Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

erzielt worden, insofern die Einstellung eines direkten Päckereibeiwagens in die eingetretenen 238 Pflichtschülern befanden sich 66 Schüler mit dem Berechti— 
Zuge 6066/242/674 wenigstens am 1. Oltober veranlaßt worden ist. gungsschein zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienst; 38 Schüler, die die Mittel⸗ 
eruprech · Die in hiesigen Handelskreisen häufig beklagten Mängel des Fernsprechver⸗ u i 2 e n m en Mitlelstusen 
verlchr. kehrs Lubeds mit Hamburg haben im Berichtsjahr die Herstellung einer u n n — en e n u 
neuen Fernsprechverbindungsleitung Lübeck-Hamburg zur Folge gehabt, die 199 orden. Die Qerstuse zeigte einen Bestand von 23 
bereits in Betrieb genommen ist. Den von der Handelskammer schon im die Wittetus⸗ ou e u sruneten ren. 
Vorjahre vertretenen Wünschen der Schlutuper Industrie nach einer durch— zu rr e mit einer Unterstuse der rn 
greifenden Verbesserung des Schlutuper Fernsprechverkehrs hat die Postver— m ue 7 culahre⸗ fluber un Prufung at un 
waltung, namentlich durch Erweiterung der Dienststunden und durch Zulassung e ine tt 3 e en 
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en eun neurn Sre be ehnugen un u wilrend für Mädschen meldeten sich 42 Schülexinnen, sodaß zwei KNlassen gebildet 
der Antrag, die Schlutuper Fernsprechteilnehmer unmittelbar in das Lübecker 
werden konnten. Von den 42 Schülerinnen besuchten vorher 16 die erste Klasse, 
Fernsprechnetz einzubeziehen, auf Bedenken gestoßen ist. Mit Rüchsicht auf die 22 
2 8 5 die zweite Klasse der höheren Töchterschud (einige vorher das Seminar) 
Einge meindung Schlutups in den Lübecker Stadtverband wird die Handels— 
sanmer lepiere Fage wener versolgen 9 die erste Klasse der Mittelschule, die übrigen (Klasse B) die erste Klasse der 
8 Volksschule oder die zweite Klasse der Mittelschule. Einem Beschluß des Schul— 
— vorstandes gemäß können in Klasse A auch Schüler, die den Berechtigungs— 
Lrave⸗ Was die lübeclischen Hafenverhältnisse anlangt, so hat die seither in schein für den einjährig-freiwilligen Militärdienst besihen und sich später dem 
besenerund. den Wintermonaten von der Handelskammer miun staatlicher Unterstützung kaufmännischen Berufe widmen wollen, aufgenommen werden. Der erfolg— 
unterhaltene provisorische Beleuchtung des Fahrwassers von Lübeck bis reiche Besuch des Kursus befreit beim späteren Eintritt in ein Geschäft vom 
Travemünde den Bedürfnissen der Schiffahrt nur unvollkommen Rechnung Pflichtbesuch der Kaufmännischen Fortbildungsschule. Zur Erteilung des Unter— 
tragen können, insbesondere deshalb, weil die Lampen bei stürmischem richts in der einjährigen Handelsschule sind zwei Lehrer mit Handelshochschul— 
Wetter, also gerade dann, wenn sie am nötigsten gebraucht wurden, bildung berufen worden. Ersfreulicherweise ist die einjährige Handelsschule den 
häufig verloschten. Erfreulicherweise haben die staatlichen Instanzen den höheren Handelsschulen Deutschlands auf Grund des Lehrplans und der Vor— 
Wünschen der Handelskammer solgend, die Prüfung der im Bauamt aus— bildung der an dieser Schule wirkenden Lehrkräfte gleichgestellt worden; die 
gearbeiteten Prosekte für eine neue endgiltige Anlage so beschleunigt, daß die Handelshochschulen in Berlin und Köln immatrikulieren diejenigen Schülerinnen, 
neue Travebeleuchtung Anfang Dezember d. J. in Betrieb genommen werden die eine zehnstusige höhere Töchterschule besucht haben und nach erfolgreichem 
konnte. Abgesehen von etwa noch erwünschten Anderungen in der Verteilung Besuch des Kursus ein Jahr (Köln) oder zwei Jahre Gerlin) praltisch tätig 
der Lampen oder von sonstigen Verbesserungen hat damit Lübecks Zugang gewesen sind. Zur Diplomprüfung oder Handelslehrerinnenprüfung werden 
zur offenen See eine Beleuchtung erhalten, die allen Ansorderungen eines sie unter den gleichen Bedingungen zugelassen, wie alle übrigen Studierenden 
modernen Verkehrs entspricht, und von der Lübecks Schiffahrt eine weitere der Handelshochschule Die Fachschule für Auwaltslehrlinge 
Förderung erhoffen darf. wird von 4 Lehrlingen besucht, die Unterstufe von 22, die Mittelstufe des— 
Gestelluns Im vorigen Jahresbericht glaubte die Handelskammer in Aussicht stellen winn von ng n ae eene * 
2 zu können, daß die Verspätungen in der Wagengestellung am Hafen bereits 8 * zꝛ chulerinnen auf vie einzemnen Klaffen ret 
* in diesem Jahre einer gründlichen Reform unterzogen werden würden. Leider berstuft it zusapumen wyn u 
22 schwächer besucht, besonders die Oberstufe, sodaß voraussichtlich die Schulzeit 
sind jedoch die zu diesem Zweck eingeleiteten technischen Untersuchungen wegen ß 
zweckmäßiger Abstellung dieser Mängel noch nicht zum Abschluß gekommen wleder auf t uhr bechrüntt werren wirnd. Die wahltreien ren; 
3 kurse haben sich wieder eines lebhaften Besuches zu erfreuen. Von 203 
sodaß erneut von den verschiedensten Seiten zahlreiche und dringliche Klagen iben 223 Ruse belegt, die sich auf 15 Rlasfen verteilen. Der 
über diese Übelstände erhoben worden sind Es ist an zuständiger Stelle darauf hin- Ertsonen buurden an ul 
englische Kursus für Volksschüler konnte Ostern mit 23 Schülern 
gewiesen worden, daß diese Störungen nicht etwa vorübergehender Natur sind, e d 5 seh sich die Kaufmennsche Foubudungs und Fach 
sondern auf ganz bestimmte, bleibende Mängel des hiesigen Rangierwesens zurück n werden n m ni sue e n 
geführt werden müssen. Mit Nachdruck ist hervorgehoben worden, daß diese Ver— ule zusumnmen er ng m— —8 hut 
73 Klassen mit 573 Schülern, und einer Abteilung mit freiwilligem Schulbesuch, 
spätungen der Wagengestellungen am Hafen wirtschaftlich mit den empfindlichsten berend aus 23 319 Schlern, usammen iassen un d 
Schädigungen für den hiesigen Handel und die hiesige Industrie verknüpft sind. un slen un 
Die beleiliglen Kreise fuͤhren nämlich mit Recht daruber Beschwerde, daß ihnen ülern. 
hierdurch jede Disposition über die Arbeit des Beladens und Entladens un— Auch in diesem Winter ist wie in den Vorjahren innerhalb des Vor⸗ HDandels⸗ 
möglich gemacht wird, daß ferner täglich viele Stunden an Arbeitszeit, mil— lesungswesens der Oberschulbehörde im Einvernehmen mit der Handelskammer wissenschaft⸗ 
unter sogar ein halber Tag, verloren gehe und daß daneben bedeutende direkt wiederum den besonderen Interessen der Handelskreise Rechnung getragen 
Schädigungen insofern entstehen, als die Arbeiter nach dem geltenden Lohn— worden. In einem vor Weihnachten abgehaltenen Vortragskursus behandelte se 
tarif für die Wartezeit voll entlohnt werden müssen. Im Interesse der Aufrecht⸗ Privatdozent Dr. Hoffmann Kiel „Die heutigen Kolonialreiche? während nach 
erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit Lübecks ist deshalb von der Handelskammer der Neujahr Syndikus Dr. Wallroth Vorträge über Die wirtschaftliche Bedeutung 
Standpunkt vertreten worden, daß die Wagengestellung überall so rechtzeitig erfolgt Rußlands“ halten wird. 
daß sie beim Beginn der Arbeitszeit vollendet ist. Es steht zu hoffen, daß die zwecks 
Abstellung jener Mängel eingesorderten sachverständigen Gutachten bald ab— ———ssbbv e e 
geschlossen werden, damit die z. Zt. unhaltbaren Verhältnisse eine baldige 
Vrilende Abande rung r it uer ewissen Besserung der Ver⸗ Die im Berichtsjahre dem Bürgerausschuß unterbreitete Senatsvorlage Ablösungd⸗ 
hältnisse wird man hoffentlich schon nach Durchführung der von der Lübeck— — h 
g 2 sehl eines Ablösungsgesetzes veranlaßte die Handelskammer, als Verwalterin des geseh. 
Büchener Eisenbahn-Gesellschaft beabsichtigten Erweiterung des Moislinger ellweise aus Obereigennns und ahnüchen Rechlen bestehenden Vermogens 
Rangierbahnhofes rechnen dürfen. 2 2 
7 der Kaufmannschaft zuständigenorts ihre Bedenken gegen die Entschädigungs— 
e nneee 
47 der bisherigen Praxis eine wesentliche Schmälerung erleiden würden, zu ver— 
22 besserung und Erweiterung der bisherigen Anlage in Angriff genommen worden, treten. Die mit Reallasten der Kaufmannschaft beschwerten städtischen und 
anc die im wesentlichen in einer Verlängerung der seither derfügbaren Uferstrede, vorstädtischen Grundstücke kommen infolge ihrer natürlichen Lage nur als Bau— 
in der Beschaffung neuer eleltris cher Kräne, in der Vermehrung der Zahl der land in Betracht und unterliegen daher einer verhältnismäßig raschen Wert— 
Anlegebrücken, sowie in der Bereitstellung größerer und unmittelbar am Wasser steigerung, sodaß für die Kaufmannschaft schon an sich die Entziehung 
liegender Schup penräume bestehen. Die neue Anlage wird in kurzer Zeit hres bisherigen Rechtes, bei der Fesisehung des Zeitpunttes der Ab— 
gebrauchsfertig sein. Damit sind im Kanalhafen neben den vorhandenen lösung mitzuwirken, einen stärkeren Vermögensnachteil bedeutet, als fuür 
pribaten Lösch und Ladeanlagen auch für den allgemeinen Binnenschiffahrts⸗ diejenigen, denen un an landlichen Grundstücken Reallasten ustehen. Es 
verlehr zeit gemäße und leistungsfähige en gewonnen worden, don denen liegt daher vielleicht nahe, bei der gesetzlichen Ablösung zwischen dem Land- 
eine weitere Fö rderung des Kanalverkehrs erhofft werden darf. gebiet einerseits und dem sitädtischen Gebiet (Vorstädten und Vororten) 
andererseits zu unterscheiden. Im übrigen hat die Handelskammer natur⸗ 
Kanf⸗ UÜber die sonstigen Einrichtungen der Kaufmannschaft ist zu berichten daß gemäß auch ihrerseits die Ansicht dertreten, daß die gesetzliche Festlegung der 
mannijche im Berichtsjahre die Kaufmännische Fortbildungs- und Fachschule si freien Ablösbarkeit der im lübeckischen Staatsgebiet noch vorhandenen Ober—⸗ 
xuhig fortentwiclelt hat. Die Organisation der Schule ist im wesentlichen un · eigentums⸗ und sonstigen Realberechtigungen im Interesse der Landeskultur 
derändert geblieben. Die Schule wies am 1. Mai 1912 einen Bestand von einerseits und der Förderung der Bautätigleit sowie der Ansiedlung industrieller 
a4iaui⸗ 573 Pflichtschulern auf, die in 24 Klassen unterrichter wurden. Unter den nen Unternehmungen andererseits dringend erwünscht ist 
Vrud von Gehnndel inn n. b. d. in Vibed
	        
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