Full text: Lübeckische Anzeigen 1912 (1912)

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abends Sonntags morgens) erschelnend. Bezugs zZelle Vis Aleine Anzelgen Arbells marlt * 
eis sut das Blertelladr 2 1 D —— ————— bis fur Auswãrtiae ꝛ Vfg. Geschastl u 
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— Beilagen: Vaterstãdtische Blãtter. — Ver Familienfreunb. — — — 
Umtsblatt der freien und hansestadt Lübded 162. Jahrgang Nachrichten sũr das Herzogtum Lauenburg, die 
ßeiblan: Gesetz· und Verordnungsblatt t gürstentümer Ratzeburg, Lübec und das angren⸗ 
vom 8 * * 
Ê q. s qqh zende medlenburgische und holsteinische Gebiet 
Hruct und Berlag: Gebruder Borcherea Go. m. d. S. in Lubean. — Gescheiftsstelie Adrebßhaus Göniastr. 46). Fernsprecher 9000 u. 9001. 
Ausgabe M. Grohe Ausgabe) Sonnabend, den 23 November 1912. Morgen⸗Blatt Ur. 594. 
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Für den Monat Erzherzog Frang Ferdinand die der gegenwärtigen allgemeinen W. Belgrad, 22. Nov. Nach einer hier eingegangenen 
Dezember Lage entsprechende Präzisierung der Bedingungen, unter denen Meldung sollen die serbischen Duppen in Florxina eingezogen 
eee ee cn sich Dreibund für das Zustandelommen der Konferenz er⸗ sein KWnig Peter trifft morgen in Belarad ein, wo ihm ein 
ossenein nenen ne an mn w fklãren önnte. 2 festlicher Empfang bereitet wird 
3 2244 — miiche Boisschaffer „m Mi⸗ 7 
„Lüeckischen Anzeigen nn een en e e e ¶Deserteit·UAngarns Konflitt nit Serbien 
n anabe Wien 2 ö MM. Belgrad, 22 Nod. Der österreichisch ungarische Kom⸗ 
ide unstrierten w ntlichen Betlage * * — 2 9 
vVaterstädtische Blätter“ V. London, 22. Nov. Das Reutersche Bureau meldet missar Edh der gestern nachmittag hier eingettolfen ist, hatte 
coin: —2 R 16 5 b unmittelbat nach seiner Ankunft eine lange Konferenz mit dem 
5— aus Sofia: Der Ministerrat hielt eine besondere Sitzung ab, Gesent nn ee en i hee nach Ues 
Ceseh und Verordnungehlatt um über die urkische Mitteilunng zu beraten. Es ist wenig en ee ee ee e 
der sreien und Hansestadt Lübedck wahrscheinlich, daß die Feindseligkeiten sofort wieder aufgenommen gerein pon w s nnch Vrurrud und Mirrorn 
und der Wcentlihen gebeage werden. Nach gewissen Andeutungen wird Bulgarien eine ver⸗ begibt. Um ihm die Mission zu erleichtern, und damit ihm 
Neu erhalten da unn ne nen und die urlnelnslichen Wossen⸗ en nn 
Bestellung ab bis zum 1. Dezember lostenfrei illiinndabedingungen abunbern Aeuhern. 
Der Verlag der „Lüb. Auzeigen“. Neue Kriegsstimmung. Verschiedenes. 
Sosia, 22. Nov. Der gelungene Ueberfall auf den türki— London, 22. Nov. Das Reutersche Bureau meldet aus 
Erstes Blatt. Hierzu 2. Blatt, schen Kreuzer „Hamidieh“ hat hier eine freudige Stimmung Sinhna, 21. November: Hier geht das Gerucht, daß die 
und die Feuilletonbeilage „Der Familienfreund hervorgerufen. Man freut sich des Mutes der bulgarischen Griechen Mytigene besetzt haben. 
—tSES[îm’—’’oÔpc.c (PfrPrPÔOo———— —— Freiwilligen, die beim Derkos⸗See operieren und sich auf Der italienische Kreuzer „Carlo Aberto ist in Smyrna 
Umfang der heutigen Nummer 8 Seiten. eigenes Risiko mit den Türken einließen und die Torpedoboote eingetroffen. 
— — — — — — vom Lande aus unterstützten. Nach einer Version wurde die Athen, 22. Nop. Als einzi echad 
3 nzige der griechisäe Banten 
Nnichtamtlicher Teil. Hamitieh· von vier Torpedoae chossen getroffen. Nah MAit hatte die Bank von Athen von dem Moratorium Gebreuch 
teilungen der Zivilbehörden ist die „Hamidieh“ gesunken. In⸗ Moacht, dagd en Banken das Recht gibt die Auszahlungen der 
omationen des Kriegsministeriums lassen annehmen. dab die Depots wegen des Krieges zu suspendieren. Ohne das Ende 
Der Ba lkankrieg an e eee von den Begleitschiffen ins des Moratoriums abzuwarten, nimmt die Bank heute die Aus 
ve B⸗e on ren ist zahlungen der Depots wieder auf. 
2* varis, 22 Nov t ia u elgra ⸗ a 
Der Abbruch der verhandlungen a * n * e eee u Sofia u elurud M Athen, 22. Nov Das Marineministerium teilt mit; 
eun — oo7— agen, ie Kriegsstimmung wieder zunimmt und daß Ein dehisen Gahabe i geern ahni oles 
Konstantinopel, 22 Nod. Der Abbruch der Waffenstill— nan sich namentlich in der serbischen Sauptstadt den öster⸗ schenen g a — 
silandsverhandlungen wird hier auf verschiedene Weise zu er— eichisch ungarischen Forderungen gegenüber durchaus unnachgiebig min v urivtis for — Sta zur soe 
tlären versucht. Es heißt, daß Bulgarien insbesondere darauf zeigt. In maßgebenden Belgrader Kreisen werde ausgesprochen, rien Ueegee pus Die fremden Konsuln rieten, um un 
ehand ganß Runelen bis KVonstantinopel zu annektieren. daß man geneigt sei, Krieg gegen Deslerreich- Ungarn zu führen, Mriges Bluweraieben 2 vermeiden u Baumung Stadt 
erner son e die eeheng da ntsen dlene us den um einen Weia safen langen Sentereh ngarn musse dutch die Id Menn starte turtche Sarnisen. Det Wuita 
Schwarzen Meer verlangt haben. Die soforlige Einslellung der endlich aufhören, Serbien beherrschen zu wollen. ODesterreich— ließ 1500 Mann an Land gehen von denen o die Stadt 
Verhandlungen wird deshalb überwigend gebilligt. Ungarn werde sich beruhigen. Man werde mit Oesterreich— en und e eeene e ee 
Varis, 22 Nov. Nach Meldungen aus Konstantinopel Ungarn verhandeln, aber erst nach dem Frieden mit der Türkei. D Suunas sun munter den Scns lechischen Gelmanerr 
hätten die Verbündeten bei Ueberreichung ihrer Bedingungen Voln welllichen cheihnrias 77— statt, das hierauf nach Lemnos weitersuhr. 
ür einen Wasfenstillstand von der Pforte auch verlangt, die VBelarad 23 onn minn sin Verenharn V Samburg, 22. Nov. Die Deutsche Levantelinie teilt 
Türket solle dem Kommandanten von Duraßßo befehlen, diese von denn een en mn en mit: Wie aus Pirãus gemeldet wird, wurde der am 15. Nov 
Stadt unverzüglich den Serben zu übergeben. An der türlischen Serbi en ren ereee von Smyrna nach Konstantinopel abgegangene Dampfer 
ntt u Serbien, daß sie dazu nicht in der Lage wären. Auch machten „Enos“ der Deuts 8 inie 
Weigerung, diesen Wunsch zu erfüllen, sowie an der Weigerung se die Serben daranf aufmert uet er Deutschen Levante-Linie kurz vor den Darda— 
u rf t rlsam. daß dort noch eine starke nellen v iechi ĩ 
der 2 der sich noch haltenden Festungen seien die türkische Besatzung und starke Vefestigungen vorhanden seien * ne ischen n; 
Friedensverhandlungen gescheitert. die ie hh e n und die deutsche Flagge gewaltsam durch die 
In der Erklärung Sir Edward Greys im Unterhause will dn ethen unchlen olho Meken scweren Menhennans unh koh ilche e se ersett. Das Schiff wurde 
man hier die freundliche und dringende Einladung Großbritan— un duß die rig; ann von einer griechischhen Besatung übhernommen und nach 
niens an den Dreibund heraushören, sich für oder wider die eeete n duh le an ber e bet Verig vee Piräus gebracht, woselbst dasselbe am 20. November abends 
e heute Durazzo beseßen wird, wo nur eingetroffen ist. Sch ächsten M 
Konferenz zu entscheiden. Demnach erwartet man von der Be— ein Bataillon Tü ü ugereen u on am nächsten Morgen wurde der Dampfer 
eee ee en aen ee soll. Das Gerücht. Durazzo sei wieder freigegeben. Die Maschine des Dampfers Enos“!“, 
n. bestätigt sich nicht. welche während der Ueberfahrt nach Piräus ebenfalls von 
Cheater, Kunst und Wissenschaft. Opernsängerin Emma Calvs von der Pariser Komischen deutsche Dirigenten, deutsche Musiter, boll gewissermaßen ne 
Gönnget Sluenten in Braunschweider Hostheater. Im Oper ist lebensgefährlich erkrankt. Sie hatte einen Er— Revue der gesamten deutschen Orchestermusikerschaft darstellen; 
R en ete ne Beai e ee ν stickungsanfall, der das Schlimmste besürchten läßf gilt es doch, der ausübenden Tonkunst zur Feier des Regie— 
Schllers dramatisches Gedicht Die Wallenstein-Trilogie“ auf⸗ Zeutsches Schauspielhaus in Hamburg. Um die lünstle⸗ rungs · Jubilãums des Kaisers in der Reihe der huldigenden 
geführt und übte bei glänzender Darstellung einen gewaltigen rische Leitung des Deutschen Schauspielhauses bewirbt sich, wie Künste den ihr gebührenden Ehrenplatz anzuweisen. Es handelt 
Eindruck aus. Im Bause befanden sich einer Einladung des die Hamburger Nachrichten mitteilen Freiherrv. Gleichen— sich bei dem geplanten Unternehmen in keiner Weise um 
Hoftheater⸗ Intendanten von Frankenberg folgend, über drei— Rußwurm, Er ist bereits in Samburg eingetroffen, um mit irgendeine geschäftliche Spekulation, sondern die Mitwirkenden 
hundert Studierende der Georg-August-Universität Göttingen den maßgebenden Persönlichkeiten Fühlung zu nehmen. stellen sich uneigennützig in den Dienst einer guten Sache. 
nebst Kurator, Proreltor und den Professoren. Die technische Gerhart Sauptinann hat Sonntag in Wien im grohen Ein etwaiger Ueberschuß wird den Wohlfahrtskassen der 
sochschule in Braunschweig hatte ihren Studentenausschuh ge— Musilvereinssaal der Aufführung mehrerer Szenen aus seinem Musiker zufließen. 
schidt. In der Sofloge wohnten die Minister der Vorstelluns Drama Der Bogen des Odysseus“ und des Gedichts Die Zum 70. Eeburtstag Vinzenz Czernus. Die Stadtvertretung 
bel. Am Schluß des Lagers der von 12 bis gegen 1 Uhr mittags Klosteruhr“ beigewohnt. Sturmischer Beifall und brausende von Trautenau ernannte in ihrer Festsizung am Montag den 
spielt wurde, brachte ein Student des Bremenser Korps Hochrufe wurden ihm zum Lohn. Später erschien Hauptmann grohen vHeidelberger Gelehrten Geh. Rat Prof. Czeruy einen 
Göttingen von der Inkendantenloge aus den Dank in inem Soch dei dem Festmahle, das die Contordia! ihm zu Ehren veran⸗ gebürtigen Trautenauer, zum Ehrenbuüurger anlählich seines 
uus den Herzog Johann Albrecht, Regent von Braunschweig, staltete und wobei das ganze geistige Wien anwesend war. 70. Geburtstages 
d ß n Georg⸗August Universitat ist bekanntlich fü Unterrichtsminister Hussarek feierte Hauptmann in einer be— Der Nachlaß Johann Orths für 280 000 M. Die Nachlaß 
erzoglum Braunschmeig auch Landes Universitäl deutungsvollen Rede; das Wunderbare an Sauptmann, meinte versteigerung Johann Orth bei Heilbron in Berlin ist Montag 
VWVom Kieler Stadttheater. Aus Kiel wird uns geschrie— er, sei sein tiefer deutscher Charakter. Der Gefeierte abend been det worden. AmNachmittag wurden noch verschiedene 
ben: Unter der neuen Dienon in ehtl in dn dankte gerührt und sagte etwa: Er komme aus einem Lande, Rüstungen des 16. und 17. JZahrhunderts, Harnische Helme 
heit in der Dper im daufe dieser Ssiehen ann ea dessen Lebensformen hler seien, dessen Klima dem Künstler und Armschienen versteigert. Die Aukltion hat insgesamt eine 
Wallershaufens Oberst Chaberne in Sen 73 g nicht immer hold sei. Er brauche etwas Sonne. Und ein Summe von 280000 Mergeben. Im Februar wird der zweite 
die uberall die grͤßten Eifolge erzielt hat. Bomn 13. du olcher Sonnenstrahl, der ihn förmlich aus einer Eisklammer löste, Teil des Nachlasses, bestehend aus der Bibliothek und weiterem 
his dato wurden ferner folgende beiden Spernneuhelen mnn ei ihm aus Wien mit dem Grillparzerpreis gelommen. Mobiliar veraultioniert. 
grohem Erfolg gegeben: . Der Schmud der Madonng« Niemals ist eine Anerkennung so zur rechten Stunde gelommen. Kleine Mitteilungen. Die beiden erfolgreichen Sprechton 
don Wolff-Ferrari und „Stella maris“ von Kaiser. Der Diese Tatsache verbinde ihn mit den Wienern. Hauptmann erhob dichtungen „Das grohe Narkenspiel“ und Der 
ieue Direktor, der die Kieler Theater (Stadttheater und Klei— 11229 29 Wizn d Stadt der dramatischen Kunst gläserne Berg! des Dresdener Dichterss F. G. Köhler— 
e n e ene see eeet r und der Musil. und auf die Concordia!, für die er gerade in Sauhen und des gleichfalls in Dresden lebenden Komponisten 
scahen het den be cnn aen egn ielem Augenblic heiß und innig fühle · Einen grohen Lach. daul Colberg beabsichtigt der Klub Deutsaer inn 
a s e ersolg hatte ein von Julius Bauer verfahtes und von Girardi lerinnen“ in Prag im Januar unter Mitwirkung beder 
gearbeitet hatten, scheint troß seiner Jugend ein erfahrener vorgetragenes Preislied auf den gefeierten Gast Autoren zur Aufführung zu bringen. — Zur Erlangung eine 
Praktiker zu sein, da sich, wie berichtet vird den Besuch der Deutsches Musilfest in Berlin 1913. Die deutsche Musiker⸗ „Narrenstüsdes“, das an den Fastnachttagen zur Auf üh— 
Theater, namentlich des Stadttheaters, sehr gehoben haben soll, shaft. vertreten durch den Algemeinen Deutschen Musilerverband rung gelangen soll hat der Mainzer Zarnevalperein einen 
was wohl zum großen Teil auf das sehr abwechslungsreiche und den ihm eingealiederten Deutschen OrchesterBund. be Preis pon 222 M22 Pla ausaeschrieben. Einlieferunas 
Repertoire in Oper und Schauspiel zurückzuführen sein dürfte ahsichtigt für das Jahr 1013 in Berlin ein Deutsches Musit. kermin ist der 1. Jan. 1918. 
und durch Darbietung zahlreicher Neuheiten, die auch in an— fest! in etwa sieben Festlonzerten. wopon zwei als Volls. Johann Orths Silberschatz Die Auttion Orth wurde 
deren Städten jett den Spielplan bereichern. n ee sind vrn ee Sonnabend nmnt der Berstelgerung des losbaren Tafelfin 
Kü nstlernachrih ig n n Starle von etwa 2900 Kunstlern wird für jedes bers fortgeseßzt, das 14000 Mhrachte. Viele Liebhabe 
eee eenen e en 
eit nehr alsi samnengestellt Die namhaftesten deutshen Dirigenten und brauchs, wie Ringe, Nadeln und Polale. Ein mit Edelsteine 
a eee eeeeen u ern e nn ne besetzter Goldemailleschmuck aus Besitz e eenn 
un 72 27 n ausschuß, bestehend aus n belanntesten bon Toskana brachte es jed M dievBe 
sards — M * a brachte es jedo r 950 M. Die Ver⸗ 
e eh n Kunstlerkapaʒitäten und Mäzenen ist bereits in Bildung be— steigerung wird n ne sea eenn 
9 nden Erfolag. — Die gariffen. Die Tendenz der Veranstaltung: deutsche Werke, die Waffen und Rülsfungen zur Ausbiefung
	        
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