Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

ausgabe 4. Montag, den 12. gebruar 1912. Abend⸗Blatt Ur. 77. 
uan i— — — — —„—u— —— — — nuαν 
Vortrag über neue Aufgaben des evangelischen Bundes. bilden, aber diesem Zukunftsbilde folgt ein Aber, das manchen 
Aus den Nachbargebieten. Redner schilderte die protestantische Missionstätigkeit in Oester— Traum zerstört. Denn die Freuden des neuen Uers werden 
Sansestãdte. reich und überseeischen Ländern. Die in Deutschland leider nur jenen durstigen Seelen blühen, die ihre Sorgenlast im 
Hamburg, 12. Febr. Graf Zeppelin wohnte Sonn⸗ vorherrschende protestantische Zerrissenheit lönne im evange— eigenen Automobil oder in der zweispännigen Equipage durchs 
abend abend im amburger Verein für Luftschiff lischen Bund eine Vereinigungsstätte finden. Sauptlehrer Stöl⸗ Leben schleppen. kurz denen, deren Banlkredit aus sieben— 
fahrtenemn interesanten Vortrage des ehrnte n ting dankte im Namen der Versammlung dem Redner für den slelligen Zahlen besteht. Der wadere Bürger, der vielleicht 
e enan rsarhine se 333 lehrreichen Vortrag. — Der Frauenvperein hat auch im hofft. binnen kurzem für 2 Meoder für 2,50 Meeinen echten 
ben — Nach dem Vortrage begaben sich viele der Teil verflossenen Jahre in der Stille eine umfangreiche Arbeit ver- 1911er erstehen zu können, geht bitteren Enttäuschungen ent— 
nehmer, darunter Graf Zeppelin, Senator Sander und richtet. Es wurden 1065 Liter Milch ausgegeben, für rund 220 gegen und wird sich mit einem, wie der Weinhändler sagt, 
aein Sin n lan etwa 4 iron en u Mark Manufakturwaren verteilt und für sonstige Geschenke sehr „kleinen Wein“ begnügen müssen, mit Qualitäten, in 
etn aen eeeee Braleg u Welhnahten tund 100 M ausaen andt. 2 
— * Bhf. Gleschendorf, 12. Febr. Sengstkörung. recht bescheiden zur Geltung kommen. 
der Serren Siemers, seines Veffen, Sauptmann v. Zeupelin er wurden hier Sonnabend 12 Bengste n g 
——— 
her anlie Kranfe An ver Asster Mila, und flattete dann wurden WSengste, abgekört einer. Die sehr große Beteiligung ist auch rar, und ein Getränt, das von vornherein dazu 
Besuche ab beim Präfidenten des Senats, Serrn Bürgermeister von Landwirten aus dem Jürstentum und teils von , bestimmt erscheint. nur das Labsal der Millionäre zu werden. 
d urard ben adeten den geat Srn dand, n den rggranng enet n dnwglenden diehete n de, Wosel und an Unlerrhein ist die Ernte dur daus 
gerichtspraäsident Engel, bei Serrn Genexaldixektor Ballin bei g zuchte ud kein Rekordjahr; die Wunderwirkungen der Sommersonne haben 
serrn Senator Michahelles und Serrn Dr. Rud. Möndeberg. arenze hinaus von sich reden machen wird. senic t 
Abends fsolgte Graf Zeppelin teiner Einladung des Berxn Lauenburg. igentn nur im Rheingau und in der Pfalz unumschränkt 
Edmund Siemers Um 9 Uhr 5 Min trat Graf Zeppelin 2 Mölln, 12. Febr. Sparund Vorschullverein gewaltet und die Folge davon ist, daß für die wirklich 
pom Haupthahnhof aus, wohin ihn Herr Sans Siemers G. m. b. 5. Die Generalversammlung genehmigte Sonnabend guten Lagen und wirklich hervorragend schönen Weine bereits 
begleitet hatte, die Rücreise in die Heimat an a ite g sbie die Berten jetzt wahre Märchenpreise bezahlt werden Erst vor 
ESchleswig⸗Holstein. hung des Reingewinnes laut Vorschlag des Vorstandes. Der n eee er fur Stũd hrsonders chönen Rhein⸗ 
vt. Neustadt, 12. Febr. Die Stadtkollegien Reingewinn stellt sich troß eines Kursverlustes von 1592,92 M n 422 rn 12 000 M für s00 Aiter, aus 
wãählten zum Stadtverordnetenvorsteher S. Meynerts, zum Stell— auf 1980388 M. Den Reservefonds 1l und II wurden insges. n 0Slashhen werden. Wenn fur eine hervor— 
vertreter Apotheker E. Martens. Dann wurden die Wahlen 3500 Muüberwiesen und der dann noch verbleibende Rest von 2 ut hon im Fah 15 M fur die Flashe vm 
für die einzelnen Kommissionen vorgenommen. Zum Schluß 16 303,88 Mewurde in folgender Weise verteilt. Die Altio näre en ler begahlt werden, wird selbst der Laie sich eine 
wurde außer den Titeln VI (Unterhaltung allgemeiner, nicht erhalten außer der ordentlichen Dividende von 4 o6 noch eine en r machen können, wie tief er dereinst in 
der Schiffahrt und dem Seehandel dienender Verkehrsanstalten), außerordentliche von 6 o0, zus. also 10 0. Nach Wzug der in seinen Beute pu greifen müssen, um inen würdigen Elfer 
VIII (Feuerlöschwesen) und XIV (Gemeindesteuern) der ver— dem Statut festgelegten Tantiemen für den Vorstand und uln Tafel sehen zu lönnen. DTer Wein will jahrelang 
bleibende Teil des Haushaltungsplanes beraten. Aufsichtsrat verbleibt dann noch n Rest von 1044,18 M, der nen e n 3 * 
Gtoßherzogtum Oldenburg und Fũrstentum Lubed. e sehe n en bescheidene Gewinn der Großhändler und der Kleinhändler. Und 
SEutin, 12. Febr. Wegen Wilddieberei wurde s * diese Rekordpreise, die schon jetzt bezahlt werden, sind nur 
hierselbst der Gelegenheitsarbeiler K. berhaftel. Erge wiedergewählt; desgleichen wurden der ausscheidende Kassierer ruuu un 
tand denn auch nach mehrfachem Leugnen und, nachdem er Jespersen und die beide Resioren Lehrer Bohnh ff und Kähler, gesch an Von dem waß per Weinaroßhandel erleben 
ich wiederholt in Widersprüche verwigdelt hatte, ein, in den sowse deren Ersatzmann Kaufmann Lorenz wiedergewählt. Die wird, wenn im kommenden Mai dig großen Weine“ versteigert 
Wintern 1810 und 18011 auf den adeligen Gütern Klethlamp Uebergabe einiger Aktien auf andere Inhaber wurde genehmigt. werden,. die Steinberger aus den Königlichen Domänen und die 
und Gowens und auch in der Nähe von tienburg gejagt e Johannisberger Kabinett, Creszens Fürst Metternich. Schon 
zu haben. Er will nur auf Fasanen gejagt haben. Nach seiner Das Reserpelapital des Vereins beträgt jetzt 6512 des heute rechnen K der Verhältni i ie b. 
Angabe ist er nach Weihnachten 1911 arbeitslos gewesen und Aktienlapitals. — Versetzt wurde Postassistent Maraun von 6 en une t rhaltnisse damit. daß die besten 
dann häufig nachmittags gegen 24 Uhr weggegangen Hamburg nach hier — Eine Shlägerei entstand Sonn— ge schönsten Kabinettweine, voraussichtlich mit 
d e ß ß e enen lenn eder abend auf dem Gute Woltersdorf zwischen dem Unterschweizer M ur das Stüd von 1200 Litern zu bezahlen sein 
ge⸗ * werden; diese Erwartungen bra ichen sich nur halb zu er— 
gessen, teils sind sie auch don ihm verkauff worden. Wenn und einem galizischen Arbeiter. Der letztere wurde mit der slen. un die a b m u 
er des Wroens gegen 4 Uhr gekommen in, snd einige von Mistgabel so erheblch am Sopfe derlebt, dan e sofort ärzt und die Flasche wird bhis se in die Sand des Priwat 
den Fasanen sofort gerupft, in die Pfanne getan und nachher liche Hilfe in Anspruch nehmen mußte mannes kommt, ihre 4 kosten üssen. Die Porten c— 
— — ———————— 
erochen haben, als um die Mitllagseit in den seren Der rare Mer. N nen — S 
Er gibt an, in der Nähe von Eufin aus dem Grunde nicht e Naturlih fehlt es ja nicht an „leinen Weinen“; aber 
gejagt zu haben, weil hier nicht sobiel Wild vochanden ist, Die brgeisterten Schilderungen der Weinkenner und der auch sie sind bereits im Verhältnis zu früheren Jahren sehr 
wie auf den adeligen Gütern. Man kam seinem Treiben Eingeweihten über die herrlichen und uaderglei⸗Kichen Eigen⸗ leuer, die allergeringsten Qualten Eilfer wurden bieher net 
u die rur naden von Leuten agehen erden m schaflen des 1911ers haben in vielen Serzen die stille Soff⸗ ntern 850 Me des Sud beatann wer da de de 
u enitsan fsn V nung erwedt, binnen kurzem im leuchtenden Römer ein Wein vielleicht in schönem Wahnsinn“ in stiller Kemenale einer 
nung verließ Bei einer darauf vorgenommenen Baussuchung u die r suren n un n un der uein an Nasche von diesem Elfer den Sals bricht. wird wahrscheinlich 
e e eht Palronen und andere zum seit dem berühmten Kometeniahre 1811 nicht geschenkt hatte. seiner Feder unversehens statt eines Symnus eine Satire ent 
sanenfedern b smie 3— a npt 3 3 lrnn e enee 3 n bg e e a ; e ee 
manchen Fasanenbraten verzichlen müsfen. Bb nochh mehr ie lden aut tun seg in en ber nicht rein n den Sandel sommen, sondern „verschnitten“ wer⸗ 
Personen bei der Wilddieberel beteiligt gewesen sind ist bis stimmen. In ein paar Jahren. wenn der köstliche 1911er den, also mit anderen Weinen von anderer Lage und an— 
zpt nicht festgestellt. Das Rähere hierüber wird wohl nach sorgsamer Ablagerung im Faß und dann in der Flasche derem Charalter eine Ehe eingehen. Der „große 1911er“ aber 
e ntersuchung ergeben. seine Entwicklung vollendet und die volle Reife seines Bouquets ist nicht nur ein Göttergetränt, sondern auch unerschwinglich 
E S chwartau, 12. Febr. Im evangelischen und seiner wirklich unvergleichlichen Vorzüge erreicht hat, wird teuer und wird daher für die Mehrheit ewig ein schöner 
Bund hielt Freitag Sauptlehrer VPechmann-Lübed einen der goldene Trunk gewiß das Entzücken genießender Kenner Mysthus bleiben R.C. 
—ü — — — 
Berliner Brief. e n g ee 8 v * en und so 
— 7 ausgedrüct, übersetze aber für den Fall, daß die oben packen sie enuß an allen Zipfeln, als ob es eine Scholo— 
eeearen errnn Feuilletonmitarbeiter.) perwarnte junge Leserin mir nicht folgte) darf in der Friedrich— ladentafel wäre. Derbere Freuden wachsen und blühen dem 
. Berlin, 10. Februar. strake weder wohnen noch spazieren gehen „daselbst“. Mon dieu! Glücklichen, der leinen Frack besißt. Er pilgert hinaus in die 
Nizzasehnsucht. — Trübselige Arkorde. — Die Was geschah? Hat ein Schuhmann Aergernis genommen, sich südliche Vorstadt, in die Hasenheide, wo vor reichlich hundert 
peetern Fri edrichstraße. — Jagows Ende. — oder vielmehr sein normales Empfinden an den Pleureusen Jahren Vater Jahn die Vaterlandsretter gedrillt, die ein 
Allerlei Faschingsbälle. ZS Preisgekrönte oder gar an zu spitzen Absätzen verleßt? Es lann nicht anders Juwel enthält, seltener und kostbarer Art: Das Berliner Volks— 
Glatzen. — Der RKaiserliche Kino. sein. Die Riesenfaust Jagow macht einen Strich, und 5000 leben und Berliner bodenständigen Volkshumor. Es gehören 
Wahrhaftig, es ist eine rechte Schande, in diesen Tagen kreue Priesterinnen der Venus vulgivyage werden aus dem Bilde schon besonders präparierte Ohren dazu, wenn sie den Pauken— 
an der Spree zu weilen, und es zeigt eine unglaubliche Un— Berlins ausgelöscht. Indes, es gibt Skeptiker, die sagen, man lätm eines Dutzend handfester Kapellen und die brüllende 
verfrorenheit, dies offen einzugestehen. Ein Mensch, der weiß, kann wohl von heute auf morgen alle Autos marstallbraun Konversation einiger Tausend erlhitzter Sonntagsbürger er— 
was sich gehört, hat sich schon längst in die roten Polster des anstreichen. alle spizigen Hutnadeln un binden lassen, und sonst tragen wollen. Ueberhaupt darf man sich eine kräftige Kon— 
Suderpreh vergraben und erwachte erst wieder aus seinem noch tausend Dinge mit dem polizeiergebenen Berliner anfangen stitution wünschen, will man dorten beim pechrabenschwarzen 
Bertliner Winterschlaf, als Nizzas Rosen und Nizhas schmeich- — er pariert. Aber jegliche rdenmacht hat ein Ende, und Bocbier und bei dicken Madeln eine Rolle spielen. Der Tanz 
lerische Winde ihn umgaben. Karnevalsfreuden und Karnevals— wie Varus der Germania entgegentrat: Bis hierher — so auf dem gänzlich gesüllten Podium scheint empfindsamen Ner— 
lüste lann man nur unten im Süden genießen, wo der Himmel wird Jagow an den Pleureusen deitern. Wer es nicht glauben ven eher eine Reise in einem märchenhaften Nagelfaß zu sein, 
und die Herzen blau sind und die Welt ein wirklicher Garten will, ist freundlichst eingeladen, sich persönlich zu überzeugen.... so regelmäßig kriegt man die Ellenbogenpuffe in alle Rüden— 
zu sein scheint. ——— Vom Fasching also will ich leden. Dabei, es sei voraus— gegenden, wird einem die große und kleine Zehe zertreten. 
Der neueste Jagow-Erlaß just vor den tollen Tagen wirft gesagt, möchte ich keineswegs zum 1001. Male lonstatieren, Indes, wer noch lebt bei der Preisverteilung, hat mmerhin 
auf diesen unheiligen Ernst, der so gar keinen Respelt hat für daß der Berliner keinen Humor habe. Statt solcher negativen Chancen, einen Blauen zu verdienen. Preisgelrönt werden alle 
Sonntagslyrik und all das, was hübsch aber zwechlos ist, ein Theorien werde ich lieber zeigen, auf welche persönlichen Arten extremen Dinge, einerlei, ob sie gut oder böse sind. Die läng— 
leuchtendes Licht. Ein etwas heitles Thema, und alle jungen man an der Spree Lustigleit und fidele Faschinglaune erzeugen, sten Fräche, die meisten falschen Zähne, die gröhten Fingernägel, 
Leser und Leserinnen werden hiermit gebeten, die Leltüre fabrizieren will. die stärkste Glatze sind da die Dinge, die man haben muß, um 
nach diesem Satz allsogleich einzustellen. Aso — man weiß, Am elegantesten — und langweiligsten sind ohne Zweifel etwas zu gelten. 
die Fiedrichstraße ist die große Bummelgasse Berlins. Man die Redouten. Was in München zum Beispiel ganze Orgien Es gibt eben allerlei Vergnügen in Berlin. Man weiß 
geht da au eigenem Vergnügen und zu dem seiner Mitmenschen tollsten HSumors entfesselt, bleibt hier zum Erfrieren lalt. nicht recht. welches soll man cbnen. Eine exklusive Redoute 
spazieren und insbesondere eine slattliche Reihe stattlicher In die Arena eines Eispalastes legt man Parkettplätze, baut mit erlesenen Frauen und Sekt und viel, viel (beinahe zuvieh 
„Damen“ haben es sich zur lobenswerten Aufgabe gemacht, in zierliche Rosenlauben drum herum und läht jeden Walzer, jeden Kultur — das hat seine Meriken und man denkt mit einigem 
vorbildlicher Toilette und mit grohßer Beharrlichkeit den schwarzen bwo step von dem Komponisten selbst dirigieren — dergestalt, Wohlbehagen an solche Freuden zurüch. Aber solch ein derbes 
Asphalt durch eine ständige, ununterbrochene Promenade zu ver- dabß man im Laufe der Nacht die deutsche Operettengeschichte der Fest derber Lust, wie es draußen in der Hasenheide gefeiert wird, 
schönern, zur Freude aller schönheitsliebenden Berliner. Man Gegenwart in ihren bedeutendsten Vertretern sich persönlich vor⸗ wo das „Amüsemang“ beinahe örperliche Gestalt annimmt, 
denle zum Vergleich etwa an ein Sechstagerennen, wie eben stellen sah. Oder man läht von der Riviera zehn Waggons und man glaubt es in dem sesten Rauch und heißem feuchten 
eines im Sportpalast ausgefochten wird. Mit derselben Ste— wunderschönster Rosen kommen und tapeziert die Wände und Atem in Flaschen füllen zu lönnen. „Echte Berliner Faschings- 
tigkeit liegen jene Frauen der Friedrichstraße ihrem selbst— das Haar der Damen damit aus. Oder man gibt die Parole lust“ — auch es kühlt die Nerven und entspannt geistige Er— 
gewählten Berufe ob, und dies Rennen dauert nicht bloß sechs „Fahrendes Volt“ und läht damit den wildesten Kostümunsinn regungen. Es gibt ja auch sonst noch Karnevalstaten, wenn 
Tage, sondern oft ein ganzes Leben. Man mag der Ansicht in schrecklichsten Karikaturen herein, wahre Gestalten der Hölle, sie auch nicht offen die Narenlappe tragen. Ein ziemlich 
sein. daß es vielleicht nubringendere Beschäftigungen für unsere die sich da ein Stelldichein geben. Den Superlativ an Humor pilantes Schauspiel ist's, kaiserliche Prinzen als Agitatoren für 
ledigen Frauen gäbe, als den ganzen lieben langen Tag spa— muh freilich der Alpenball spenden, das ist seine verdammte einen — Kino zu sehen. Am Potsdamer Platz wurden nämlich 
zieren zu gehen — etwa Säuguings- und Muttervereinstätig- Pflicht und Schuldigkeit, Ehrensache sozusagen. Wenn sich's in diesen Tagen die „Kammer-Licht-Spiele“ eröffnet, mit ge— 
leiten — indes, unzweifelhaft geben diese Bummelheldinnen, auch ulkig genug macht, schteit der Berliner mit überschnappen⸗ waltigem Paulenschlag. Ein Riesenbau ist errichtet und der Film 
die sich selbst von tintenschwarzer Mitternacht und selbst nicht der Stimme „Juchhe!“ und versucht sich in bayerischen Späßen, findet da zum erstenmal ein richtiges Theater mit Parkett 
vom Frührot des erwachenden Taçes abhalten lassen, dem mitunter leuchtet's doch hervor unter dem Schweizerhütli die und Raͤngen und Bühne. Prinz Citel Friedrich saß in der 
adberlin, der repräsentativen Stadt das Gepräge und tun lustige Freude, ein rechtes, echtes, unvernünftiges Kind des Kaiserloge“ bei der Eröffnungsvorstellung — und nun steht's 
sür den Fremdenverlehr mindestens ebenso viel wie die hierzu Faschings sein zu dürfen. Ganz schlimm gest es auf dem an jeder Litfaßsäntle zu lesen: Gespielt in Anwesenheit der 
gegründeten Vereine, und billiger, — für die Stadt Berlin Bösen⸗Buben⸗Ball zu, der unter dem Proteltorat der Theater⸗ Kal. Soheiten .... usw. Glüdseliges Auge des glückseligen 
nämlich. Genug — Verdienste sind da, einen Schaden nahm direltoren Meinhard und Bernauer seinen höchst unartigen Ull Berliners, er darf denselben Schatten eines Films betrachten. 
bisher niemand davon; selbst von Verkehrsstörung kann man hreibt. Erwachsene dürfen da nicht sein, nur engelgleiche Kin— auf dem ein königlicher Blick geruht. Wer hätte das gedacht, 
nicht sprechen, weil jedermann die suündhafte Friedrichstraße der in rosa oder lila Kleidern. Und da man's sowieso mit dah der Kino so avancieren würde, daß er nun benahe unter 
dazu bestimmt schien. Als Pensionatweg für höhere Töchter Kindern nicht so genau nimmt, so dürfen sie in Logen und laiserlicher Proteltion seht! 
galt sie bisher nicht. Da, aus befterem Winterhimmel lam der wilchen Sektflaschen verstect einnal ihre ganze Unagrt toben
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.