe aͤber seine 
eiche verstedt. Es fehlt nur noch der —— daß sie den toten 
räsidenten auf, sein Schlachtpferd gehoben und festgebunden 
ätten. wie weiland den Cib die Kastilianer; zwar nicht die 
Nohren, zu schregen, aber doch die boͤfen Ron⸗ und Anacchisten, 
ie die herrliche Republik Portugals und ihre glorreichen Staats- 
nänner keine ruhige Stunde schlummern lassen. fondern ihnen 
agtäglich mit Bombenwürfen und Verschwörungen das Leben 
erbittern. Allzu lange wird es der 75fährige alte Herr ja 
hwerlich machen. Daß heute Krantkheit ihn ergriffen dat, st 
s, Tatsache bekannt gegeben. Aber vielleicht wird sein Aus— 
cheiden gar nicht einmal eine sonderlich fühlbare Lüde reißen. 
War seine Wahl doch überhaupt nur ein Nolbeheif gewesen. ein 
chüchterner Versuch der Gemäßigten, sich des energischen Cosid 
ind seiner radikalen Gruppe zu erwehren. Es hat nichts genüht. 
osta ist gls Ministerpräfident heute wieder allmächtiger denn je. 
Wer wieder nach der Praͤsidentschaft greifen wird wenn Ärxiagg 
rirbt, steht dahin. Freilich könnte der Draufgänger vielleicht 
us diefer Stellung efwas mehr machen als der schwache Greis. 
ind vorläufig ist die Republik wohl ihren Widersachern in beiden 
dagern noch überlegen. Bombenschmeißer haben bisher noch nie— 
nals einen ganzen Staat in die Luft gesprengi. Die Mion— 
rchisten aber haben in beiden KHäusern keinen fählgen Manu. 
hre einzige Hoffnung beruht auf der fernen Aussichs, daß aus 
Rom Manuels bevorstehendem Ehebunde ein befserer Könner 
zernorgehe. als Vater und Großvater es gewesen sind. Bis 
»ahin müssen annähernd noch reichlich zwanzig Jahre vergehen 
ind in dem Zeitraume kann — die iberische Unfon ge— 
ommen sein oder gar eine andere Fremdherrschaft. In einem 
»or dem Bankerotte stehenden Staatswesen soll man keine lang. 
ihtioen Auktunftezpläne hauen. 
heer und Flotte. 
nge. 70. Geburtslag Kamphövener⸗Paschas. Am Montag 
ꝛem 11. August, feiert der königl. preußische Generalleutnant 
;. D. und kaiserlich osmanische Marschall a. D. Louis v. Kamp- 
övener seinen 70. Geburtstag. Unter den deutschen Offizieren, 
ie als Instrukteure des türkischen Heeres wirkten, hat Kamp⸗ 
önener⸗Pascha nächst dem jetzigen Generalfeldmarschall Freiherrn 
'olmar v. d. Goltz den größten Einfluß ausgeübt und am höchsten 
n der Gunst des Sultans Abdul Hamid gestanden. Louis Karl 
Adolf Franz Kamphöbener wurde am 11. August 1843 in Schles⸗ 
vig als Sohn eines Juristen geboren, der 1856 als Appellations— 
erichtsrat in Ehrenbreitstein starb. Am 30. Oktober 1860 trat 
re in die Armee, beim 6. rheinischen Infanterie-Reg. Nr. 68 in 
Foblenz ein, wurde am 12. Februar 1862 Leutnant, besuchte von 
865 bis 1868 die Kriegs-⸗Akademie und nahm am Kriege gegen 
Desterreich u. a. an der Schlacht bei Königgrätz, teil. Seit 
»em J. Mai 1870 zum großen Generalstab kommandiert, wurde er 
dei Ausbruch des Krieges gegen Frankreich zunächst dem Gouver— 
mone ini Koblenz als MAdiutant zugeteilt, focht aber dann bei 
— 
drochenes Feuer zu bekämpfen, sondern daß sie vielmehr als 
Vorbeugungsmittel wirkt, einen Brand also gar nicht erst zum 
lusbruch kommen läßt. Zu diesem Zwecke werden dieselben 
rehler und Mängel des Filins, die bisher seine Ent ündung zur 
xtolge hatten, benützt, um das Ausbrechen des Brandes zu 
derhüten. Einen ganz besonderen Vorzug hat die neue Vor— 
ichtung noch darin, daß gleichzeitig mit der Sicherung des 
xilms gegen Feuersgefahr der Zuschauerraum erhellt wird. 
zierdurch wird eine etwa ausbrechende Panik beim Publikum im 
deime ersticht. Die angestellten Versuche lösten bei allen an— 
vesenden Herren, worunter auch die Offiziere der städtischen 
zerufsfeuerwehren waren, Stimmen des höchsten Lobes und 
er Anerkennung aus. Allgemein gerühmt wurde im besonderen 
ie Einfachheit der Konstruktion des Apparates, der an jedem 
estehenden Kinematographen spielend leicht angebracht werden 
ann. Ferner wurde festgestellt, daß ein Versagen der Vorrich— 
ung so gut wie ausgeschlossen ist. Somit kann die Vorführung 
n jeder Hinsicht als gelungen bezeichnet werden. 
DT. DTas Manustrivt von Zolas „Nana“ entdedt. Die 
iuf Veranlassung der Witwe Emile Zolas in den Sammlungen 
»es verst. Milliardärs Piervont Morgan angestellten Nach— 
orschingen haben zur Aufdeckung des Zolaschen Romans 
Nana“ gesührt. Dieses Manustript ist das einzige der 
zolaschen Arbeiten, das sich nicht im Besitze der französischen 
degierung befindet, der Frau Zola den gesamfen Nachlaß 
hres Mannes überwiesen hat. 
SDDas Kaiserliche Patentamt auf der Internationalen 
zuchgewerbe⸗Ausstellumg Leipzig 1914. Der Präsident des 
zaiserlichen Palentamtes hat der Leitung der Internationalen 
lusstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914 mit— 
eteilt, daß das Kaiserliche Pakentamt gern bereit ist, an der 
fFörderung des bedeutsamen Unternehmens mit, uwirken. So 
zird sich die Bücherei des Patentamtes an der besonderen Ab⸗ 
eilung für Bibliothelswesen beteiligen. Auherdem aber wird 
och das hochinteressante Informationswesen zur Vorfühcuns 
ommen. Das Patentamt, das ja berufen ist, das geistige 
zigentum der Erfinder zu schützen und seine Vrwertung zu 
rmöglichen, hat eine ganz besonders klare und großzügige 
Irganisation, deren Darstellung auf der Buchgewerbe-Aus— 
ftellung für jedermonn pon hächistem Infereise sein mirde 
J gende sein, aber zugleich ein Beweis dafür, wie bei unsern 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt — westlichen Nachbarn alles sofort eine theatralische Aufmachung 
o wie erhält. daß man die Schnupftücher mur so ausringen kann. 
der frgeset ound ttordn —XR 33, Sankt Bu reaukratius. Man muß es erzahlen: Einem 
Ahallenb: nwen in Halle ging folgendes Schreiben vom heiligen 
en von Lichtern in den u 5 
— 
Feier des zweiten September betreffend. — Beltannt— Die zu dem vom .... auf Sie gezogenen Wechsel d. D. 
Pachne qesbelresfende die Wehergeln Werta pagr zalle a. S., den 1. Juni 1913 über .... Mark, fällig am 21. Juli 
teuergesetzes vom ðVebrua n 8 913, verwendete Stempehnarke von 0,10 Mark ist unvor— 
Zandtruer Sanoenn dMenneinden Travemunde. hriftsmäbig entwertet, da der Monat anstatt mit Buchstaben 
nit Ziffern bezeichnret ist. Da Sie an dem Umlaufe dieses 
bechsels beteiligt sind, werden Sie beschuldigt, eine Zuwider— 
andlung im Sinne der 888,1, 14 und 16 der Ausf.-Best. 
um Wechselstempelgefetz vom 15. Juni 1909 begangen zu haben. 
Sie werden ersucht, sich innerhalb acht Tagen bei mir, 
Inkerstr. 2, Zimmer Nr. 185, ichriftlich oder mündlich zu er— 
ären, ob und g. F. welche Einwendungen Sie gegen die Fest— 
etzung der gefetzlichen Strafe, die nach 518 n. n. O. Mark 5. — 
u betragen hat, geltend machen wollen und zugleich den bei— 
iegenden Fragebogen ausgefüllt unter Angabe der Gründe, die 
zie zu Ihrer Rechtfertigung geltend au machen haben. zurück— 
usenden. 
Leisten Sie dieser Aufforderung keine Folge, so wird ent— 
veder gegen Sie ein Strafbescheid erlassen werden, gegen den 
»hnen dann nur noch die im 838 des Verwaltungsstrafgesetzes 
om 26. Juli 1887 bezeichneten Rechtsmittel zustehen, oder es 
bird Ihre Vernehmung bei der zuständigen Amtsstelle ange— 
rdnet werden. J. A.: (Anterschrift)y.“ 
Der Fragebogen aber lautete: 
„Fragebogen 
ũber* 
die persönlichen Verhältnisse: 
a. Vor⸗ und Zuname. — 
b. Stand und Gewerbe. 
2. Wohnort. 
J. Vorstrafen wegen Zuwiderhand'ung gegen die Josse und 
Steuergesetze. 
Rechtfertiaungs- und Milderungsgründe in Anselhung der er— 
ijobenen Beschuldigung. 
Zur Sache führe ich an:“ 
All dieses — man muß es sich noch einmal sagen —, weil 
er Mann „beschuldigt“ ist, an der unvorschriftsmäßigen Ent— 
vertung einer Stempelmarke für 10 Pfennige (in Worten: zehn 
Zgfennige) durch Ziffern statt durch Buchstaben „beteiligt“ zu 
ein. Dem „»B. T.“, dem wir dieses Aktenstück entnehmen. liegt 
»ieses im Original vor. Es ist an der Sache also nicht zu 
weiseln, so lugenhaft sie auch zu erzählen äst. 
Grenztheater. Während dir französische Presse, soweit 
sie fich mit Deutschland beschäftigt, im allgemeinen damit zu— 
frieden ist, den Revanchegedanken tagtäglich lebendig zu er— 
zalten, braucht sie doch ab und zu auch einmal etwas Rühr⸗— 
eliges, etwas für's Herz und Gemüt ihrer Leser, und weist 
odann mit heroisch-klagender Gebärde auf den unfeligen Bruder— 
wist. der zwei Völker trennt, don denen das eine bekannter— 
mahßen an der Spitze der Zivilisation marschiert. Und so 
erichtet denn das offiziöse Wolffsche Telegraphenbureau aus 
Paris über folgenden herzerhebenden Vorgang: „Aus Remire— 
nont wird gemeldet: Das 15. Ioerbataillon befand sich auf 
einem Uebungsmarsch an der Grenze bei Hohened plfötz— 
hich einem Bataillon des deutschen 117. Infan- 
terie⸗sRegiments gegenüber. Die beiden Truppen— 
abteilungen erwiesen einander vie Ehrenbezeugungen, 
worauf das französifche Bataillon defilierte, während das 
deutsche Bataillon mit seinen Maschinengeweh⸗— 
ren Salut abgab. Muf die zahlreichen Touristen machte 
diese Szene einen tiefen Eindruck.“ — Die Geschichte ist — die 
Touristen einbegriffen — wohl zu schön, um wahr zu sein. 
Schon aus geographischen Gründen. Denn Remiremont liegt 
allerdings unweit der deutschen Grenze und nordwestlich von 
Belfort, das 117. Regiment liegt aber in — Mainz in Gar— 
nison und dürfte diese, da die Herbstübungen noch nicht be— 
jonnen haben, auch kaum verlassen haben. Das gegenseitige 
Defilieren ist ja sicherlich ein schöner Gedanke, wie sich der 
gerührte französische Berichterstatter aber das Salutschießen aus 
den Maschinengewehren denkt, mag das Geheimnis seines braven 
derzens sein. So ein plötzliches Schießen aus lauter Hochach— 
ung könnte doch schließlich auch leicht mißverstanden werden. 
So dürfte dieser Zwischenfall bei Hohened — der Ort liegt 
stlich von Geradmer unmöit der Slbicht — eine schöne No— 
F 
Cheater, Kunst und Wissenschaft. 
O.K. Gounods „Fausft“ im Amphitheaier. In dem schönen 
großen Amphitheater von Saintes, das in seiner Entstehung 
noch auf die Zeit der Römerherrschaft in Gallien zurückgeht, hat 
am Sonntag ein interessanter Versuch stattgefunden: zum ersten 
MNale wurde Gounods Faust-Oper unter sfreiem Himmel in 
einem antiken Amphitheater aufgeführt. Von weit her aus 
der Umgebung, besonders aus Bordeaux, waren in Sonder ügen 
ind Automobilen die Schaulustigen herbeigeströmt, und als die 
Duvertüre einsetzte, füllte eine Menschenmenge von gegen 15 000 
Köpfen das weite Rund des römischen Baues. Die Alustik 
erwies sich als ausgezeichnet, die Aufführung wurde von Künst-— 
ern der Großen Oper bestritten, und störend wirkten hin und 
vieder nur die gemalten Kulissen, die bei einzelnen Szenen 
»erwendet wurden und sich im Vergleich mit der Schönheit 
der Natur recht ärmlich ausnahmen. Besonders in der Wal—⸗ 
ourgisnachtszene wirkte das sehr störend. Ueberraschend war, 
wie deutlich in dem freien Raume alle. Stimmen und alle 
Orchesternuancen hörbar wurden. Der große Erfolg der Auf⸗ 
sührung macht äne Wiederholung ähnlicher Ver'suche wahr⸗ 
cheinlich, und man denkt daran, auch Rayers berühmte Oper 
‚Sigurd“ im antiken Freilichtkhegter von Saintes zur Auffün— 
ung zu bringen. 
Stalistisches von den Hellerauer Schulfesten. Es wird inter⸗ 
ssiexen, die diesiährige Besucherzahl mit der lehtijährigen zu 
bergleichen. Im Vorijahr wurden die Schulfeste insgesamt von 
141, in diesem von 5291 Personen besucht, wobei die für Hel⸗ 
erau anberaumte unentgeltliche Hauptprobe nicht mitgezählt ist. 
Im einzelnen verteilen sich die Zahlen wie folgt: aus Dresden 
ind Umgebung 3029 (i. V. 2123), aus dem übrigen Deutsch— 
and 1198 (i. V. 985), aus dem Ausland 597 6. V. 342), 
uus Hellerau selbst 467 (i. V. 691). Dieses Ergebnis darf mit 
Rüchsicht auf die unsichere Wirtschaftslage und die zur selben 
Zeit stattgefundenen Berliner Jubiläumsfestlichtetnen als recht 
vünstig betrachtet werden. 
Graf Hülsen-Haeseler, der Gencralintendant der kal. Schau— 
diele, der von der Nordlandsreise mit dem Kaiser zurückgekehrt 
st. gedenkt sein Amt nach wie vor zu verwalten. Wie die 
Seneralintendantur mitteilt, sind die Gerüchte über den Rüdtritt 
es Grafen Hülsen-Haeseler UuUnbegründet 
Künstlernachrichteu: Hofrat Erhard ist es gelungen, den 
dal. Kammersänger Eduard Lichtenstein von der Kgl. 
zofoper in Wiesbaden für die Neue Oper in Hamburg 
u verpflichten. — Rudolf Schildkraut hat sich der Union— 
zrojektion⸗Gesellschaft für mehrere Filmschauspiele verpflichtet. 
ẽr erhält für jeden Film 30 000 MeHonorar. 
Kein Festspielhaus in Ballenstedt. Aus Dessau wird den 
ꝛeipziger Neuesten Nachrichten geschrieben: Vor einigen Tagen 
ing durch die Presse die Nachricht, daß der Herzog von 
Unhalt beabsichtige, in Ballenstedt ein Feftspielhaus zu er— 
auen. Diese Nachricht ist, ebenso wie die frühere Meldung 
om Neubau eines Hoftheaters in Dessau, unrichtig. 
Das nene Stadttheater in Seilbronn, von Prof. Th. 
ischer in München erbaut, wird am 30. Sept. eröffnet wer— 
en. Die Eröffnungsvorstellung bringt den dritten Akt der 
Meistersinger von Nürnbera“ und ein von Hofrat Brudmaun 
erfatztes Weihespiel. 
Franz Lehar, von dem in der vorigen Spielzeit keinerlei 
euheit erschienen ist, hat nunmehr zwei neue Operetten vobl⸗ 
ndet, und zwar: „Endlich allein“, Text von A. M. 
LBillner und Robert Bodanzky und „Die ideale Gattin“, 
ext von Julius Brammer und Alfred Grüuwald. — „Endlick 
llein“ gelangt Mitte Oktober im Theater a. d. Wien zur Ur— 
ufführung, während „Die ideale Gattin“ bei Direktor Monti 
a Berlin ihre Uraufführung erlebt. 
Neue Bühnenwerle. Max Halbes neues Bühnenwerk 
Freiheit, ein Schauspiel von 18129, das im Bühnenver— 
ieb von Albert Langen in München erschienen ist, wird am 
7. Sept. gleichzeitig im Bremer und im Münchener Schau— 
ielhaus zur Uraufführung kommen. — „Madame Poti— 
har“, das neue Ballett von Richard Strauß, wird nach 
einer Uraufführung im Coventgarden zu London auch in 
zaris zur Aufführung kommen. 
Eine neue Kinv Fenerverhütumgs-Vorrichtung von einschnei— 
ender Bedeutung wurde dieser Tage durch Willn Roos, 
*tuttgart, Rosenbergstraßze 110 einer Kommission der Stadt 
5tuttgart vorgeführt. Die neue Erfindung beruht auf 
lettromagnetischer Grundlage und unterscheidet sich da⸗ 
urch ganz besonders von allen auf dem Markt befindlichen 
dorrichtungen. dak sie sich nicht darauf beschränkt. ein ausge—
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.