Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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2 ũbed. u 3 * d. Zelle. Tabellen· u. schwieriger 
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Beilagen: Vaterstãdtische Blätter. — Der Familienfreund 
Amtsblatt der freien und Hansestadt Lübed 162. Jahrgang Nachrichten für das herzogtum Lauenburg, die 
Beiblat: Gesetz und verordnungsblatt 8 Eine ununterbroene Relh der Jahr gnge der ub eaischen an· Fürstentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
me— zeigen⸗, vom Grundungs ·Jahre 17516 Mãrd ab, befiudet sich 
— ——— 2 50v —— — Ü — —— zende meclenburgische und holsteinische Gebiet. 
Drua und Verlag: Gebruder Borchers Dbein be S in Lübed. — Giefchartan⸗Ie Ahren haus ¶Khniaĩtr. 46) Sernidrecher ooud 
Ausgabe . Gieße Ansgabe) Dienstag, den 20. Februar 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 9. 
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Für den Monat ee u d seine 8 erhielten Teckendods und ein Notdoc für Dreadnoughts vorhanden. 
Muͤr nur Einladungen zu dem So este, das zu Ehren Bismards Da indessen die hierdurch geschaffenen Dodgelegenheiten, be— 
kostel ein Abbnnement auf ra wochentlich veranstaltet wurde, wobei der Kaiser doen Präũsidenten v. Buol⸗ sonders auch mit Rücksicht auf die erheblichen Mängel, die 
Libechi 2 ⸗ eee ee der erste sich in einem der neuen Trodendods zeigten, nicht ausreichend 
izeprãsiden chmi erfeld war verhindert, zu erscheinen erschienen, forderte die Marineverwaltung für Wilhelmshaven 
¶Ausgabe 4) 3 g — aleich anderen Gästen anredete und den Wunsch ausdrückte, noch ein eisernes Schwimmdod von 40000 Tonnen, das bei 
6333. daß der Reichstag unter ihrer Leitung energisch arbeite. Alles, den Howaldtswerken in Kiel bestellt und von diesen im 
Vaterstädtische Blãtter was über die jetzigen Ansichten oder Absichten des Kaisers gegen⸗ vorigen Jahr abgeliefert wurde. Da die mit diesem Schwimm— 
6 eseh und L it se gemeldet wird, ist nichts als willkürliche e e befriedigend e n 
4 ung 77 m— der Marine-Etat für 1912 wiederum für die Werft in 
der sreirn und Hanblladt aubal Reichstag und Kaiser gehören zusammen und die Geschäfte Wilhelmshaven ein eisernes Schwimmdod, dessen Kosten nebst 
„Familienfre und⸗ e ee eee e te n 
Nen nltelende Ab l it einan a en. ne rung dieses Verhältnisses Nach Fertigstellung dieses neuen Schwimmdods wird die Nordsee- 
Bellent en L en halen das Blatt vom Tage der wird deshalb immer zu beklagen sein, mögen die Geschäfte zur station im ganzen über zehn Schwimmdods verfügen, von 
Se elaa der Lib. Anzeigen·. et u ee e er ee eeen uer, denen sechs für moderne große Linienschiffe verwendbar sind. 
ee ree keine un Die drei älteren Dods, sowie das Notdod der Kammerschleuse 
3 beim Kaiser gefunden hat. Aber die Störung wird doch über— den 3 odungana Fer —* 
Erstes Blatt. hierzu Blatt. all empfunden werden, und das monarchische Gefühl des deut— * e aee 
— — — — e eeee ee e err rrt l mrrn dice Stde drne m neredee dnnen d in lelhieiniae Tyen 
i b ts⸗ zali snk 
Nicht tli Das sollten die Fraktionsführer voch nicht außer Acht lassen, elnen Torveheboots Salbllvltilbe vrurdallen. Nu. 
ichtamtlicher Teil. u dg 
wenn das Präsidium des Reichstags endgültig gewählt werden 53 
3 i Ist Wahl der Präsidenten ein Symbol, so ist die auf Die Altersverhãltnisse im neuen Reichstag. 
3 3 35343 en wohlüberlegten Rat des Kanzlers versagte Audienz wahr— Lübecdck, 20. Febr. 
er Kaiser und das Reichstagsprãsidium. lich ein nicht weniger deutliches Zeichen, das von dem letzten un— Soeben sind die Aushängebogen für Kürschners 
Die beiden burgerlichen Mitgleder bcrer Ahlrart ihenhen ecen wirn Deutscher Reichstag 1912 1917 erschienen, in welchem fol- 
hallen nachdem deffen Bidng ben ema 5 — gende interessante Angaben über die Altersverhältnisse im 
schriften der Geschäftsordnung gemeldet war, eine Audienz in Zehn Trockendocks in Wilhelmshaven. — neuen Reichstage gemacht werden. 
Oberho smarschallamt zur personlichen Vorstellung nachgesucht. Zu den wesentlichen Bestandleilen eines Kriegshafens ge— eben über die Alersverhältniffe im Peluhotan 
aiser aber hat es unter diesen Umständen vorgezogen, mit zusammenstoß, Explosion oder anderen Ursachen heschädigten 3 — 33 331 
bestem Dank abzulehnen, und zwar x dies, e eine Schiffen Aufnahme zu gewähren und utʒester gZeit 8 5 — 7 
im gestrigen Morgenblatt abgedrudte Depesche mitteilte auf wieder in gefechtsfähigen Zustand zu verseßen. Vor der An— 1 0 -0 137 14 1341 1535 
Vorschlag des Reichs kanzlers getan. Zur Begrün— Flottengeseßes waren auf der laiserlichen Werft e 13 7 
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zelnen ihm angehörigen Personen gegolten habe. Eine Ab— neuen“ Hafens — jetzt Safeneinfahrt Nr. 1I — im Kriegs⸗ 1870 be pe geborene ß 
weichung von diesem Brauche und ihre Gutheißung habe der fall als Notdock benußt werden. Mit der Annahme des Aus der lehten Rubrik ng eht heror daß durch 
Kangler dem Kaiser nicht empfehlen können. Ilottengesetzes stellte sich die Notwendigkeit heraus, neue Dod⸗ gandig ein⸗ eraiterun v en 
Eine weitere Meldung des Sbg. Correspondenten weiß jedoch gelegenheiten zu schaffen. Es wurden deshalb zunächst für tages stattgefunden hat. Das gilt insbesondere für die 
zu berichten: Das Hofmarscha lamt hat im Namen des von Wilhelmshaven zwei Trodendods mit dem der „Deutschland“ Gruppen B, C und D NRhh Parteien verteilen sich die Alters 
d Herrschers dem Präsidenten und dem zweiten zueene Abmessungen gefordert und bewilligt lassen folgendamaßen; 
Vizepräsidenten für das Anerbieten der persönlichen Meldu Während des Baues ging England Anr der Dread⸗ V 
den Dank des Kaisers ma in ʒ 3 noughts und ie e en 3 ice e — 13 2B28.1531; 
Serrscher verhindert sei sie zu empfangen. Irgendeĩne Bemerkung, zu folgen. Die deutsche Marineverwaltung ließ deshalb den 24 3 4 5 4R 3.2 WB. 1E. 1WW. 
daß der Kaiser es ablehne, ein unvollständiges Präsidium zu beiden im Bau befindlichen Trockendocks erheblich größere Ab— D) 30 S 28 3 18 8 183 i0 F 9 58 4 R 3 w. 
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em die Mehr— Gr en zu. eichzeitig erhie n vwr e 
43 Fürsten Bismardh den Glückwunsch ver— kammer der im Serbst 1909 dem Betrieb eee n or S 3 3 u o 422 
agt und der Kaiser darüber in einem alsbald veröffentlichten schleuse die für ein Notdock erforderlichen Einrichtungen. Bei w· 
u seine Entrüstung ausgesprochen hatte. erfolate kein Eröffnung der dritten Hafeneinfahrt waren mithin drei neue 7 * 2 42 12 
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eater Run und Wi enschaft. wurf vorzulegen, durch welchen die rechtlichen und sozialen ben lernen möge. Der Inhalt dieses Spiels wurde sowohl 
h st iß sch h Verhãltnisse der in Theater⸗, Lichtspiel Zirkus-⸗, Konzert⸗, den Neubekehrten als den Heiden, welche da waren, durch 
übeck, 20. Febr Singspiel und ähnlichen Unternehmungen beschäftigten Per— einen Dolmetsch sorgfältigst ausgelegt. Wie aber die Gewapp— 
Stadt⸗ Cheater. sonen für das ganze Reich geregelt werden.“ Es ist anzu— neten Gibeons mit den Philistern Lämpften, da fingen die 
„Zar und Zimmermann nehmen, dak auch vom Zentrum beantragt werden wird, das Heiden aus Angst, man werde sie erschlagen, zu fliehen an; 
Komische Oper von Albert Lorbing Material, welches die Regierung wãährend der Beratungen der aber sie wurden fürsichtiglichst zurükgerufen. Jenes Spiel aber 
Wiederum aasene ein Baß Busso aie Eisan ur Richarb Reichstheater gesetzkommission gesammelt hat. zu einem Gesetz war gleichsam ein Vorspiel und eine Vorbedeutung des Zulünf— 
v. Schend. Max Aschner er eleren in entwurf auszugestalten. — tigen. Denn in selbigem Spiel gab es Kriege als Davids 
ß der Bollsoper: len bring Künstlernachricht. Kammersängerin Luch Weidt von der Gideons und Herodis, wie denn auch durch gar viele Kriege, 
speziell für den dummen, gravitätischen Bürgermeister von Berli 55 7— * 22——*2 5 22 ge, 
ene eenneete eeeeee n r een ein Gastspiel für Südamerika ab— so ihm folgten, die Heidenschaft zu bekehren war.“ 
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Bewegung und ein außerordentlich bezeichnendes, lebendiges bin 2 * ß nt een Otio Neitzels Barbatina. die in Krefeld mit so 
Mienenspiel mit. Das sehr gut durchgebildete Organ, welches drei Persfonen Infolge dieses Absalusfen mte ste auf die großent Erfolge aufgeführt wurde, wird nach Aufhebung des 
auch des stimmlichen Reizes kelneswegs entbehrt, genügt nach Mitwirluna an den Festspielen in Brussel e e Verzicht Poligeiverbotes nunmehr am 18. Febr. in Elberfeld und am 
Richtungen hin den Anforderungen dieser Rolle und läßt leislenn in in rn erstmalig in Szene gehen. Dr. Otto 
ei seinem mühelosen Gebrauch erwarten, daß es auch stärkeren Das erste deutsche Schauspiel n Ri q eitzel ist von der Elberfelder Direltion aufgeforderl 
Zumutungen gewachsen sein wird. Besonders hervorzuheben ist tum m mi e worden, die Erstaufführung zu dirigieren. Der Komponist 
T die vorzügliche Diktion des Saängers. Aschner gibt den eine dersarlslen Belhilsen n feinen ahen inen me wird der Einladung Folge leisten. Zahlreiche Direktoren werden 
Bürgermeister kräftig und saftig und doch nicht lärmend und haltung deufscher Sprache und deutscher Art auf dem heihum— der Aufführung beiwohnen. 
n dritten en wãre etwas weniger Spiel viel— strittenen Boden, den seine Vorväter vor über 700 Jahren mit Ar⸗· umd Erstaufführuna. Caillavets und de Flers neues 
mehr re in des Künstlers wäre, so— Kreuz. Schwert und Pflugschar erobert und der Kultur er— Lustspiel Primrose“ wurde bei seiner deutschen Urauf⸗ 
v a urteilen kann, entschieden schlossen haben. Er ist daher für seine deutschen Theater in führung im Schauspielhaus in Frankfurt a. M. sanft aber ent⸗ 
1 as wr aufte HSaus nahm Aschners Leistung gleichem Mahte opferfreudig wie gegenüber seinen deutschen schieden abgelehnt. E 
Marnt t Schulen. So ist das deutsche Theater in Riga eine deutsche Für die schlesischen Musilfeste ist ein besonderer Fesichor 
— — Kunststãtte ersten Ranges geworden und so ist es möglich gearundet worden. Um die horistischen Aufgaben der Must 
Vom Berlner Softheater. Die Generalinlendanz der Kal. n der Sauvtstadt Reval des armen Esthland dem feste in erhöhter Weise erfüllen zu können, haben die ge⸗ 
Echauspiele in Berlin hat jetzt wieder die Eintrittspreise der eutschen Schauspiel ein zweites würdiges Seim zu ertichten mischten Chöre und der Lehrergesangverein a Gdrlitz eine 
Berliner Sofoper erhöht. Im Anfang des Winters schon in der ersten Zeit deutscher Siedelung im baltischen Choxvpereinigung von etwa 450 Mitwirkenden gegrundet und 
heb es, diese Preise sollken nur für die Aufführungen des— ande das deutsche Schauspiel in den Dienst der Christianisie⸗ unter die Leilung des Königlichen Sof- und Domchordireltora 
Rosenlaval er“ und sür besondere Veranstallungen gelken. Jeht rung des eroberten Landes gestellt wurde, zeigt ein Bericht in Prof. Rüdel Gerlin) gestellt. Das erste Konzert dieser Chor- 
sind aber für jede Vorstellung die Preise gesteigert worden, der ältesten baltischen Geschichtsquelle, die wir besitzen, in der vereinigung findet am 83. März in der Stadthalle au Görlit 
für die Fremdenloge von 12 auf 15 M, bis zum vierten Rang, Chronit des Priesters Seinrich von Lettland aus dem Jahre statt. 
ber frͤhen ohne Aufoeid a0 n e 3 loennnnn ee nen r d een s ene Buhnenerle. Alwerta v. Putttamer hat eine vramna 
Zum Reichstheateraesen Wie don B nteeleilt vnde anen n nee eeeeen tische Dichsund beendet, die dem Freise der Artussagen ent. 
will die sozialdemokratische Fraltion des Reichslages einen etschie nenen Revaler Thealer Chront von Elsabelh pon Rosen nommen ist und sich „Merlin“ betitelt. — Melchior Leng- 
Antrag einbringen, der die baldige Vorlage eines Reichs— WVon eineim geistlichen Schauspiel in Riga. Desselbigen vi vels garin“, die vom Berlinen Kornddienhaus awobn 
*1 fordert. Der Antrag hat solgenden Wort⸗ ers (1200) fuhrien die Shwero uder ein zan en Pro⸗ wurde. erlebt am 23. Febr. die Uraufführung in Budavelt. 
verbundeten Regie⸗ phetenspiel mitten in Riga auf, damit die Seidenschaft die — — 
r z ruchen. stage baldigst einen Gesetzent— Anfangsaründe des christlichen Glaubens durch sehenden Glau—
	        
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