Full text: Lübeckische Anzeigen 1913 (1913)

*pietungen auf dem Leuchtenfeld beizuwohnen, die dadurch einen 
besonderen Glanz erhalten dürften, daß das Groß— 
herzogspaar von Mecklenburg-Schwerin mit der 
Frau Kronprinzessin, die zurzeit in Heiligendamm weilt, sein Er— 
scheinen, wie wir hören, in Aussicht gestellt haben. Die Frau 
Prinzessin Reuß und die Herzogin Marie Antoinette 
Lerden ebenfalls auf dem Turnierplatz anwesend sein. 
* ghesttri 
Die einzelnen Rennen hatten folgenden Verlauf: w 
6. Jaadspringen und Konditionsprüfungfür 
die Teilnehmer an der großzen Leistungs— 
prüfung. (Geländeritt am Freitag.) Bewertung 
wie bei Klasse B, jedoch ohne TDisqualifikation beim 
leberschreiten der Höchstzeit. Außerdem werden für 
Refüsieren bis zu einer Minute Tauer 4 Fehler 
berechnet, länger dauerndes Refüsieren disqualifiziert. Bei allen 
Preisspringen beträgt der Abstand der Einzelhindernifse bei 
voppelten und dreifachen Sprüngen 8m. Ehrenpreis des Senats 
von Lübeck. 7 Ehrenpreise und 1200 M, davon 600 M dem 
. 300 Midem 2., 100 Medem 3. 100 Midem 4. 50 Mdem 
. und 50 M dem 6. Pferde. Die Hindernisse be— 
standen aus: 1. Erdwall mit Stange 1,25m, 2. Graben 
3,50 m, 3. Mauer 1,20m, 4. Holzstoh 1,20m hoch,. 1m breit, 
za. Gatter in Traht 1,10m, 6b. Graben 2,50 w. Sc. Mauer 
LIOm, 6. Schafstall 1,20m, 7. Koppelrich 1,30 m. 
20 Nennungen, 10 Teilnehmer. Die Preisträger des 
beländeritts waren folgende: 
12 Rittm. v. Oesterley (M.R.⸗J.) auf 7i. RSt. 
„Pepita“ Ehrenpreis des Lübecker Senats 1 
15 Oblt. v. Bismarck (Kür.“Keg. 8) auf 6i. Scheck⸗W. 
„Pierrot“ 2 
1 Lt. v. Düring (Ul.Reg. 18) auf F. W.„Galapeter“ 
GBesitzer Oblt. v. Moltke) 3 
2 Fähnr. Frhr. v. Reibnitz (Drag.⸗Reg. 18) auf 7jähr. 
F.St. „Mausi“ 4 
5 Rittm. Graf Bonde (schwed. Leib⸗Hus.-Reg.) auf 
11j. W. „Emperor“ 5 
7 Lt. Pehr Malmsten (chwed. Drag.⸗Reg.) auf 121. 
W. „Whnm not“ 6 
1 Oblt. Geppert auf br. St. „Wellgunde“ 7 
8 Lt. Graf Horn af Aminne (schwed. Drag.Reg.) auf 
12j. br. W. Omen“ 8 
7. Fahrerprüfung für Viererzüge und Tandems, von 
amen und Herren zu fahren. Abt. A Tandems. 2 Ehrenpreise. 
Abt. B Viererzüge. 8 Ehrenpreise. Einschreibgebühhr 10 M, 
Startgeld 10 M. Jeder Bewerber darf zwei Nennungen ab— 
zjeben, wodurch er berechtigt wird, zwei verschiedene Gespanne 
u fahren, doch kann er nur einen Preis erringen. Zu nennen 
ist der Fahrer, die Art des Gespannes, die Spurweite am 
Boden, von außen zu außen gemessen. Zu fahren ist eine durch 
Kegel bezeichnete Bahn. Die inneren Maße zwischen den Kegeln 
ind für eine Spurweite von 126 em berechnet. Für Wagen 
mit anderer Spurweite werden diese Maße entsprechend geändert. 
Start auf Kommando aus dem Salten. Das Vorderpferd 
resp. die Vorderpferde stehen auf der Startlinie. Zum Schlusse 
zalten in der Ziellinie, so daß der Fahrer mit den Kegeln ab⸗— 
ichneidet. Zurüchetzen, bis der Kopf des Hinterpferdes resp. 
der Hinterpferde mit der Ziellinie abschneidet. Beurteilt wird 
die Zeit. Für jede Sekunde langsamer als der Schnellste 
Fehler. Jedes Umwerfen oder Auslassen eines Kegels 1 Fehler. 
Nichteinhalten der Bahn disqualifiziert. Klasse B). 
A. Tandems. 177. 
4 Nennungen, 2 Teilnehmer. Preisträger waren: 
H. Hasperg mit 2 Polo-Ponies im Dogcart eingespannt 1 
nich. Wolff⸗Steinhagen mit Tandemcart wurde disqual fiziert. 
B. Viererzge. J 
6 Nennungen, 6 Teilnehmer. 
5 Graf Alvensleben-⸗Neugattersleben mit Vierer-Rot- 
schimmelzug vor Esterhazy⸗Wagen 1 
7 Frhr. von den Borch mit Viererzug Schimmel-Scheck 
und dunkelbraunen Füchsen vor Jagdwagen 2 
In alen 
à banc 2 
Die Konkurrenz endete leider mit einem Unfall, indem 
zerr H. Sasperg. als er mit seinem Viererzug zwischen zwei 
Wagen hindurchzufahren hatte, die beiden vorderen Pferde aus⸗ 
xachen und infolgedessen sein Jagbwagen recht unsanft mit 
iner Droschke zusammenstieß. Die etwas unruhigen Pferde 
zurden sofort angehalten und kamen unverletzt davon. Am 
zagdwagen war dagegen die Deichsel gebrochen und an der 
alb umgeworfenen Droschke manche Teile beschädigt oder ver⸗ 
Den. Das Gefährt schied natürlich aus e Preisbewerbung 
9. Dressur-Prüfumg für Damen. 6 Ehrenpreise. 
Affen für alle Pferde, ausgeschlossen solche über E Jahre. Für 
eden Sieg in einer Reitprüfung wird das Pferd mit 2 Punkten 
ro Richterzettel belastet., bis 5 Punkte ptro Richterzettel akku— 
rulatid. Tamen, welche noch nicht in öffentlichen Dresfur⸗ 
ßrüfungen gestartet sind, erhalten 3 Punkte pro Richterzettel 
rlaubt. Von Damen auf beliebigem Sattel zu reiten. Einsatz 
O M. Vorprüfung: 2. August, 10 Uhr vormittags. 
15 Nennungen, 9 Teilnehmer. 
1 Frau v. Moes auf 7j. dbr. W. „Fidibus“ (Bes. LL. 
v. Lekow) 1 
8 Frau v. Löbbecke auf 9j. „Happy Jim“ 2 
4 Frau Mehlis quf 8j. R.“W. „Uhu“ (Bes. Lt. Seer) 3 
O Frau von Moers auf 8j. schw. W.,Marabou“ (es. 
Oberlt. Graf von Beroldingen) 4 
11 Frau Wolff⸗Steinhagen auf 10j1. br. W. ‚Kater“ 
Bes. Major FIrhr. von Senden) 5 
2 Freifrau v. d. Heyden-Rynsch auf 8ji. ReW. „Sa— 
longeck“ (Bes. Oberlt. Frhr. v. d. Henden⸗Rynsch) 6 
10. Gehorsams-Springprüfung. Herren-Reiten. 
Rffen für alle Pferde. 10 Ehrenpreise, außerdem Ehrenpreis 
gestistet vom Reichsverband für deutsches Halbblut für das 
este deutsche Pferd. Einfatz 10 M. 8 25. Bei Gehorsams- 
pringen entscheidet allein der Gehorsam, die Schnelligkeit und 
Bendigkeit der Pferde; allein maßgebend ist die Zeit, in welcher 
ie bei fliegendem Start die voroeschriebene Bahn zwischen 
Start und Ziellinie zurüchlegen. Anstreifen am Hindernis oder 
dineinspringen in einen Graben sowie Fallen von Reiter oder 
zferd gilt nicht als Fehler. Umwerfen oder Auslasfen des 
indernisses oder eines diser die Bahn bestimmenden Zeichens, 
stichteinhalten der vorgeschriebenen Reihenfolge der Hindernisse 
isqualifiziert. Die Hindernisse bestanden gus: 1. Erdwall mit 
Stange 1,10 m, 2. Gartenzaun 1,10 m hoch, 8 mn breit, 3. Bretter⸗ 
»and 1,10 m hoch, 3m breit, 4. Tisch 80 em hoch, 3m breit, 
. Fässer 1,10m hoch, 3m breit, 6. Graben 2,60 m, 7. Koppel— 
icd 1,10 m, 8. Holzstoß 1,10 m hoch, 1m breit. Kein Hindernis 
arf länger als 4in oder mit Fangen versehen sein. 
38 Nemungen, 23 Teilnehmer, davon 2 nicht gesprungen 
breise erhielten: 
2 Rittm. von Günther (Ul.Reg. 6) auf 8j. br. W. 
„Harald V 1 
20 Lawrence J. Ollesheimer auf 9j. F.St. „Sascha III 2 
3 Lt. H. Graf Horn af Aminne auf 8j1. F.eSt. „Mona“ 3 
l Rich. Wolff⸗Steinhagen auf 7j. schwbr. FSt. 
„Versuch“ I 4 
35 Lt. Graf Rotkirch (Drag.Reg. 17) auf br. &t. 
„Alette“ GBes. Lt. v. Wedemeyer) —27 
34 H. W. Blohm qauf br. St. „My Love“ 6 
11. Gruppenspringen. Offen für alle Pferde, von 
damen und Herren zu reiten. Möglichst regiments- resp. klubt 
veise zu melden. Zur Nennung genügt Angabe der Reiter. 
2 Ehrenpreise. Einsatz 135 Mepro Gruppe. Die Hindernisse 
bestanden aus: 1. Erdwall mit Stange 1,10m, 2. Graben 3,60 m 
J. Mauer 1,10 m, 4. Holzstoß 1,10 m hoch, Im breit, ba. Gatter 
in DTraht Um, 5b. Graben 2,50 m. 
5 Meldungen,. 2 Teilnehmer. J 
5 Rittm. Graf Bonde, Lt. Graf Horn af Aminne, 
R. Olson (Schweden) 1 
4 Rittm. von Günther, Lt. Spaeter. Lt. Pelzer (Ulanen⸗ 
Regiment 4 
Die Gruppe 4. Ichied aus der, Preishewerbung aus, wei 
leider Herr Rittmeister Günther bet dem letzten Hindernis ob 
dem Waßssergraben mit seinem Pferd zu FJall kam und sich der 
Kopf leicht verletzte. Wie wir hören, ist der Sturz jedoch su 
den Reiter erfreulicherweise ohne ernstliche Folgen 6 
blieben, da er alsbald sein Pferd wieder bestieg und mit den 
anderen beiden Teilnehmern den Turnierplatz verließ. 
Briefkasten der Redaktion. 
S. G., Klaus-Grothsiraße. Der Titel Doktor, der aus dem 
Lateinischen stammt und ursprünglich so viel wie Lehrer be⸗ 
deutete, war bereits im 12. Jahrhundert bekannt. Sprach 
ceiniger verdeutschen den Titel mit dem schönen Wort: „Wiß 
neister“. * 
Schuͤler B. L. Ichamneum. Du irrst. Nicht die Voreinigten 
Staaten, sondern China hat die meisten Städte über 500 000 
kinwohner. Peking zählt 1500 000, Siangtau, Tschantschau 
ind Singan je eine Million Einwohner. Dann folgen noch 
ieben chinesische Städte, ie mehr als eine halbe Million 
Menschen beherbergend! 
hermischtes. 
Kleine Tagesereignisse. 22000 Meverschwunden. Als 
Freitag mittag ein Kassenbote der Firma Fischbein K Mende 
in Berlin von der Deutschen Bank nach seinem Geschäft zu— 
rückkehrte, bemerkte er, seiner Erklärung nach, daß ihm unterwegs 
22000 M, die er für seine Firma erhoben hatte, abhanden ge— 
wommen waren. Tie Firma erstattete sofort Anzeige bei der 
Kriminalpolizei, die den Kassenboten, der bereits über 15 Jahre 
in denr Geschäft Dienst tut, sofort eingehend vernahm. Der 
Kassenbote will von dem eigentümlichen Verschwinden des Geldes 
nicht das geringste gemerkt haben. Dieser Angabe sieht die 
ariminalpolizei jedoch aus verschiedenen Gründen sehr sfeptisch 
egenũber. — Zusammenstoß zwischen e inem Mo— 
porrad undeinem Eisenbahnzug. Freitag abend fuhr, 
vie aus Anklam gemeldet wird, ein mit zwei Fähnrichen 
esetztes Motorrad gegen einen Keinbahnzug der Mecklenburg-— 
bommerschen Schmalspurbahn. Der Fähnrich v. Stietencron 
vom Gardeschützen⸗Bataillon, der das Rad steuerte, erlitt erheb— 
iche Verletzungen am Kopfe, während der Fähnrich von der 
Rarwitz vom Ulanen-Regiment Nr. 8 schwere innere Ver— 
etzungen davontrug. DTas Rad wurde vollständig zertrümmert. 
— Abstürze in den Alpen. In den PVusterthaler To— 
omiten stürzte beim Edelweißsuchen der Infanterist Povases 
ib. — Weiter wird seit dem 27. Juli der 23jährige Student 
ind Sohn eines Konsuls Ehrlich aus Norddeutschland ver— 
nißt, der den Kramer besteigen wollte. Bisher sind allt 
settungsexpeditionen ohne Erfolg geblieben. Für die Auf 
indung des Studenten haben seine Verwandten eine Belohnung 
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