Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

genommen habe und seinen Dank für die von unerschütterlich so heißt es weiter, diesen Streilfan eine pr 
treuen patriotischen Gesinnungen getragene Kundgebung ausdrücke. — umer de Sammann, dem Allmächtigen, w Do 
ilitärischen Mitarbeiter.) Sammann sich 
Bularest, 29 Nov. Der österreichisch-ungarische n jedoch des uneingeschränkten Vertrauens des Reichslanlers e 
Armeeinspektor Frhr. v. Söhendorf wurde heute Wohl kaum eine andere Waffengattung in der deutschen freut, so könnte die Krisis auch weitere Folgen haähnn du 
nachmittag vom König empfangen und blieb fast wel Armee hat einen derartig schnellen Entw delungsgang durch die Richtigleit dieser Meldung müssen wir die Berantwornn 
Stunden bei ihm, dann besuchte er die Minister, den General⸗ gemacht. wie unsere Verlehrstruppen. Erst am 31. Mai 1871 natürlich dem Kl. Journal überlasfen. u 
stabs Chef und die anderen Generäle. Das liberale Organ mude auf Grund der imn deutsch franzdsi en Kriege gemachten Ditliermaschinen bei den Gerichien Bei 
lonste tiert, daß der Besuch Sötzendorfs unter den gegenwärtigen Efahrungen die Errichtung eines Bataillons befohlen. Fun e an 
ee e ee eee ee eee err Jahte nach Errichuung des ersten Esenbahnbalallons folsi⸗ und Amtsgerichten sind seit einiger Zeit Diltiermaschinen ein— 
en Kessen derlamten daß be den Bapreungen sohennn on das zweite in Jahre 1876 Die Tele graphle die früßer het die den Zistern ut Zerfuaung stehen. Die Neuerung 
dorfs die militärischen Pläne Rumäniens erörtert wurden. Die von den Pionierbataillonen mit versorgt wurde, hat sich im hat ne ganz erheblve Beschleunigung des Geschaftsganges 
Bevolkerung von Bukarest empfing den österreich sch-ungarischen n er Zelt r, sdnnd gen Verkebruwnfte betaus- enne eee d e ee 
General wie einen Fursten. Mle Straßen waren geflaggt, aebildet. das Kraftfahrbataillon und die Flegeriruppe folgien andschriftligen Ausfertigung eines Urtells aufgemendet wor 
e ee ee eeeee eleee eeae als inoste und naeste Beburfniffe ind Errungenshanen eines den muß, mindestens fünf Urteile der Diltiermaschine anzu⸗ 
achracht Wende gab Minsterprasident Maloreen ihn unn odernen und allen Anforderunaen der Neuzeit gerecht werden⸗ e e en e 
nn e eeeeeeeee eee n den Heeresorgansemuse Nachdem dann erst im Vvorsahre die nis die Gerichtsschreibereien imstande sind, die Urteile binnen 
Jonescu, und einige andere Minister, der Chef des General— Inspeltion der Verlehrstruppen zu elner Generalinspektion er— urzester Zeit in Urschrift und Abschriften mittels Verviel— 
abes Mvanesco und der Vrin u suttenberg ae iaben daren boben wurde, steht auch der Heereshausbalt für das Jahr 1913 en ee de ee ztzrren 
wieder stark im Zeichen der Verkehrstruppen. An Neuerungen eun un unn nrn n n 
ß wird er der Verlehrswaffe bringen eine Inspektion der Eifen— getellm werden dwnnen Eine gauns uaturliche Erschelnung ijst 
Die albanische Unabhängigkeitserklärvng. e eeee seeee e e e e eeeeeeeee en 
V. Wien, 29. Nov. Ismail Kemal Bei hat an den bataillon die Vermehrung des Kraflfahrbalaillons um die die Verbesserung des sog. Juristendeutsches, da Perio densätze 
Hrafen Berchtold eine mit der an den italienischen Minister fehlende dierte Kompagnie, den welteren Ausban dern neuen beim Schreiben öfter vorlkommen wie beim Diktat. Sobald 
San Giuliano abgesandlen gleichlautende Depesche geihtet. Slellen der verlehroff iere vonn Viab und der diesen unen erst gerichtlich aufgestellte Statistilken über die Vorteile der 
Et. Petersburg, 29 Nov. Das albanische Komilee unter stellten Groß NRadiostationen und schüehlich die Vermehrung der Benutzung von Diktiermaschinen im Gerichkswesen vorliegen, 
Kemal Bei benachrichtigte die russische Regierung von der Zliegertruppe. So hat sich in tnapy 42 Jahren die Vertehrs⸗ dürfte unstreitig der Frage näher getreten werden, Dittier- 
hangigleits erllarung Albaniens und bat Rußland um An⸗ truppe zu einem umfangreichen neuen Gliede der europäischen maschinen bei den Gerichten allaemein einzuführen. 
rlennung. Das russische Auswärlige Amt antwortete, daß es 5 
die Mitteilung zur Kenntnis genommen habe e nwinet und man senat sin oft. was wird die Tochnit 
WV. Nomn 20 Nod Das Giornale delala meldet aus uns noch neues bringen? Der Heerfllhrer im Zukunftskriege Zlen 
San Giobann di —3 e aid ist in der Wahl seiner technischen Hilfsmittel wahrlich nicht Bildung etues Koloniallorus. Wie aus Rom gemeldet wird 
Giobanni di Medua: Die Mannschaft des österreichishen besch antt ene unnnerbroen verbn besteht der Plan, für die neuerworbenen Territorien in Tri— 
Dampfers Albanien“, der aus Durazzo hier eingetroffen in e eee ue eee e erhnn t r bne ꝑolis und di Cyrenaika ein Kolonialkorpz u schaffen. um 
2 — 22 en Teilen ist ihm gewährleistet, er wird sich hüten müssen ür i 
bestütigt, daß die erbise Division Paunowitsch gestern wenige 88 der Eventualität vorzubeugen, daß für Libyen schwer ent 
Kilometer von Durazzo anlangte und das Bombardement auf n ne mn ee e e en eund⸗ rn 57 zutegen 53 
7 e n 3 Iniliative der unteren Führer und ihre Verantwortungsfreudig⸗ n Um im Mutterlande für den Bedärssfall den vollen 
egann. Sobald jedoch die albanische Fahne auf der lein ehauten bleben dannt ber iteaa 35 2 Friedensstand erreichen und voll erhalten zu önnen, haben 
alten venezianischen Festung hochging, sandte, so erzählen sie, fragt nterführer nicht ängstlich bis jetzt zwei Altersklassen hingereicht und hisher konnten 
der Kommandant der Serben Parlamentäre an die albanischen * dern ue der alten guten Zeit vn e 
Notabein. inmn über die ac z achtichten- und Befehlsübermittelung auf eigene Verant— Dienstzeit stets in die Reserve entlassen werden. Dies ist lett 
n um esetzung der Stadt zu unterhandeln. wortung selbständig u bandeln niiht verlemt anders geworden und selbst die Alterstlasse 1892 reicht in 
Die lleine lürkische Garnison leisete inen Widerstand. Eine ανν ihrer Gesamtheit nicht aus, um den Friedenspräsent-Stand 
Kavallerie zog in Durazzo ein. Zahlreiche er eren n er z un 3 u 
nesen haben bie cuart 5 olonialtruppe gebi werden, in das die Zurüdgestellten 
nach D e en e e en n Inland und Ausland. z se d ren n etn n u 
albanesischen Notabeln sandten der Regierung in Belarad und Deutsches Reich 3 s e de trn n i 
der provisorischen Regier ung in Valo na Protenschreiben Die Niederlage des Minsste iums Hertüng in Sachen des lorps soll auf Grund eines besonderen Gesehes erfolgen 
bayerischen Jesuitenerlasses vor dem Forum des Bundesrats Schweden. 
Die Waffenstillstands⸗Verhandlungen. wird in Bayern meist mit großer Genugtuung aufgenommen. Mobilisierungsgerüchte über die Quieedische Marine 
Sosfia, 20 Rov n mabgeende hlinntertichteter Aus Munchen wird darüber gemeldet: Selbst die farblose und ali 29. Nod der benhen Nach 
Slle berlautet. daß die Verhandiunen n der ten tteilose Presse geht userst ungn moflig it dem viinisterum ten v ngt egiiernng der sden grn 
sortdauern und bisher einen überaus günstigen Verlauf nah— Sertling um. Die Munch. N. Nachr. stellen noch einmal den Slele ermachtigt u erilären dah diefe Rasticten unzn 
men. Man erwartet morgen vormittag Einzelheiten Von Gang der Dinge dar und kommen zu dem Schluß, daß das treffend sind. handelt sig nur um eine Winterübung für 
zinem bevorstehenden Abbruch der Verhandlungen könne keine Ministerium Hertling eine Niederlage erlikten hat, die es sich einige Vanzerschiffe und Torpedoboote. 
Rede mehr sein. Nach Firierung der Demarkatonelun hatte ersparen können, wenn es dem einfachen Gebote der Rußland. 
werde vor Ischataldscha nicht gekämpft, wohl aber vor Adria— Vorsicht gefolgt wäre. Die Augsb. Abendzta. kommt in einem — Serhang finntscher Stadträte. Die nationalen Sae 
ne a he iht laitiete un die rt sehenden nseren Artitel u dem Schlufe dan man de pannt sen nnhn eg,cg nlnn d en den arge t 
verbündeten Truppen mdglichst lange sestzuhalten und ihre ob jetzt die Bischöfe und das Zentrum ihre Drohung, daß sie Regierung und Stahlerwallung wird aus Petersburg 
3rwendung vor Tschataldscha zu verzögern, falls es dort einen Kulturkampf entfachen würden, falls ihnen nicht ihr folgendes gemeldet: Drei Stadträte von Zuestadt in Finnland 
ieder ur Schlah komnmen solle Wille geschehe, verwirklichen werden. Das Blatt schlieht seinen namens Sodermann, Blum und Frid wurden wegen Aufleh- 
V. Sosla, 20 Nov. Der Finanminister ist nach dem Artitel mit der Frage: Es wird interessant sein was nunmeht e in 
dn abgereist e v. u tun wird der belanntlich seinerzeit im r 
Komtantiopel 29. Nov. Der Minister des Junern Reschid andtage llürte. dat, falls der Bundesrot gegen die baye— lalunde u. 
und Senator Ferid Pascha begaben sich heute ins Sauptquartier, rische Regierung entscheiden sollle, diese wissen werde, was e pt nnln en 
5 Berhandlungen der Bepna n eν sie zu tun habe und ihre Konsequenzen ziehen werde.“ noch d ene eee 2 
Sie werden nachts hier wieder eintreffen Der Minssterrat Kiderlen lontra Sammann? Der latente Konflikt im über Englands Haltung nach den Waffenerfolgen lean 
wird die Nacht hindurch versammelt bleiben, um das Ergebnis Auswãärtigen Amt zwischen dem Staatssekretär und seinen e n di hn nnn 
der Verhandlungen abzuwarten, das mit großer Spannung „nachgeordneten Stellen“ scheint jeßt atut geworden zu sein Feen den Dreerband und namentlih gegen die englsche 
erwattet wird, da die Bevolmächt n der verbündeten Balkan Die am Montag veröffentlichte Note der Norddeutschen Allge— Politit Ausdruc die fast ausschließlich von dem Bestrehen 
slen Gegenvorschläge bezüglich Adrianopels machen müssen meinen Zeitung hatte bereits in vielen gut informierten Rußlands Wunsen Rechnung rogen geleitet zu sein schetne 
In eingeweihten Kreisen glaubt man, daß, wenn ein Waffen— Kreisen beträchtliches Kopfschütteln erregt. Die Abschüttelung nd sotte 
stillnand abgeschlossen werden kann auch der Friedeusschluß der Auslassung des Auswärtigen Amtes durch die öster— heer un 8 
gesichert sein wird reichischen Offiziösen erwedte noch schwerere Bedenken, und Das euglische Heeresflugwesen. Seit längerem sindet 
M. Reomtantinopel, 29 Nov. Viel bemertt wird hier, daß jetzt veröffentlicht das Kleine Journal in seiner 11-Uhr-Nacht- man vielfach in der festländischen Presse Mitteilungen, nach 
der fruhete Führer der Entente Liberale, Damad Ferid Pascha, ausgabe eine Darstellung, derzufolge die Veröffentlichung der denen das englische Seer „außerordentliche Fortschritte“ im 
der als Freund Englands belannt ist, nach seiner gestrigen Note gegen den Willen des Staatssekretärs erfolgt sei. Der Flugwesen gemacht habe und Deutschland zu überflügeln drohe 
Konmseren; mit dem Großwesit die Botschafter Englands und Preßdezernent im Auswärtigen Amt, Geheimrat Hammann, Es ist daher von Wert, die im Parlament amtlich erteilte 
Franfreichs besuchte und danach dem Großwesir von dem soll gemeinsam mit dem Reichslanzler die Veröffentlichung Austunft wiederzugeben. Statt 100 Flugzeuge, die angeblich 
Ergebnis seiner Unterredung hericht dieser Note durchaesekt haben Herr p Kiderlen-Wa⸗chter will bereit· in Enaland r Krieasamed⸗ anaeschafft sein sollten 
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Otto Brahm *. Erdfnet wurden die Aufführungen der Freien Buhne mit einer und auf den Rat Arthur Levysohns den Schriftstellernamen 
Eigenberiht der Lubeai de nicht durchweg glüclichen Vorstellung der Gelpenster“ von Ibsen, Brahm angenommen — empfahl. Brahm machte lich hier 
igenbericht der Lübecischen Anzeigen.) die aber vorher in Meiningen und im Berliner Residenztheater schnell und traftwoll geltend, bis ein Konflilt mit der Wallner 
Berlin, 29. Nov. schon gespielt worden waren. Die weiteren Autoren der „Freien theater⸗Direktion Lebrun — die Berlwiner Presse nahm da 
Wenige Tage nach dem 50. Geburtstag Gerhart Haupt Bühne“, Björnsen, Tolstoi, Goncourt — viel Ausländer füt mals für ihn Partei — und lpäter ein Konflikt mit Dr 
mea ans ist Otto Brahm aus dem Dasein geschieden, also wenige eine deutsche freie Büuhne — brauchten nicht erst entdedt und ein Ferdinand v. Strantz ihn aus der Tageskritik entfernte ihn 
Tage nach der Krönung seines Lebenswerkes In unserer gesührt zu werden So war es denn Hauptmanns Erstlings— die Tageskritik verleidet hatte. 
Literatur⸗ und Bühnengeschichte waren noch selten oder nie schauspiel Vor Sonnengufgang“, das die erste Neuheit der Inzwischen hatte Otto Brahm den ersten Band einer 
zuei Schichsale so innig verwoben, so völlig eins geworden. Freien Bühne“ war und fein Friedensfen“. das die lehte de⸗ Schiller⸗Biographie verbffentlicht in deren Vorrede er sich 
„Ohne Otlto Brahm kein Gerhart Hauptmann!“ So rief ersten Vereinsjahres bildete das ganze, aber doch auch anlehnliche als srüherer Schillerhasser“ bekannte — das waren da— 
Emanuel Reicher auf dem Banlkett, das zu Ehreu Haupt— Verdienst der Freien Buhne“ mals, unter vᷣemann Grimms bedauerlichem Einfluß die 
manns an seinem 50. Geburtstage im Hotel Adlon zu Berlin Gerhart Hauptmann bildelte eben Ibsen den wesenlichen meisten Berliner Philologiebeflissenen. Aus einer Preisbe— 
stattsand. Ohne Otto Brahm kein Gerhart Hauptmann“! Lebensinhalt das Schigsal Dr. Brahms; er war es, der — werbung ging auch Brahms Nleist-Biographie sieghaft her— 
Das in natürlich eine Swperbel eine durch die Fehstim nung Einsame Menschen“ Hannele“, Biberpelz ausgenommen — don und seinen Freu Silauffer Bern halle er ein lite 
hervorgerufene Uebertreibung. Eine so urwüchsig ktraftvolle alle Bũhnendichtungen Hauptmanns entstehen sah und in die arische Dentmal gesehn Ms auf Pariser Anregungen und 
so eigenartig selbstsichere lünstlerische Begabung wie die Saupt Bretlerwelt einführe, und so durfte Brahm es ein wenig auch auf den äußeren Anlloß durch Maximilian Sarden, Theodor 
manns hätte sich natürlich, etmas früher oder spälet, sieghaft als leinen Triumph ansehen, als Hauptmann zu seinem 50. Ge— Wolff und einige andere junge Schriftsteller die Freie Bühne 
iddelen Tennoh set in Knen Wahlhe enenn e t vurde wie noch kein Dichter vor ihn außs enden inn dening heaeneenaen nde da biace 
Worte, denn Brahm war es, der Gerhart Hauptmanns Fahne gleichem Anlab Brahms Feuereifer bald die Zügel an sich. In jenen schidsals⸗ 
irug im Schlachtgetümmel. Brahm war es, der als mermüd Das war aber auch der einzige Lichtschimmer, der die schweren Sonntags Aufführungen bewährte er sich als ge— 
licher Apostel für seine Lehre stritt und der als Kritiker, als duüsteren lehlen Lebenstage Otto Brahms freundlich erhellte schidter Regisseur, als lluger Verwalter, und als Adolf 
Publizist, als Dramaturg, als Leiter der Freien Bühne“ Sonst bedeutet das frühe, das jähe Ende den betrübenden LArrange nach elfjähriger Leilung des „Deutschen Theaters“ 
als Regisseur, als Thealerunternehmer für sejnen Hauptmann Abschluß eines wehmütigen Lebensdramas. Nach Jahrzehnten seine Schöpfung anderen Händen anvertrauen wollte, da 
sich und sein alles einsezte. Wer mit gleichen Rechte hätle der Kümpfe, der rastlosen Mühen scheidet Brahm in dem versland es Brahm, eine Gruppe vertrauensvoller Finan;- 
man in der gleichen Syperbel ausrusen dürfen: Ohne Ger— Augenblicke, da ihm der Lohn seiner Arbeit, die sorgbose, leuie sür sich gewinnen, ind QArronge gab unler allen Be— 
hart Sauptniann kein Brahm!“ Sicherlich hätte sich eine so heitere Rast winkt. Nach bald 19 Jahren wechlelvoller aus- werbern um sein Haus Brahm den Vormg. 
zahe, gzielbewußte geistige Kraft, ein so huger, hlarer Koph regender und aufreibender, nervenzerstörender Direltions tätigleit Die Erbffnung des Deutschen Theaters“ mit „Kabale 
ein so gesesteler Charaller auch sonsn durchgefett, aber Brahm sollle er sich nun endlich einer ruhmüberglängten Ruhe in wohl— und Lieben jeigle Brahm wieder als „Schillerhasser“. Der 
war es bestimmt an Hauptmann emporzuwachsen, an Haupi— erworbenem Wohlstande erfreuen und just da wirkt ihn eine Versuch, Schiller in den realislschen Nählernheilslon zu zwin⸗ 
mann zum Theafermann uum erfolareichen Bühnenleiter au tüclische Krebslrankheit darnieder und bereitet ihm das Moses gen mmalüdte vollig Dafur aber slegle Brahm bdalb im 
werden. Schichsal, nach rauher Wustenwanderung im Angelichle des ge Zeichen Saupimanns Die Weber“ wurden sein erster groher 
Die vor 24 Jahten in Berlin gegründese und bald gana lobten Landes zu sterben. Erfols. Wohl hatte noch L'Arronge das Werlk erworben, 
unter die Leitung von Brahm und Schlenther gelangte Freie Otfo Brahm oder Wrahamsohn, wie er srüher hieh, war aber erst unter der Direklion Brahm mdie Aufhehung des 
Bühne“ bedeutele den Beginn einer neuen Aera unserer Schau⸗ am 5. Fdebr. 1856 als Sohn einer geachtelen Kaufmanns— Zensurverbots erstritten worden. Sauptmann und Ibsen, das 
bühne. Sie bedeutete den fieghaften Einzug der erobernden familie in Samburg geboren. In Berlkin studierend, schloß er waren und blieben die wwei Glüdlssterne, die seiner Direktion 
Zugend in das Bühnenreich sie bedeutete die Zusuhr neuen sich der hochgemuten Schart an, die zu Füßen ihres iefflichen im Deuischen und dann im Lessingtheater leuchteten und für 
Blutes, neuer Lebenssäfte in den alten Theater-Organismus und anregenden Lehrers Prof. Scherer, Begeisterung für die er in Irene Triesch, Else Lehmann, Emanuel Reicher, 
bedeutete endaultig die Serrschaft des Literatentums in der das Befreiend⸗Große und Herrliche in der deutschen Dichtung Oslar Sauer, Rudolf Rittner die idealen Trabanten heran— 
Theaterwelt. Ihren Ausdrud sfand diese Erscheinung in der Tai⸗ einsog und sich daran gewöhnte hellen, kritischen Blich das geholt hatle. Im Frühjahr 1914 wollte er das Direttions 
sache daß die beiden Zaupter der Freien Buhne“ bald die Leiter ererbte, wie das neuerblühende poetische Gut zu betrachten. Als zepter in die Saände Dr. Barnowskys legen; nun hat da— 
der beiden ersten deutschen Bühnen wurden: Dr. Otto Brahm die Eröffnung des Deutschen Theaters, Theodor Fontane, dem rauhe Schicsal es ihm aus der Hand geschlagen. Ein femn 
Direltor des Deutschen Theaters“ in Berlin, Dr. Paul Schlenther Kritiler der Vossischen Zeitung die Beistellung einer jungen fühliger, charaltervoller Bühnenleiter, ein reichbegabter Schrif 
Tirettor des Wiener Burgtheaters Der grohe literarische Ge⸗ SHilfstraft wünschenswert machte, da wandte man sich an Scherer, steller, ein treuer Mensch ist uns entrissen. J. Landau, 
winn, de Ernte der Freien Buhne“ aber, ihr Slolz und Ruhme⸗ der seinen Lieblingsschuler Wrahamsohn — er hate in— e 
nel e n blieh die Einführung pon Sbant Saubinann wischen einige Aufsähs im Berline Tadeblatt veröffentlichf
	        
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