Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

ausgabe 4. reitag. d 
g en 6. D 
Freitag. ezember 1912. abend⸗Blatt N. 619. 
1 Kehle. Neben der Lei 3 un. — — — — 
Aus den Nachbargebieten. pn Koffer baren n ßs ss33 rbeiter wird bermiht; er ist wahrscheinlich in den Flammen 
endee e seess 3 
urg. 6. De ven r zamus. Am * vo hne Futter gewesen iger Mann, es Erlbach, annt Ducret, de 
n d nhiag dersiet ane e a e e baltet denn in der Passage de Cüchy ein s 
n e een eeee Sal nach Menschen e — atntt re aee e einem Unbelannten durch zwei ee lane ge— 
m zt er t ilchli 
purde zu Boden geworfen und lnei enn donn b der Merei aus. Ter ernerdete Zuper vohn td tet. Der Mörder, vermutlih der berüchtigte Bandit on 
llden verhaften der eine gib n den Sughenden chaden ah pte. e Haushalerin Minna Gosch 4 Jahre alt, Les Aubrais, Lacombe, der lich dafür rächen wollte, daß 
nben edee een 3 porher n ie snin ar un h nn g dnn sih den gari aen Ansichien belannie. der 
Verhasteten bestreiten eine Mißhandlung de in die Bist deebragt n — olizei über das letzte Attentat Angab — 
noen uu haben Wehlliche Ausschreit igebrah As niimahlicher Täter ist der a nue paben gemucht hotte T 
ba nn eien u e e eeee gʒ n G a in Mena sellgenommen worden. Greif hat Beim Eislauf brachen mehrere Kinder durch die Eisdecke 
ich ib erall Un dieselben Tater handelt. b e rage als Sueizer gearbeitet und viel mit Solm des Abbauplanes des Unionschachtes bei Dux in Böhmen ein. 
eenen endn lhatte der Zwei Schulmädchen und ein Knabe ertranken. — 
n an r le rtan der Schu eim rd nnn Medlenburg. 2 Schlittschuhlaufen auf einem Teiche in Grünhaid bei 
epn innen m er Sti — Malchin, 6. Dg. I Die für Vi die 14 ahre ——— 2 
beschliebende Sümme hätte das 853 ß eee heim Bethanien in neeeeenn ur r ee 22 ulten Ts ch ten der Fabrit· 
hchen behugeben, von denen wie bei den beratenden 1000 Meauf drei Jahre wurde abgelehnt u e e ee e 
dehrern die eine aus den Volksschullehrerinnen die andere des Finanzwesens nach den Vorfassungvorlagen disbe ng junger Mann versuchte vergeblich, die beiden Mädchen zu retken. 
ben Lehrerinnen der ührigen Anstallen u entnehmen sei. hlen Bericht der, Verfassungskommitte, der in der Wittwoh Auf einer Grube in Aumetz wurden ein Hauer und vei 
Es sei nicht uötig dann Müler nehmnen die Lehrerinnen Sihung, des Landtags vorgelegt wurde. Der Bericht erbrene Schlepper von Gesteinsmassen ver) 5 
en durch ihre Kenntuisse, Erfahrungen und häuslichen Be— sich insbesondere iber den Teil der Vorlage, der die Ordnun etd bet, die bei t auer nan: 
hungen denügend in der Lage, die vorlonmenden Fragen zu des Finanzwesens von dem Schweriner Und dem Sit u a e beiden Schlepper erheblich verleßt — Der 
— —— — — er Inhaber einer Pariser Winlelbant, namens Ferrer, wurde 
e ju geben, wurde hurgerschaflierseits aufgenommen, aber sehung zwischen Landesherrn und dem Staate een * verhaftet. Er wird beschuldigt, etwa 800 000 ie die 
d e n des Scals nenonmen. — uordert oncaten die ur die Bodurfmfe i ihm zahlreiche lleine Sparer nveriren hatten, eee 
großherzoglich iü 3 55— 
Muengeilat wae an eein in n n chen eeen erlur d , m en ee ae e e 
sers Nolande ereignet. Abeiter waren deschauon einen Venn— war in der Vorläge auf zwei Millionen den din n. ehtere Pfleglinge einer rrenanstalt, die in einen Stein— 
rlopf aufzusehenn Beim Aufhieben des ueren Kopfes die Rommitte shlaägt vor, diese Summe auf 183 bruch beschäftigt waren, durch einen Felsstur i 
n e see s en tt n e ee 
hetrateten see edestn sen eele den edeen d ,; Veagennn v e telegraph iert daß der belannte shwarn 
n den Selh s s lu neeer nese a relr d e Meisterboxer Jad Johnson sich Dienstag mit Miß 
lie n innß vorher war auf der gleichen Werft fordert. Wie bekannt, hat der Großherzog v euie Cameron trauen ließ. Sie ist jenes weiße Mädche 
n aeee m ines ua 5 un en rateim den Miunent dessen Entführung er eingesperet ee 3 
4326 in Maschinenschloser von einer hohen Gree ing zur Verfügung gestellt, wofür in d — Das sc we 
habglizt unnd hatte einen Schädelbruch erlitten. die lnen did —— Ehrbnnr s v Ncunort abgrrrit 
Echles win⸗Svoltein. dun rnnd ur datd nde s an ———c — 
Altoung s. TDe kEin Boots Am vbel m er 8 3 e ere egaeen ollen. in Tei Uesber eine Million Ma— e 
ene e ee een neznn 
och der Eibe. Querab gomn Monaer Leitdamm über e och anflommen müßle, ein il wi « lung hat der Stadtver ed eete, 
e enn h Leitdamm über n Nin anderer Zeil will dagegen it der Stadtverordnetenversammlung folgende Resolutio 
e Personen et an re n n au n e Die Beratung über diesen zur Beschluhfassung unterbreitet: „Angesichts der h 
n ee ee e e Mang es belen iudle ig 22 n e en eltlet unb d e eraee Sa im 
Besatung der in der he elndrhen Zollbarkasse, einen der eeh eeze he e ugen deree — aufe der Jahre 1899 bis 1911, be n 
Berunglüͤckten, einen Mat e u1 br den Augen der Spuester 1 be onders infolge Bevorzugung 
der 1Bjährige en nan een n een nn an 441 Ein iunges Mädchen namens der Anlage der Spargelder in Staats papieren, einen Kurs⸗ 
— — h sprang wahrscheinlich in einem Anfalt von verlust von 1163635 Mezu verzeichnen hat, wird das 
n eden e e ler ant Die Schwester Kuratorium ersucht, dafür zu sorgen, daß die Ebalaeid 
vi l een z iluns Dle vant⸗ 9 Men ne; ennen n se te eiu nn in größerem Maße als bicher in Syp 
mirtsaltstammenn tiat, Kiel zu einem fünffährigen Ein— nt. angelegt werden. Dadurch soll nicht 3 S 
seispreis ahrlich 00000 Schweine zu li — i unz en nigen 
ber Bedarf fast zu vollen zwei At en 34 etnt e d dern e ee , 
e ee elaen laa nee Vermischtes. gelder im Interesse der Schöneberger Hausbesitzer eine bessere 
sicht genymmene gleiche Lieferung wird über zwei Drittel aus— ——— — Verwendung finden.“ 
aen ur Zannbeng das Wo do erhalten soll, macht es ein Aieine Tagesereignisse. Wie die Frantfurtker Oderʒeitung 
Siei de vBedarss aus. Nach dem ten e aus Fintenheerd meldet, wurden Di Aus Saß zum Mörder und Selbstmörderae 
eee es n n ee eee eeee e el e 
cih l sl sten iun olhe Zweine ugen— Bergleute vperschüttet. Die Leihen burden shoen — ler 8211 in der Wohnung seines Arbeitskollegen 
anf 21 Prozent. Das n fu 3 e ene nn Die Leichen der Verkäuferin Olga Schul ee Matern mit dem er in Mindschaft lebte und schoß ihm 3 
sein. Das Ausland kann auch icht enffernt bles leiten nn des hnshiffeis ns Bannn n ii de der naht furzem Workwechsel eine Kugel in den Kopf, dann jagte er sich 
behee s d eberden Raubeund Deezel in dannnd n Winterhaen in das Wasser suren, si selber wel Kugeln in den Kopf und sarb bald nagh sein 
un e n u elet n— e ee een n n e ins Krankenhaus. Matern wurde ebenfalls 
vog abe 3 em en; 3 * ** 7— —* ĩ e L e 
ai n den eee e unn de r rn wird berichtet:· Dienstag abend entstand in der Spinnerei e gebracht. Bei Koll wurde ein Brief vorgefunden. 
seht ünruhig van e das Zaus hetraten dote 3 ieh und Wollwarenfabrik von Picardt & Siegel im benachbarte in er angibt, daß er seine Ehefrau mit in den Tod genommen 
ii sauriges Bild vusner Sohm lag mit s Bergneustadt auf bisher unaufgeklärte Wosse ei urun habe. In der Zat fanden Polizeibeamte die Eheft 
die i einem ueihen Tuch zugededt war in aner, das sich mit größter sh M re Fen ihrer Wohnung vor. Die Leiche, die mit Tu h 
in e a ae e eeeeeeu iner Ziube 132 arößter Schnelligleit verbreitete. Nach zwei wies Zangulancnem bh e, die mit Tüchern bedeckt war, 
2——— Stunden mor des aheead tndi ehraent in ariber benebt a m de d lein Avehet 
M erwürat be 
Aus dem Mãde entagebuch der Rönigin Der Lord kniete nieder und kühte meine Hand und überreichte ahnte den i i —7— 
Vietoria. mir zugleich die offizielle Verlündigung vom Ableben des en de in e een e 
Wä— g — z41 — 2 — * 
a. I mit Spannung erwartete Tagebuch der Königin Sie hörte sich die näheren Umstände vom über Albert aber arr e nn ihr ein Interesse ein: 
d Jahren 1832 bis 1840 ist soeben unter dem ra n beauftragte den Lord, der hübfch; sein Haar hat etwa v 
ile e eaen der eee eee t n önig )r Beileid zu übermitteln. Dann ging ich in mein Angen sind ga be F wie meins; seine 
sen Kuden 358 og ⸗ Zimmer und ich fertig an.“ enn aroh und blau und er hat eine sehr schö 
e ee e e en —S—— 
eru anten eines pungen Mãdchens, das, kaum zur Jungfrau Sch ist das Hericherbekenntnis, das lie sich ablegt: Erscheinung Hegt in dem Ausdruck seines G chis. 122 
serangereisi. die Königin eines groben Vollkes wird, sind hier „Da es der Vorsehung gefallen hat, mich an diese Stelle r eee ech eeee ee esichts, der entzüdend 
rn aus gebreitet. und wenn auch die häufig fühlbaren Aus— setzen, so ich mein Aeußerstes tun, um meine Pflicht flug.“ Aber als die rinzessin 222 e dlsen 
m ene ee der Seele dieses l er n n sehr jung und ie keinen Gatten denken; sie ebn nnn 
6 it stehenden Wesens hinweggezogen gar in allen Dingen unerfahren Stellung. Noch im Juli 188 i i 
idn ee e eee eeeee eee e en g aber ich bin sicher, daß sehr weni uli 1839 berichtet sie von einer Unter⸗ 
p vwir chl ehr wenige mehr guten Will alt i * * 
thischer Einblick in die Entfaltung ihrer Ratur sunne r eten erlnuen haben, zu tun, was m m b 2* n er 
0 el. 25 58 5 — h r 5227 i ũ 
s en, bescheidenes Kind und zugleich eine ernste lief⸗ u ee ss ee Lord nicht zu heiraten.“ „Ich eeehn 
iühlende Natur, so wächst sie heran. Ihre erste Einn ede e e e dchen ist ihm gegen⸗ antwortete er.“ Im Ottober 1839 kam Albert wied 
gung vom 1. August 1832 erzählt von rer * ea ra⸗ 8 „ie oll eine Königin“. Sie bittet ihn, ihr beizu—⸗ England, und nun änderte die jun önigi 
ie Ma zählt vr Reif chen un?23 e * and ge Königin rasch ihren Sinn 
eblen Hein imnrer igene Kensig eise aus dem stehen, nud hat sich ihm in der ersten Zeit hrer Regierung an— Wieder spricht si u 
* 2 Jugend gton Palace, nach Bir— vertraut wie eine T ug pricht sie von seiner hübschen Nase und seinen schö 
mingham; lindlich freut sie lich an den Eh 72— wie eine Tochter ihrem Vater. 39 sprach mit ihm blauen Augen und sei nannlich 
gen, längere Zeit. E v gen und seiner prächtigen männlichen Erschein 
re ndnee eee e. hrungen, die ihr rwar in großer Gala. Er gefällt mir sehr „Mein Serz ist 33 ung. 
; ie nae 2 Dae! 3 ganz erregt.“ Sie tanzt mit Albert und 
später noch schweifen so manche seh urn d vg gut und ich sühle Vertrauen zu ihm. Er ist ein sehr grad— langn * 272 
j üchtigen Gedanlen nach finniger, ehrlich r tanzt so wundervoll· Das ist am 11. Olt. wel Ta 
ehee ee ehns en na niger, e rlicher, Uuger und guter Mann.“ Und die Schi cn sie 3 ge später 
den rren Pracht von Budingh derung dieses Schid n nn se il⸗ eilt sie Lord Melbourne mit: Ich habe meinen Si 
Palace, wo sie erst allmählich d ingham g dieses Schidsalstages schließt sie mit den Worten ab: ändert (was die Hei 4 nn 2 
Wie gluauch ist sie ber d ich zu Sause fühlen lernte. „Ich war durchaus nicht nervös und hatte die Genugt 6 e Heirat mit meinem teuersten Abert anb⸗ 
27 i e lleinen Geschenke, die si hören, dak ufri a e rifft).“ Am folgenden Tage laßt sie ihn zu lichel 
ihrem 14. Geburtstage erhält mn ente. lie zu ren, daß man zufrieden war mit dem, was ich getan h bleib iti i — nen und 
Meonn dab 4n h tn wa getan hatte. eibt mit ihm allein. 
liche Ueine rosa Tasche, die sie n een e es getan hatte · Wenige Tage päter äußerte sie ihre Das Tagebuch zei i 
schone leine vpalbrosche und Ohrn n gearbeitet hat, eine Freude über das neue Amt: „Ich habe ungeheuer viel zu tun laten 9 di e e 
Ohrringe, ein paar ñ fällt mi aeg e, die in Verl ällt: 
vu n un u Mantel n pur r s 7 r n en t Nac einigen Minuten sagte ich a sne 
e Konnin Bicloa n edem Moendg hrer Regte in schönen T in hant e war dereits wissen. warum ich ihn zu fehen wunsch a 
ing n auc schon dan Wadchen id ihrer Vegie ein schöner Tag, und die Vollsmassen übertrafen alles, was zu glüclich machen würde. ern 222 
kommt vor al ben gu höchsten „Pflicht ich je gesehen habe; viele waren es schon an dem Ta 2 wurde, wenn er zustimmen würde, zu dem, 
in ihr e e im 1887 in die Stadt einzog; aber es e nichts 8 e e n ee 
sie gar nicht gelannt hat Gestern ie an hrem Vater den Mengen, die Millionen meiner trellen Untertanen die sich auf e lelre 
e 452 waren es 15 Jahre, dab jeden Fled bei der Prozessi e2 ganz unwürdig ware er sagte er wurde sehr gugli sein de 
es Gott gefiel, meinen geliebtesten Papa von ahre, i der Prozession versammelt halten. Ihr Jubel und Leben mit dir zuzubringen“ iunt 
e ee eee n uns zu nehmen. ihre Ergebenheit überstieg alle Begriffe, und ich kann wirklich rean zuzubringen (im englischen Text deutsch zitiert). 
ber —. 40 t und schien so glüclich dah ich wirkli 
(und so hatte ich nicht das Glud eimsuchung über uns kam nicht sagen, wie stolz ich darauf bin, die Königin sol 12 gluclich dah ih wirtli fuhlte, 
lũch ihn kennen zu lernen.“ Volles in.“ uin eines solden es war der glücklichste, der hellste Augenblich in meine— 
Bald, überraschend bald na ĩ 43* — sein.“ Im übrigen ist sie von 4 Uhr morgens an, J * rt err e Leben 
Pflichtaefuhl bewähren muß ht der Mgenbug wen se ihr ene aufweden, ruhig und gemessen in dem ee n rlt νäê— 
2 * mun. neine ä 
König William stirbt am 20. Juni 1837, und drei Stunden ner —— n un Mit der Schilderung der Bochgeit schließt das Mädch 
ller. um s Uhr morgens ist der historische Moment da, an den sfahchen dinoer gellect ie n e tagebuch der Königin Victoria ab. „Die 8 ie 7 
—J— J 4 inger gestect. und die Folge war, daß ich ihn e 47 Die geremsnie war sehr 
Ruhe zeichnet sie diese weltbe llaunliher r mit arößter Schwierigkeit wieder abnehmen konnte — es svoll, schön und einfach. Mein teuerster Abert wieder⸗ 
hr weche ich a u en * Um gelang mir nur unter großen Schmerzen. u e Ich fühlte mich so glücklich, als der 
bb die ꝶ a angesteckt wurde, und 
— 
zu wunschten. Ich ich arn S h das Paar abreiste. Er dructe mir 
an. ging ins Wohnzimmer und s **2 zählt. Schon lange bevor sie Königin wurd 12 te mir noch einmab die Zand ann 
prach nit ihnen allein Lorh ihrenn Onl e, war sie von sagte; „Gott segne Sie, gnädi un 
53 der Lordlanger machte mi n Onsei den Ronin Leopoid pon Beieen. den sie he enenter adiae Fran ehr hetn en 
an ane On der on dann dennnt d edie nn bine Heinal inn ven ilber vorberener erl ert an nd s e 
1 n mebr sanie binnen dor Imn Mal 1830 sah sie hn un vordereet vonnn r en en ln 
morgen tnt btt. bolalia sn zum ersten Male. Er und der Prins sch und Albert allein.“ D 
g lain war. von Orange, beide Bewerher um ihre Hand. wovon lie nichts tagebuchs Victorias Der d h eblen Worte de 9
	        
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