Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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Woch entlich 18mal (Wochentags morgens und ve usgabe 4 und B) für die 
abends Sonntags morgens) erschelnend. Bezugs⸗ — ————— 2 5—23 ννν 
preis sur das Vlerteljahr 8,30 Marl einschließlich V —— 9 * 1 I11———— B Vig. sar ee Geschastl Mit· 
Bringgelb in Lũbeck. Durch dle Pos bezogen ohne * — W Ê 22 e Ibei⸗ i 
Belelgeld 380 Mart. Eingzelnnmmer; 10 Vis. Sat den Ansorderungen entsprechend boͤher. o 0 
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Beilagen: Vater ? ische Blãtter. · Der Familienfreunb. — 
Amisblatt der freien und hansestadt Lübed 102. Jahrgang Nachrichten sur das herzogtum Lauenburg, die 
Beiblati: Gesetz· und Verordnungsblatt Elne nanieit t lee ”νν gürftentümer Ratzeburg, Lübed und das angren⸗ 
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ννον νννν zende medlenburgische und holste sche Gebiet. 
Oruck und Verlagq: Gebruder Bore cm, b, S. in Labed orebhaus Köniastr. 46) Vernsprecher 8000 u. 9001. 
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Ausgabe M. Große Ausgabe) Mittwoch, den 27. November 1932. abend⸗Blatt Ur. 602. 
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163 schädigen sich dafür durch halllose Mariffe an die deutsche St. Petersburg, 26. Nov. i i die der öster⸗ 
Erstes Blatt. hierzu 2. Blatt. ne untersnnen genile n een nenn reich * 22 
7 Amsang der heutigen Nummer 6 Seiten. über eine verntteinde Zatigtent des Prinzen Rah⸗ hatte trug einen außerordentlich herzlichen Charalter Sie 
— — — ——————— ng chen nee enmune en u er; de arn die durch en Alarm⸗ 
m j r bon Kiderlen zum Ausdruc bringen In de ichten — uter ruhlgen. 
Nichtamtlicher Cell ieeeeeeseneee n eee ne 
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98 u in n e * Zaren die Antwort Oesterreich⸗ Ungarns auf die russischen Fragen 
2ꝛ⁊ allen diesen Äusstreuungen geht hervor, auf, welches Ränkespiel wegen der serbischen Forderungen bezüglich eines Adriahafens 
er Balkankrieg. man auch für die kommenden Wochen gefaßt fein muß. bpt. rnen sollen, entbehrt jeder Begründung, da von russischer 
Seite gar keine Anfrage gestellt worden ist. 
Die Berliner offiziöse Kundgebung · h 
gZur inte rnationalen Lage. Die Erklärung der Nordd. Allg. Zta. wird in der Berliner Die Serben vor Durazzo. * 
Wie in Berlin, so ist man am 25. d. M. auch än Presseni ig Durazzo, 26. Nov. Nach hier eingegangenen Meldungen 
Petersdurg. und in London den beunrub enden Nachrihuen Presse in allgemeinen sumpatbisch aufgenommen wennann befinden sich jeht die Serben in Miloti, nur wenige Stunden 
Aldegenoaetreten, die von Wien aus und in der deutschen man nicht verkennt, daß dieses Dementi nicht alle Zweifel 2 —* 
eihehanptstadt derbretet worden waren. Auf die Börse heseitien Die Post bemangen bie Wendung, dab über Albanien von Durazzo entfernt. Man nimmt daher an daß sie noch 
hal diese Beruhiaunggatton ihre Wirkung nicht verfehlt, wenn an in gsanmenheng n en anderen Baltanfragen ge— heute vor Durazzo eintreffen werden. Die Bevölkerung 
uch der teuere Geldstand im Zusammenhange mit dem ie *758* 2 me hat den österreichischen Konsul dringend gebeten, den Serben 
Ronalende ine genliche Saussestnnung aufkommen ließ redet werden solle Das Blatt meint. dab das at engegenzutreten und ihnen mitzuteilen, daß die Bewohnerschaft 
n ciffem Sinne tann die Zurüghaltung der Börse als eine Preisgabe Oesterreichs aussehe, und fordert eine neuerliche —* 
n en Sn n din und lnnn een eeee eee ee ee eee e teen eeen e en Widerstand du leten. Aus 
ainten Kriegsgefahr gesprosen werden durfte o pteil enn ndint an dab sie wegen der Vorwurfe in der Alesfio wird gemeldet, daß die Serben von dort aus die 
wäre es, umehr den poluischen Himmel für volllommen guf sian ecarũ ——— ier hren an— einige Kilometer südlich vorbeifließende Matja in Kähnen zu 
elärt zu balten. Man wird vielmehr gut tun an der Ber u r rd e er uberschreiten suchen. Eine andere serbische Kolonne 
nen Regierungs kundaebung u beobachten daß sie on immerhin sassungen könnten unlautere Börsenmotive liegen den Chef des a e ] 
aseneeeee selee ine ie die fiedche Zosung rssceferaie des Uuen Anns personich ur Verant— soll von Monastir her im Anmarsch auf Durazzo sein und sich 
pon allen Großmächten zwar ernsthaft erstrebt wird, aber im worlung ziehen werde nur noch acht Stunden von hier entfernt befinden. 
Wede der Dieiussion noch erst gefunden werden soll. Daß 
leres nicht phue Shulerigkeiten möalich sein wird, muß Die Auffasfung der Lage in Berliner diplomatischen Kreisen. Die Schwierigkeiten für die Waffenstillstands 
ang t e eren ln bens a aelten In Berliner diplomatischen Kreisen besteht die Auffassung verhandlungen. 
wel tliser Bestandteildes berreigisgeset daß von dem Zusammentritt einer Konferenz lo lange nicht Berlin, 26. Nov Ueber die militãrisch⸗politische Situation 
bigen egenfades die Mgelegenheit des Bonsuls sicher die Rede sein könne, als nicht zwischen der Türkei und auf dem Kriegsschauplaß äuberte sich ein soeben in Berlin 
Prochaska, anscheinend ihrer ed se u den Balkanstaaten eine Vereinbarung zustande gekommen ist ingelroffener utischer Beamter, der direlt von der Tscha— 
834 aeh enn der geraume Zeit nicht auffindbare Denn das Programm einer solchen Konferenz kann erst be— lalbdscharbinie tommit, zu einem Mitarbeiter des Berlüner 
Wsnl dessen Ermordung von Wiener Blättern schon gemeldet * n dig 
war, ist in Uesküb naerrvlfen und hat hier mit dem slimmt werden auf Grundlage des Vertrages den die Ballan— Lotal Anzeigers etwa folgendermaßen: Zweifellos wird es 
dleireichischen Mgesandlen Konsul Edl eine Unterredung ge naaten mit der Turkei abschliehen werden Jedenfalls aber zu einem Wasffenstillstand lommen Ob daraus der Friede er— 
e bt d ebni eerun ge werden die Fragen, die vor die Konferens lommen sollten achtt sleht frelich dahin. Die Omanen werden nur untker 
en o n nt una umn nin vorher geklart werden mussen, daß ein kriegerischer Bruch der Bedingung in das Ende des Krieges willigen wenn ihnen 
wertvoll genugn SOb das Sauptstüc des österreichisch— zwischen den auf der Konferenz vertretenen Mächten absolut Adrianopel verbleibt. Und zu dieser Forderung sind sie durch— 
hen ee v n di nrian diane e bleibt Daher dauert die Diskussion aller der aus berechtigt. Abgesehen davon, daß Adrianopel nicht in 
e* dum Ausgleich gelgugt peror ue iu gue mit der Neuregelung der Verhältnisse auf dem Balkan zusammen⸗ die Sände der Bulgaren gefallen, sind sie hierzu durch die 
n d ndnn nnee herseh hängenden Fragen zwischen den Mächten fort günstige Kriegslage berechtigt. in der sie sich dant der Ver— 
herigen Baltung Serbiens höchst zweifelhaft. Es hängt Die Stimmung in Oesterrei teidigung der Ischataldschalinie befinden. Die Bulgaren haben 
ssin wesentlih von dem sange der Wasfenstin Bud apest Ro n ber Aiden, dee der Etzherzog vor Konstantinopel nicht nur nichts erreicht, sondern einen 
m r der Friedensverhandlungen nisen der Faang Fedand bein Kaffer in Wien halle, vunde beschlosf Teil ihrer Positionen wieder aufgeben müssen. Ferner erhält 
Türkei und den Baltkanstagten ab wie längedieinter; die türlische A Asien jetzt fortd d 
saosale üngeibhelt betreffs der abanischen und alle Versuche zu unternehmen, um ein friedliches Auskommen ie turtische AUrmee aus sien jetz fortdauernd Zuzug, und es 
der adriatischen Fragg fortdauert. Bisher hat naturgemäß mit Serbien zu ermöglichen. Oesterreich-Ungarn gibt zwar sind ausgezeichnete Truppen, die da anlommen. So hat die 
ber den Erfolg der Waffenstülstandsverhandlungen wenig ver— seinen bekannten Standpunkt in der Adriafrage nicht auf, will Turken leine Ursache, sich auf Gnade und Ungnade ihren 
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—s stdigung derbeiguführen. Mulhtar Paschas, der mit die Seele der Operationen war. 
n z dlrleleeten der Verhandlungen vun In Wien wurden fsünf reichsdeutsche Sofia, 26 Nov. Die bulgarisch⸗türkischen Delegierten ver⸗ 
heen ästter beschlagnahmt, weil sie Mitteilungen über handeln weiter über den Frieden; die hiesigen maßgebend 
auffallendem Gegensatz zu der übereifrigen Vermitte— h per 
sungnaen see ee en en u osterreichische Truppenbewegungen gebracht hatten. Kreise glauben nvch immer, daß er zustande kommen wird 
ungst usaltete sleht die augenblicliche Zurughaltung des Lemberg 26. Nov. Sier herrscht aroßer Andrang bei den ESie lassen sich durch die Winkelzüge der Konstantinopeler 
Quai dOisan vor der Oeffentlichkeit Pariser Blätter en Sparkassen da die Einleger ihre Ersparnisse zurüdfordern Diplomatie nicht irre führen, da sie lich in ihre Lage hinein— 
jĩ J Pfand dalassen, das Ihnen wieder zugestellt wird, wenn Sie Feun. m — 
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2. Jorn oman von Sans Dominit. Serr Albert Neubert begann sich höchst unbehaglich zu plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den igen. T 
vrtsetung. Machdrud verboten.) fühlen. Die Knie zitterten ihm. Das lonnte ja eine schöne bohrte diefer Gradiß in aller Heimlichkeit nach Fann dDief⸗ 
Se wird nun ein Stüch Rohr auf das andere geschraubt Bescherung werden. Kurt Graditz verreist und er hier diesem Nachricht mußte ja für Trenkmann von allergrößter Wich. 
und verschwindet in die Tiefe Beim zwölften oder dreizehnten Menschen, diesem Kuhbauern, wie er bei sich selber sagte, auf tigteit sein. Ich werde meine Uhr wiederbelommen Und noch 
Rohr endlich wenn das unterste Rohrstück also 130 Meter Gnade und Ungnade überliefert. Bänglichen Serzens folgte er elwas dagu,“ murmelte er gans vergnügt vor sich hin, währ end 
unler der Erdoberfläche ist, dann ist endlich der wei demn n ie Polierbune gen n mren 
ee— doberfläch dann ist en ich der weiche dem Manne in die Polierbude. Hier mußte er seinen Namen er in flottem Tempo der Stadt zu marschierte 
— en durchfahren und das Rohr stößt auf Ton. Und angeben und seine Uhr dalassen. Ein schönes, wertvolles 
n welteren zwei bis dret Metern dann kommt festes Slude Ein Erbstud von seinem Bater in einer schweren Der Generoldirettor Trenkmann sah mit seinem Gehein 
ann wird der Erdbohrer zum letzten Male an seinem goldenen Kapsel, aber noch mit dem alten Schlüsselaufzut sekretär im Bureau. Er war gerade damit beschäftigt, diesem 
Seile heraugennde ma j S g r im Bureau g da e at, diesem 
n nd alles Wasser aus dem Bohrloch versehen. Auftrãge in das schwarze Buch zu diltieten, als der Diener 
wn e geht es im trodenen Gestein mit dem Dia— Serr Abert Neubert war überaus stolz auf diese Uhr, eine Karte hereinbrachte. 
ici e ee n et ieder weitere Meter in die und er ließ sich gern von Kindern und Erwachsenen in Tiefen— 3h habe jeht keine Zeit,“ sagte Trenkmann kurz und 
man n worn dd e auch bald salzach der Zeit fragen. Er muhte die Tränen gewaltsanr schob die Karte beiseite. 
linhendes Saln gestoben ist. gel oder aber auf nutz⸗ * * e ce gegen eine Quittung des Sie Serr Generaldireltor.“ entgeanete der Die— 
ilb An iee eine Brschreibung ner Kalibohrung dachte Nachdem diese Formalitäten erfüllt waren, brachte ihn der n eee i en * 8 
ert en wahrend er hiet den Bohrturm erblidte Er Mann auf den Nebenweg und führte ihn auf diesem bis zu ldean die von *83 lhnen S dun 
sah weiler, daß das Bohrloch noch nicht bis zum Gestein der Warnungstafel dicht beim Hauptwege. 2 m he X 7 
orsgedrungen sein lonnte Sein Blick fiel auf Stahlrohre, n hnen. p a en Mebern 2* Wa⸗ fãllt Ihnen denn ein, erwiderte Trenlmann schroff. 
die dort lagen. Ex zählte deren zehn und schloß daraus, dah er 4 enn sie wirtiche ve ert,“ Jagte AIch verbitte mir Ihre Erzählungen. Wenn Sie hier Reden 
en erst drei in der Viefe verschwunden sein konnten, daß Grad sin rde S er enue 22 n n wellen dann slellen Sis sih de aui inen 
Hieses Bohrloch erst dreihig Meter tief sein konnte sas⸗ d Va 7 21 u rrnn bebruten 
angsam schritt er weiter an dem Bohrplatz vorbei, dem Grabib ichrein er eant soiefo en Zan cmnen Se er den eer das Zimmer gu verlasseunu 
Shnidihf nnn rone n eeeee eeeeeee e e ee e ee e eeeeeee edeen een 
un trat ein Arbeiter, offenbar einer von fen ns ier ge Êαν ÊÚÊ;Rgn —— e e eanrerlor Doch bereits nach einer Minute 
er Bohrmannschaft, auf ihn zu. dDoam * 7 e rud. 
7 lonmen Sie auf desen Bes herrschte dieser ihn eren 3 2 d ean nn rree e eeeeeee ee 
5 nicht gelesen, daß das Betreten bei Ausfluge und an seinem freien Tag gründlich verdorben. Er 2— in n e r 
du Unbefu M 7 vergaß sogar eine Zeitlang seine Butterbrote und seinen Bittern, dings nicht ohne ·ù —“ r 
* 3 n gten, mein Lieber, nur Unbefugten,“ uchte während er den Weg zur Stadt trübsinnig zurüchchritt. Nach Geben Sie her,“ rief Trenkmann und riß ihm den Zettel 
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e nß se ur zit belnwen⸗ und da seiner Flasche, schraubte sie auf und tat einen tiefen standen, überflogen, als er h viever an 
it vinen. 72272 ug. redervff wandte 
e Shwindel sagte der Arbeiter grob. Herr „So eine verfluchte Schweinereis“ schimpfte er dann in— „Füuhren Vue en Herrn herein,“ befahl er kurz 
F n aupt n vierzehn Tagen verreist. Im übrigen grimmig vor sich hin. Diese Bande infame. Mich einfach Rebonei trat n de⸗ ime er Gewelngen Die 
Ningeln ααν 3 nn re e n eeee wie einen Strolch. Bin ich nicht mal nicht im shwarzen Gehrog sondern in dem suleen inng 
5 * 2 aurud⸗. Ich mu ein angesehener Redakteur? Habe ich nicht die besten Beziehun— n den h hie reee 
Ühre Personalien seststellen und außerdem müssen Sie ein gen zum Generaldirektor Trengmann — — Trenkmann a — e een de ννν νν elt
	        
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